Dienstag, 13. Februar 2007

Traurig

Traurig 12 97

Traurig
Enttäuscht
Müde
Planlos
Hoffnungslos

Angewidert
Deprimiert
Still
Unverständlich
Leise
Unerhört

Wann wird sich das ändern?
Kann es sich je ändern?
Wird es jemals anders?

Kann es nur noch bergab gehen?
Was ist es?
Kampf
Widerstand
Aufbegehren

Randale
Aufschrei

Was ist es?
Ich will doch einfach nur ich sein

Egal was man von mir denkt
Egal was man von mir erwartet
Egal die Anderen

Wichtig bin doch nur noch ich
Wichtig ist einzig & alleine mein Vorhaben
Wichtig sind meine Träume
Wichtig ist mein Aufbegehren

Warum werde ich aufgerüttelt & im nächsten Augenblick wieder verschüttet?

Ich will es nicht mehr

Ich will einfach nicht mehr
Traurig sein

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Richtig – Falsch

Richtig – Falsch 12 97

Richtig Falsch
So lauten sie

Deine Richtungen
Deine richtig falschen Freunde

Kann etwas nicht heute falsch sein
Was morgen aber schon wieder richtig ist?

Macht der Eine etwas richtig falsch
Der Falsche aber etwas richtig?

Wieso in die Enge treiben lassen?
Weshalb Leben beschränken?

Einfach nur auf sich hören
Wenn Du Dir nichts zu sagen hast
Höre auf die Stimmen Anderer

Hindere Dich bloß nicht selbst

Kann es richtig sein
Sich auf
Richtig
Falsch
Zu verlassen?

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Überschriften

Überschriften 12 97

Ständig suchst Du Überschriften
Brauchst Du Deine Überschriften?

Überschriften für
Deine Gefühle
Deine Erfahrungen
Deine Hoffnungen

Deine Enttäuschungen
Deine Ideen
Alles

Weshalb?
Bist Du schon so alt?
Du wirkst uralt!

Wieso alles festhalten?
Warum einen wahren Kühlen Kopf bewahren?
Warum nicht leben?

Leben ohne Überschriften?
Mit Überraschungen?

Spontan?
Offen?

Flexibel?
Fröhlich?

Ohne Plan?
Der Situation entsprechend?

Nicht den Vorstellungen?
Nicht der Theorie?
Nicht den logischen Schlussfolgerungen?

Hierzu fällt mir jetzt aber keine Überschrift ein …

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Gedanken – Worte

Gedanken – Worte 12 97

Wieso gleichen die Worte selten den eigenen Gedanken?

Sind sie
Harm-loser?
Hinter-list-iger?

Berechenbarer?
Feiger?
Vorsichtiger?

Weshalb?
Sollten die Worte nicht den Gedanken haargenau gleichen?

Wieso nur die Selbstzweifel?
Das Infrage-Stellen?
Das Unehrliche?
Das Vorsichtige?

Sollte man eher sagen
Je mehr Du gibst um so mehr erhält man?

Oder Je mehr Du gibst
Umso großzügiger wird Dein Striptease?
Umso mehr Zuschauer erhältst Du?
Umso mehr verlacht man Dich?
Umso mehr nützt man Dich aus?

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Großartig

Großartig 12 97

Großartig
Das willst Du sein

Nicht artig
Sondern gleich
Großartig

Nicht gut
Sondern
Der Beste

Nicht sympathisch
Sondern
Der Liebste

Nicht vermögend
Sondern
Steinreich

Ist das notwendig?

Öffne die Augen
Sieh Dich richtig

Überfordere Dich nicht
Unterschätze Dich nicht

Erhöhe Dich nicht künstlich
Lasse Deine Fähigkeiten nicht verkümmern
Existiere
So wie Du möchtest

Versuche nicht
Allen zu
Gefallen

Nur Dir
Das reicht
Das ist großartig genug!

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Das Zusammentreffen

Das Zusammentreffen 12 97

Wird es das erwünschte Treffen der Treffen?
Wird es ein Treffen wie jedes Andere?
Belanglos?

Nur Bla-Bla?
Nichts Außergewöhnliches?

Nichts was ich momentan brauche?
Nicht das Erhoffte?
Von Beiden?

Sagt man sich nur das was nicht wehtun kann?
Gibt man sich nicht zu verstehen was man voneinander hält?

Fällt einem hinterher ein was man sich sagen wollte?
Sagen muss?
Bleibt man weiterhin feige?

Es könnte
Das
Zusammentreffen werden

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Was Tun?

Was Tun? 12 97

Wohin?
Wohin?

Was tun?
Was unternehmen?

Defensive?
Offensive?

Lächelnd?
Sauer?

Ehrlich?
Hinterlistig?

Aufs Herz hören?
Auf den Kopf?

An die Vergangenheit denken?
Auf die Zukunft hoffen?

Was tun?
Das Nächstliegende?
Das Traumhafte?

Das Offensichtliche?
Das Einfachste?
Das Wunderbarste?

Was tun???

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Laugh Love

Laugh Love 12 97

You might love this story- nevertheless: keep on laughing.
There was a girl & a boy- the good old theme. Whenever they saw each other they had a good laugh. The next morning she always had trouble with him, he always didn’t want to leave her.

In spite of all they kept on loving. They really had a good love.

But nobody could understand her: why has she that lover? But she only kept on laughing. She smiled & said: noone else makes me feel so fine while laughing.
He always was asked to leave her.

This love isn't good- it's too loud & wrong. Everybody is disturbed,
He looked clumsy for a while & then he told everybody:
I don't mind if somebody doesn't love me laughing.

Then he left the place in order to meet her for an other laugh.
Because of the love they looked younger & very pleased. The laugh set them free, they had no problems at all & the people got used to it.
After a while they laughed because they knew every move of them & knew where they were, because they were so noisy while loving.

Still there is one matter which is not that clear:
is it possible to love while laughing?
Or is it shocking to laugh while loving?

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

DAS TIER

DAS TIER 12 97

So lange war es verborgen
Ganz tief versteckt
Es sollte gar nicht auftreten
Es wurde nicht vermisst

So langsam kehrt doch die Sehnsucht ein
Die Sehnsucht nach dem Tier
Das Verlangen sich gehen zu lassen
Der Wunsch ganz Mensch sein zu dürfen

So fragt man sich
Ist das Tier zum Ein- & Ausknipsen da?
Soll man das?
Darf man das?

Sollte man es ausleben wenn man es verspürt?
Sollte man es verscheuchen wenn man keine Lust hat?

Ich weiß es nicht
Ich weiß nur
Etwas schlummert in mir
Ganz tief versteckt

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 12/97)

Ich Will

Ich Will 11 97

Ich will Alles
Bekomme Nichts

Ich will Liebe
Erhalte doch nur Sex

Ich will leben
Vegetiere doch nur mehr schlecht als recht

Ich will etwas Besonderes sein
Bin doch nur ein Nichts

Ich will beim Wetten reich werden
Habe auch die rechten Pferde
Jedoch die falsche Rangfolge

Ich will 'Ich will' ausrufen

Stammele doch nur
'Ich hätte'
'Ich würde'
'Ich wollte'...

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Marionetten Gottes

Marionetten Gottes 11 97

Sind wir Marionetten Gottes? Ist er unser Coach?

Niemand weiß's. Ich weiß nur: mir ist kalt; mich friert's; ich brauche Wärme, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Feed-Back, Treue, Aufrichtigkeit, Bestätigung.

Ich will mich nicht in meinem Wahnsinn & in profanen, nichtigen, kleinen Dingen & Problemen verlieren. Schüttelt doch bitte den Alptraum fort; wärmt mich; gebt mir einen Zufluchtsort, Schutz; einen Platz, wo ich noch ich sein kann; wo ich mich ausruhe; wo ich geborgen bin; wo ich mich finde; wo ich die immerwährende Angst verliere.

Was macht alles so schwierig? Wo bleibt die Leichtigkeit des Seins? Berg auf- Berg ab? Hinab- hinauf? Was macht es für einen Unterschied? In nicht mal einem Jahrhundert ist eh alles wieder für mich vorbeiist dann nicht alles egal? Sollte man leben? Die heiteren Stunden nur zählen?

Sollte man sich klar werden & befehlen:
Erfinde die Räder nicht neu!
Empfang was Dir geboten wird
Greif zurück auf Bewährtes, Bekanntes
Treibe- lasse Dich treiben
Es gibt ständig neue Zeiten & Zeichen- akzeptiere die Jetzigen!
Ändere Dich oder die Welt
Schreie auf
Werde verbittert

Allerdings erkenne auch: niemand weiß, was stimmt. Und das ist gut so. Mache das Nächstliegende; mache was Dir gefällt; mache was Andere von Dir erwarten; mache nichts!

Niemand weiß, was stimmt ...

Gott, wo bist Du? Hast Du unsere Fäden durchschnitten? Haben sich unsere Wege gekreuzt? Gibt es zu viele Verknotungen???

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Wirklich Entscheidend & Wichtig

Wirklich Entscheidend & Wichtig 11 97

Was ist denn nun wirklich entscheidend & wichtig?

Eine Zeit lang dachte ich tatsächlich allen Ernstes, ich wüsste die Antwort; die dann jämmerlich zusammenbrach bei dem ersten Lüftchen. Nun ging es rauf & runter- zu sehr & schnell für mich.

Außerdem zog eine Bekanntschaft weg; eine meldet sich nicht mehr; eine sieht in mir, was ich nicht bin; wieder eine Andere, was ich nicht sein möchte & noch eine Andere, was sie nicht sehen will- so könnte ich es immer weiter fortsetzen.

Zu viel auf einmal? Das Falsche im rechten Augenblick? Das Richtige im falschen Moment? Inkonsequent konsequent gewesen? Unnötige Aktionen, Wege, Antworten, Gedanken, Witze?

Fragen über Fragen- keine einzige zufrieden stellende Antwort.
Ich weiß nicht, was zu tun, warum einige erträumte Gegenreaktionen ausblieben; es ist auch nicht wichtig, hinfällig- ich bin auf meinem Weg- von der Spielbank durch den Park zu den Bergen. Bei den Bergen angekommen, wird mich niemand mehr in Frage stellen; gewiss ab ich dazu Anlass- vielleicht hätte ein Gespräch viel geklärt, jedoch ich will nicht mehr. Ich idealisierte die Mitleute- ich vergaß, dass es letzten Endes doch nur Menschen bleiben.

Nun wirke ich desorientiert, müde, abgeschlafft, fragend, orientierungslos, zweifelnd, unsicher- das ist mir egal. Ich will nur noch den Weg zu Ende gehen; bei der Spielbank möchte ich wenigsten einmal ein Großer sein, sämtliches Vermögen soll dort bleiben oder sich vervielfachen; bei den Bergen kommt der langersehnte Schluss: von der Spitze in die Tiefe springen, frei sein- vogelfrei war ich lang genug.

Der Park ist ein Übel, das erduldet werden muss- mittlerweile bin ich mittellos. Wie sich die Croupiers freuten- wie die Gunst der lieblichen Frauen sich rasend veränderte.

Ich denke, die meisten Leute wollen gar nicht die Wahrheit, das offene Wort, ehrliche Zugeständnisse. Sie wünschen betrogen zu werden, sie wollen träumen, sie möchten von ihrem eigenen Scheiß-Leben abgelenkt werden.

Jetzt weiß ich es- besser spät als nie.
Im Park bin ich direkt fröhlich; kurz vor dem Ziel! Ich höre ein Lachen; sollte ich mich dorthin bewegen? Warum nicht- nun wartete ich so lange mit der Erlösung, da macht ein weiterer Un-Weg & Um-Weg nichts mehr aus.

Gar herrlich klingt das weibliche Lachen- es gleicht einem netten Glucksen, einem Fluss der nimmermüden Freude, der ewigen, naiven Glückseligkeit. Ganz warm wird es mir- ich will sie entdecken. Nun sah ich sie- sie realisierte mich nicht. Sie war konzentriert mit dem Ding vor ihr.

Werde ich närrisch? Lasse ich mich von etwas verleiten, was man links liegen lassen sollte? Was nur Probleme mit sich bringt? Was nur enttäuschen kann?

Willenlos zieht mich das Verlangen, sie näher zu betrachten.
Paar Schritte vor mir steht sie nun- eine Frau, die einst das höchste Ansehen genoss; gar nicht wissen, möchte ich, wie viele männlich-ähnliche Wesen ihren Schoß begutachteten.

Einst war sie unschuldig, doch als sie schuldig wurde, stieg ihr Ansehen- auch sie ist nur ein Mensch, ein Macht-Mensch.
Auf einmal verzichtete sie dann auf alles- niemand begriff es. Sie trällerte nur munter: 'Niemand muss alles verstehen- es gibt eben wichtige Dinge.'

Von da an verschwand sie aus der Presse, so war die Öffentlichkeit nicht mehr an sie interessiert- niemand hielt zu ihr; warum auch?

Man erhielt, was man wollte, sie nützt nicht mehr, sie macht nichts mehr für einen- weshalb weiterhin höflich sein? Allerdings wirkte sie anmutiger denn je- die Wochen vorher eigentlich auch schon, wenn ich es mir richtig bedenke.

Doch nun sieht sie mich- 'Ist das nicht ein herrlicher Tag?' möchte sie von mir mit einem Sommerstrahlen im Gesicht erfahren, obwohl es zu regnen begann; es muss wohl schon eine ganze Zeit regnen, ich bemerke Pfützen.

Sie erzählt ihr Leben- ohne Einschränkungen wird mir alles berichtet. Ich bin baff, warum vertraut sie mir? Gerade mir? Was macht sie alleine im Park?

Ein Ort, der für mich nur solch ein Übel darstellt; die Möglichkeit, um zu dem Eigentlichen zu gelangen. Voll Freude zeigt sie mir ihr Ding-
'Schauen Sie! Schauen sie doch nur! Ist er nicht süß?'

Ich sehe nichts.
'Wenn ich bedenke, wie viele Brüderchen oder Schwesterchen er haben könnte, aber OK. Das ist wohl die Vergangenheit, ich...' So fährt sie fort.

Ich kann nichts nachvollziehen. Was soll das denn? Nach & nach dämmert es mir. Ich frage nach & komme zur Analyse:
sie wurde ungewollt Mutter. Dieses Ding bereitete ihr zunächst Schmerzen, doch nach einer Weile stellte sie heraus, dass es nur einen gibt, den sie vertrauen kann- wohl dem, der einer Person trauen kann; die nicht sofort, sondern später das Geheimnis weitertratscht!- so ging sie immer mehr in ihm auf.

Er wurde ihr eigentliches Lebenswerk; er sollte das erleben, was sie wollte, aber nicht konnte; er wurde zum Symbol der Hoffnung, der Wichtigkeit- er wurde ihre Zukunft; die Vergangenheit ließ sie schnell los, was nur allzu menschlich ist.

Eines Tages hatte er einen Unfall, verfiel ins Koma- sie war, ziemlich widermenschlich & unnatürlich, Tag & Nacht bei ihm. Sie päppelte ihn auf; er bemerkte ihre Liebe, Wärme, Aufrichtigkeit- er wollte sie nicht enttäuschen, er musste so gut es eben geht weiterleben; er entkam dem Koma.

Mutter & Sohn, einen Schnitt mal entfernt, fanden einander richtig. Alles harmoniert- ihre Erfahrung, seine kindliche Neugier. Was gibt es Wichtigeres?

Ist es nicht göttlich, jemand ist für einen da, wegen des Daseins & nicht auf Grund einer Zweckgemeinschaft o.a.?

Jetzt darf ich ihn betrachten- ich empfinde Kälte; er schaut gar nicht mich an, sondern starrt wie unangesprochen gen Himmel.
Der Unfall hinterließ viele Narben, der gesamte Körper scheint unbeweglich ... hätte man ihn nicht sterben lassen können? Hätte man dann nicht das Krankenhaus verklagen können, um Geld zu erhalten? Immer mehr- nie genug!

Sie scheint meine Abscheu, meinen Ekel, meinen ehrlichen, wahrhaftigen & richtigen Materialismus übersehen zu wollen, denn sie lässt die Worte aus ihrem Mund gleiten:
'Gelt, da sind Sie sprachlos? Das ist doch des Lebenssinns-Antwort. Und sehen Sie, auch wie entzückend! Er hat sich bewegt! Er hat sich wirklich auf & ab bewegt! Das bedeutet: ihm geht es gut! Ich bin so freudig! Er kann nämlich seit kurzem wieder seinen rechten kleinen Finger bewegen- auf & ab bedeutet: alles OK & ja; zur Seite: nein ... ich bin ...'

Das ist mir zu viel!
Ich fühle mich klein, unbedeutend, schäbig- weshalb wollte ich zu den Bergen??? Was bin ich doch für ein Scheiß-Wichtigtuer.
Moment mal, auf dem Schiff sagte man: 'Ich gehe mal die Fisch füttern'.
Das werde ich dann auch...

Ich hoffe...

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Gefasel

Gefasel 11 97

So viel geredet- nichts gesagt.
Nimm nichts ernst; es lohnt sich nicht. Alle wissen alles besser- keiner weiß etwas.

Wieso kümmerst Du Dich darum?
Es ist weniger wichtig- lache mit; es ist nicht relevant. Nur Du bist interessant; Deine Ziele sind Dir doch bekannt. Gelegentlich erscheinen Momente, die Du nicht verstehst- die gar nicht vorkommen können. Es passiert dennoch. Unrelevant- was macht es Dir aus?

Irgendwann siehst Du keinen mehr, nichts mehr. Weshalb sich jetzt darüber aufregen?

Siehe zu, dass Du zufrieden mit Dir bist. Alles andere: egal. Höre zu; lächele- mache Dir keinen Kopf. So etwas kommt vor. Vernachlässige es.

Nur Gefasel; nicht ernst zu nehmen. Rede daher; mache nach- die wahren Gespräche finden woanders statt.

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Gott

Gott 11 97

Gott gibt es Dich? Gibt es Dich nicht?
Wenn es Dich gibt, wieso übersehe ich dann Dein Gewinke mit dem Zaunpfahl?

Warum erhöre ich nicht Deine Stimme? Warum zweifele ich so sehr? Weshalb stelle ich dann den Glauben in Zweifel? Weshalb lebe ich dann nicht Dir-gefällig? Warum plage ich mich dann so?

Weshalb setzen mir Ereignisse so zu? Wieso die Kommentare einiger Leute? Warum entdeckt mich dann nicht meine Eva?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nur verbotene Früchte anbieten- wieso ist mir dann die Frucht meiner Eva versperrt? Wieso bewegt sie sich auf mich zu, wenn ich mich verdrücke? Weshalb verdrückt sie sich, wenn ich mich auf sie zu bewege? Weshalb diese Unruhe? Diese Hektik? Diese Nervosität? Weshalb keine Souveränität? Kein Charisma? Kein Freude versprühen?

Wieso das Gefühl nichts erledigt zu haben, obwohl ich ständig unterwegs war? Mein Terminkalender weiterhin zum Bersten voll ist? Warum kein Vertrauen zu Dir? Weshalb ungläubig? Wieso der Drang weg von Dir zu kommen? Wieso bekenne ich mich nicht zu Dir? Weshalb bin ich so blöde & schlage Deine Hilfe aus?

Warum erkenne ich Dich nicht? Wieso immer auf der Suche?
Wieso kein Entspannen?

Kein Gefühl der Freiheit, des Glücks, Freunde zu haben? Warum tritt das ein, was nicht beabsichtigt war; dafür bleibt unerfüllt das Erwünschte? Weshalb diese Fragerei? Und wenn es Dich einfach nicht gibt?

Wenn man nicht mehr Warten möchte, wenn man eine Antwort will, jetzt & heute? Wenn feststeht, dass alles Lüge ist? Dass Gott tatsächlich nur ein Ammen- & Armenmärchen ist?

Wenn ein Gespräch unter Nicht-Göttern mehr Früchte & Antworten bringt, als ein Gespräch zu Gott? Wie lange wird es noch Bestand haben? Warum hatte es so lange Bestand?

Ich weiß nicht, ob ich glaube; ich glaube nicht, dass ich nicht glaube- was mache ich dann?

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Ruhig Blut

Ruhig Blut 11 97

Du willst ein bestimmtes Mädchen treffen, doch dazu kommt es nie.

Ruhig Blut- Du kennst & triffst Dich mit Anderen, warum gerade sie?
Einverstanden, sie ist etwas Besonderes; vielleicht will sie sich gerade deshalb nicht mit Dir treffen.

Ruhig Blut- es gibt noch paar Dinge zu erledigen, andere Menschen kennen zu lernen- unternehme dies. Stecke Dir Ziele, verwirkliche Deine Träume- es gibt so viel, um ein erfülltes Leben führen zu können- warum machst Du es dann nicht?

Ruhig Blut- das Nicht-Treffen hat auch einen Sinn, ganz bestimmt; und wenn es den Sinn hat, entdecken zu dürfen, was sie Dir bedeutet. Dann verdeutliche ihr es- zeige es ihr- nicht zu sachte- Zuneigung erzeugt ebenfalls Zuneigung.

Trotz allem: ruhig Blut.

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Das Unvollendete Spiel

Das Unvollendete Spiel 11 97

Wir spielten ein gar lustiges Spiel.

Amüsant war es immer; immer wieder; es war ja nur ein Spiel: eine Imitation des Lebens; eine Simulation; etwas, was man abbrechen muss, wenn man sich auf der Verliererseite sieht; wenn es zu langweilen beginnt; wenn es ernst wird.

Still wurde vorausgesetzt, dass die unsichtbaren, aber stets im Nacken spürbaren Spielregeln bekannt seien. Jeder spielte nur- schweigend; der Abstand wurde gewahrt- Übergriffe wurden sichtbar genug bestraft- es bedurfte dazu keiner Aussprache, kein Treffen; nun verstehe ich das Spiel- es ist verdammt zu spät.
Keine Chance weiterzuspielen- ich habe verspielt- das Spiel ist aus.

Sicherlich- ich genoss die Phantasie, doch die wahren Schmerzen beginnen erst; gar eifrig wird das Spiel weitergehen- der Unterschied ist lediglich, dass ich ein vielbelachter Außenseiter sein werde. Ein Spielverderber, jemand, der das Spiel nicht kennt & versteht- von Anfang an hätte ich passen sollen; zumindest aufpassen. Warum mehr & weitere Spiele, Spielpartner? Ist es den Einsatz wert?

Nein, scheißegal- ich wahre die Mine zum Spiel. Irgendwann breche ich in Tränen aus, lege Hand an mich, oder schreie alles heraus- heute weiß ich nicht, was ich morgen unternehme. Eine Narbe bleibt- dieses Spiel & diesen Spielpartner werden gemieden, was ausüben beim nächsten Anpfiff?

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Ohne Zusammenhang

Ohne Zusammenhang 11 97

Nichts ist im Zusammenhang zu sehen, nichts ist zu verstehen; alles ist uns zu hoch, alles ist sinnentleert: die Treffen, die einer fröhlichen Ewigkeit gleichen, leider nie entstehen; die Schreie, die überhört werden & so zu Extremeren verleiten; die Vergangenheit, die sich einschleicht, immer wieder, obwohl sie doch eigentlich verarbeitet war; die Stärke, die auftritt, wenn man schläft.

Willst Du gefallen, wirst Du angekackt; ist Dir alles egal, wirst Du fallengelassen- alles ist ohne Zusammenhang. Deine Ideen interessieren nicht mehr, Deine Taten ebenso, wichtig ist immer der Augenblick & die augenblickliche Zusammenhänge, doch diese stürzen zusammen, gut wird böse, rechts links, schwarz weiß- überall herrscht Chaos, Unmenschlichkeit, Unruhe.

Fuck drauf- gib Dich damit ab: Du kannst nichts; bist nichts; hast nichts; kannst nichts beeinflussen; deshalb höre auf, etwas können zu wollen- mache es; etwas Besonderes sein zu wollen- sei Du; etwas haben zu wollen, habe eine genussvolle Zeit; einen Weltverbesserer zu spielen, spiele einfach nur Deine verdammte, kleine Rolle.

Alles bleibt ohne Zusammenhang- suche keinen Sinn. Es gibt ihn nicht, mache nichts- mache alles, scheißegal; übermorgen interessiert es überhaupt keinen, heute findest nur Du es nicht all zu schlecht- morgen fragst auch Du schon: was?

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

WAS ZU ERWARTEN WAR

WAS ZU ERWARTEN WAR 11 97

Zuerst ganz freundlich
Lieb
Zuvorkommend
Lächelnd
Für immer beschwörend

Dann
Als man alles gab
Also unnütz wurde & selber etwas verlangt

Der Abstand
Danach die totale Aufgabe
So halte Dich daran

Gebe was Du entbehren kannst
Freue Dich über eine Zusammenkunft
Sehne diese aber nicht unbedingt herbei
Ignoriere nicht die Vergangenheit

Bleibe vor allem Dir treu
So kannst Du nicht allzu erstaunt ausrufen:
Eigentlich war es ja zu erwarten ...

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

HOLTERDIPOLTER

HOLTERDIPOLTER 11 97

Gestern ging es rauf
Heute extrem herunter

Morgen wieder aufwärts?
Übermorgen im Keller?

Jetzt superlustig
Morgen ganz down?

Ist das Leben?
Soll es einfach sein?
Ich weiß es nicht

Ich weiß nur
Man muss ausharren
Man muss den Kopf über Wasser halten
Man muss hoffen

Es wird die wahre Zeit kommen
Die Zeit des Paradieses
Die Zeit in der man über 'Holterdipolter' lachen kann

(Eingegeben 13.02.07 - Ausgedacht 11/97)

Eine Einfach Komplizierte Geschichte

Eine Einfach Komplizierte Geschichte 10 97

Gleich erscheint er: mein Freund.
Was heißt hier Freund? Er ist viel mehr mein Brieffreund, mein Briefpartner. Häufig öffnete er mir die Augen für das, was ich am meisten verehre & gleichzeitig aus tiefstem Herzen verachte: Männer.

Ich weiß nicht, ob diese Kreaturen meine Gefühle überhaupt mitbekommen. Mittlerweile ist mir das egal- bin ich eine zu skeptische, anspruchsvolle Eva?

Wirklich egal ist mir, was das 'Andere Geschlecht' von mir hält. Oh wei- wie ich schon tituliert worden bin; wie ich schon ewigst froh & siegessicher angelächelt worden bin; wie ... Wie bitte? Ich soll paar Geheimnisse preisgeben, verraten? Warum? Wen interessiert es schon? Eventuell einen Einzigen? Auch wenn niemand es liest & zur Kenntnis nimmt, so schrieb ich es mir wenigstens von der Seele? Na wenn das so einfach ist, probiere ich es gerne aus.

‚Du kleine, süße Tittenmaus ...’ ‚Du Engel ...’ ‚Du Vorhölle zum Paradies ...’ ‚Du immer fröhlicher Brunnen toller Ideen & motivierender Lebensimpulse ...’ ‚Du allergeilste Votze ...’ ‚Du ...’- das langt?

Na bitte, Du wolltest es aber so. Dabei war es nicht mal die Spitze des Eisbergs.
Auf jeden Fall falle ich nicht mehr auf Worte herein. Für mich ist ausschlaggebend etwas Eigenes, etwas Spezielles, etwas Originelles, etwas Einzigartiges: die Art zu sprechen, leben, denken- die Mimik & Gestik- die tatsächlich Taten, die den ach-so-großen Worten folgen- das Vorhandensein, wenn es am nötigsten ist.
Vielleicht mache ich es mir einfach zu kompliziert? Sollte ich mich schneller öffnen, anpassen, weniger Gedanken mir machen? Eine Antwort weiß ich nicht- ich weiß nur, ich bin ich & das will ich bleiben. Wie stark kann man verändert werden? Wie doll kann man selbst manipulieren? Wann erscheint er nur?

Ob sie zusammenpassen? Er, meine treue Seele, & sie, meine Busenfreundin. Ich wäre so zufrieden: sie ist der weiblich Mensch, der mir ohne Ende zu sagt, er der Männliche. Unterhalte ich mich mit ihm, höre ich ihr Wort. Spreche ich sie an, vermute ich, sie sei der weibliche Er. Weshalb soll das mit der Liebe so verzwickt sein? Wieso nicht einfach? Gut- Liebe fällt & steigt durch Liebe- Liebe flattert dem zu, der sie nicht haben will. Liebe zerstört Freundschaften. Allerdings: was gibt es Herrlicheres als Liebe? Wie lernte ich die Beiden kennen?

Sie?
Sie war mal in meiner Klasse. Ständig widersprachen wir uns. Wir... ach Gott! Gar viele Geschichten, Anekdoten, Betthupferl fallen mir ein! Manchmal hieß es schon 'Ich oder er'- für mich war die Antwort immer sofort klar. Sie möchte ich nicht missen wollen. Ich verfluche jetzt schon den Tag, an dem sie mir beichtet, sie wolle heiraten. Heirat? Warum?

Aus steuerlichen Gründen? Verständlich. Aus der Notwendigkeit? Klar, Strafe muss sein... Aus Liebe gar? Nee- die gibt es gar nicht. Wo soll denn der Unterschied sein, ob man Jemanden als Partner oder als Ehemann vorstellt? Ich werde nie heiraten. Das sind doch alles Hohlköpfe. Denken mit 'Zwischen-den-Beinen' & sind beim 2.Treffen schon zum Gähnen langweilig. Deren Strickmuster ist klar, deren Absichten schnellstens erkennbar. Wo bleiben denn nur die Beiden?

Er versprach mir, eher da zu sein. Wir wollten uns noch etwas liebkosen.
Ich & er zum letzten Mal? Doch- wer vertraut schon einem Mann? Die müssen nur sich ein alles zu entschuldigendes Lächeln- ein ganz entwaffnendes Anlachen & sie dürfen sich alles erlauben.

Nein, Ihr netten Männer- Ihr seid mir einfach zu nett, zu aalglatt, zu charakterlos, zu schwach- ich brauche Jemanden, der mich bricht, wenn ich brechen muss. Der mich aufbaut, wenn ich mich im Aufbau befinde. Ich benötige mich. Die Ansichten einer verrückten, verzweifelten, einsamen Frau?

Sie erscheint- tatsächlich kommt sie vor ihm! Was für eine Seltenheit. Gar müde schaut sie aus.

Anormal, sie gleicht einem leichten Mädel- ist sie sie?
Sie habe unruhig geschlafen. Schließlich treffe sie heute ihn, den von mir Auserwählten. Sie wisse nichts zu sagen. Sie sei aufgeregt, nervös, unkonzentriert. Alles auf einmal- was für eine Mischung!

Ich möchte sie beruhigen, besänftigen. Die eine Hand strebt gen Brustkorb, die Andere zum Unterleib. Das hilft immer. Niemand ist so zärtlich wie ich. Doch- sie stößt mich zurück. Das störe, behindere sie. Sie verlange eine weitere starke, männliche Hand. Lieber zu grob, als zu lieblich. Das sei ihr über. Sie möchte zu neuen Ufern aufbrechen. Endlich hat sie das Gefühl am Ziel & Neugeboren zu sein. Sich wieder frei & rein fühlen zu können. Sie meint, den Weg, die Suche endlich beenden zu dürfen.

Das soll sie sein? Sie, meine Busenfreundin? Sie??? Was teilte ich nicht alles mit ihr? Was weinte ich nicht mit ihr? Was plante ich nicht alles mit ihr? Und jetzt das? Spricht man deshalb vom Dank der Welt?

Nun erscheint er- auch er ist abgeschlafft. Nein- das ist nicht er. Immer wenn wir uns trafen, war er munter & vital. Kaum zu stoppen war sein Redeschwall. Was wollte er nicht noch alles erleben, wie wollte er glücklich werden mit seiner Frau. Die Frau mit der er eng umschlungen im Sommer spazieren gehen möchte & im Herbst schreiend durch den Regen rennen will & im Frühling mühsam die Berge heraufkraxeln möchte & im Winter die Berge federleicht herunter fahren will.

Nie sprach er von einem Seitensprung oder einem ordinären Fick. Gelegentlich schon- der war gut & notwendig, um uns zu sammeln, um die verdammten Masken zerstören zu können. Er redete lieber von 'sich heftig, leidenschaftlich umarmen, wobei Vulkanausbrüche nicht ausgeschlossen wurden'.
Er wollte weinen... denken... träumen... leben...
Nie wollte er zum 08/15-Männchen/ Steh-Auf-Männchen werden.

Du, mein Freund, Du bist es längst. Du, meine Busenfreundin, auch Du bist es. Madame Gewöhnlich- was man am meisten kritisiert & zu verhindern versucht, das ist oder wird man. C'est vrai?

Ich versuche mich gegen Gefühle zu währen, doch jedes 2. Gespräch landet im Bett. Wo bleibt mein Herzblatt? Wo ist mein Mann? Der Mann? Gibt es ihn? Ist nicht alles nur ein abgeficktes Spiel? Gibt es keine Ehrlichkeit?

Ehrlich- verschwinden will ich. Weg von diesen geilen Tieren namens Mensch. Alle Männer sind Schweine, alle Frauen Schweinezüchter. Sie züchten sich ihre Schweinchen heran, die so werden, wie sie werden sollen. Das ist einfacher so. Doch dann wollen wir Frauen es nicht mehr haben, dieses Schwein.

Auf & runter, ab & auf geht's, auseinanderspreizen, auf & nieder, oben & unten, vorn & hinten, auf & zu- nicht sprechen, nicht denken. Alles verdrängen. Bisschen Flüssigkeiten austauschen. Sprechen nervt, Unterhaltung ist unmöglich. Dabei aber Lächeln, weil die Kraft zum Weinen nicht mehr reicht ...

Wer hält mich? Wer ist stark genug? Mit wem werde ich mal dieses immer gleiche Spiel ausüben müssen? Gibt es keine Anderen? Soll man Maßstäbe setzen oder herunterfahren?

Ich bin kaputt, ausgelaugt wegen der ständigen Suche. Weil immer das Falsche im rechten Moment passiert. Da ich nicht das mache, was ich will. Weil ich immer die Falschen mir anlache. Bin ich zu kompliziert?

Eben weiß ich, was ich unternehme: ganz einfach gehe ich auf ihn zu. Er, dem ich alles anvertraue; den ich nachts aus dem Bett klingele; mit dem ich zusammen über den Geschlechterkampf & diese Geschlechter schimpfe ...

Wird er mich mögen?
Sicherlich- erzeugt nicht jede Liebe Gegenliebe?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Eine Einfache Liebesgeschichte

Eine Einfache Liebesgeschichte (gibt es die wirklich?) 10 97

Ich bin eine geschiedene Frau.
Was bedeutet geschieden? Es wurde lediglich eine wilde Ehe beendet- in beiderseitigem Einverständnis. Heißt das nicht so?

Wenigstens konnten wir zum Schluss, nach dem Schlussstrich, uns noch unterhalten. Aber nicht mehr in die Augen sehen- wer hätte dies auch verlangt?
Ich weiß gar nicht, ob er mich anstarrte- zu verschwommen ist & war alles.

Normalerweise verstand er es mich gerade dann wieder zum Lachen zu bringen, so dass die Tränen wieder verschwanden. Dies war der Augenblick, an dem ich ihn am meisten mochte. Weshalb spreche ich schon jetzt von der Vergangenheit, wenn ich über uns, über ihn berichte? Sind wir so schnelllebig? So cool?

Worüber diskutieren, debattieren wir überhaupt? Ungewiss ist es mir- letzten Endes bleibt es unbedeutend; es war immer so & nichts wird jenes verändern.
Dabei hatte ich immer solch ein angenehmes Gefühl, so achtete ich gar nicht auf seine Worte. Mir gefiel, dass ‚Wie’, seine Klangfarbe und dass er überhaupt etwas von sich gab.

Er sollte eben nur nicht aufhören zu reden:
trotz allem strahlt seine Stimme weiterhin Geborgenheit, Wärme, Männlichkeit aus. Weshalb tauschte ich die Kassetten meines Anrufbeantworters, nachdem er sie besprach, nicht aus? So hätte ich seine wahre Stimme ganz nahe bei mir. Ich hätte zumindest die Möglichkeit, etwas von ihm zu behalten ...
Es ist so traurig: in mir keimt der Gedanke auf: ‚Nie wieder!'
Wieso ging & geht es jedes Mal wieder so tief?

Auch er war mir doch eigentlich von Anfang an unsympathisch. Meine Freunde mieden ihn, mein Hund kläffte ihn an, meine Katze verschwand- keinem war er auch nur etwas sympathisch. Was er mir erzählte war Blödsinn. Und trotz allem: ich blieb bei ihm? Warum?

Er sprach immer davon, ich hätte mehrere Gesichter; mein Gott! Wer hat die nicht? Er sprach immer davon, ich sei so ehrlich, so umwerfend, so unterhaltend; oh Gott! Ich lang-weilte mich zu Tode. Immer dieselbe Leier. Dabei wollte ich doch nur herausfinden, ob man Jemanden lieben kann, den man eigentlich hasst. Ob irgendein Mann mein Schauspiel je durch-schaut?

Bislang fand ich den noch nicht. Der wäre dann, mein wahrer Mann. Es ist doch alarmierend: man kann jeden manipulieren, hörig machen. Wird es zu kompliziert, wird es gerade richtig interessant oder er ist den Aufwand nicht wert.

Zurzeit verstecke ich mich im Wald.
Hier gefällt es mir. Niemand da, der mich bewundert, anglupscht oder angrapscht. Gar wunderbar ist die Einsamkeit. Erquickend sogar die aufkeimende Schwermut, Melancholie. Wo ist er? Wo bleibt er nur?

Er, mit dem ich eine einfache Liebesgeschichte führen kann? Er, mit dem ich über das Wetter schwätzen kann, wie über seine Lebensphilosophie. Er, mit dem ich auch schweigen kann.
Er, mit dem ich lachen & über den ich lachen kann, sogar beim Sex. Er, der Rückgrat hat; Ausstrahlung, Charisma, Geld & Wissen.

Ist es zu viel verlangt, mich als Mann erblicken zu dürfen? Lernte ich ihn schon kennen? Verwirrte ich ihn mit meinem Spiel? Mit meiner Schauspielerei? Durchschaute er mein dummes Gehabe? Realisiere ich den Richtigen? Will ich ihn überhaupt sehen?

Sollte ich mir ein weiteres Haustier zulegen? Eine Sportart intensiver betreiben?
Ich führte doch schon erfrischende Gespräche- ja, auch & selbst mit Männern, jedoch meist waren sie dann besoffen oder schwul. Ich komme um!
Ich halte es nicht aus, das weitere Aus.

Wie viele Menschen gibt es? Wie viele davon sind Männer? Und dann soll darunter Keiner sein, der mir gefällt? Unbegreiflich- wahrscheinlich das Beste wird es tatsächlich sein, sage ich mir ‚Nie wieder!’.
Bis zum nächsten Kuss ...

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Ein Wort Zu Wenig

Ein Wort Zu Wenig 10 97

Deine Augen diktierten mir gerade zu
Was zu sagen
Doch

Ich blieb stumm
Warum?

Jetzt tut es mir weh und leid
Ist es zu spät?
Geht noch was?
Was?

Ob ich Dich einfach frage wie es Dir geht?
Ob ich die Zeit zurückspulen kann?

Bleibe ich dann ein geschlagener Mann?
Jemand der sich ständig Vorwürfe macht?

Warum nur ein Wort zu wenig?
Kann man zu zuvorkommend sein?
Tun Komplimente weh?
Kann man auch zu viel erzählen?

Diesen Fehler mache ich nie wieder

Nur bis zum nächsten Mal?
Nur noch Andere?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Der Tisch

Der Tisch 10 97

Der Tisch soll gerettet werden

Er befindet sich in einem Raum
Dieser steht in Flammen

Leute
Was soll das?
Weshalb der Tisch?

Seht Ihr nicht?
Bald schon kommt der brennende Dachstuhl herunter
Unüberwindbar ist die Tür mit einem Tisch

Weshalb dann der Tisch?
Wieso nicht das retten was zu retten ist?
Nur weil er am teuersten ist?

Weil der am lautesten schreit?
Weil jemand auf diesen Euch aufmerksam machte?
Seht Ihr nicht?

Jetzt fing er auch Feuer
Er ist doch nur aus Holz
Deshalb lasst Ihr Euch die Lungen angreifen?
Erntet eine Rauchvergiftung?

Leute
Was soll das?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

So Viele Farben

So Viele Farben 10 97

So viele Farben stehen zur Auswahl
Was für eine Qual!

Warum quälst Du Dich?
Weshalb freust Du Dich nicht einfach über diese Vielfalt?
Und ist die Entscheidung nicht für Dich längst gefallen???

Warum noch Andere befragen
Du willst eine bestimmte Farbe
Dann nimm die

Genau- die und keine Andere
Genau- jetzt & gerade

Erfreue Dich an diesem Sortiment
Es ist so groß
Da viele Menschen
Nicht ihren Geschmack kennen

Du aber schon

Deshalb nimm die Farbe
Die Du wünschst
Die Anderen sind Dir egal

-Und das ist & war gut so-

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Herz

Herz 10 97

Oh Herz
Mein heiß geliebtes Herz
Verstumme

Bitte
Verstumme
Du bist mir zu sehr in Fahrt

Ich halte nicht mit Dir Schritt
Der rechte Augenblick ist nicht da

Wird er jemals da sein?
Ich muss Dich quälen
Auf die Folter spannen

Mein Herz
Halte aus

Es wird auch für Dich der Tag kommen
An dem Du hüpfen kannst
Wie Du willst

Vertraue mir
Hoffe
Bleibe intakt

Hoffe mit dem Besten
Erwarte das Mieseste

Aber nun
Verstumme

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Das Treibende Holz

Das Treibende Holz 10 97

Bin ich ein treibendes Holz?
Immer von links nach rechts geworfen
Nie das Gefühl

Dass man dazu gehört
Irgendwo hingehört

Immer am Treiben
Immer am Vertrieben werden

Vollgesogen mit Altem
Weit ab von Schuss
Weg von dem Stamm
Weg von dem wärmenden Feuer

Nun frage ich mich
Ob ich ein Treibendes Holz bin

Dabei kann ich so gut selbst Leute antreiben

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Regen

Regen 10 97

Alle wollen sie eitel
Sonnenschein

Er
Nicht

Er wünscht Regen
Der befreit
Der reinigt

Der führt zum sich regen
Der bildet Pfützen
Der macht uns hoffend auf
Sonnenschein

Regen komme
Komme herunter
Gerade heute

Er will gereinigt & befreit werden
Alleine auf der Straße sein

Warum machen die Leute
Bei Regen ein
Gesicht wie bei
7-Tage-Regenwetter?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Aufschreien

Aufschreien 10 97

Schrei
Ja
Schreie auf!

Nein
Lasse es nicht in Dir
Heraus damit
Du vergiftest Dich sonst nur damit

Warum?

Schrei
Ja
Schreie auf!
Bitte!!!

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Die Hinrichtung

Die Hinrichtung 10 97

Bei der ersten
Hinrichtung wurde mir direkt schlecht

Bei der 5.
Fing ich dabei zu pfeifen an

Die 10.
Ödete mich an

Die 16.
Fing ich an auszudehnen
Schade
Dass der Mensch nur 1 Genick zum Brechen hat
Allerdings
Glücklicherweise, mehrere Knochen dafür...

Von der 50.
An wurde ich Meister genannt

Ich hatte als Meister das Monopol für Hinrichtungen
Ich liebe sie

Woran kann sich der Mensch nicht gewöhnen?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Krieg

Krieg 10 97

Kriegszeit
Überall

Knallen die Bomben herein
Überall

Zerstörung
Gewalt
Krieg
Und ich?

Ich
Kümmere mich
Um die Blumen
Die müssen gepflegt werden

Weiterhin
Um die Kühe
Die müssen & wollen gemolken werden

Weiterhin
So lange sie & wir noch existieren
Sollte ich verzweifeln?

Ich denke
'Nein'

Es wird auch eine Nachkriegszeit geben
Irgendwann

Dann
Benötigen wir wieder
Blumen
Kühe
Liebe

Miteinander
Zusammengehörigkeit
Gemeinschaft

Jemand muss
Zeichen setzen
Einer zumindest muss
Die Anderen mitschleifen

Hoffnung versprühen
Zur Liebe halten
Warum nicht auch Du?

Du bist auch am
Leben
Noch
Weiterhin & immerhin!

Oder
Doch eher
Irgendwann?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Was Ist Los?

Was Ist Los? 10 97

Was ist los?

Ich freue mich
Wenn ich eine Nummer wähle &
Jemand noch zu dieser Nummer gehört

Wenn jemand mich schon bald er - kennt
Wenn sich Einer an einen vereinbarten Termin erinnert
2 Tage später

Was ist los?

Ist was los?
Lebe ich?
Was ist Leben?

Bin ich traurig?
Bin ich am Ende?

Was ist los?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Streicheleinheiten

Streicheleinheiten 10 97

Das ist das
Wonach ich mich sehne
Streicheleinheiten

Streicheleinheiten
Der Seele
Des Körpers

Spüren
Dass man lebt
Dass man nicht alleine ist
Dass Andere dieselben Empfindungen & Sehnsüchte haben

Warum unterdrücken Einige dies Verlangen?
Warum werden sie maschinenähnlicher?
Warum behaupten sie auf einmal das Gegenteil?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Die 1 Person

Die 1 Person 10 97

Die 1 Person
Wäre mir Recht

Die Person
Die das sagt
Was ich brauche
Was ich hören will

Die mich warnt
Die mich bremst
Die mich wachrüttelt

Die mich berührt
Die mich fallen lässt
Die mich braucht

Je nach dem was ich brauche
Was sie benötigt

Die 1 Person
Mit der ich aufwachen möchte
Bei der ich laut denken darf
Zu der ich auch 'Nein' sagen darf

Die 1 Person
Gibt es sie?
Wird es die 1. Person sein?
Die mir einfach so über den Weg kommt?
War es die 1. Person?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Mit Gold Überschüttet

Mit Gold Überschüttet 10 97

Ich befürchte
Ich werde mit Gold überschüttet

Leute wieso?
Sehe ich so arm aus?
Doch nicht

Alles auf einmal-
Ihr steinigt mich noch!

Darf ich nicht meinen derzeitigen Schatz sehen?
Ihn polieren?
Mich an ihn erfreuen?

Warum wollt Ihr mich traurig machen?
Verrückt machen?
Mit etwas was eigentlich nur Freude bringen sollte?

Dreht doch den Goldhahn ab
Eines Tages gerne wieder

Aber nun werft Ihr
Perlen vor die & zur Sau ...
Ist das Leben eine einzige Schweinerei?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Ist Es Liebe?

Ist Es Liebe? 10 97

Ist es Liebe?

Wenn man überlegt
Was sie gerade denkt?
Was sie unternimmt?

Wie sie sich hier verhält?
Worauf sie hier achtet?
Was sie einem sagte?
Was sie meinte?

Wenn man ständig an sie denkt?
Wenn man die gesamte Telefonnummer wählt bis auf die letzte Ziffer?
Wenn man sie sieht, wenn man die Augen schließt?

Wenn man ihre Stimme hört, obwohl sie ist gar nicht da?
Wenn man mit ihr telefoniert & anschließend ist man wohlig warm?
Wenn man mit ihr aufwachen möchte?

Wenn man sie als
Partnerin
Geliebte
Frau
Mutter
Schwester &
Tochter in einer Person sieht?
Ist es Liebe?

Was macht sie?
Wo ist sie?
Erinnert sie sich an mich?

Ist es Liebe?

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Arbeitsschock 10 97

Arbeitsschock 10 97

Nun bist Du tot.
Dabei lebtest Du nie- Du warst nur für Andere da. Egal für wen, egal wann, egal was- Du warst zur Stelle: jedermanns' Liebling? Jedermanns' Idiot?
Konntest Du irgendwann nicht mehr anders? Verlerntest Du für Dich zu leben? In Frieden & im Glück glücklich bleiben? Brauchtest Du Probleme, Kompliziertes, Zweifel?

Nie hörtest Du auf mich- ich sei doch zu egoistisch, stur, berechnend, hinterhältig, skorpionhaft?
Recht hast Du- ich bin mir der Nächste; wer sonst?
Vielleicht bin ich ein wahrer Skorpion, das heißt, wo es geht versprühe ich Gift, wer am Ertrinken ist, dem wird der Rettungsring zerstochen, wer am Galgen baumelt, erhält einen zweiten Strick, sicher ist sicher... Warum auch nicht? Weshalb er nicht erschossen wird? Spinnst Du- weißt Du, wie teuer Kugeln sind?

Warum ich so unmenschlich bin? Weil ich am Leben bleiben will- wenn der eine nicht ermordet wird, werde ich es; das möchte ich vermeiden.
Außerdem durch- & überlebte ich den Arbeitsschock auch irgendwie.

Nein, mein Kollege- ich bin nicht Du bzw. wie Du warst. Du bist verreckt in Deiner Freizeit- Du wolltest eine Bombe entschärfen- so wie immer; die Bombe war aus dem 2. Weltkrieg. War Dir nicht bewusst, wie viele Leute sie da herumlagen sahen?
Doch sie machten das einzig ‚Wahre’: sie ignorierten das Problem, sie blickten weg. Sie meinten, irgendjemand werde es bemerken, beseitigen & ändern- warum sie? Ist das deren Job?
Wie Recht sie doch damit hatten...

Warum, Kollege, machte Dich dieses verdammte Ticken nervös? So prima hätten wir miteinander auskommen können, wären sogar bezahlt wurden, hätten absolut keine Verantwortung gehabt & keine Ahnung- doch, wer kann was gegen Ahnungslosigkeit? Dummheit? Darum geht es ja auch gar nicht- es geht ums Verpissen können, den Anderen-etwas-zuschieben-können, selber nicht gefickt werden, selber die Leute zu ficken, wann, wo & so oft es nur geht, die anscheißen, verarschen ...
Warum wolltest Du das nicht einsehen?

Dein ehrliches Gequake schien für uns, unser Geschwätz zu sein- dahin geredet, ohne etwas zu sagen, zu bedeuten. Es glich unserem eigenen Geschwätz um Banalitäten- wir sahen Dich als einer von uns, als einen Spiel-teil-nehmer. Nie hätten wir daran gedacht, dass Du das auch noch ernst meinst, dass es Dich tatsächlich berührt, beschäftigt. Wir dachten tatsächlich, Du passt Dich uns an- Du verstündest das Spiel. Was warst Du doch für ein naives Weichei- wahrlich traumhaft, dass Du uns nicht mehr annervst, dass Du nie mehr Spielverderber genannt werden kannst. Nun sind nur noch wahre Menschen unter sich; Menschen, die nichts schaffen, also keine Fehler fabrizieren, die sich geschickt tarnen, also fällt unsere Fassade gar nicht auf, die dennoch jammern, also werden wir dennoch von allen für nichts bemitleidet.

Anfänglich glich ich ja Dir, doch schon bald war mir klar, traue niemandem, dann wirst Du nie enttäuscht- das unternimmt jeder Mensch all zu gerne- spiele Fürsorge, Mitleid, dann wirst Du angelächelt, verstelle Dich, dann braucht niemand Dein ekliges, wahres Ich zu erspähen. Mache nur die Dinge, die Du wirklich kannst; im Zweifel sei lieber untätig, als ein Schnitzer zu werden- weise alles weise von Dir, so kann Dir niemand ans Knie pissen.

Nicht vergessen: Du arbeitest, Du bist unter Kollegen. Alle wollen dasselbe, nichts
unternehmen, alles erhalten. Jeder versucht, dass ein Anderer die Brötchen für ihn backt, die Kuh vom Eise für ihn holt, die Kehle für ihn hinhält. Wieso sahst Du es nicht genau so? Weshalb wurdest Du Opfer des Arbeitsschocks?

Du Narr- es gibt keine Gerechtigkeit, keine Ehrlichkeit, keine Dankbarkeit- nur Heuchelei, nur Dreck, nur Show; der einzige Aufrechte, Ehrliche, Märtyrer, Dummi wurde mit Dir begraben, o mein Kollege.

Wie traumhaft wäre ich wie Du geblieben …

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

VERTRAUEN VERLOREN

VERTRAUEN VERLOREN 10 97

Wie viel kann man ertragen?
Ist nicht irgendwann der Zeitpunkt erreicht?

An dem man äußert
Ich habe das Vertrauen verloren
Vertrauen in jedem & allem

Soll man sich auf nichts verlassen?
Nur auf sich selbst?
Sofort darauf besinnen & beschränken?

Ich weiß es nicht
Ich brauche Vertrauen

Wo ist die- & derjenige?
Dem & der man noch trauen kann???

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

DER FÜR IMMER VERSCHÜTTETE TRAUM

DER FÜR IMMER VERSCHÜTTETE TRAUM 10 97

Einst hatte ich einen Traum
Gar traumhaft stellte ich ihn mir vor
Ich weiß so wird es immer sein

Für immer
Doch er ging verschüttet
Für immer

Jetzt bin ich traumlos
Für immer

Hoffnungslos?
Haltlos?
Orientierungslos?
Machtlos?
Mutlos?

Sollen Träume realistisch sein?
Sollen sie immer wieder-kehren?
Um dann verschüttet zu werden?
Für immer

Ich weiß
So wird es immer sein
Für immer

Ich habe einen Traum ...
Für immer ...

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

DAS ZERSPRUNGENE HERZ

DAS ZERSPRUNGENE HERZ 10 97

Das Herz ist mir zersprungen
Ich wusste gar nicht
Dass es so eine Herzensangelegenheit war

Werde ich ständig mit einem gebrochenen Herzen wandeln?
Werde ich nie mein Herz finden?
Es kitten?

Immer weiter weg vom Herzen Hin zum Verstand?
Zum Geld?
Liebe leugnen?

Sich verleugnen?
Bin ich damit der Einzige?
Lebe die Hurerei?

Ich weiß nichts
Das Herz ist mir zersprungen

(Eingegeben 13.02.07, Ausgedacht 10/97)

Montag, 12. Februar 2007

Hafen

Hafen 9/97

Ich weiß schon gar nicht mehr wie lange
Jedenfalls treibe ich lange auf dem Ozean

Einsam
Ziellos
Traurig

Kalt
Unsicher
Müde


Verlassen
Mutlos
Hoffnungslos

Enttäuscht
Verweint
Deprimiert


Es macht mir nichts aus
Gerne war ich in meiner Gesellschaft
Ich brauchte es

Doch jetzt begutachte ich fröhlich
Das viele Wasser
Brauche nicht mehr
Ich will Leute um mich

Neue Gedanken
Fremde Gesichter
Nicht nur
Ich

Oooo Hafen
Wann erreiche ich Dich?

Oooo Hafenschänke
Wann kann ich bei & in Dir meine Geschichtchen loswerden?

Oooo Hafenkirche
Wann betrete ich Dich alleine & verlasse Dich mit meiner Braut?

Oooo Hafen
Wann sehne ich mich bei Deinem Ende nach Meer?

(eingegeben 12.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Trauer

Trauer 9/97

In mir die reinste Trauer

Nichts ist mir mehr geheuer
Nichts ist mehr für die Ewigkeit
Alles in Frage gestellt

Nichts verdient mehr
Achtung
Respekt
Toleranz

Alles ohne Glanz
Nichts gelingt
Alles verkommt

Nichts will erzählt werden
Alles martert das Gehirn

Ich will weinen
Trauer zeigen
Ist das die rechte Zeit?

Kann ich noch was Anderes tun?
Noch lieber einen weiteren Tag warten?
Gar nicht den Körper befragen?
Weiter bis zum bitteren Ende?

Nichts zu tun
Alles muss funktionieren?

In mir die reinste Trauer …

(eingegeben 12.02.07 - ausgedacht 09 1997)

1 Zuviel Im Boot

1 Zuviel Im Boot 9/97

Lange paddelte ich für 2

Nun nahm mir jemand die Arbeit ab &
Erlaubt mir das selige & liebliche Ausruhen

Nun wird es enger im Boot
Der Mensch
Für den ich einst paddelte
Meint
Er habe weiterhin Anspruch auf einen Platz
In meinen Augen aber nicht

Ich habe keine Lust für 2 zu paddeln
Ich kann nicht mehr
Ich brauche auch meinen Freiraum
Ich unterstütze doch gut meine Hilfe

Meine Ignoranten ignoriere ich jetzt
Er kann meinetwegen machen
Was er will
Sich auf seine faule Haut legen
Sich überall einschleimen

Untergehen
Er ist mir egal
Ich war es auch für ihn
Ich weiß nur

Es ist 1 Zuviel Im Boot …

(eingegeben 12.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Schulter

Schulter 9/97

Die Schulter
Zum Anlehen
Zum Lasten verteilen und ausgleichen
Zum Beruhigen

Zum Besinnen
Zum Zu-Sich-Kommen
Zum Sammeln

Zum Fliehen
Zum Abstand gewinnen
Zum Festhalten

Wer braucht sie nicht?
Wer ist fähig meine zu sein?
Wer ist berechtigt meine zu benutzen?

(eingegeben 12.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Sonntag, 11. Februar 2007

Three Weeks Ago

Three Weeks Ago 9/97

Three weeks ago something happened
Something which is not told to me
But that is ok

Now you want to be alone
But that is ok

Thinking
Laughing
Crying
Falling in self-pityness
Falling in several crises

Perhaps you need it
I don’t know
There is nothing being afraid of

You have ears listening to you
You have arms longing holding you
So you have everything
Do you have?

Why don’t you trust?
Why don’t you take the opportunity talking face to face?
Why don’t you throw out all your dust?
Why do you only believe in your old friends?
Don’t you know- once even they were unknown for you?

Perhaps they tell you the right things
That would be ok
But are they really the ones talking to?
Don’t they know you too well?
Don’t they trust you blindly?
Don’t they tell you the things you want to know?
Not the things you ought to hear?

Really- I know nothing at all
But I do know that it is not that bad staying alone in the room
But only if people really are there in the case of emergency
Will they be there all the time?

You don’t have to laugh while meeting them
You don’t have to be charming
You should think & perhaps you’ll find out

It’s ok reflecting some things
But it’s not ok only thinking & staying in yourself

Go on living your way of life
Everybody needs a break
So do you

But please don’t forget
The world doesn’t matter about you
But you do matter about you

You don’t know?
Well
Laugh- what happens?
Cry- what happens?


Don’t you see
The world stays the same
Only you are changing

Your mood
Your point of view
Your thinking

So
Do what you want
But please don’t stay & keep yourself in yourself
Don’t loose yourself in yourself

Don’t hide
Don’t panic
Whatever has happened three weeks ago …

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Schmerzen

Schmerzen 9/97

Was tut mir am meisten weh?

Mein Herz?
Mein Kopf?
Mein Selbstvertrauen?

Meine Weltanschauung?
Meine Offenheit?
Was soll ich mir zuerst halten?

Ich weiß es nicht

Mein Kopf zerspringt
Meine Augen quellen über
Mein Herz zerreißt
Mein ganzer Körper japst

Was für Schmerzen
Das Bewusstsein
Ich werde nicht mehr einen Menschen sehen
Nie mehr?
Den Menschen???

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Verständnis

Verständnis 9/97

Kann man einander verstehen?
Sieht nicht jeder das was er sehen mag?
Deutet nicht jeder so wie es ihm am liebsten ist?

Gehören zum wahren Verständnis nicht 2?
Wird man nicht ständig nur verarscht?

Dafür habe ich kein Verständnis
Kann man das verstehen?
Soll man es überhaupt???

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Ganz Schnell

Ganz Schnell 9/97

Es sollte gar nicht ganz schnell alles passen
Nur der Moment galt
Sich langsam kennen lernen
Gemeinsam träumen

Auf Grund des Gefühls-Ozeans brach die Bitte nach einer Umarmung auf
Ausgelöst durch ein Her & Hin der Wogen
Es sollte die Krönung eines zauberhaften, faszinierenden Abends werden
Es wurde der Absturz einer vorzüglichen Gemeinschaft

Es gleicht einem Aufbruch
Ein Aufbruch ganz schnell nach Irgendwo
Gemeinsam einsteigen & sich überraschen lassen

Unwichtig
Wohin
Woher

Unwichtig
Was zu tun
Wichtig gemeinsam sein

Eine
Klitzekleine
Fröhliche
Lebensfrohe
Gemeinschaft bilden …

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Das Feuer

Das Feuer 9/97

Ist das Feuer erloschen?
War die Kälte zu viel?
Kam das Wasser zu überraschend?

Alles auf das ungeschützte, sich langsam aufbauende & verbreitende Feuer?
Kann es wieder mühselig aufgebaut werden?

Es wollte gar nicht einen Großbrand verursachen
Es wollte nur genährt werden
Gelegentlich ein großes Stück Holz damit es nicht so bald erlöscht

War es überhaupt das Feuer?

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Abfahrt

Abfahrt 9/97

Eine Fahrt
Immer tiefer geht’s ab

Bergab
Tiefer hinab
Was geht ab?

Ich will nicht weiter hinunter
Ich will abfahren

Vor Freude
Vor Bestätigung
Vor Aktion
Vor Bestätigung

Ich will abgehen
Und aufgehen

Nach jeder Abfahrt
Muss es einfach Auffahrt geben

Tatsächlich?

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

So Viel

So Viel 9/97

So viel zu erledigen
Zu verarbeiten
Zu erfüllen
Zu bedenken

Zu planen
Einzuhalten
Zu bestätigen
Zu überstehen

Auch wenn Du gar nichts kannst
Wenn Du rein gar nichts verstehst
Lasse das ‚So Viel’ nicht zu ‚Zuviel’ verkommen
Darum bemühe Dich ständig & flink

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Der Große Wunsch

Der Große Wunsch 9/97

Der große Wunsch
Nichts mehr zu sagen
Zu sehen
Zu erleben

Gar nicht mehr zu existieren
Nichts mehr zu sein
Nichts mehr sein

Gewiss schnell wäre die Erfüllung
Die Erlösung da
Doch was ist anschließend da?

Warum sich selbst diesen Wunsch erfüllen?
Spätestens in einem Jahrhundert ist er eingetreten

Drum höre auf zu beten
Für den
Großen Wunsch

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Kopf Verdreht

Kopf Verdreht 9 97

Gar grässlich ist mein Kopf verdreht

Kennen gelernt
Viel erzählt
Flamme entfacht

Wann wird sie wieder abrupt ausgemacht?
Dich sehen war göttlich
Ich verfiel in Trance

Hand in Hand schlichen wir zusammen
Schliefen zusammen
Ein
Egal wohin
Egal woher

Eine Umarmung wäre zu früh gewesen
Ein Kuss das Aus

Ein Wort
Eine Andeutung
Zu viel
Der endgültige Abschied

Viel gibt es
Zu erzählen
Zu fragen
Zu sehen
Zu erleben

Mein Kopf ist verdreht
Grässlich
Was man dann alles zu früh erzählt …

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Schlussoffensive

Schlussoffensive 9 97

Jetzt erst Recht
Kurz vor Schluss wird man aktiv
Offensiv

Plötzlich kommen Fragen auf

Why do we think of problems we may never have?
Why do we learn to like things only when they are gone?
Warum setzt Du auf die Schlussoffensive?
Weshalb sollte für Dich immer im letzten Augenblick Dein Retter erscheinen?

Wann wirst Du Dein eigener Held?
Wieso immer abhängig von Fremden sein?
Ist es recht anderen die Pistole an die Brust zu setzen?

Mache doch damit Schluss …

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Das Absolute Nichts

Das Absolute Nichts 9/97

Das Nichts breitet sich aus

Die Kindheit war nichts
Die Jugend war nichts

Nichts ist das Erwachsenendasein
Mache nichts
Macht nichts

Man gewöhnt sich an alles
Man gewöhnt sich an nichts

Nichts wird Dir bald gefallen
Du wirst Nichts
Gar nichts
Mehr erwarten

Warum alles haben wollen?
Nichts geht …

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Was Alles Schwirrt

Was Alles Schwirrt 9/97

Was alles in meinem Schädel schwirrt

Die endliche Liebe
Die überholten, unnützen Ideale
Die nie existierende Ewigkeit
Die Überbleibsel
Der verschwundenen

Hoffnung
Ehre
Menschlichkeit

Lasse es entfliehen
So ist die Zeit

Ist nicht Deine Schuld
Hat nichts mit Dir zu tun

Du bist OK
Die Welt ist böse

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Nichts Verstanden

Nichts Verstanden 9/97

Ich habe das Gefühl
Du hast nichts verstanden

Weiterhin meinst Du
Du hast alles verstanden

Weiterhin willst Du die Welt ändern
Verbessern?

Weiterhin denkst Du
Gerade Deine Stimme sei notwendig
Wichtig

Weiterhin glaubst Du alles wartet nur auf Dich
Braucht Dich

Weiterhin traust Du Leuten
Den Wendehälsen

Ich weiß
Du hast nichts verstanden

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Unruhe

Unruhe 9/97

Rechts?
Links?
Hoch?
Runter?
Falsch?
Richtig?

Was für eine Unruhe
Was tun?

Weshalb sich anstecken lassen?
Bleibe doch ruhig!!!

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 09 1997)

Jeder Tag Gleich

Jeder Tag Gleich 8/97

Du wünschst jeden Tag gleich zu erleben

Das heißt
Heute lebst Du &
Morgen durchlebst Du abermals das Heute
Jedoch wissend
Was sich
Wie
Wann
Wo
Ereignen wird

Dass wäre toll?
Denkst Du alles bliebe gleich?
Bleibst Du dann noch Du?

Ist es so schlimm, dass die Tage ihre Namen ändern?

Wenn Du das gleich brauchst
Erledige jenes geschwind &
Stürze Dich dann wohlwollend auf das Neue

Gebrauche Deine Routine &
Erfahrung

Gekoppelt mit neuen Geschehnissen
Warum nicht?

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Die Schachspielerin

Die Schachspielerin 8/97

Jemand spielt Schach
Das ist gut
Was gibt es Entspannenderes?

Dieser Jemand ist eine Frau
Auch gut
Frauen benötigen ebenso Entspannung

Die Figuren sind ihr männliches Umfeld
Sie opfert sie
Sie hangelt sich von einem zum andern

Wer nicht herrlich steht
Wird nie mehr beachtet
Sie lässt sich verleugnen

Sie zieht um
Sie erhält nun wieder eine neue Nummer
Aras- wieso?

Wer soll Dir denn nun noch einen Spiegel vorhalten?
Merkst Du denn nichts?

Merkst Du denn nicht
Dass Du umgeben von Leuten bist
Die zu Dir halten
Solange Du erzählst Du siegst?

Willst Du dann zu den Leuten zurück?
Wundere Dich nicht
Wenn sie Dich nicht lassen

So mancher wird vorsichtig
Der schon mal im Schach gestellt wurde

Oder heiße ich Cassandra?

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Komm’ Herr

Komm’ Herr 8/97

Komm’ herunter Herr
Zeige Dich uns
Komme her- bitte

Du gibst doch vor
Vorgaben geben zu können
Wir brauchen
Was Sichtbares
Was Handfestes

Glaube ist uns zu wenig
Oder sollen wir vom Irrglauben herunter kommen?
Vom Irrglauben Du brauchst uns?
Du müsstest zu uns gelangen?

Ich weiß nicht
Sicher ist
Ob Irrglaube oder Glaube
Ich brauche das Gefühl

Auf dem rechten Weg zu sein
Ziele erreichen zu können
Etwas darzustellen
Etwas zu können

Oh Gott
Was tun?

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Leiden-Schaft

Leiden-Schaft 8/97

Ich leide
Unter Schlaflosigkeit
Unter Zukunftsangst
Unter Wahnvorstellungen
Unter Selbstzweifel

Da ich nicht ich sein kann
Da die Vergangenheit die Zukunft nicht in Ruhe lässt
Da ‚Hätte’ und ‚Wäre’ immer häufiger auftritt

Weil ich meiner Leidenschaft nicht mehr nachgehe
Sondern mir immer neue Leiden schaffe

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Der Reuige Hund

Der Reuige Hund 8/97

Wie verzweifelt
Will er seinem Herrchen gefallen
Dieser bemerkt das gar nicht

Im Gegenteil
Er schlägt ihn
Unbarmherziger
Fester
Brutaler
Unentwegt
Grundlos
Ununterbrochen

Du Hund
Beende doch bitte dieses jämmerliche Kläffen
Streune nicht mehr umher
Bewege Dich dorthin
Wohin Du willst

Vergesse Dein Herrchen
Es misshandelte Dich
Du brauchst nicht zu bleiben

Breche auf
Vielleicht bleibt es ja Dein Einziges
Dieses Hundeleben

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Nichts Brechen

Nichts Brechen 8/97

Er meint
Er sei so weit
Er glaubt
Er sei wieder er

Er denkt
Er könne sich nichts mehr brechen
Er stehe über den Dingen
Er habe die schlimmste Zeit überlebt

Nichts mehr könne ihn brechen

Mein Freund
Bist Du’s immer noch?
Dich kann tatsächlich
Nichts mehr brechen?

Weil
Nichts mehr zu brechen da ist?

(eingegeben 11.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Samstag, 10. Februar 2007

Verdient?

Verdient? 8/97

Womit habe ich das verdient?

Es ist mir unverständlich
Warum gerade ich?

Ist es zu viel verlangt?

Etwas Glück zu erwarten?
Etwas Ausgemachtes einzuhalten?
Etwas Wunderbares zu erleben?
Einen Streit einen Tag lang nicht mehr erleben zu müssen?

Womit habe ich das verdient?
Warum erhalten Einige etwas, was sie gar nicht verdienen?

(eingegeben 10.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Verrückte Welt

Verrückte Welt 8/97

Die Welt ist verrückt
Wer bringt sie auf die rechte Bahn?

Ist es legitim?

Dass der Ehrliche betrogen wird?
Dass man übertreibt um Gehör zu finden?
Dass es sowieso immer den Falschen trifft?

Dass der große Gauner groß gefeiert wird & der Kleine klein gemacht wird?
Dass der Sich-Bemühende verkannt wird & der Faule gefördert wird?
Dass es keine Gerechtigkeit gibt?

Ist die Welt verrückt?
Oder diese Fragerei?
Meine Sichtweise?

(eingegeben 10.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Liebe 8/97

Liebe 8/97

Sie wird
Idealisiert
Vergöttert
Geehrt
Heilig gesprochen

Aus welchem Grund?

Hat man sie nicht
Verlässt man sich auf sich &
Wirkt glücklich

Hat man sie
Wird man vollkommen

Ängstlich
Besorgt
Voller Kummer

Und sagt noch jemand Liebe sei der Lebenssinn?

(eingegeben 10.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Dienstag, 6. Februar 2007

Alles Lüge

Alles Lüge 8/97

Alles Lüge?!
Ist nichts mehr wahr?

War es jemals so?
Worauf ist noch Verlass?

Auf die Arbeit?
Weshalb?
Ist sie nicht Mittel zum Zweck?
Kann sie einen nicht jederzeit enttäuschen & schwimmen lassen?

Auf die Mitmenschen?
Warum?
Sind die nicht immer nur auf der Sonnenseite?

Auf Gott?
Woher weiß man wie man ihm zu Ehren leben sollte?

Auf sich selbst?
Wohl war …

Auch wenn alles andere bloß Lüge sei
Du seiest Deine Antwort

Wann beginnst Du damit?
Wann siehst Du es ein?

(eingegeben 06.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Montag, 5. Februar 2007

Das Schloss

Das Schloss 8/97

Einst war das Schlosstor sperrangelweit auf
Ich wollte nicht eintreten
Ich wartete außerhalb
Weshalb in das sichere Schloss wollen?

Nun neigt sich das Tor immer weiter zum Schließen
Wie gerne wäre ich jetzt in Sicherheit
Wer kann mir dazu verhelfen?
Er sei dann gepriesen

Warum betrachtest Du nur das eine Schloss?
Sieh Dich doch um
Da sind noch weitere Schlösser
Hütten
Gebäude
Zelte

Deine Welt

Braucht nicht nur aus dem
Einen Schloss bestehen

(eingegeben 05.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Die Stunde 0

Die Stunde 0 8/97

Die Stunde 0
Hier ist sie

Wie wird sie herbeigesehnt
Von jedem

Ein neuer Anfang
Ein endgültiger Schlussstrich

Alles Vorherige weggewischt
Vertuscht
Unrelevant

Warum erwartest Du die von Anderen?
Von dem Ereignis?
Willst Du sie Dir nicht selber setzen?

Immer wenn Du sie benötigst
Ist sie da
Wieso zögerst Du noch?!

Siehst Du sie nicht!?
Die Stunde 0 …

(eingegeben 05.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Made Im Speck

Made Im Speck 8/97

Made im Speck
Warum willst Du weg?

Weshalb bist Du so unglücklich?
Wieso sorgst Du Dich um übermorgen?
Warum lebst Du Dich nicht richtig aus?

Weshalb nicht gerade jetzt?
Wieso nicht
‚Jetzt erst Recht!’?

Made im Speck
Dein Speck ist weiterhin vorhanden
Vielleicht nicht mehr gar so üppig

Aber Du hast was zum Fressen
Knabbere doch nicht nur

Sage
Was Dich stört

Schreie heraus
Was Dich schmerzt

Nicht zu leise
Mache auf Dich aufmerksam
Nehme die Hilfe in Anspruch

Made im Speck
Sonst bist Du bald unweigerlich &
Für immer weg …

(eingegeben 05.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Sonntag, 4. Februar 2007

Viel Lärm Um Nichts

Viel Lärm Um Nichts 8/97

Diese feinen Herren
Sie machen viel Lärm & Wind um rein gar nichts

Rege Dich wegen denen nicht auf
Stelle Dich deshalb nicht Frage
Lasse Dir Deinen Tag nicht vermiesen!

Sie können nichts
Sie wissen nichts
Sie dürfen nichts

So beißen sie sich in Kleinigkeiten fest
Geilen sich bei völlig Belanglosem auf
Du brauchst nicht auch so zu werden

Habe keine Angst
Keine Furcht
Schenke denen nur Mitleid
Die wissen nicht was zu tun

Was richtig ist
Wie mit Menschen umzugehen
Kümmere Dich nicht weiter darum

Bald schon sind sie das
Worum sie sich aufregen
Nichts

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Interesse

Interesse 8/97

Ich habe Interesse an Dir
Wie dabei so manches wächst in mir

Wie lange wurde nun darauf gewartet?
Wieso lähmte es mich so?

Kreativität wird frei
Selbstvertrauen kehrt wieder

Elan wird allgegenwärtig
Ich habe wieder Interesse an mir

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Nie Frauen Bevormunden

Nie Frauen Bevormunden 8/97

Meine nicht, Du müsstest für sie mitdenken
Gerne wollen sie sich selber lenken

Freue Dich, wenn sie da sind
Ärgere Dich nicht
Wenn sie nicht das von Dir im Sinn haben

Sie können doch selber denken
Versuche denen nur Aufmerksamkeit zu schenken
Und bleibe gelassen
Irgendwann erscheint sie

Sie macht alles mit
Sie hat Gefallen daran
Sich alles gefallen zu lassen

Warum sollte das nur für Frauen gelten???

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Die 3 Gesetzlosen

Die 3 Gesetzlosen 8/97

Sie missachten das Gesetz
Sie machen ihre Eigenen
Nun sind sie stark

Sie fanden Unterstützung
Einer machte sich selbständig
Er übertölpelte die Anderen

Sie gibt es nicht mehr
Er ist der Führer
Er wird uns alle übertölpeln ...

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Grenzenlos

Grenzenlos 8/97

Grenzen grenzen uns ein
Sie weisen uns Schranken auf
Durchbreche sie

Jeder Durchbruch
Erweitert Deinen Horizont
Verschiebt Deine Grenzen

Doch
Vorsicht
Alles ist grenzenlos

Nur mit dem Alter & der Erfahrung
Wissen wir wann es angebracht ist
Innerhalb unsere beschränkten, begrenzten Welt zu bleiben

Oder auf- & auszubrechen
Gelegentlich sei dankbar für das Limit
Dann wieder blickst Du über den Horizont hinaus
Das ist gut

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Hoffe auf ...

Hoffe auf ... 8/97

Hoffe auf das Beste
Rechne mit dem Schlimmsten

Sollte dies das Motto sein?
Braucht man so was überhaupt?
Warum nicht nur einfach leben?
Keinen Plan entwerfen & haben?

Gar schwierig ist es
Deshalb sei zufrieden
Wenn dies nicht möglich ist
Sei vergnügt

Letzten Endes
Hoffe auf das Beste
Rechne mit dem Schlimmsten ...

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Zerstörung

Zerstörung 8/97

Wie sehr ich die schätze

Los, zerstört!
Lasst nichts wie es war

Plündert
Raubt
Vergewaltigt
Quält
Streut
Mißgunst & Unfriede

Mehr noch, immer mehr!
Lauter
Heftiger
Erbarmungsloser
perfekter!

Schütteltet alles durcheinander

Was hemmt Euch noch?
Was stört Euch bei der Zerstörung???

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Religion 8/97

Religion 8/97

Etwas, mit dessen Hilfe Du überlebst?
Was über-lebst Du?

Etwas, dem Du Vertrauen kannst?
Kannst Du es noch?

Etwas, das Dir Hoffnung schenkt?
Hoffnung- worauf?

Etwas, was Du brauchst?
Was benötigst Du denn schon?!

Etwas, was Dich trägt?
Wohin?

Religion
Ich glaube
Du übersteigst das menschliche Wissen ...

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Der Tag An Dem Liebe Verschwand

Der Tag An Dem Liebe Verschwand 8/97

Was war man doch jüngst für ein Romantiker

Ein Liebe Lieb-Haber
Ein Poet
Ein Narr

Blind vertraute man
Träume wurden lebendig
Inneres nach Außen gestülpt

Auf das Gute gehofft
Was für eine Verschwendung!
Alles war im Vornherein nur gespielt

Denke nicht am Morgen
Es ist nur ein Frühlingshauch
Alles ist vergänglich

Liebe ist irreal, eine Utopie
Lebe ohne Liebe & Dir geht es ausgezeichnet
Du wirst nie enttäuscht
Getäuscht

Du wirst nicht bloß gestellt
Mein Lieber
Probiere es ...

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Das Reh

Das Reh 8/97

Das Reh
Das ist so scheu
Bleibt es mir treu?

Erschrickt es sich
Bei meiner 1. schnellen Bewegung?
Wahrt es den Abstand?

Warum wartet es nur?
Kann man es als stur
Bezeichnen?

Gab es mir ein Zeichen?
Übersah ich es?

Gerne betrachte ich es von der
Ferne

Herrlich wäre es gewiss
Dürfte ich es mal berühren ...

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Frieden

Frieden 8/97

Nichts mehr tun
Nur noch ruhen
Einfach nur
Frieden

Der Abend braucht gar nichts mehr zu bieten
Ich verlange nur noch Frieden

Keinen Laut mehr
Kein Problem mehr
Keine Fälle mehr,

Nur noch Vertrauen
Offenheit &
Zuversicht

Ist das alles möglich

Nur im Gedicht?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 08 1997)

Die Waage

Die Waage 7/97

Die Waage
Der Gegenstand
Der über Dich richtet
Mit dessen Hilfe
Du fröhlich bist oder Selbstvertrauen hast

Warum
Machst Du Dein Leben von Zahlen abhängig?
Von einem einzelnen Gegenstand?
Von einem einzigen Ereignis?

Brauchst Du
Wirklich etwas um festzustellen wie es Dir geht?

Kannst Du das Gleich-Gewicht
Das Innere?
Nicht selber feststellen?

Warum nur diese Tortur?

Wann
Schmeißt Du die Waage fort?
Beginnst Du endlich zu leben?
Selbstvertrauen zu haben?

Dich ausschließlich auf

Dich
Dein Gefühl
Dein Leben

Dein Schicksal
Deine Erfahrung
Deinen Verstand
Zu verlassen?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Einfach Nur Müde

Einfach Nur Müde 7/97

Ich bin einfach nur müde

Müde von den zahlreichen Enttäuschungen
Müde von den nimmer müde werden wollenden Hoffnungen
Die sich regelmäßig als die wahren prächtigen Luftschlösser entpuppe

Müde von den vielen unerhörten nutzlosen unnotwendigen Gedanken
Müde von den irrealen Träumen
Müde von der Unverständnis

Müde von unverständlichen Geschehnissen
Müde wegen der unvollkommenen Ruhe
Müde wegen dem Geschwätz um Banalitäten
Müde wegen dem großen Lärm um Nichts

Müde
Müde
Müde

Einfach nur müde?!
Kann ich jemals wieder schlafen?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Ereignisse

Ereignisse 7/97

Große werfen ihren Schatten voraus
Kleine werden nicht mal realisiert

Immer soll etwas passieren
Doch meistens zur falschen Zeit
Am falschen Ort

Schlafe
Wenn Du müde bist


Wenn Du hungrig bist

Feiere
Wenn Du eingeladen bist

Aber
Sehne nicht die wahren Ereignisse herbei

Du wirst so nur verunsichert

Genieß auch einen ereignislosen Tag
Genieß den Tag der 24-Stunden-Fete

Aber verpasse nicht Ereignisse
Weil Du auf das
Besondere wartest!

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Sinn-Los

Sinn-Los 7/97

Alles ist sinnlos

Hier bringt sich deshalb Einer um
Dort wird Einer von einer miesen Krankheit befallen
Da drüben wird gleich Einer überfallen

Nie entscheidet sich jemand wie er es in 2 Wochen täte
Alles wird in Frage gestellt

Deine eigene Situation wird als fantastisch betrachtet
Wenn etwas Schlimmeres eintrat

Immer diese Unruhe
Immer diese Zweifel
Immer diese Sinnlosigkeit

Muss denn alles einen Sinn haben?
Ist es nicht schön
Nur zu existieren?
Zu leben?

Ist es sinnvoll
Einen Sinn erblicken zu wollen?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Der Fels In Der Brandung

Der Fels In Der Brandung 7/97

Stolz & unerschrocken steht er da
Er
Der Felsen in der Brandung

Nichts
Kann ihn erschüttern
Beharrlich harrt er jeder Fügung aus

So Mancher
Versteckt sich schon hinter & ihn ihm
Für Viele ist er ein Symbol

Ein Symbol
Der Standfestigkeit
Der Geduld
Der Treue
Der Ausdauer

Fels
Gewiss hast Du ein Herz
Bestimmt machst auch Du Dir Gedanken
Aber warum hörst Du auf Fels zu sein?
Warum willst Du den kleinen, ekligen, schleimigen Steinchen gleichen?

Vertrau nicht dem Schicksal
Glaube
Nicht an
Wunder

An bestimmte Ereignisse
An Mitmenschen
Wieso an die?

Stehe zu dem
Was Du machst
Was Du nicht machst
Lasse Dich nicht verdrießen

Wenn Du Recht & Erfolg hast
Kommen die Leute schon wieder zu Dir

Sei wenigstens Du
Steinhart
Entschlossen
Ausdauernd

Wenn nicht Du wer dann?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Nur Ein Weiteres Weibliches Wesen

Nur Ein Weiteres Weibliches Wesen 7/97

Das ist es wohl gewesen
Die Bekanntschaft ist zu Ende
Fing sie überhaupt an?

Die Bekanntschaft mit
Einem
Weiteren
Weiblichen
Wesen

Schade
Ist es

Aber
Es hat einfach nicht sollen sein!

Schön
Dass man sich kennen lernte

Prima
Dass man sich gegenseitig öffnete

Aber
Mehr eben nicht

Man soll eben nur das vergangene Stück zusammen gelaufen sein
Man versprach sich nie was
Man versprach sich gelegentlich

Man versprach sich höchstens etwas
Man sagte Dinge die heute irrelevant sind
Überholt sind

Gerne lerne ich ein weiteres weibliches Wesen kennen
Auch wenn wir uns bald später schon wieder trennen

Es gibt
Halt

Keine Romantik
Keine Träumerei
Keine ideale Beziehung
Keine Ewigkeit

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Die Erste Liebe

Die Erste Liebe 7/97

Die Erste Liebe
Mit Dir war noch Liebe
Liebe

Wie goldig
Die Unbeholfenheit

Wie selten geworden
Die Offenheit

Wie schockierend
Die Naivität

Wie erheiternd
Weißt Du wie es geht?

Wie bewegend
Die edlen Absichten & Regungen

Wie erschütternd
Keine Zweckliebe- kein Dominieren

Wie befreiend
Das Vertrauen

Die Ideale
Das offene Gespräch

Erste Liebe
Wo bist Du?

Bist Du wieder-hol-bar?
Wann bist Du wieder da???

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Die Woge Des Glücks

Die Woge Des Glücks 7/97

Jetzt
Gerade
Durchlebst Du eine Woge des
Glücks?

Wie schön

Dann stell sie nicht in Frage
Dann stell Dich nicht in Frage

Freue Dich
Entspanne den Körper
Lasse die Seele baumeln

Bald schon
Kommst Du ins Straucheln

Bald schon
Verfolgt Dich wieder das Pech

Heute nicht
Wirst Du Dir dessen wirklich überhaupt bewusst?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Skorpione unter sich

Skorpione unter sich

Skorpione unter sich
Was für eine Harmonie
Gleichgesinnte fanden sich

Es herrscht
Nicht mehr das sonst übliche Stechen-Wollen

Sie wollen sich nicht stechen
Ihre Panzer sind zu dick
Sie brauchen sich

Nicht
Zu Vernichten
Sie gingen gemeinsam unter

Sie brauchen sich
Sie zeigen einander andere Wesen
Voreinander kann man sorglos einige Dinge ungeniert und offen reflektieren
Ohne viele Worte
Der Andere wird sofort kapieren

Skorpione unter sich?
Was für eine Harmonie!

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Nicht Mehr Warten

Nicht Mehr Warten 7/97

Du kannst nicht mehr warten
Nicht mehr warten auf die Erlösung
Nicht mehr warten auf eine Änderung
Nicht mehr warten auf ein Echo

Nicht mehr warten auf eine Erklärung
Nicht mehr warten auf eine Antwort
Nicht mehr warten auf das klärende Gespräch

Nicht mehr Erwarten?
Nichts mehr Erwarten?

Dann warte
Mit diesem endgültigen Schritt

Oder handele
Oder befrage Leute
Oder heule
Oder lache

Aber
Verliere nicht die Geduld
Nie!

Unternimm nichts
Wonach Du Dich vor Dir selber ängstigst

Mache nichts
Was Dich veranlasst
Nie mehr etwas tun zu können

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Der Freiwillige Abgang

Der Freiwillige Abgang 7/97

Niemand zwang sie
Freiwillig
Selbstbewusst

Bei vollem Verstand & Bewusstsein
Total entschlossen
Ging sie

Kleine
Warum?

Wolltest Du einfach nicht mehr?
War die Neugier auf hinterher zu groß?
War ein Gespräch nicht mehr möglich?

Konntest Du nicht mehr?
Warst Du erschöpft?
Konntest Du Dir keine Pause gönnen?

Musstest Du gleich ins Extreme verfallen?
War eine Überlegung nicht mehr möglich?
Vertrautest Du Keinem mehr?

Hattest Du nicht immer Sisyphos als Vorbild?
Wolltest Du tatsächlich jetzt schon erfahren, was hinterher erscheint?

Kleine
Warum?

Hatte das alles nicht Zeit?
Hattest Du keine Geduld mehr?
Warum freiwillig gehen?
Weshalb nicht auf eine Aufforderung warten?

Weißt Du, wie Du mir fehlst?
Sehnsucht nach Dir...

Werde ich Dich je wieder sehen?
Werde ich Deinen freiwilligen Abgang je verstehen?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Die Löwin

Die Löwin 7/97

Stolz marschiert sie auf & ab

Sie meint
Andere dürfen sich glücklich schätzen
Ihre Luft zu atmen
Mit ihr den Raum zu teilen

Ein Schauen von ihr gleicht einer Bereicherung
Sie glaubt ihr Brüllen verschrecke die Anderen

Bringe ihr
Respekt
Anerkennung
Beachtung

Sie weiß, dass es irgendwo den rechten Löwen gibt
Warum also heute den Partner, den Unechten, respektieren?

Lieber Liebe machen
Lieber versuchen Liebe vorzuspielen
Lieber bloßstellen

Lieber verlassen
Lieber den Problemen ausweichen
Lieber die Flucht ergreifen

Immer auf der Flucht?

Sie denkt, ohne sie sei der Zoodirektor arbeitslos
Ohne sie bestünde der Zoo nicht mehr
Doch
Es geht auch ohne sie!

Sie ist sich darüber bewusst überall gerne gesehen zu sein
Es kommt ihr nicht die Frage, sich in Frage zu stellen
So viele falsche Leute jubeln ihr zu
So oft konnte sie
Andere schon täuschen

Besonders die, die ihren Käfig sprengen wollten
Gerade die versteht die Löwin nicht
Sie werden irgendwie mitgenommen
Nebenbei verspeist

Sie meint ihr Revier abgesteckt zu haben

Du arrogante, verloderte, streunende, hilflose Wildkatze
Bist Du Eine?

Höre auf zu fauchen
Zerreiße & ignoriere nicht das

Was Dich unterstützen will
Was Dir helfen will
Was Dich liebt
Was Dich zerreißt
Was Dich aufrüttelt

Überlege
Bitte
Ob es nicht doch Deinen wahren Kern trifft

Wärest Du sonst so aufgebracht?
Zedertest Du sonst so?
Weintest Du sonst so?
Fragtest Du Dich sonst nicht ob Du so wirklich seiest?

Weißt Du alles?
Kannst Du alles?
Bist Du alles?

Ich weiß nichts
Ich kann nichts
Ich bin nichts

Ich bin jemand mit Fehlern
Jemand, der sich Fehler erlaubt

Du bist die
Fette, tadellose, perfekte, überall gern gesehene aufgeplusterte Löwin

Bist Du sie?
Bist Du so wirklich mit Dir zufrieden?

Vergesse nicht
Wer hoch steigt
Fällt
Tief …

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Ohne Worte

Ohne Worte 7/97

Das Bedürfnis
Etwas Besonderes zu sein
Einmalig zu sein
Extrem toll sein

Etwas zu
Denken
Erfahren
Erleben

Was nie jemand vor Einem widerfahren ist
Was er erlebte
Was er dachte

Die einmalige, extreme Ernüchterung
Das Abschlagen des Unwichtigen
Das spätere Bedauern etwas ab- & ausgeschlagen zu gaben
Das ewge Nachtrauern
Das ständige In-Frage-Stellen
Warum?

Sei ohne Worte
Wenn mit Dir gespielt wird

Ok- es sind nur Dummschwätzer
Wenn Du verkannt wirst

Ok - es sind nur Blinde
Wenn Du gemieden wirst

Ok- es sind nur Ignoranten

Suche nicht Freude
Verschenke sie

Wisse über die Vergänglichkeit
Trau Keinem

Du wirst alles überleben
Du wirst alles ausfuhren

Wenn Du Deine Worte nicht verschwendest
Sondern
Lebst

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Phönix

Phönix 7/97

Gib es doch zu
Du bist am Ende
Du bist die reine Asche
Deine Ideale sind überholt

Jemand
Der über Dich lacht
Gerade noch vertrautest Du ihm

Deine alten Gedanken
Deine Mitmenschen verstehen Dich nicht
Niemand kann das & wird es je
Deine Entschuldigungen werden lächerlich gemacht

Dennoch entschuldigst Du alle & jeden
Du bist einfach Du
Nur Du?

Nein
Mehr
Du!

Jemand, der Ideale pflegt
Jemand, der noch vertrauen kann
Jemand, der noch träumt
Jemand, der denkt & nicht funktioniert
Jemand, der verstehen will

Vielleicht bist Du nichts als die reine Asche
Spätestens wenn Du für immer schläfst?

Ich möchte es nicht beurteilen
Fühlst Du Dich selbst als Asche?
Dann fühle Dich lieber als der stolze Phönix

Das ist besser
Das weiß ich

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Vertrauen 7/97

Vertrauen 7/97

Schenke Niemandem Dein Vertrauen
Nur darauf kannst Du vertrauen

Öffne Dich Niemandem
So musst Du diese Bekanntschaft demnächst nicht wieder schließen
Zum Beispiel wegen aufgeregtem Weitergetratsche

Teile Niemandem Deine Leiden mit
So kann er sie nicht weiter verteilen
Und sich daran weiden
Wie sehr Du leidest

Idealisiere nichts & keinen
Das ist es nicht wert

Vertraue nur Dir

Lass Deine Gedanken, Gedanken bleiben
Nur keine Worte
Sie werden immer gegen Dich verwendet
Darauf kannst Du vertrauen

Erwarte nichts & das Allermieseste
Baue nur auf Dich
Darauf kannst Du vertrauen

Im Vertrauen
So kannst Du Selbst-Vertrauen aufbauen ...

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Das Kartenhaus

Das Kartenhaus 7/97

Mühselig baute ich das Kartenhaus auf
Zunächst eine solide Grundlage
Dann Schicht für Schicht

Doch unbarmherzig zerstörte der 1. Windhauch es
Ohne eine Möglichkeit Ihn zu besänftigen
Den Grund zu erfahren
Einen Teil zu retten
Musste ich zu gucken
Na und?

Was denn so schlimm sei?
Ist es wirklich Einerlei?
Ich weiß doch nun wie zu bauen
Warum nicht etwas Neues bauen?

Hält es dem Wind stand
Ist mein wahres Haus entstanden

Zerbröckelt es sofort
So kann es nur heißen
Fort
Fort
Fort

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Ideale

Ideale 7/97

Wer pflegt seine Ideale?
Wer hat sie noch?
Selber Meine zerbröckeln

Ich verliere sie
Meine Übersicht
Meinen Lebensinhalt

Sind Ideale nur für die erste Zeit gedacht?
Ist man irgendwann so weit, dass man ausruft:
Hauptsache geschafft!

Das Leben scheint vorbei zu rauschen
Keiner kann die Ideale gebrauchen
Niemand achtet darauf

Man ignoriert sie
Man vergisst sie
Man verliert sie

Ein ideales Leben
Ohne Ideale?

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Der Zerbrochene Krug

Der Zerbrochene Krug 7/97

Mein liebster Krug
Du bist zerbrochen

Schon mal reparierte ich Dich
Doch bei derselben Stelle ist der Bruch
Ich will Dich nicht noch mal reparieren

Dir macht das Kaputt-Sein gar nichts aus
Du gehst davon aus
Dass ich herbeispringe
Um Dich zu reparieren

Tut mir leid
Dieses Mal nicht
Ich bin kaputt
Ich kann nicht mehr

Ich stellte fest
Du bist nicht mein Krug
Ich träumte nur Du seiest es

Vielleicht wärest Du es
Eventuell warst Du bereit
Doch nicht zu dieser Zeit

Irgendwo hält sich bestimmt Richtige auf
Doch ich habe keine Lust
Zu finden
Zu suchen
Zu fragen

Mein Krug soll zu mir rollen
Zumindest sich in meine Richtung bewegen
Gerne gehe ich ihm dann entgegen
Ungern wandere ich die gesamte Strecke alleine entgegen
Nicht meinem Krug gegenüber!

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Die Erlösung

Die Erlösung 7/97

Erlösung
Ich mag Dich
Wie schön
Dass es Dich gibt

Du bist endgültig
Du bist todsicher
Du bist einmalig

Dich zu kennen ist Erlösung
Durch Dich sieht man
Wie beschränkt man ist

Dass man nicht alles so furchtbar ernst nehmen soll
Vor allem sich selbst nicht

Dass die Arbeit nicht alles ist
Dass Kollegen, Kommilitonen nicht Freunde sind

Sage denen nicht zu viel
Bleibe bei der Oberfläche
Verlange nicht zu viel von denen
Bald schon bist Du von denen erlöst

Ich treue mich
Nicht ewig existieren zu müssen
Sondern die Erlösung als mein todsicheres
Ende hinter mich zu wissen

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Keine Klugen Worte

Keine Klugen Worte 7/97

Hör auf
Sei ruhig
Klug willst Du mir kommen
Wissend stellst Du Dich
Alles verstehst Du

Was weißt Du denn schon?
Was passiert, wenn Du mit der Praxis konfrontiert wirst?

Laut Buch bist Du doch so gescheit
Laut Deinen Reden erschüttert Dich nichts

Klar
Du machst ja auch nichts mehr
Du schneidest Leuten das Wort ab
Alles ist erlaubt
Wenn es so geschieht wie Du es willst

Hör auf
Sei ruhig
Freue Dich
Dass Du viel begreifst
Dass Du viel weißt
Dass Du verstehst

Übersehe nicht
Alles läuft anders
Wie geplant

Alles funktioniert nicht
Wie im Buche steht
Das Leben lebt
Das Leben findet im Leben statt

Wann wirst Du leben?
Kannst Du je leben?
Oder immer nur lesen?
Immer nur planen?

Ich will keine klugen Worte
Ich will
Leben

(eingegeben 04.02.07 - ausgedacht 07 1997)

Samstag, 3. Februar 2007

Das Königspaar

Das Königspaar 6/97

Wann ist es denn nun so weit?
Wann trifft sich der König mit der Königin?

So oft sollte er erscheinen
Der Tag X
Doch immer wieder kam etwas dazwischen
Dann wollte er nicht

Er meinte, der Zeitpunkt wäre nicht recht
Er wollte sie nicht als Übergangslösung
Dann lieber gar nicht

Sie sollten weiterhin ihre Reiche behalten
Und König & Königin bleiben

Wann ist die rechte Zeit
Ein Königspaar zu werden?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Die Zielgerade

Die Zielgerade 6/97

Gerade bin ich auf der Zielgeraden
Fest habe ich das Ziel im Visier
Doch werden die letzten Meter die Schwierigsten sein?

Bitte lasse mich ankommen & verschnaufen
Dann kann ich mir neue Ziele anlachen

Mir ist egal
Ob ich als Erster oder
Letzter ankomme

Meinen Weg sehe ich
Und mein Ziel

Nun ist mein Ziel das Ziel

Später
Wieder gerne mehr

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Einsamer Wolf

Einsamer Wolf 6/97

Du
Einsamer Wolf

Du
Rührst mich zu Tränen

Tagtäglich
Drehst Du Deine Runden
Tagtäglich

Weinst Du den Mond an
Tagtäglich
Schreist Deinen Kummer heraus

Tagtäglich
Deinen Herzschmerz
Tagtäglich
Dein Leid

Bist Du es nicht langsam leid?
Tagtäglich

Willst Du immer der einsame Wolf bleiben?
Tagtäglich

Willst Du immer mehr dem Selbstmitleid verfallen?
Tagtäglich

Willst Du ständig einsamer werden?
Tagtäglich


(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Die Hexenküche

Die Hexenküche 6/97

Morgen werde ich wieder bei ihr sein

Die Hexe nicht
Sie wird ausgeflogen sein
Darin hat sie schon Übung

Der Hexenmeister wird auch nicht anzutreffen sein
Glücklicherweise
Beruhigend zu wissen

Schön
Dass ich in ihr nicht meinen Lebensabend erwarten muss

Ich verlasse sie
Auch mein Freund ist unglücklich

Warum bleibt er
Seiner treu?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Woher Sollte Ich Es Wissen

Woher Sollte Ich Es Wissen 6/97

Woher sollte ich wissen?
Woher sollte ich wissen, dass Du so empfandest wie ich?
Dass ich Dich so bewegte, wie Du mich?
Dass Du auf meine Frage Dich freutest, wie ich über Dein Ja-Wort jubilierte?
Woher sollte ich es wissen?

Woher sollte ich wissen, dass Du mich testetest?
Dass Du mein Herz hören wolltest?
Dass Du schüchtern bist?
Dass Du mir nachspioniertest?

Dass Du meinen Anrufbeantworter zu Deiner täglichen Musik machtest?
Dass Du mich aushorchen ließt?
Dass Deine Abneigung Liebe bedeutete?

Gabst Du mir ein Zeichen?
Sagtest Du mir etwas?
Kann ich hellsehen?
Hätte ich es doch wissen sollen & können?

Ich wusste doch, wie es mir erging ...

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Lust

Lust 6/97

Ich habe
Lust
Auf
Lust

Das war nicht immer so
Für mich & von mir wurde sie verboten
Doch nun ist sie erlaubt & da

Hast Du auch wirklich Lust?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Unglücklich

Unglücklich 6/97

Ich bin
Unglücklich
Traurig
Niedergeschlagen
Na und?

Nun ist mir doch alles egal
Also kann ich alles
Stelle mich nicht in Frage
Sondern unternehme was ich wirklich will

Warum muss man sich unglücklich fühlen
Um glücklich zu werden?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Gordsche Knoten

Gordsche Knoten 6/97

Ist er des Rätsels' Lösung?
Vorgehen wie bei ihm, dem Gordschen Knoten?
Gleicht er dem Ei des Kolumbus?

Gar nicht
Mühselig alles einzeln & alleine auffrimmeln?

Einfach
Nur durchschlagen?
Hauptsache überstehen?
Nur das Ergebnis zählt?
Endlich wieder fei sein?

Wahrscheinlich
Stimmt diese Vorgehensweise
Wenn Du anschließend das Band nicht mehr benötigst
Wenn Du keinen Schutz brauchst

Ist es letzten Endes nicht so
Egal was Du machst
Es ist immer das Verkehrte?

Warum zögerst Du noch?
Warum zauderst Du dann noch?
Weshalb machst Du nicht das, was Du zuerst denkst?
Wozu auch Dein Herz & Bauch Dich unablässig drängt?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Aufgabe

Aufgabe 6/97

Aufgeben?
Alles hinschmeißen?
Einfach nicht mehr wollen?
Alles Erreichte vernachlässigen?

Nein
Nein
Nein

Durchhalten
Stückchenweise denken
Ziele neu definieren
Nur nicht resignieren

Ja
Das sei Deine
Aufgabe

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Lebenssinn

Lebenssinn 6/97

Gibt es den ultimativen Lebenssinn?

Gelegentlich vermeint man ihn gefunden zu haben
Dann wird man mal wieder enttäuscht &
Alles ist hinfällig
Es reicht

Ein einziges falsches Wort
Eine einzige falsche Handlung
Schon ist der ultimative Augenblick vorbei
Das Leben bekommt wieder mal eine nächste Änderung

Vertraut man einem Menschen
Es kann immer nur der Falsche sein- gibt es Ausnahmen?
Ist man verloren

Vertraut man seinem Glück- hoffnungsvoll!
Immer wird man getäuscht

Immer erscheinen neue, wahre ultimative Lebenssinne
Jeder hat seinen Eigenen
Und will nur den verwirklicht sehen

Wer ihn schädigen könnte
Wird lahm gelegt
Oder als Freund gewonnen

Erkenne das
Bleibe nur Deinem treu

Lege dabei Einige lahm
Oder gewinne die als Freund

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Kein Platz Für Träume

Kein Platz Für Träume 6/97

Du befindest Dich auf der Erde
Das bedeutet
Auf dem Boden der Tatsachen
Erkenne dies
Hier gibt es keinen
Platz für Träume

Träume & Träumer werden
Zerfleischt
Vernichtet
Zerrissen
Von den wahren Siegertypen

Nutze Du doch auch die Leute aus
Schere Dich nicht um die Tränen
Irgendjemand muss die ja mal treten
Zur Besinnung bringen
Zurück auf dem Boden der Tatsachen
Warum nicht Du?

Mache die Augen zu
Dann sieht man Dich nicht
Mache dies, wenn man um Deine Hilfe & Dich bittet, fleht

Es ist nur Abschaum
Irgendjemand wird sich schon darum kümmern
Warum Du?

Bringe
Leid unter Alle &
Verletze ...

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Nummer 2

Nummer 2 6/97

Er wurde geboren als Nummer 2
Egal
Wo er ankam
Es war Einerlei
Immer war ein Anderer vor ihm da

Nie das Gefühl etwas zu erforschen
Nie das etwas Besondere zu sein

Nie die Nummer 1 sein
Immer zurückgefallen
Immer zurückhaltend

Nie die erhoffte
Reaktion
Bewunderung
Ergebnisse
Immer?

'Na und? Das kennen wir schon?!'


So fasste unsere Nummer 2 den Entschluss

'Ich habe den Nummer2-Sein-Überdruß
Demnächst bin ich die Nummer 1
Am 01.01. um 0.01 Uhr werde ich der Erste des Jahres sein
Der gen Himmel aufsteigt'


Nummer 2- halte ein?
Das alles nur um auch mal die Nummer 1 zu sein?

Nein
Erkenne wir sind alles nur Nummern
Der Eine trägt eben die 1 &
Andere
Andere

Schon ist es einfacher
Dabei sein zu dürfen
Oder?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Eigener Motivator

Eigener Motivator 6/97

Warum brauchst Du Pläne?
Warum orientierst Du Dich an Anderen?
Warum gehst Du den Tagträumen nach?

Warum idealisierst Du
Leute
Treffen
Geschehnisse oder
Orte?

Warum bist Du nicht einfach Dein eigener Motivator?
Sei doch kein Thor

Warum bedeutet Leben für Dich
Anderen zu jubeln & von Anderen gefeiert werden?
Warum jubelst Du Dir selber nicht zu?
Warum feierst Du Dich nicht?

Sei doch Dein eigener Motivator

Der sogar über Erlebnisse
Freunde
Ideale
Frei verfügen darf

Was willst Du mehr?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Bahnhof

Bahnhof 6/97

Einige verstehen den nur

Ich halte mich in ihm auf
Da erscheint mir die pure Freude
Menschen sehen- gesehen werden
Ankunft - Abfahrt
Trauer- Freude
Die erste Fahrt- die Letzte

Wen die Langeweile zu sehr verfolgt
Der ist reif
Reif für den besonderen Tag

Der Tag im Bahnhof

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Licht Am Horizont

Licht Am Horizont 6/97

Licht erblicke ich am Horizont
Schon lange sah ich es dort nicht mehr
Ist es real?
Existiert es wirklich?
Stellt es eine Fata Morgana da?

Ich kann es kaum fassen
Nicht erreichen
Nicht hinsehen?

Sollte ich es überprüfen?
Ist es nicht wunderbar, dass so etwas überhaupt gibt?
Fand ich auf diese Weise nicht etwas zum Orientieren?

Ich empfinde es geradezu als angenehm
Licht am Horizont zu sehen
Ich will gar nicht wissen
Dass es nur ein Stroh-Feuer war
Sage mir das bitte nicht

Sieh
Nun bin ich froh & zufrieden
Habe etwas zum Orientieren
Vermiese mir doch nicht diesen Spaß

Hast Du auch etwas?
Verfugst Du auch über ein wenig Licht am Horizont?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Die Kette

Die Kette 6/97

Wegen der Kette willst Du mich nicht mehr sehen Dabei deutete sie an
Unsere Verbundenheit
Unsere Liebe
Unsere Zusammengehörigkeit
Wir waren doch das Paar

Doch Du hörtest auf Deine Freundin C Glaubtest Du ihr mehr als mir?
Vertraust Du mir?

C teilte Dir mit
Ich habe B eine Kette geschenkt
Die Kette

Wohl zeigte ich B sie
Jedoch es war Deine
Ich machte mir Sorgen um Dich
Gefällt ihr wohl wirklich meine Kette?

B war von Deinem Gefallen mehr als überzeugt
Sie sollte unser Zeichen werden
Nun bedeutet sie unseren
Schluss

Ich kann Dir die Geschichte nicht mal mehr erzählen
Du willst nichts von mir wissen
Nichts von mir hören

Du willst mich nie wieder sehen
Dabei hätte ich noch so viel zu
Sagen
Erklären &
Erzählen

Vor allem die Geschichte der Kette
Die Kette
Deine Kette
Unsere Kette
Unser Zeichen

* Schluß *

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Der Tanz Auf Gräbern

Der Tanz Auf Gräbern 6/97

Leute tanzen selbst auf Gräbern

Warum nicht Du?
Warum das ständige In-Frage-Stellen?
Warum das unverzeihliche Unruhig-Sein?
Warum das Trauern für & um Deine Mitmenschen?

Warum das Nachtrauern um Deine für immer versunkenen Chancen? Warum nicht aufbrechen?
Warum nicht das Vergangene
Vergessen?

Warum nicht feststellen
Man lebt nur eine bestimmte Zeit
Während dieser kann man seinem
Leben allerdings sehr wohl mehr Leben geben!

Que sera, sera!
Gaudiamos Igitur!?


Warum nicht demnächst über die Lippen bringen
Nikesamen?

Warum nicht auf Gräbern tanzen?
Warum darauf achten was die Leute von Dir halten?
Warum tanzt Du nicht?

Nicht mehr?
Nie mehr?!

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Nicht So

Nicht So 6/97

Warum auf diese Art?
Wieso so?

Wir versprachen uns nie etwas
Warum gönnen wir uns dann nicht mal etwas Spaß?
Warum gingen wir ohne Worte auseinander?

Du deutetest mir doch immer das Wunderbare des Lebens an
Und nun so etwas?

Vielleicht sollte ich so schnell wie möglich feststellen
Sich auf nichts & niemanden zu verlassen
Nur auf sich
Das tut aber gar nicht gut & so weh
Warum?

Darf ich nicht idealisieren?
Habe ich immer das Ideale aus dem Dreck zu machen?
Aber wie?
So?

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Tätig Sein

Tätig Sein 6/97

Wieso war ich neulich nicht tätig?
Was unternahm ich bloß in der Vergangenheit?

Weshalb machte ich nicht das Richtige?
Worüber zerbrach ich mir den Kopf?

Warum konnte ich nur denken?
Wollte ich nie tätig sein?

Ständig nur schlafen?
Immer nur warten?

Nie walten & schalten?
Nur abwägen?

Keinen Fehler erlauben?
Nur Reagieren- kein Agieren?

Gut
Das war
Das ist wahr
Stehe doch zu Dir
Jetzt kannst Du tätig sein
Die Zeit ist reif

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

Spontan

Spontan 6/97

So gerne wäre ich spontan
Dann hätte ich ganz bestimmt schon viel mehr
Erlebt
Erreicht
Bestanden &
Getan

Ständig benötige ich meinen verdammten Plan
Dinge
Die noch gar nicht eingetreten sind
Sehe ich als vollendet
Anstatt sie zunächst selbst anzuschließen

Warum nur?
Wieso fällt mir das Richtige nicht ein?
In einer Tour?

Muss ich noch mehr erdulden?
Erleiden?

Werde ich immer wieder auf die Probe gestellt?
Darf ich ständig nur enttäuscht werden?

Was hältst Du davon?
So ganz spontan?!

(eingegeben 03.02.07 - ausgedacht 06 1997)

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