Dienstag, 30. Januar 2007

Morgen 6/97

Morgen 6/97

Für mich wird morgen ein ganz gewöhnlicher, stinknormaler grauer Alltag sein

Für Euch der Tag der Tage
Er schreibt seine Prüfung
Sie erhält ihre Ergebnisse

Die werden das erste Mal alleine wegfahren
Es wird geboren werden
Dich wird zum ersten Mal keiner erwarten & empfangen

Sie wissen noch gar nicht, was sie dann anlacht
Ihr habt es schon zum-schwindlig-werden oft wiederholt & geplant

Wir werden lachen

Morgen ist ein neuer, anderer Tag
Morgen wird alles anders
Morgen werde ich neu erscheinen
Morgen beginne ich mit dem Vorgenommenen

Warum morgen?

(eingegeben 30.01.07 - ausgedacht 06 1997)

Bist Du Blöd

Bist Du Blöd 6/97

Bist Du blöd?
Merkst Du nicht, dass

Du mich nervst?
Ich Dich widerwärtig finde?
Nichts- auch rein gar nichts!- von Dir mich anspricht?

Ich Dich aus Mitleid anlächele?
Deine Gedanken mich einen Scheißdreck angehen?
Du öde & veraltet bist?

Jeder nur auf Dein Geld aus ist?
Ich mich frei fühle, da ich weiß, Dich nun nicht mehr sehen zu müssen?

Ich Dich anschreien, fallen lassen & demütigen muss
Um Dir zu zeigen, was Du mir bedeutest?
Ich keinen Respekt vor Dir habe?

Ich Dich wollte, als Du Du warst & nicht meine Verehrerin?
Ich Dich bedauere & unseren Schritt auf das Äußerste bereue?
Einer in Dir immer noch Dich sieht & Du ihm gefällst?

Übersehe ihn nicht
Sei nicht so
Blöd ...

(eingegeben 30.01.07 - ausgedacht 06 1997)

Montag, 29. Januar 2007

Der Waldaufenthalt

Der Waldaufenthalt 5/97

Gelegentlich suche ich die Berge auf & gehe dem vollständigen, absoluten Nichtstun nach. Ohne Regung lasse ich mich dort fallen & sammle mich. Mitunter erschallt gar lieblich das beruhigende Herzgeräusch. Tatsächlich vernehme ich den Herzschlag des starken, warmen, lieben, lebendigen Hügels. Wie das einer Wohltat gleicht. Es ist einfach gar göttlich.

Mir fällt auf: ein Besuch gleicht nie dem Anderen. Immer differenzieren sich die herrlichen Empfindungen. Es kann sogar vorkommen, dass die Größe der Hügel variieren. Ich finde es fabelhaft & werde lebendig & bin nicht mehr zu halten. Überall trifft man mich an.

Gewiss verbringe ich auch nicht ungern meine Zeit im Tal, jedoch ist es da immer sehr ungemütlich & einsam. So eile ich lieber zu dem, über den Bergen liegenden stillen, klaren See. In diesen hineinzuplatschen gleicht größter Freude. Immer wieder springe ich gerne hinein. Um die Lust zu fördern, wandele ich galant geschmeidig an dem See-Ufer umher- immer wieder einen Fuß in das kühlende, erfrischende, belebende Nass haltend. Der See tendiert zum Überschwappen & so erhalte ich eine stets willkommene Abkühlung.

Unwirklich scheint mir diese Natur. Vor lauter Lebensfreude möchte ich explodieren, singen, jubilieren. Gar nicht mehr halten vermag ich mich. Wer erlebte dies noch nicht? Welcher Ärmste versteht nicht, wie es schön sein kann, mit der wilden, ehrlichen, puren Natur?

Es waren schon etliche Natur-Liebhaber hier- das ist wohl wahr. Sie ist nicht mehr rein, sie gleicht nicht mehr einer Jungfrau. Ihr Geheimstes wurde schon erforscht. Allerdings bürgt dieser Fakt auch Gutes: die Natur weiß sich nun dank ihrer Erfahrung anzupassen. Sie ist nicht hoffnungslos. Man weiß, irgendwie kann sie alles verkraften. Ist das beruhigend!? Man kann seiner Lebens-Lust nachgehen & verschwindet wieder ganz schnell, wenn der See Klärung verlangt. Dadurch bereinigt man die Sache am einfachsten für sich.

Ich entweiche dem nervenden, unnotwendigen Verrückt-Machen, Schwarz-Sehen, indem ich mich im Wald verkrieche, verstecke, unsichtbar mache. Dadurch finde ich mich wieder. Ich bleibe der gern gesehene Gast, der verständnisvolle Zuhörer, der weise Ratgeber. Der motivierende Wald gleicht meiner notwendigen, hilfreichen Lebenspumpe. Meinem einzig wahren Lebens-Sinn: der Wald.

Der Ort, in dem ich mich momentan befinde. Ich wünsche hier für mich zu bleiben. Kein Nächster hat mich hier zu stören.
Wer will sich schon im Wald unterhalten? Wer spricht während des Waldaufenthalts? Wen zieht es noch hier hin? Hat jemand überhaupt noch das Verlangen, einen Wald aufzusuchen? Zieht man für gewöhnlich nicht einen künstlichen oder einen Ersatz- Wald oder einen auf einem Foto vor?

Der bedarf dann keiner Pflege. Er hat nur für Einen vorhanden zu sein. Sollte der jetzige Wald verkümmern, lauern schon neue Waldstücke auf einen- merkwürdig, dass der Gute es so lange ohne Licht, Liebe & Wasser, wohl aber mit Gewalt, Unwille, Langeweile & einseitiger Befriedigung es aushielt.

Manchmal wandert mir eine Dame entgegen. Komisch, dass sie immer gerade dann auftaucht, wenn ich beschloss, meinen Wald aufzusuchen. Meine Nachbarn wurden bereits ebenfalls hellhörig. Eine geraume Zeit wohnen sie jetzt in seiner Nähe & vernachlässigten ihn. Jeder will sich nun ständig um ihn kümmern & gekümmert haben.

Die Dame scheint ziemlich durcheinander zu sein. Kurz vor mir verliert sie immer ihr Buch, ihren Schlüssel, ihre Jacke oder ihren Tanga. Neulich verlor sie gar ihr Herz. Auf dem stand ihre Telefonnummer & ‚Ruf mich doch mal an’.

Befriedigt entdecke ich dann jedes Mal beim nächsten Spaziergang, dass der entsprechende Gegenstand fort ist. Wie peinlich wäre es doch, wenn ich sie darauf anspreche, wenn ich sie in ihrer gewünschten, notwendigen, wunderbaren Einsamkeit störe. Bestimmt realisiert sie das Verlieren gar nicht. Genau- sie wird ihrer alten Liebe nachweinen & alles Andere als lächerlich empfinden. Wenn die alte Liebe gewusst hätte, wie sie vermisst & gebraucht wird, wäre es die Wahre & Einzige geblieben, aber so…

Liebe! Was ist denn das schon? Sie ist beständig wie Glück, gutes Wetter, Treue, Freunde, Vertrauen & Ehrlichkeit. Für mich gibt es keine Liebe. Außer meiner wunderbaren Liebe zu den Bergen, Seen & Tälern. Insgesamt gesehen ist Liebe etwas für Schwache, Alleingelassene. Mit Hilfe eines Partners unternimmt man Dinge, die effektiver, schneller & freudiger gingen ohne ihn. Man fand Jemanden hinter dem man sich verstecken kann, der Schuld an allem hat & ist. Seine Liebe verwendet man als Status Symbol, als Vorzeigeobjekt, als ständig hervorsprudelnde Quelle. Man schmeißt sie weg, wenn sie nicht mehr funktioniert; wenn sie nicht mehr dem Bild gleicht, das man sich von ihr machte; wenn sie wagt, zu denken; wenn sie den Mund aufmacht, um etwas zu sagen; wenn sie den wahren Kern an sich erkannte; wenn sie Probleme hat; wenn sie keine Probleme mehr lösen kann; wenn sie nichts mehr hat & ist; wenn eine nächste wahre Ware als die Einzige sich ankündigt

Wer meint zu lieben, ist dem Tode geweiht. Er will sich ganz & gar verlieren. Er missachtet die Freiheit & fällt auf Traum- & Luftschlösser herein
Mir passiert das nicht. Ich lasse es nicht zu. Ich bin immun gegen die Volkskrank- & -dummheit ‚Liebe’. Ich will nicht gebremst, in Frage gestellt werden. Ich will ich bleiben & unternehmen, was ich will.

Mittlerweile befinde ich mich auf meiner Waldlichtung. Hier bin ich der König, das Volk- der Ausgestoßene?

Gerade erkenne ich neue Seiten an den wahren Menschen- an mir.
Ich spüre, wie ich mich entspanne; wie sich meine Gesichtsmuskeln lockern; wie Ungelöstes sich in Wohlgefallen auflöst; wie ich die ganze Welt umarme; wie ich lauthals loslache; wie ich, ich bin tatsächlich fühle ich mich frischer & jünger & glücklicher. Plötzlich rast mein Herz. Will hüpfen. Mein Atem möchte schneller werden; meine Haut will prickeln; meine Gefühle verrückt spielen; mein Körper soll verwirrt werden: bin ich nun heiß oder kalt?

Meine Hose wird größer, sie will gen Himmel wachsen da= mein Knopf springt ab! Ich zerreiße mein Gewand. Gleich folgt auch mein T-Shirt, die Hose & der Body. Endlich bin ich, ich. Keine Täuschung liegt auf meiner Haut. Nur noch ich.

Überall scheint meine Hand zu sein. Wie viele habe ich denn nun davon? Wie lange verwöhne ich mich schon? Wie oft schwillt mein Adamszeichen noch an? Wann hört denn der Goldesel auf zu spucken? Ist der Beutel tatsächlich endlos angefüllt? Wo befindet sich nun schon wieder meine Hand? Ständig ist sie am Wandern:
war sie gerade noch am rechten Knie, berührt sie jetzt das linke Ohr, nun den Bauch, gerade noch den Phallus, um gleich bei den Füßen anzukommen.

Wer hält das aus? Wer möchte da nicht zupacken, mitmachen & das vollkommene Glück herbeizaubern? Neuerdings ist mein gesamter Körper schweißbedeckt. Nur noch das Zentrum ist in der Lage, gelegentlich Krokodilstränen zu vergießen, auf Grund der Trockenheit. Darum werde ich mich auf der Stelle um diese Stelle kümmern. Keine kann es so gut wie ich. Niemand kennt mich so exakt wie ich.

Das Zentrum wächst & wächst. Der heiße, ständig sich vermehrende Schweiß tropft unablässig. Beide Hände sind schon gefragt & ich hoffe, dass sich mein bestes Stück nicht an der Sonne verbrennt. Unbeschreiblich ist es. Wem liegen die wahren Wörter hierfür auf der Zunge? Ich möchte nur sagen, dass ich jetzt weiß, wie sich eine Lokomotive fühlt bzw. ein Flugzeug bzw. eine Rakete. Seit wann habe ich denn Fieber? Wie lange hält mein Herz noch dieses Glück aus? Werden meine Hände auch den nächsten Krampf überstehen? Wird das Auf & Ab meines Hinterns wirklich kein Erdbeben auslösen? Ehrlich??? Ich könnte schreien vor Glück, vor Freude, vor Befriedigung, vor Erfüllung, um Hilfe- wer bleibt davon schon unbeeindruckt???

Eine gehetzte Stimme will erfahren, wie sie mir helfen könne. Ich blicke auf & muss mir meine nackte Wanderin anschauen. Auch ihr Zentrum glänzt & wenigstens ihre Berge beben. Ich ignoriere sie & verwerfe den Gedanken an ein Beben & ziehe einen Vulkanausbruch vor. Aus den Augenwinkeln bekomme ich mit, dass auch sie ihrerseits ihr Beben, stehend, fortsetzt. Da auch bei ihr das Naturwunder nicht ausbleibt, liegen wir nun glücklich & zufrieden nebeneinander in meiner Waldlichtung. Plötzlich entdecke ich Blätter auf ihrem feuchten, bebenden, glänzenden Bauch. Das ist mir wichtig. Ich will es ihr gleich mitteilen, obwohl sie mir gerade etwas erzählt:
‚ich verwöhne mich am liebsten im dunklen Wald- da spüre ich mich am intensivsten. Außerdem kommt in dem Unterholz kein Mann vorbei unglaublich- gerne liebte ich mich ungeniert an der Öffnung der Waldlichtung, jedoch könnte das zu großen Ärger mit sich bringen. In Deiner Gegenwart aber fühle ich mich sicher ich’

Ich unterbreche sie, um die Blättergeschichte loswerden zu können. Sie sei aber zu faul, ob ich sie nicht entfernen könne. Nachdem ich das ausübte, behauptet sie, da ich doch nun schon ihre Haut berührte- tat ich dieses?-, darf ich ruhig ihre Berge erklimmen. Unsicher werde ich.
Zu häufig wurde ich bei einigen Bergwanderungen angeschrieen: ich sei zu langsam, zu männlich, zu sanft, zu ungeschickt, zu grob, zu schnell. Irgendwann wurde mir das alles zu blöde. Sind meine Wanderungserfahrungen & -vorlieben nicht mehr gerne gesehen oder erwünscht, hat sie sich einen neuen Wanderer zu finden. Unbedingt aufdrängen muss ich mich nicht.
Meine Hände erkunden gerade ihr Tal, ihre Berges-Höhen & nun ihren See. Gelegentlich entlastet mein See sie, dann ertönen wieder Wellen von Worten aus ihrem.
Meine derzeitige Wanderin wird auf einmal, unerwartet, plötzlich & überraschenderweise immer anmutiger, immer reiner, immer genießender, immer selbstbewusster. Ihr Reden wird immer mehr zum Rauschen, zu einem harmonischen Sing-Sang, zu einem stillen, beruhigendem Aufschrei. Sie mag ich gerne verwöhnen. Bei ihr stimmt & passt alles automatisch. Ein Anschreien ist von uns Beiden nicht nötig. Sie denkt nicht in Normen, Vorschriften, Riten, Gewohnheiten, Standards, Tabus, Schemata, vorgestanzten Abläufen. Sie gleicht meiner Vorstellung von Liebe. Durch sie glaube ich wieder an die Liebe & Romantik: zusammen vorausschauen; mögliches, gemeinsames Schweigen; dasselbe sehen, aber anders verstehen, tolerieren & anschließend einsehen, dass es verschiedene Arten des Sehens gibt; den Anderen mitzuschleifen bis man selber einen Anstoß benötigt; sich finden; Abstand gewinnen; lachen; aufbrausen; Lasten teilen; nicht alleine durch die Zeit stolpern; die unangenehme Leere verbannen; leben- sogar einen Traum Leben.
Sie blickt auf & soll erfahren, warum ich das Ganze unterbrach:
ich legte eine schöpferische Pause ein.
Nun darf es aber weitergehen. Ihre feuchten, wohlriechenden Haare durchkrausele ich; ihr nettes, goldiges Engelgesicht streichle ich; ihre strahlenden, ehrlichen, großen Augen küsse ich; in ihrem süßen lieblichen See-Mund versinke ich. Das alles wiederhole ich. Über & über- immer wieder. Meine Hände alleine, ausschließlich mein See & alles durch- & miteinander.

Sanft & leise & sachte schaukeln gar lustig & lieblich ihre Berge vor sich hin. Neu-gierig starren sie auf das Treiben rund um den See. Da ich vermute, dass die sich einsam vorkommen & wirklich vernachlässigt ausschauen, kümmere ich mich intensiver um sie. Ich beginne einen Wettlauf auf sämtlichen Hügeln. Bevor er zu einem einsamen Bergmarathon verkommen kann, möchten ihre Hände mich dort vertreiben, denn sie wollen auch mal etwas Handfestes spüren. So finde ich Zuflucht in ihrem reizendem Vagina-Wald. Die reine Freundlich- & Feuchtigkeit empfängt mich. Als ob der Monsunregen, der gerade noch tobte, in das Buch der Rekorde sich einschleichen wolle. Er beruhigte sich & ich bin in der Lage, den Wald gar herrlich zu durchkämmen. Ich flitze durch das wilde, starke, dunkle Unterholz & spüre, wie die Kraft in seinen Adern strömt & wiederkehrt. Ich durchstöbere ihn. Der Wald pfeift gar lustig von der einen zu der anderen Ecke. Ich beobachte den fröhlichen, sympathischen Förster, die Waldbesitzerin, & erkenne wie unruhig sie wird. Sie befürchtet zu kurz oder, zumindest, zu spät zu kommen. Deshalb kümmere ich mich intensiver um meinen vernachlässigten, goldigen Schützling. Ich fange an, sie weiter zu hegen & pflegen. Sie zu verwöhnen. Ihr den absoluten Mega-Mehrfach Höhepunkt des Genießens zu gewährleisten. Höher hinaus ist nicht möglich.

Immer kürzer, langsamer & kleiner werden meine Kreise, um dann die Bewegungen plötzlich wieder zu steigern & zu mehren. Ich bewege mich immer weiter zu ihrer Wurzel. Beiläufig berührte, streifte ich sie bereits, doch nun wünscht sie endlich sich total zu entfalten, zur Geltung zu gelangen.
Mir wird das alles zu heiß. Ich lege das anonyme, kalte Bild des Baumes weg & erblicke wenige Augenblicke später schon ihre wunderbare, kunstvoll geschwungene Vagina; ihren weiblichen Ofen; ihren Kupferkessel; ihre totale Weiblichkeit; ihre wahre, irgendwie unfassbare (zum Glück aber doch fassbare!) Scham. Ich weiß nicht, wo ich mich noch nicht aufhielt. Alles scheint in endloser Bewegung zu sein. Mein ehrliches Streicheln; mein ständiges Drücken; mein verhaltenes, zurückhaltendes, sachtes, zärtliches, vorsichtiges Schlagen & Kreisen; mein andauerndes Zureden; ihre urlange Erfahrung; ihre saubere, faszinierende, entzückende, immer wieder aufkeimende Fantasie; ihre Lust- das alles zusammen gepaart, macht sich bemerkbar.
Ihr weiter oben liegender, göttlicher, sanfter Mund, gleicht schon längst keinem See-Mund mehr. Ist vielmehr ein Ozean, Meer oder ein langgezogenes Mondgesicht. Vor Freude, vor Bestätigung, vor Verlangen, vor Wonne, vor Hingabe, vor Erfüllung, vor Wärme. Nicht mehr feststellbar, ob ihr Atem oder ihr Herz oder ihre Berge oder ihr Unterleib sich schneller bewegt; oder ich.

Jetzt versuche ich manuell in sie einzudringen. Butterweich, ohne Widerstand gleitet meine Hand. Liege oder fliege ich? Da ist wohl kein Unterschied mehr. Ich starte durch. Ich ahme einen Hamster im Laufrad nach. Immer rundherum, immer schneller, immer leidenschaftlicher. Plötzlich versinkt der nächste Finger in ihr, nun die ganze Hand- jetzt kann ich in ihr beten.

Das muss wohl als das wahre Paradies gepriesen werden. Man erlebt es, aber vermag man es wahrlich auszudrücken? Ungewiss ist mir, wo ich ende, wo sie beginnt- ab wann wurden wir eine Person? Ihre Augen schauen mich so vertrauensvoll & -erweckend an, dass ich nie aufhören will. Mitten in diesem göttlichen, brillanten Taumel, in dem allerletzten Vorzimmer zum absoluten, vollkommenen Glück, ertönt ihre lieblich- fordernde Stimme: sie will mich ganz als Mann erleben.
Ungläubig werfe ich meinen Blick zu ihr. Ich kann es einfach nicht verstehen- weshalb? Genügt das so jetzt nicht? Ist sie absolut unermüdlich? Ich selber fühle mich jedenfalls schon gut ausgelaugt- zu spät: sie küsst meinen Penis & dieser beginnt weiter zu wachsen.
Nun bringe ich es nicht über mein Herz, sie zu enttäuschen. Als er lang & dick genug ist, hilft sie ihm wieder auf den rechten Weg. Ich schaukele ein wenig Hin & Her. Auf einmal finden wir unseren Rhythmus & sie beginnt von Sternen & Farben & Nie-Aufhören & Nie-Trennen & Lust & Liebe & Heirat & Zugabe zu reden & zu meditieren, fantasieren, miauen.

Mir wird bewusst, wie zufrieden ich bin & warm & entspannt & glücklich. Ich stelle mir vor, in dieser Art & Weise seelenruhig den Tod erwarten zu können. Ja, so lässt es sich leben & sterben.
Mein Penis befindet sich mittlerweile auf hoher, rauer See. Es schäumt nur noch so um ihn herum. Der Strudel & Druck werden immer reißender. Die Wärme zur Hitze & unerträglicher. Er will endlich wieder etwas erkennen, jedoch ist er selbst so aufgewühlt & leidet unter der Seekrankheit, dass er am liebsten sich von seinem Inhalt befreite. Ich erklärte mich bereit, ihn zu erlösen. Doch die selbstbewusste, anspruchsvolle, abwechslungsbedürftige Wanderin wünscht Zugaben & weitere Abwechslungen.
Dieses Mal befindet sie sich in der Hochlage. Jetzt scheint es aber erst richtig loszugehen: sie lebt sich ganz aus & hüpft fröhlich herum & ich fürchte um unsere Familienplanung. Wäre ihr Hintern gerade nicht gegen einen Baum geknallt? & ihr Kopf- wankte der nicht eben gefährlich nahe zu den Brennnesseln? & nun: oh weh! Fällt sie beinahe herunter. Ich kann nicht mehr & schließe lieber meine Augen & spüre heiße Bäche (Ozeane?) meinen Beinen nur noch so herunter zu fließen. Allerdings scheint ein Ende noch lange nicht in Sicht zu sein.

Mittlerweile ließen wir voneinander ab. Doch vorher musste ich beispielsweise noch ihren Tunnel von hinten polieren & ausspritzen. Dabei hielt ich mich an ihrem Gebirge sehr gut fest & massierte dieses. Mein Penis ist sauer auf mich & wird kein Wort mehr je zu mir sprechen, wenn wir alleine sind. Dafür ist er auch nicht mehr gemacht. Außerdem benötigt auch er manchmal Pausen.
Prickelnd war es auch, als wir uns seitlich begutachteten. Unsere Brüste konnten sich dabei so herrlich streicheln, wir uns küssen & liebkosen & ich immer tiefer in sie versinken. Mich störte lediglich, dass sie ständig gähnte & mich ständig ärgerlich & verstört fragte, ob ich wohl auch mal jetzt komme. Nun ja- Übung macht halt den Meister Aber wirklich böse oder gar streitsüchtig bin ich ihr nicht oder nicht lange. Letzten Endes fand ich doch dank ihrer Hilfe die Liebe zur Liebe.

Jetzt beschlossen wir nach Hause aufzubrechen.
Gerade als wir bei der Waldlichtung-Öffnung ankamen, entdecken wir unsere Tochter- mit ihrem Lieb-Haber. Sie ist ständig am Gähnen & winkt uns fröhlich & munter & augenzwinkernd zu. Er realisiert uns gar nicht. Ist zu sehr mit seiner unermüdlichen, anspruchsvollen & tapferen Freundin beschäftigt & in seine freundliche, gähnende Geliebte vertieft.
Armer Kerl- ich kann ihn gut verstehen…

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Der Fahnenträger

Der Fahnenträger 5/97

Stets trug ich eine Fahne
Auf der Fahne befand sich einzig & alleine nur mein Name

Mittlerweile ist mir bewusst
Damit bin ich alleine in unserem Land
Wohl befinde ich mich einsam auf weiter Flur
Denk wirklich ich so nur?

Gewiss
Ist es einfacher immer nur das Fähnlein
Nach dem entsprechendem Wind zu hängen
Jedoch liegt mir das nicht

Stolz &
Treu &
Loyal &
Aufrecht
Stehe ich zu meiner Fahne

Gewiss
Ist es angenehmer mit Hilfe
Aber hat nicht jeder seine Aufgabe?

Ich bin der Fahnenträger
Mein Fahnenträger

Andere dürfen sich an mir orientieren
Andere dürfen mich schleppen lassen
Aber ich zeige die Richtung an

Andere sind nicht ich

Arme- erlahmt bitte nicht
Kopf- frage nicht nach dem Grund
Wind- verlangsame Deine Schnelligkeit
Hand- verlange nichts Anderes, sei stolz!
Hoffnung- versickere nicht

Es wird der Tag kommen
An dem ein Anderer die Fahne mitträgt- unsere Fahne dann
An dem ich helfe, auch ihre Fahne zu tragen
An dem ich mich freue, zu meiner Fahne gestanden zu haben

Es wird der Tag kommen ...

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Kriechen

Kriechen 5/97

Wie bitte?

Nun zogst Du Dich zurück &
Dein Entschluss lautet
Kriechen?

Bravo
Dafür schenke ich Dir etwas
Eine Kugel

Du bist nicht mehr Du! ! !
Stolpere ruhig
Sei ein Steh-Auf-Männchen
Sei-
Du!
Warum nicht?

Beginne bloß nicht zu kriechen
Oder bist Du gar eine Schnecke?
Hinterlässt Du eine schleimige Spur?

Wer kriecht, der bleibt für immer am Boden hafte
Auch nicht nur für ein Viertelstündchen!

Mache das, wovor Du Dich verkriechen willst &
Gehe ein Viertelstündchen dann später zu Bett

Aber krieche nicht

Viele stolperten
Viele stellten sich in Frage
Sie kriechen noch heute

Warum auch Du?

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Ich Bereue Nichts

Ich Bereue Nichts 5/97

Wie angenehm
Wenn man es aussprechen darf

Ich bereue
Nichts

Gleicht
Das nicht der
Absoluten
Glückseligkeit?

Reinen Geborgenheit?
Gesamten Wärme?

Ja

Ich will
Nichts
Bereuen

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Nikesamen

Nikesamen 5/97

Werden wir siegen?

Nikesamen
Das rief der erste Marathonläufer aus bevor er starb

Muss man ihm gleichen?
Muss man gleich einen Marathon durchlaufen?
Muss man unterwegs sein &
Erst wenn es zu spät ist, realisieren, dass man immer alleine läuft?

Muss man seinen Laufpartner seines Weges laufen lassen &
Sich freuen, wenn man sich bei der Hälfte des Weges trifft?
Muss ein Marathon gelaufen sein, um an sein Ziel zu gelangen?

Sind wirklich keine Vereinfachungen, Abkürzungen erlaubt?
Darf das Ziel nicht der Weg sein?

Ich weiß es nicht
Ich weiß nur
Einmal
Warum nicht immer?
Will auch ich ausrufen dürfen
Nikesamen

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Denken

Denken 5/97

Denken
Kann man zu viel denken?

Ist der Sinn des Denkens, dass man erkennt,
Dass es ratsam ist, gelegentlich wirklich nicht zu denken?

Ist Denken nur eine Ausrede dafür, dass man nichts tut?
Sollten lieber Taten folgen?
Sollte man kurz die Lage überdenken & dem Gefühl entsprechend handeln?
Mag man das mal alles überdenken?

Ich denke nicht
Ich weiß es nicht

Denke Du bitte für mich ...

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Der Schnitt

Der Schnitt 5/97

Der Schnitt durch die Kehle

Wer dachte darüber noch nicht nach?

Anschließend ist das Ungewisse gewiss
Anschließend braucht man nie mehr die Augen aufmachen
Anschließend ist man frei von allem & allen
Anschließend braucht man sich nicht mehr nerven zu lassen
Anschließend... gibt es ein Anschließend?

Muss es gleich ein Schnitt durch die Kehle sein? Kann es nicht ein Schnitt an sich sein?

Ein Schnitt der Vergangenheit?
Nun spaltete man sein Leben in 2 Hälften:
Das Vergangene, Unabänderbare &
Das Zukünftige, das Formbare

Ein Schnitt der Ereignisse?
Bevor man von den Ereignissen überrollt wird
Analysiert man sie lieber & erhält so den wahren Überblick & klaren Kopf

Ein Schnitt der Freunde?
Einige schneidet man & lässt sie links liegen
Andere lacht man sich nun an & freut sich sehr über andere, neue Perspektiven

Schneidet, wo Ihr wollt
Schneidet nur nicht in das eigene Fleisch
Schneidet nur nicht das, was gerade wachsen wollte
Schneidet nur nicht da, wo Ihr anschließend sagt
Wo ist es nur hin?
Ich brauche es doch so

Lasst es Euch einen Einschnitt in Euer Leben sein

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Damals 5/97

Damals 5/97

Weißt Du noch
Damals
Als wir uns kennen lernten?

Weißt Du noch
Damals
Als Du einfach wieder auftauchtest?
Als wir uns nach einer Ewigkeit wieder trafen?

Weißt Du noch
Damals
Als wir uns dann endlich das erste Mal alleine trafen?
Als wir uns dann endlich das erste Mal küssten?
Als wir uns dann endlich das erste Mal spürten?

Weißt Du noch
Damals
Die einzigartigen, gemeinsamen, gar göttlichen Stunden?
Das belebende Lachen?
Das notwendige Reden?
Das außerordentliche Fröhlichsein?
Man selber sein?

Weißt Du noch
Damals
Als Du nicht mehr wolltest?
Als Du einfach feige fortgeschlichen bist?

Fort von unserem Frühlingshauch?
Fort von dem notwendigen Inhalieren des Lebenselixiers?
Fort von Deinen Problemen?
Fort von mir?
Immer nur fort?
Nie irgendwohin?

Weißt Du
Damals
Zerbrach mein Herz
Und es tut heute noch weh Wegen

Damals

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Der Versuch

Der Versuch 5/97

Kein Wille
Keine Lust
Ein leeres, kaltes & einsames Leben

Nichts zum Freuen
Nichts zu erwarten
Nichts zum Hoffen

Alles verloren?
Alles was wichtig war?
Alles was wichtig ist?
Alles was mir wichtig werden könnte?
Alles was wichtig sein wird?

Das Glück im Leben verspielt?
Keine Zukunft?
Nichts für das es sich zu leben lohnt?

Müde
Erschöpft
Ausgebrannt

Nur noch schlafen?
Schlafen bis in die Ewigkeit?
Der ewge Schlaf?

Sollte er ausprobiert werden?

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Abschied Ohne Wärmendes Gespräch

Abschied Ohne Wärmendes Gespräch 5/97

Es war vorauszusehen
Der Abschied kündigte sich seit geraumer Zeit schon an
Doch niemand realisierte es

Doch
Niemand glaubte wahrlich daran
Jeder wollte gerade noch den nächsten Augenblick genießen- vielleicht anschließend?
Sich keine Gedanken um morgen machen müssen

Erkennen
Dass Nichts alles ist & Alles Nichts
Sich überraschen lassen
Davon überzeugt sein, dass es doch noch ein frohes Morgen gibt
Wissen, dass es einen Sinn hat

Momentan ist er verschüttet, vernebelt
Später wird es klarer
Schon bald erkennst Du die Umrisse
Deinen Rahmen

Widerfährt Dir ein Abschied ohne wärmendes Gespräch
So sei dankbar

Der Dich Verlassende sah die Tat nicht als Abschied
Sondern nur als vorübergehendes Nicht-Sehen
Er meinte nicht ein Gespräch sei notwendig
Du machtest aber auch nicht den Eindruck, ein Gespräch führen zu wollen

Verlangt es Dich gar zu sehr nach einem Gespräch
Dann suche es
Fordere es heraus

Nimmst Du Dir die Wärme, die Du brauchst???

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Erwachen 5/97

Erwachen 5/97

In mir lodert es
Ich fühle mich aufgeweckt & quicklebendig
Alles gelingt

Nichts stelle ich in Frage
Überall grinsen mich alle freundlich an
Kein mieses Wort
Keine miese Laune
Kein mieser Umgang

Vollkommene Bestätigung
Komplette Zufriedenheit
Diesen Zustand will ich halten

Ich lasse ihn nicht in Frage stellen
Nicht von einer einzigen Person
Nicht von einer einzigen Sache

Warum blüht man im Erwachen auf?
Wann realisiert man sein Erwachen?
Warum lässt man sich fallen, wenn man lieber erwachen sollte?
Warum unterbricht man sein persönliches Erwachen?

Erwache
Du bist ständig in Deiner Begleitung

So sei auch gefälligst
Dir gefällig

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Der Berg

Der Berg 5/97

Der Berg ruft
Tagtäglich steht er bereit
Und lauert
Er wartet und lauert auf mich
Erklimme ich ihn nicht
Erledigt dies ein Anderer
Also
Weshalb sollte ich es nicht ausführen?

Du Berges-Gipfel
Ich erstürme Dich
Ich kraxele bis ich bei Dir bin
Kein Windstoß vereitelt mein Vorhaben
Auf keine verlockende Hütte ziehe ich mich zurück
Nur den Bergesgipfel im Sinn
Nicht nach rechts schauend
Nicht nach links schauend
Nur stetig einsam vor mich hin kraxelnd

Dort angekommen
Mache ich Halt
Gucke zurück
Stelle fest: es gibt noch höhere Gipfel
Verfalle in Selbstmitleid

Macht das alles Sinn?

(eingegeben 29.01.07 - ausgedacht 05 1997)

Sonntag, 28. Januar 2007

Überall Liebe

Überall Liebe 4/97

Überall wohin ich sehe
Liebe
Einklang
Harmonie
Friede
Oder täuscht der Schein?

Kann da ruhig Unliebe dabei sein?
Eine Zweck-Liebe?
Eine Not-Liebe?
Eine Torschlusspanik-Liebe?
Eine Liebe, die morgen schon ausblüht?

Vergleiche Dich
Ja nicht
Mit den Anderen
Sie brauchen sie
Sie sind nicht Du

Wenn Du Liebe verlangst, liebst Du Dich denn?
Bist Du völlig mit Dir zufrieden?
Oder soll die vermeintliche Liebe Deine Leere ausfüllen?

Dann beginne erst mal Dich selbst zu lieben
Wenn Du das erreichtest
Zeige Deiner Lieben
Dass sie ständig & immer herzlichst bei Dir willkommen ist

Wenn sie es gerne ist
Wird sie es auch bald sein

Wenn nicht
Wird sie wohl nicht Deine Liebe sein

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

Der Boxer

Der Boxer 4/97

Gestern noch stand er im Clinch
Die Schläge prasselten nur noch
So auf ihn ein
Ungern wollte man er & bei ihm sein
Zu unsicher versteckte er sich hinter seinem geringen Schutz

Heute lässt er die Verteidigung fallen
Er lässt sämtliche Schläge zu
Interessiert schaut er sich die Feinde an

Immerzu bietet er seine andere Wange an
Er spürt die Schläge längst nicht mehr
Im Gegenteil

Er benötigt nun mehr
Die Schläge werden immer mehr weniger
Wird er morgen dann endlich zurückschlagen?
Ist er dann des Einsteckens müde?
Halfen ihm die Schläge auf dem Hinterkopf?

Wann wird er als der Sieger aus dem Clinch gelangen?
Werden dann wieder seine Leute ihm die Treue schwören & zu ihm gelangen?
Wie gerne & lange werden sie dann dort bleiben?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

An Einen Unbekannten

An Einen Unbekannten 4/97

Hallo Unbekannter
Kannst Du mir antworten?

Auf die Fragen
Woran erkennt man, wer es ernst meint?
Woher weiß man den goldenen Mittelweg?
Wieso wird man immer wieder enttäuscht?
Warum macht man im Zweifelsfall immer das Falsche?
Warum ...?

Weshalb macht man sich Gedanken über das Unbekannte?
Weshalb …?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

Der Spieler

Der Spieler 4/97

Hey- Spieler

Du
Du Beschwerst Dich?

Dass Du so viel verlierst- warum?
Liegt das nicht an Dir?
Du spielst doch mit höchstem Risiko
Also kannst Du doch extrem viel gewinnen & allerdings auch verlieren, oder?

Wenn Dir der Verlust so viel ausmacht
Weshalb nicht weniger einsetzen?
Risikostreuung durchführen?
Die Gewinnchancen maximieren?

Überspiele bloß nicht Dein Unmut über diesen Verlust
Spiele auch nicht mit dem Gedanken
Dass Andere für Dich sich einsetzen

Sie erscheinen wirklich nur, wenn Du eine Glücksträhne hast
Sie denken nicht daran, Deine Taten in gleicher Münze heimzuzahlen
Sie vermuten, Du lebst in Überfluss & das Spenden
Dein Geldgeben mache Dir nichts aus

Also
Spieler
Spiele doch auch ein faires Spiel mit
Dir

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

Der Mann Im Hintergrund

Der Mann Im Hintergrund 4/ 97

Er war schon immer lieber im Hintergrund
Still & zuverlässig führte er seine Arbeit durch
Er wollte gar nicht mehr
Damit ward er zufrieden

Irgendwann ließ er einen Schrei los Einen Schrei
Nach Aufmerksamkeit
Nach Beachtung
Nach Anerkennung

Wie hielt er es vorher aus?
Ohne Feedback im & durch das Leben?
Sah er nicht, dass keine Nachrichten Gute sind?

Merkte er nicht, dass

Er toleriert wurde?
Seine Aussagen Gedankenströme auslösen?
Seine Zuhörer Zeit brauchen, um Gedanken finden zu können?
Sie überhaupt eigene Gedanken haben?

Realisierte er, dass

Er sich änderte?
Er endlich ins Spotlight will?

Warum tut er es dann nicht?
Verzieht er sich immer wieder in den Hintergrund beim l. Anschreien?

Warum …?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

Kamikaze

Kamikaze 4/97

Es ist so weit
Ich bin zum Sterben bereit

Ich plante
Kamikaze
Mich gnadenlos, zielstrebig auf mein Ziel zu stürzen
Wenn es zerbricht- egal
Ich erreichte wenigstens mein Ziel

Kurz vor dem Start
Fragte ich mich
Weshalb nicht auf die sanfte Art?
Sollte sie nicht gelingen
Dann bleibt uns nichts erspart
Dann erfolgt Kamikaze

Habe ich nun alles ausgereizt?
Bin ich selber einfach zu gereizt?
Kann ich so das Einfache nicht mehr erkennen?
Ist Kamikaze die Antwort?

Sollte man sich dann nicht lieber eine Freundin anlachen?
Die Freundin
Hoffnung oder
Geduld oder
Zeit oder
Oder …???

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

You

You 4/97

You
Once
Yes onee upon a time
I liked you
I reaIIy did

But after some time
You wanted me being you

I'm sorry
I'm not
I'm not you
I'm me
I'II be me always

Surely
Sometimes I'm gonna change myself
But in the end I'II be &
Return to me

Truely
I'II try to please people
Just good pretending
But not for a long time

So it's better for aII

Not trying ehanging me
Accept me or let it be
I'II be me ...
I hope so ...

Don't you like me so?

(eingegeben 28.0I.07 - ausgedacht 04 1997)

Einen Schritt Zuviel

Einen Schritt Zuviel 4/97

Huch
Ich ging einen Schritt zuviel

Ohne Hilfe befinde ich mich nun auf weiter, wilder Flur
Warum nur?
Warum nur?

Ist es besser unendlich viele Schritte für sich zu planen & auszuführen?
Was tun, wenn aber Andere davon betroffen sind?

Darauf achten
Dass
Sie einem folgen?
Sich gleich fühlen?
Nachfragen können?

Also kleinere Schritte einlegen?
Nachvollziehen, dass Andere noch willig sind & Mut haben zu folgen?

Gut
Nun bin ich einen Schritt voraus
Aber wo ist das Problem?
Kann ich nicht so Brücken zu mir schlagen & so andere nach vorne ziehen?

Lieber einen Schritt zu viel
Als einen zu wenig?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)

Vertrauen

Vertrauen 03/97

Grundsätzlich existiert es nicht
Du musst es einfach jemanden geben
Dann musst Du auf diesen vertrauen

Allerdings ob er es verdient oder missbraucht
Kann Dir nur die Zukunft antworten & zeigen

Gib es Jemanden
Irgendwann musst Du vertrauen

Warum missbrauchst Du das Vertrauen
Das in Dich gesetzt wurde &
Das Dir zuteil werden durfte???

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Das Unternehmen

Das Unternehmen 03/97

Was unternehmen wir heute?
Picknick
Ausflug
Drachen-Steigen-Lassen oder
Fahrradtour?
Wer kennt sie nicht
Die Unternehmungen der Kindheit?

Irgendwann spezialisierten wir uns
Ich ließ nur noch Drachen steigen
Aus welchem Grund?

Mittlerweile verließ ich
Die Kindheit
Die Jugend
Die Lehrzeit

Ich bin bei einem einzigen Unternehmen
Zuerst freute ich mich sogar
Ein großes Unternehmen
Arbeiten- gemeinsam!
Zusammen sind wir stark
Wie eine Familie

Das ist doch alles nicht wahr
Es stellt nur eine lllusion dar
Ich will nicht mehr

Warum renne ich meinen Idealen nach?
Weshalb mache ich mir noch Gedanken?
Wieso hoffe ich auf eine Änderung- eine Besserung?

Warum sollte ich drin & dran bleiben?
Wieso durchbreche ich nicht die Gemeinschaft- die Zweck-Gemeinschaft?
Weshalb mache ich mich so verrückt?

Wann sehe ich endlich ein
Jeder ist ein Unternehmer
Selbst ein Unternehmer im Unternehmen
Das Unternehmen will nur expandieren- sonst nichts

Nichts gilt

Nur
Passe

Auf, dass Dein Unternehmen
Nicht scheitert
Werd bloß nicht bankrott ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Die Party

Die Party 03/97

Ich soll eine Party geben
Dabei will ich das gar nicht
Ich habe nicht

Die Zeit
Den Raum
Die Lust
Also- weshalb?

Lasst mir meine Zeit
Ihr könnt Parties feiern ohne mich
Erzählt mir hinterher von ihr

Gut
Mag sein, dass ich mich grün & blau ärgere
Aber wäre sie auch total herrlich geworden, wäre ich dabei gewesen?

Nein
Gelegentlich scheut auch der wahre Partygänger Parties

Er benötigt auch mal
Ruhe
Abstand
Abstinenz

Dann freut er sich mehr auf die nächste Party
Weiß sie wieder zu schätzen
Sie ist ja nichts Alltägliches

Willst Du
Dass jemand wirklich mitkommt zur Party
Oder eine gibt

Dann hilf ihm beim Vorbereiten
Sprich mit ihm die Gegenargumente durch &
Sei Dir bewusst & frage Dich & ihn
Gibt es etwas Schöneres als eine Party?
Sollte man sich deswegen solch einen Kopf machen?

Gleicht eine Party nicht der Liebe ...?
Dem Leben ...?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Wichtig

Wichtig 03/97

Wichtig ist
Dass Du etwas tust &
Dies mit
Herz
Überzeugung
Verstand & vollster Inbrunst

Das Richtige kommt dann von ganz alleine

Deshalb frage
Nicht
Was Du
Wie zu unternehmen hast

Führe es aus
Und siehe
Es war richtig

So wird dann auch die Richtige erscheinen

Ja
Nur dies ist wirklich wichtig

Ist das alles nicht eine wichtige Theorie?
Und die Praxis???

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Der Schwimmer

Der Schwimmer 03/97

Ich wollte schon immer den Atlantik überqueren
Nun befinde ich mich mitten in ihm
Und
Muss
Schwimmen

Wasser
Überall nur Wasser
Kein Land in Sicht
Werde ich untergehen?

Einst sehnte ich das herbei
Die Trockenübungen waren mir einfach zu trocken
Ich wollte
Sturm
Gefahr
Die Herausforderung
Warum?

Jetzt sehe ich sie
Sie
Die Piranhas
Die Haie
Die gefährlichen Riffe
Die zur vermeintlichen Rast einladenden Sandbänke
Nur Fata Morganas?

Über-All
Fürchte mich
Zittere gar so erbärmlich
Und wünsche die alte Zeit herbei
Die Trockenübungen

Gut
Kopf hoch und fröhlich weiter
Realisieren wer ich bin
Wo ich bin
Im Wasser- na und?
Ich kann doch schwimmen
Ich bin trainiert
Ich tue es

Andere halten mich
Entmutigen mich
Verlangen schnelleres Schwimmen
Na und?

Ich denke mir
Befreie Dich
Halte zu Dir
Kehre Dich nicht um sie

Sie, die Ratten- die dicken, fetten ekligen keifenden Wasserratten
Sie, die großartigen Kämpfer gegen Schwimmer
Sie schafften den Absprung nicht

Sie erreichten nie ihr wahres Ziel
Sie geben, vor das wäre alles gewollt
Sie benötigen nicht den festen Boden
Nicht mehr

Du schon
Nimm die Dich fröhlich anlachende Boje gar freudig an
Der Atlantik ist weit

Du bist auf einem guten Weg
Bald hast Du ihn geschafft
Für Andere bleibt er der Lebensraum

Für Einige bleibt er nur der einzig, wahre nie zu erfüllende
Lebenstraum

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Gestorben

Gestorben 03/97

Jemand ist heute gestorben
Dabei wollte ich gerade seine Sachen erledigen

Ja
Gerade morgen

Ständig wollte er seine Sorgen
Bei mir loswerden
Ich meinte immer nur
Morgen
Ja morgen!

Jetzt ist er nicht mehr da
Nun gibt es kein Morgen mehr
Verunsichert nehme ich das wahr

Verdammte Vergänglichkeit
Du machst uns
Unsicher
Rasend

Blind
Unbedarft
Ruhelos
Ohne Dich ging es uns besser

Ich wollte Dir noch so viel sagen
Ich wollte Dir zuhören
Ich wollte Deine Sachen erledigen
Morgen

Doch was hilft Dir das jetzt?
Warum nun weinen?
So verliere ich doch nur Zeit & Anderes bleibt unerledigt
Anderes was morgen schon unerreichbar

Für immer!
Sein kann
Ach
Ich fühle mich, als ob ich gestorben wäre

Wann endlich sehe ich morgen als heute?
Wann beginne ich damit?

Wann ändere ich mich?
Wann lerne ich aus meinen Erfahrungen & Erkenntnissen?
Warum nur brauche ich die Endgültigkeit & die sprichwörtliche Dead-Line?

Wieso bin ich nachtragend?
Warum spreche ich nicht aus, mich & was mir missfällt?
Wann durchbreche ich das alte Ich?

Morgen ???! ! !

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Unerreichbar

Unerreichbar 03/97

Jemand ist unerreichbar
Was bedeutet dies?

Er ist uns nicht nah
Wir sind weit hinter ihm
Man kann ihn nicht ansprechen

Sollte man immer erreichbar sein?
Kann man sich aus der Feme nicht näher kommen?
Was erreicht man durch das Unerreichbare?
Durch das Unerreichbar sein?

Ist Distanz nicht einfach notwendig?
Normal?
Nützlich?
Gewollt?
Hilfreich?

Kümmert man sich so nicht um das Jetzt-Erreichbare?
Wichtige?
Näher liegende?

Warum nur stur alles erreichen wollen?
Heute?
Sofort?

Warum nicht abwarten & sich darüber bewusst werden
Dass auch Andere planen & etwas beabsichtigen?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Verkleidung

Verkleidung 03/97

An bestimmten Tagen verkleidet man sich
Dann sind diese toll
Man selber auch

Danach ist alles vorbei

Gelegentlich
Gehen Einige unverkleidet
Zur Kostüm-Feier
Dort können sie sich endlich
Geben wie sie sind

Benötigst Du auch eine Verkleidung?
Warum kannst Du nicht einfach Du sein?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Wo?

Wo? 03/97

Wo sind sie?

Warum erwartest Du die?
Sie werden wohl was Interessanteres
Besseres getroffen haben
Warum sollten sie ausgerechnet zu Dir kommen?

Woher nimmst Du Dir das Recht heraus, dass die Welt gerade auf Dich wartet?
Wann realisierst Du es?

Man gelangt dorthin
Was einen Spaß macht
Wo man sich selber etwas verspricht

Sei doch nicht so naiv
Stelle Dich doch endlich darauf ein

Erscheint jemand doch
Sei ihm dankbar & zeige es

Grundsätzlich frage Dich
Wo will ich hin?
Wo will ich sein?
Wo könnte ich sein?

Warum bin ich nicht dort?
Wie kann ich dorthin gelangen?
Wo befinde ich mich nun?

Die Antwort
Sei dann Dein
Ziel

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Einer Von Vielen

Einer Von Vielen 03/97

Bin ich Einer von Vielen?
Oder bin ich tatsächlich der Eine?

Sind meine Gedanken einmalig?
Sind meine Taten Pionierleistungen?

Werde ich der Eine für Eine bleiben?
Wird die Welt mich in Jahrhunderten missen?

Oder gelte ich
Wie Jeder
Als Einer von Vielen?

Das ist derzeit mein Begehren

Er ist Einer
Einer von Vielen ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Blöde Kuh

Blöde Kuh 03/97

Ja
Ich weiß

Du versprachst mir nie ein 'Immer'
Du redetest immer von 'Nun'
Was sollte ich denn nun dazutun?

Ich wollte immer hoffen
Dich hätte es genauso getroffen

Nun weidest Du auf Deiner Alm
Ich auf meiner
Wir weiden einander an gewissen Träumen & Sehnsüchten
Du hörst Dir mein Wehleid an
Ich Deins

Dennoch
Ich bin nicht bereit
Ich erkenne keine Annäherung- nur Abwehr
Dein Blick weg
Von mir
Die pure Abneigung

Ein Zeichen umworben werden zu wollen?
Begehrt zu werden?
Ein Zeichen der Unsicherheit?

Du blöde Kuh
Ich bin doch auch nur ein dummer Ochse
Ich möchte hoffen

Hoffen dass wir zumindest beim Metzger zusammen liegen werden?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Unvorbereitet

Unvorbereitet 03/97

Stopp- das ist unfair
Das war nicht geplant
Ich bin & war nicht darauf vorbereitet

Stopp- kann man & sollte man sich ständig auf alles & jeden vorbereiten?
Ist es manchmal nicht besser gewisse Dinge einfach zunächst zu erleiden &
Anschließend seine Eindrücke davon abzuleiten?

Bist Du vorbereitet auf die Frage
Ist das das Geheimnis?
Sich ständig vorzubereiten?
Auf das Unvorbereitete?
Unvorbereitbare?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Ausgezogen

Ausgezogen 03/97

Ich habe mich ausgezogen
Ich hatte das Bedürnis
Den Wunsch
Das Verlangen
Mich zu entblößen

Es machte mir nichts aus
Ganz im Gegenteil

Irgendwie war ich wie berauscht
Doch, was wäre geschehen?
Wenn man meine Nacktheit nicht hätte gerne gesehen?
Wenn sie nicht gefiele?
Wenn ich verliere?

Den Überblick &
Das Bewusstsein für dieses
Spiel & Spielerei?

Tatsächlich, das hätte vorkommen können
Doch wieso ungelegte Eier ausbrüten?
Mir gefiel es doch ...

Ich bin ausgezogen
Nach nirgendwo ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Klischee

Klischee 03/97

Du glaubst
Ich schreibe ständig nur Klischees
Ach, nee?
Was sonst?

Kann man nicht nur das aufschreiben
Was schon eine Unmenge Anderer vor einem erkannten?
Nur dieses Mal
Ist es meinem Kopf entlaufen
Aber ist es nicht nicht nur Klischee?

Mal fühlst Du Dich ertappt
Dann wieder unbetroffen
Jetzt habe ich den Nagel auf dem Kopf getroffen
Nun meinst Du
Dass könne ich auch

Selbstverständlich
Probiere es auch!
Ich schreibe nur für mich &
Bin begeistert
Wenn Du es lesen & hören willst
Auch wenn es nichts weiter als Klischee ist ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Hühott

Hühott 3 97

Herr Hü meint
Dass schaffst Du nie
Ihm selber zittern immer mehr die Knie

Er will gar nichts mehr
Nicht mehr auffallen
Nicht mehr träumen
Nichts mehr vorstellen

Ständig verborgen sein
Immer kriechen & gehorchen
Sich anpassen
Immer weniger tun

Dafür mehr schlafen & meckern
Immer mehr sich zurückziehen
So erhört man keine Gegenwehr &
Ist im Kreis von einem Gleichgesinnten

Immer weniger fordern
Man ist ja so zufrieden
Man kullert kugelrund durch die Gegend
Eckt nirgends mehr an

Ständig in der vorgeschriebenen, gleichen Bahn
Man hat seine Vorstellung
Zunächst war sie hoch & unerreichbar
Nun stutzte man sie zurecht &

Kann sie bequem & ohne viel Mühe ständig erreichen
Der Leiter grinst einen ständig wohlwollend, weise an
hinterlistig.
Was will man mehr?

Herr Hott weiß:
Alles ist möglich,
Nichts ist mit 7 Siegeln behaftet
Alles gibt nach

Wenn man beharrlich bleibt & probiert
Er will heute alles & gleich
Mehr noch als gestern

Gestern war es zu leicht
Heute bitte eine Nuance komplizierter
Sekündlich auf der Suche
Immer was Anderes
Immer mehr

Allwissend & -gegenwärtig
Ständig das Bewusstsein
Das war erst der Anfang

Jetzt weiß ich, wie es geht
Nun will ich experimentieren
Unendlich auf Kontra
Revolte aus

Immer das Gedachte frei heraus
Kein Berg ist zu hoch
Kein Tal zu tief
Keine Linie zu schief
Keine Idee zu abstrakt

Nie müde
Täglich aktiv
Keine Pause
Das Leben ist zu kurz
Meckern & Unmut
Luxus

Ja- das sind sie
Unsere beiden, einzigen Herren
Welchen möchtest Du eher entbehren?

Den Vorsichtigen?
Den Radikalen?
Weshalb quälen?
Wieso nicht Hühott?

Erkenne
Gelegentlich
Erblickst Du Hü
Dann wieder Hott

Sie haben beide Recht
Jeder auf seiner Art
Jeder hat & braucht seine Welt

Sie brauchen einander
Sie sind die Pole
Aber Dir wird klar

Beide sind sie ständig da
Fragst Du den einen, geht es Dir gut & bist hocherfreut

Wenn Du mit dem Anderen sprichst
Schreist Du gleich aus
Nein, das will ich nicht!
Weshalb die Extreme?

Hühott funktioniert auch
Verlasse Dich nicht auf der anderen Stimme

Du fragst, bist Du das erhörst, was ist so gar nach Deinem Sinne
Warum hören wollen?
Wieso nicht ausführen & unternehmen wollen?

Hühott, hühott, hühott ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Frühjahrsputz

Frühjahrsputz 3/ 97

So
Nun habe ich ihn beendet
Meinen Frühjahrsputz
Ist das nicht einerlei?

Bald schon erscheint er wieder
Der niemals enden wollende & ständig wiederkehrende Staub & Schmutz
Ist das nicht einerlei?

Gewiss
Er wird wiederkommen
Man muss demnächst wieder putzen
Aber ist es nicht möglich gewisse Dinge vermeiden zu wollen?
Nicht einfach mit dreckigen Schuhen in die gute Stube marschieren
Außerhalb sich reinigen & die Schuhe ausziehen & abklopfen

Gelegentlich sich bewusst werden, wie angenehm, befreiend & beruhigend
Selbst ein Putz sein kann

Warum alles auf einmal?
Weshalb nicht täglich ein bisschen?

Ich besorgte mir einen Fußabtreter & schwor täglich geschwind &
Fröhlich durch die Wohnung zu wedeln
Warum nicht?
So schiebe ich nicht mehr den großen Frühjahrsputz vor mich her ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Schön, Dass Es Dich Gibt

Schön, Dass Es Dich Gibt 02/97

Schön, dass es Dich gibt? Schön, dass es Dich gibt!

Schön, dass es Dich gibt
Weil Du selber dann noch meiner Sonne gleichst, wenn sogar der Horizont verdunkelt ist

Schön, dass es Dich gibt
Da mich bei Dir ausweinen & -lachen kann

Schön, dass es Dich gibt
Denn dank Dir, konnte ich getrost meine Maskensammlung zerstören

Schön, dass es Dich gibt
Weil Du, Du bist & ich, ich bleiben darf

Schön, dass es Dich gibt
Denn Du verstehst mich
So verwundert es Dich nicht, weshalb ich gestern
Deine Frage wortkarg & mufflig beantworte
Und heute
Auf dieselbe Frage-
In einen Wortschwall aufbreche

Schön, dass es Dich gibt
Da Du mir tagtäglich- teils zärtlich, teils mit der Holzhammermethode
Zeigst, wie blind ich war & ich Dich weiterhin- noch mehr?- mag

Schön, dass es Dich gibt
Du weißt mich zu stärken & dabei nicht zu einem starken Hochstabler oder gar Möchte-Gern
Verkommen zu lassen

Schön, dass es Dich gibt
Denn mit Dir möchte ich aufwachen &
Dich möchte ich sehen am bitteren Ende

Schön, dass es Dich gibt
Trotz allem fühle ich mich
Dir ebenbürtig & nicht als Zwerg

Schön, dass es Dich gibt
Für Dich gilt '... sowohl in guten, als auch in schlechten Tagen...'

Schön, dass es Dich gibt
Weil es so wunderschön ist festzustellen, dass jemand vorhanden ist- auf einen wartet

Schön, dass es Dich gibt …

Stop!?
Denkst Du eigentlich, dass es auch schön sei, dass es mich gibt?
Hoffentlich...

Wirklich
Schön,
Dass es
Dich -!-
Gibt

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 02 1997)

Kalt Gestellt

Kalt Gestellt 02/97

Ich wurde kalt gestellt
Quatsch
Ich ließ mich kalt stellen

Meine Meinung wurde beschnitten
Mein Ehrgefühl verletzt
Meine Würde missachtet
Meine Ansichten ad absurdum geführt

Meine Gedanken verlacht
Meine Ideen verkannt
Meine Worte überhört
Meine Warnungen ignoriert & lächerlich gemacht

Gut
Das ist wahr & das war
Nun haben wir aber Frühling
Im Winter stirbt alles Sichtbare ab
Das Unsichtbare
Die eigentlichen Wurzeln
Kräftigen & mehren sich

Das Kaltstellen ist wie ein Misserfolg & Erfolg

Ich lerne mich zu konzentrieren auf das Wesentliche
Das Unnütze stirbt ab
Das Kräftige bleibt

Folglich ist Kaltstellen nichts Unangenehmes
Nur
Wenn man eigentlich gerade warm mit etwas oder jemandem geworden ist

Deshalb
Raus aus der Eiszeit, wenn Du zu lange gefroren & gezittert hast
Und nun darauf keine Lust mehr hast

Auf
Genügend Vulkane sind aktiv oder
Wünschen wieder aufzubrechen & zu lodern

Wann loderst Du?
Wann bist Du unter uns Vulkanen?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 02 1997)

Der Werkzeugmacher

Der Werkzeugmacher 02/97

Ich bin ein Werkzeugmacher
Mit Hilfe meiner Arbeit, können Leute erst die Ihrige ausüben

Einst dachte ich Denen sei es wichtig
Dass meine Handschrift zu erkennen ist
Dass sie wissen

Wie ich die Tat ausführte
Wie ich mir für sie Gedanken machte
Wie ich um das Material kämpfte
Wie ich schlaflose Tage denen zu liebe überlebte

Nein
Es ist & bleibt uninteressant
Meinen Kunden ist der Weg egal
Sie fordern nur Ergebnisse
Günstig, schnell & kommentarlos

Ein Gespräch über das herrliche Wetter lässt man gerade noch zu
Aber mehr?
Nein

Beende dieses Träumen
Erkenne das allgemeine Verhalten
Passe Dich dem Markt an

Dem Markt ja
Aber nicht das stumpfsinnige Denken & die althergebrachte Lebenseinstellung
Die sind zu bemitleiden

Die Gedanken sind & bleiben frei
Was sonst noch?

Erkenne, dass Deine Kunden nur Deine Ware wollen &
Du nur deren Geld

Wenn sich jeder daran
An den ungeschriebenen Gesetzen
Hält
Kann es keine Komplikationen oder
Missverständnisse oder
Unfrieden geben

Erst wenn jemand die öden, lieben Floskeln ernst nimmt &
Die Kollegen als Freunde betrachtet
Erscheinen die Bauchschmerzen

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 02 1997)

Die Sackgasse

Die Sackgasse 02/97

Tja
Nun bin ich tatsächlich wohl in einer Sackgasse

Tagtäglich geht es ein Schrittchen weiter- auf mein Ende zu
Die linke & rechte Seite nähert sich immer weiter & rascher
Bald schon gibt es nur noch den einen einzigen Punkt
Zurück?

Unmöglich
Der alte Weg bröckelte ab & stellt nun eine Sackgasse dar

Ausweichen?

Unmöglich
Die Mauer ist hart, grau & kalt

Mir bleibt nur noch das Hoffen & auf-die-Zeit-bauen
Zur rechten Zeit dennoch das Schlupfloch finden

Untertauchen
Der Welle des Untergangs trotzen

Andere vorschicken, um zu sehen, wie die untergehen
Vielleicht schafft doch noch einer die Mauer einzureißen?

Über den Endpunkt hinausspringen?

Dann das weite Feld finden
Erkennen, dass es einfacher ist, als Dünner ein weites Tor zu passieren
Als als fetter Sack sich durch das kleinste Loch zu quetschen

Nein
Ich will hier nicht in dieser Sackgasse
Ver-
Enden

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 02 1997)

Schminke Kann Allergien Hervorrufen

Schminke Kann Allergien Hervorrufen 02/97

So lautet es in der Zeitung

Wer glaubt das noch?
Wir werden überflutet von Mega- & Giga-Infos

Die Zeitung
Sie muss tagtäglich irgendwas Neues berichten
So bietet sie uns auch Enten an

Klar
Recht hat sie
Sie soll uns informieren, warnen & auf Gefahren verweisen
Aber wir müssen deshalb nicht gleich zum Nihilismus-König werden

Trotz allem müssen wir leben
Ein Stern für Andere sein
Ein guter Verwalter unserer Träume ebenso sein

Träume
Ja träume
Das Träumen sei Dein Focus
Sei ein Steh-Auf-Männchen
Stolpere nur so durch die Gegend
Suche den Spiegel
Eines Tages wirst auch Du auf den Beinen landen
Irgendwann beendest Du das Schwanken & Schwimmen

Bedenke, wie egal der Welt es ist, dass Dich eine Allergie plagt

Ich befürchte
Nur Du weißt wirklich, was Dich plagt
Deshalb beruhige ausschließlich Dich

Und sei Dir darüber bewusst
Irgendwann beendest Du alles & wirst für immer ruhen

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 02 1997)

Die Traumwelt

Die Traumwelt 02 97

Lasse mich in meine Traumwelt
Hier sehe ich Dich als Märchengestalt

Zeig mir doch bitte nicht
Dass meine Erwartungen an Dich zu hoch sind

Lasse mich weiterhin träumen
Verschweige die Probleme
Denn schon bald sind sie doch verschwunden
Wir bekämpfen sie dann ja gemeinsam

Auch ich werde enttäuschen- immer wieder
Verzeihe mir- immer wieder?
Wie auch ich

Stellten wir nicht zusammen so Einiges fest & an?

Wir sahen uns als kleine Schneebälle
Am Ende eines Schneehangs
In unserer gemeinsamen Traumwelt gelangten wir an die Bergesspitze
Und mussten gar nicht mehr viel tun
Einfach nur rollen lassen
Und so langsam zu einer Schneelawine werden

Die sämtliche Leute &
Sachen mit sich reißt

Vor Begeisterung Lebenswille
Elan
Sympathie &
Lebenskraft

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 02 1997)

Samstag, 27. Januar 2007

Die Grabrede

Die Grabrede 01 97

Sie ist tot
Sie zeigte mir, was Leben heißt
Den Schwerpunkt auf den Einstieg legen, denn aller Anfang ist schwer
Durch sie wurde ich wieder lebend & lebendig

Leute kommen, wenn sie etwas brauchen
Leute gehen, wenn sie etwas geben müssen

Man braucht nicht einen starken Partner oder Konto
Man braucht keinen ständigen Ja- & Ich-Habe-Es-Ja-Gleich-Gesagt-Sager
Man benötigt nur ein sicheres, festes Ich

Nichts ist für die Ewigkeit
Deshalb sei der Augenblick festzuhalten

Im Film gibt es keine Tiefs- umso mehr im Leben
So sei der Film Entspannung & kein Vorbild für das Leben

Man hat sein Ziel zu erreichen
Wohl kann man Zwischenziele festlegen &
Diese nach & nach anzuvisieren & zu erfüllen

Jedoch hat man sich darüber bewusst zu sein
Dass zuviel von einer Sache für nichts & niemanden gut ist
Wohl hat ein Jeder seine 'Zuviel' selbst zu definieren

Sie zeigte mir, dass die Zeit wie Wasser ist
Überall will sie durchsickern
Je mehr Platz Du ihr gewährst
Desto mehr nimmt sie sich

Kleine
Du bist nicht tot

Wohl bist Du nicht sichtbar, aber nicht tot
Ich sorge dafür
Dass Du
Dein Denken &
Schreiben unsterblich bleiben

Machtest Du dies auch für mich?

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Mit Dir An Meiner Seite

Mit Dir An Meiner Seite 01/97

Mit Dir an meiner Seite
Schieben wir jedes Problemchen zur Seite
Beweisen wir, dass es nicht ausschließlich Zweckgemeinschaften gibt

Erhalten wir Auftrieb
Stellen wir uns nicht mehr in Frage
Passen wir auf uns auf
Werden wir wieder ganz wir

Aber wir werden uns auch Sachen vorwerfen

Sätze wie
Nur mit Dir an meiner Seite bin ich stark
Nur mit Dir packe ich das Vorgenommene

Nur mit Dir macht mir mein Schaffen nicht mehr so zu schaffen
Nur mit Dir- Du, die gleich meine

Partnerin
Freundin
Geliebte
Schwester
Kind & Mutter in einer Person ist

Ja
Du bist das alles & noch mehr
Liebe ich Dich deshalb so sehr?

Wann erhalte ich endlich, das Gefühl der Befreiung, wenn ich Dir verfalle?
Wann gesellst Du Dich dorthin?

Dort
An meine Seite?

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Das Ventil

Das Ventil 01 97

Wo bleibt mein Ventil?
Ich benötige es doch

Ich muss doch irgendwo
Meinen Kopf reinigen
Meine Gedanken sortieren

Laut denken
Mich ausschreien & -speien
Mich ausweinen &
Mir Sorgen machen

Schwarzsehen &
Eine rosarote Zukunft in Aussicht gestellt bekommen
Scheiße bauen &
Gewisse Angelegenheiten nachgehen & bereinigen
Mich hören &
Reaktionen auf meine Person erkennen

Ins Gleichgewicht kommen &
Schwankungen analysieren
Mich freuen & ärgern
Gefühle zu lassen &
Die Maske & Vorurteile
Abbauen

Ich sein dürfen-
Trotz -oder wegen?
Dieser
undurchschaubaren
Zeit

Perspektiven finden &
Auf Illusionen bauen

Wo bleibt es nur
Mein Ventil???

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Wollen Wir

Wollen Wir ...? 01/97

Mein Schatz

Wollen wir

Die Ausnahme bilden?
Beweisen, dass es noch Aufrichtigkeit & Ewigkeit gibt?
Unsere Erfahrungen ignorieren?

Einander öffnen & alles zulassen & überstehen?
Gemeinsam?
Uns vertrauen, wie uns selbst?

Diesen Augenblick genießen & uns nicht durch
Kummer & Sorgen von übermorgen zerstören lassen?

Einander
Freund
Geschwister
Eltern
Vertrauter
Geliebter
Kind &
Partner in einer Person sein?

Trampolin, Fallschirm & Matratze zugleich sein?
Zusammen träumen, uns aufregen, lachen, traurig sein, weinen, aufstehen & jubeln? Gemeinsam unsere Träume erfüllen & ausleben?
Einander die Masken zerstören & die Mauem ein- & herunterreißen?
Einfach nur glücklich & zufrieden miteinander leben?

Ja
Mein Schatz

Ja!!!
Ich will ...

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Der Viel-Frass

Der Viel-Fraß 01 97

Meist fraß ich viel
In mich hinein
Den Lebertran Anderer

Jetzt
Möchte ich, dass jemand mir hilft
Beim Suppe-Auslöffeln

Keine Chance
Ich brockte dies mir selber ein
Keine Zeit
Ich würde ja gerne, aber …

Nein
Ich sollte nicht unwirsch sein
Durch das viele Fressen
Stellte sich mein Magen auf Lebertran ein
Ist mein Mund das viele Arbeiten gewöhnt
Bin ich voll & wohl ernährt

Ich beiße mich hier durch
Verlange von niemanden mehr Hilfe
Weiß aber nicht, was ich angebe
Wenn ich um dieselbe gebeten werde

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Nicht Abgesandte Briefe

Nicht Abgesandte Briefe 01 97

Ein Bekannter von mir verstarb
Niemand realisierte dies
Erst sein verwester, tödlicher Duft machte auf ihn aufmerksam

So gelangen wir in seine Stube
Nur hier war er König
Er setzte Depeschen auf, die nicht zum Absenden gedacht waren
Da er einst
Eine abschickte, die keiner verstand
Und so lachte jeder darüber

Dies Schreiben war aber er
Sein Denken
Seine Gefühle
Seine Ideen
Seine Befürchtungen
Seine Seele ...

So schloss er die vor uns ab
Und dachte an uns in Briefen

Du Idiot
Warum sagtest Du nicht nur die Hälfte von dem, was Du schriebst?
Es ist doch goethlich
Wieso verbirgst Du Dein Denken?
Dich?

Kannst Du nicht zu Dir stehen?

Wie viele nicht abgesandte Briefe wird man dann bei Dir finden???

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Die Schlacht

Die Schlacht 01/97

Morgen ist die Schlacht

Ich freue mich darauf
Ich bin wieder stark
Ich habe das Gefühl, Bäume ausreißen zu können

Gebt mir den Amazonas
Ich hinterlasse Euch die nächste Gobi
Oder reiße ich nur Bonsai-Bäume heraus?

Sollte ich traurig sein
Dass ich
So in der Vergangenheit nicht wahr?
Nur schlief?
Meine Gesellschaft war?
Mich abstrampelte?

Mich den Berg hinauf schleppte & kämpfte
Obwohl ich gar gemütlich den
Weiten, ausgetretenen Weg hätte benutzen können?

Das Gefühl hatte
'1 Schritt nach vorne & 20 zurück',
'2 auf einmal vor & 100 zurück'?

Schwitzen musste?
Das Wesentliche nicht auf Anhieb erkannte?
Auf dem Boden mitunter kroch, anstatt aufrecht zu gehen?

Nein
Verdammt
Noch mal
Nein!!!

Dies alles brachte mir doch meine heutige Stärke
Das Wissen, wie es ist, zu kämpfen & sich weit unten zu befinden
Das Gefühl, nicht mehr 'Nicht-Glücklich', sondern nur noch 'Un-Glücklich' zu sein

Die Tatsache
Einiges erlebt zu haben, um zumindest zu erkennen
Wie schön auch die reine Langeweile & die stille Ruhe sein kann
Das Ausruhen, um das Vergangene zu verarbeiten & das Kommende zu planen

Das Zurückziehen, um bald wieder aus sich zu kehren
Das mühsame Treten
Zunächst trittst Du Milch, bis sie nachgibt & alles nur noch Käse ist

Der schwierige Aufstieg, um zu wissen, dass der Weg das Ziel ist
Das notwendige Erkennen, dass man nur abstrahieren von etwas kann
Jedoch bei 0 bleibt auch nichts übrig

Nun freue ich mich auf Morgen

Morgen
Ist
Die Schlacht
Eine Schlacht wie gestern- wie heute- wie nächstes Jahrtausend
Ganz alltäglich & dennoch ist man am
Morgen immer wieder wie vor einem Wunder stehend & am
Abend vergaß man das eigentliche Problem
Bis zum nächsten

Morgen ...

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Fisch Sein

Fisch Sein 01 97

Schon immer wollte ich ein Großer sein Nein
Es reichte nicht ein Großer zu sein

Ich wollte immer gleich der Größte sein Warum?

Wenn ich ein Fischlein bin
Möchte ich gleich ein Riesenwal sein
Wäre ich dann der
Zöge ich es vor ein Kleiner zu sein
Der Kleinste der Kleinen
Und Du?

Du schaust mir aus der Ferne zu
Bist Du ein Fischlein?

Sei es
Sei stolz darauf
Nutz das Kleinsein

Früh genug wirst Du noch aus der Krabbelstube vertrieben
Dann werde nicht ein Einzelgänger

Sie werden zuerst geschnappt
Sie sind diejenigen, die bei jeder Möglichkeit nach einem Wurm schnappen Nur, der Wurm hängt an einem Haken
Jede Sache hat diesen

Werde lieber einer von vielen
In der Gruppe kannst Du
Untertauchen
Dich erholen
Dich entwickeln

Gelegentlich Deinen Weg versuchen
Um anschließend wieder fröhlich johlend
In der Gruppe aufgenommen zu werden

Sei bloß nicht so töricht auffallen zu wollen
Du lockst nur Feinde auf Dich
Das ist etwas, was Andere machen sollten

Und schaue
Es findet sich immer jemand, der es Dir gerne abnimmt
Lasse ihn nur
Er will kämpfen gegen die Schnur

Hat er Erfolg
Gratuliere ihm- teil ihm mit, dass Du das schon immer wusstest
Wenn nicht...

Ist er es auch nicht wert, sich um ihn Gedanken zu machen-
Nicht mehr...

Jeder braucht ihn
Seinen
Eigenen
Dummen
Besonders
Auffallen wollenden Fisch

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Reinheit

Reinheit 01 97

Ich will frei & rein sein
Rein!

Fort Du


Vergangenheit
Zweifel
Dreck
Angst- aber bitte nicht gänzlich!
Selbstmitleid

Blinder Hass
Wankelmut
Problem
Vorsichtiger, kriechender Ratgeber
Naives Hirngespinst
Ehrliches & nettes Leben

Her mit Dir - Du

Selbstrespekt
Selbstachtung
Über-Leichen-Gehen
Selbstmotivation
Realität
Wütender Mut

Schweinehundüberwindung
Jetzt-Erst-Recht-Denken
Bis-Zum-Bitteren-Ende-Philosophie
Riskantes Ausprobieren
Grenze-Überschreiten-&-lOMinuten-mehr
Aufbauender Regen

Dir, Du vollkommene Reinheit
Die einer kalten, reinigenden, aufbauender Dusche gleicht

Bis ... ?
Bis ich in das nächste Fettnäpfchen oder die nächste, dreckige Pfütze platsche
Aber wen kümmert es nun?

Nun ist doch mein Weg &
Ich frei &
Rein ...

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Der Rechte Weg

Der Rechte Weg 01/97

Stop

Warum
Fragst Du, ob Du Dich auf dem rechten Weg befindest?
Warum
Orientierst Du Dich immer neu bei der nächsten Ecke?

Warum
Drehst Du Dich um 180 Grad bei einer plötzlich entstehenden Wand?
Warum
Sehnst Du den Augenblick herbei
Da Du Dich noch auf dem rechten Weg befandest?

Wieso
Versuchst Du nicht erstmal anzukommen & versuchst dabei jedes Hindernis-
Was den Zieleinlauf interessanter & imposanter gestaltet-
Zu überstehen & zu bewältigen?

Wieso
Freust Du Dich nicht einfach, dass Du auf dem Wege bist &
Lässt nicht einfach das Schicksal den weiteren Weg bestimmen?

Siehst Du denn nicht die Wegkreuzungen?
Nimmst Du nicht die Möglichkeiten wahr
Von der Erfahrung zu leben & zu lernen & neue Wege zu begehen?

Geh weiter
Übersieh dabei aber nicht den
Linken Weg ...

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Die Oase

Die Oase 01 97

Ich verlange nicht mehr die einzig wahre Liebe
Ich verlange nicht mehr das vollkommene Glück
Ich verlange nicht mehr die komplette Selbstverwirklichung
Ich verlange nicht mehr das Wahrwerden sämtlicher Träume

Ich verlange das Auffinden meiner Oase
Ein Ort
An dem

Sicherheit
Harmonie
Beständigkeit
Ehrlichkeit
Offenheit

Vertrauen
Willenskraft
Geborgenheit
Liebe &
Naivität
Groß geschrieben wird

Mittlerweile ist mir egal, dass viele Menschen sich auch & noch in einer weiten Wüste befinden
Sie scheinen damit zufrieden zu sein
Sie kennen nichts Anderes als die Wüste

Durch diese wurden sie blind & können nichts mehr sehen
So wünschen sie gar nichts mehr zu erlangen & zu verstehen
Sie kommen gerade von einer Oase
Die Wüste macht denen nichts- mehr?- aus

Aber ich verlange meine Oase
Und werde erst aufhören zu suchen & zu rennen
Wenn ich sie betrat

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Freitag, 26. Januar 2007

Am Apfelbaum

Am Apfelbaum 01 97

Vor einem Apfelbaum stehe ich
Die Äpfel hängen förmlich in meinem Schlund
Soll ich zu beißen?

Ich sehe wie
Andere nach oben hüpfen
Sie erreichen sie nicht
Doch sie berühren sie und sie haben etwas zu tun

Sollte ich sie nach oben heben?
Nein
Dann sind sie abhängig von mir
Ich muss denen wieder herunter helfen
Fallen sie, bin ich daran schuld

Sie brechen sich alles
Das Genick
Die Knochen
Die Karriere ...

Soll ich die Vögel da ganz oben vertreiben?
Nein

Sie picken nur dämlich vor sich herum
Bald schon werden sie Kirschen essen und im Überfluss Wasser trinken
Das schlägt dann auf den Magen und sie können es nicht mehr ertragen

Harre nur aus und ignoriere ihr jämmerliches Gepiepse
Auch das verstummt mal & bald
Missachte die Hüpfer- bald schon erlahmen sie

Sie sollten warten bis die Äpfel reif sind und zu Boden fallen
Sie brauchen gar nicht zu hüpfen
Warum immer hoch hinaus wollen?

Ich will endlich zubeißen
Endlich erreichen, was so scheinbar nahe ist...

Doch nun
Habe ich plötzlich
Appetit auf Erd-Äpfel ...

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Die Katze

Die Katze

Liebe Katze
So wie Du bist
Sollte meine sehr geschätzte, liebe Partnerin sein:

Stolz
Selbstbewusst &
Charakterstark

Nein

Sie lässt das Mausen nicht
Denn sie ist so, wie sie ist
Deshalb liebe ich sie ja
Deshalb fiel sie mir auf
Deshalb kamen wir uns näher

Manchmal ist sie unnahbar
Manchmal ist sie ständig bei mir da
Manchmal berühren sich unsere Köpfe

Dann darf ich sie wieder stundenlang am Bauch graulen
Plötzlich faucht sie mich an
Und verlangt den starken Mann
So gefällt es mir

Dann wieder kommt sie zu mir und spürt, was ich gerade brauche
Dann verteilt sie wieder unverständliche Laute und benötigt mich
Sie fängt an zu schnurren, wenn sie mich sieht
Und zu miauen

Mein Herz klopft
Zufrieden
Glücklich scheint sie auf mir & in meinem Arm

Zufrieden
Glücklich schlummere ich ein wegen ihr

Dann wieder braucht sie Fressen
Dabei darf ich sie nicht stören
Wie bei anderen heiklen Situationen

Oh
Meine liebe Katze:
Welcher Mensch gleicht Dir?

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Kalte Welt

Kalte Welt

Es ist eine kalte Welt
Mir ist kalt
Niemand da zum Wärmen

Keiner erscheint
Wenn ich ihn brauche
Wenn ich nichts zu geben habe

Jeder denkt nur an sich & seine Interessen
Jeder rückt seine Probleme in den Vorder- & Mittelpunkt
Jeder nimmt gerne & gibt höchstens den Rest

Jeder weint sich bei Dir aus, aber lacht mit denen
Über die er soeben noch bei Dir weinte
Jeder versteht das, was er verstehen will & nicht mehr

Jeder erinnert sich erst dann wieder an Dich, wenn alle anderen nicht können
Wollen oder des Ausgenützt-werdens überdrüssig geworden sind

Jeder lässt sein Müll bei Dir & kümmert sich dann ein
Dreck darum, wie Du den wieder loswirst

Warum machst Du es nicht endlich genau so?

Treu dem Motto:
'Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht'

Suche Dein Feuer!
Denn siehe: Das Feuer wurde schon gegen die Kälte erfunden!

Suche es endlich!
Falls es Dich tröstet & erwärmt:
Gewisse Eskimos lieben & benötigen Kälte!

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Vorbei

Vorbei
Nun ist es also vorbei

Wovor hatte ich denn nun bitteschön Angst?
Warum führte ich nicht das aus, was ständig in meinem Kopf herumschwirrte?

Wieso ließ ich es zu, vom Ehrgeiz mich verblödeln zu lassen?
Weshalb blieb & ließ ich nicht locker & genoss den Augenblick?
Warum immer perfekter sein?

Immer schneller werden?

Schneller müde?
Wieso benötige ich die
Tatsache der Endgültigkeit, um mich zu besinnen & zu beruhigen?

Weshalb wollte ich alles- erhielt aber nichts?
Warum plante ich das Später & lebte nicht das Heute?
Ist es vorbei?

Nein
Es ist vorbei

Wenn
Ich
Das behaupte ...

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Der Zug

Der Zug
Ich verpasste den Zug

Dabei baute ich darauf meine Route auf
Nun werde ich nie mein Ziel erreichen
Nicht wie geplant

Während ich hier am Bahnhof entlang schlendere
Stelle ich fest, es gibt noch andere Möglichkeiten

Andere Möglichkeiten zu reisen
Andere Möglichkeiten an mein Ziel zu gelangen
Andere Möglichkeiten mich auf meine Reise vorzubereiten

Während ich so wandele
Frage ich mich
Warum mein größtes Ziel, nicht das Erreichen des Zuges war?
Warum tat ich nicht alles, um ihn zu erreichen?
Was hinderte mich daran?
Was war da?

Ich hätte doch während der Fahrt schlafen können
Ich wusste doch, was von dem Erreichen abhing

Alles soll jedoch seine Bestimmung & Sinn haben
Ich verpasste den Zug

Den Zug
Der später
Entgleiste ...

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Der Alleswisser

Der Alleswisser

Schau
Da ist er
Der Alleswisser

Ständig ist er auf der Suche
Nirgends ist er daheim
Nie verweilt er irgendwo

Einst verlernte er das
Einfache
Genießen
Kindliche
Freuen
Offene Gespräch

Er lernte
Die Sinnlosigkeit des Lebens
Die Naturwissenschaft
Die Wirtschaft
Die Politik

Den Sport
Die Kunst
Die Juristerei
Das Handwerk
Er weiß nun alles

Dennoch kann er
Niemandem anbieten
Sein geniales Wissen

Niemand will etwas von ihm wissen
Wenn man ihn hört
Fühlt man sich
So klein
So unnütz
So dumm

Oh nein
Seht es ein!

Ihr seid voneinander abhängig:

Klein & groß
Schlau & dumm
Reden & hören
Lernen & lehren

Verfallt nur nicht in die Extreme
Erkennt, was Sartre schon von sich gab:

'Wenn der Mensch verstanden hat
Das es sinnlos ist
Alles verstehen zu wollen,
Hat er alles verstanden
Was zu verstehen sich lohnt …’

Wann siehst Du es ein?

Mein Freund
AIleswisser

Schaue Dir die Tanne an
Möchtest Du die auf einmal in Deinem kleinen Ofen verfeuern?
Willst Du verbrannt werden?
Ausgebrannt?

Warum machst Du das dann mit Deinem Leben?
Wann beginnst Du damit???

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Kein Entrinnen

Kein Entrinnen

Ich möchte

Von der Bildfläche verschwinden
Zumindest gelegentlich
Nichts mehr sehen
Nicht mehr gesehen werden

Bei einem Ort verweilen, der mir gefällt & der mir zusagt
Bei dem ich, ich sein kann
Bei einer Tätigkeit verbleiben, die sinnvoll ist

Die nicht schon morgen überflüssig & überholt ist
Bei Gesprächen partizipieren, deren Ende man vorher nicht kennt
Bei Aktionen mich beteiligen, bei denen ich mich sorglos ganz einbringen kann

Aber das ist nicht möglich
Auch für mich gibt es kein Entrinnen

Von der Wirklichkeit

Von Banalitäten
Die auftreten &
Auf die man nicht mal in den pessimistischsten Träumen gekommen wäre

Von Reklamationen, die sich eigentlich jeden Aufwand gar nicht erst lohnen
Von dem Pech, das einen ständig verfolgt & geradezu auflauert
Um so doller, je stärker man sein Glück sucht

Von Angelegenheiten- die man kurz & schmerzlos klären könnte
Die aber bis zum Platzen aufgeblasen werden

Von Leuten, die nicht verstehen können
Das man sich änderte oder ändern möchte
Von der Zeit, die einen ständig einholt

Von der Vergangenheit, die einem im Nacken sitzt
Von dem endgültigen Ende, das todsicher auf uns alle wartet ...

(eingegeben 26.01.07- ausgedacht 12 1996)

Die Burg

Die Burg

Neulich besuchte ich die alte Burg

Hierhin zog ich mich schon in meiner Kindheit zurück
Wenn es für mich sonst wo keinen Platz mehr gab
Wenn ich einen Ort brauchte, mich zu finden
Wenn andere Möglichkeiten schon verschüttet waren
Oder als Ruinen übrig blieben

Anschließend war ich wie neugeboren
Voller Kraft
Gewann Distanz & Abstand
Konzentrierte mich wieder auf das
Wesentliche & sah es

Heute besuchte ich erneut meine alte Burg
Ich fand sie nicht
Sie wurde wegrationalisiert

Oh- Hilfe!
Wo muss ich hin?
Wo kann ich hin?

Das ist einerlei
Ich habe herauszufinden:
Wo komme ich her?
Was will ich?

Ich habe, hinter mir zu stehen
Wenn das nicht der Fall ist, habe ich sämtliche Brücken zu schließen &
Im Innern Ordnung einkehren zu lassen

Deshalb beschränke ich mich nicht auf einen Ort
Auf ein liebes Wort
Ich flüstere sie mir selber zu
Überall ist meine Welt

Mach Du es doch auch so
Ignoriere dabei allerdings die Schmerzen...

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Der Richter

Der Richter

Ich bin Richter
Das ist sehr ermüdend
Ich verstehe, was gesagt werden sollte & wollte

Darf aber nur richten über die
Dinge, die tatsächlich gesagt wurden

Gelegentlich will ich Brücken bauen
Auf die Sprünge helfen

Doch
Der Angeklagte hört meine Worte gar nicht
Er hat nur seinen Fall im Kopf & seine Version

So
Bleibt mir nur das mitleid- & gnadenlose Richten
Wahrscheinlich soll ich mich auch nur darauf beschränken

Beschränke Du Dich aber nicht nur auf Dich
Lasse Leute zu Ende sprechen
Hinterfrage, was sie sagten
Gib stückchenweise Deine Meinung preis

Ach
Entschuldige!

Ich habe gar nicht über Dich zu richten

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Dienstag, 23. Januar 2007

Damals

Damals

Mein lieber Schatz:
Erinnerst Du Dich an damals?

Damals freuten wir uns noch über gemeinsame Tage
Damals dachten wir an einander & für den Anderen mit
Damals lösten wir gemeinsam Probleme
Damals fanden wir noch Kompromisse & waren für die bereit
Damals konnten wir uns gegenseitig verzeihen

Damals sprachen wir uns noch aus
Damals weinten & lachten wir zusammen
Damals hörten wir einander zu
Damals verstanden wir einander- sogar blind!
Damals könnten wir uns nicht das Heute vorstellen

Mein lieber Schatz
Was passierte, um das Heute entstehen lassen zu können?
Ist es möglich ein Deja-Vu-Erlebnis des Damals herbeizuzaubern?

Lasse uns doch anschließend dann nicht mehr von Damals
Sondern nur noch von Heute sprechen

(eingegeben 23.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Erledigungen

Erledigungen

Stets willst Du etwas erledigen
Das ist schön
Aber
Vergesse es nicht:
Erst gehst Du in Deinen Pflichten auf
Dann gehst Du mit Deinen Pflichten unter

Deshalb ziehe Konsequenzen
Trenne
Sortiere
Setze Prioritäten &
Schwerpunkte

Punkte
Die Dich bedrücken
Die nur Du ändern kannst
Die wirklich nur Dich betreffen
Die Dir wichtig sind
Die Dich von anderen Erledigungen abhalten

Von den übrigen Punkten
Wähle Dir Deinen Oberpunkt aus
Den führe dann zuerst aus

Vergesse nicht:
Gerne tun sich die Erledigungen vermehren

Deshalb gehe alles an mit dem Spruch
Der gehört in jedes gute Poesie-Buch:

Fängst Du Dein Werk mit Freuden an
Ist die Hälfte schon getan ...

(eingegeben 23.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Verhalten 12/96

Verhalten

Ständig läufst Du von Pontius zu Pilatius
Um dann festzustellen, dass es Dir bei Pontius besser gefiel Warum nur?

Willst Du es nicht einschränken?
Willst Du Dich nicht nur auf Dich beschränken?
Willst Du Dir ständig an derselben Herdplatte Deine Finger verbrennen?
Willst Du Dich ständig so verhalten, wie es normal ist?

Willst Du immer Deine innere Stimme übertönen?
Willst Du endlich einsehen, dass nie der Verursacher
Wohl aber der Verkünder der Hiobsbotschaft verurteilt wird?
Willst Du verstehen, dass sämtliche Menschen ihre Meinungen wechseln?
Wen interessiert schon das Geschwätz von gestern?
Willst Du begreifen, dass sie zu Dir kommen,
Wenn Du problemlos & freudvoll bist?

Wann
Verdammt noch mal!
Hörst Du auf, die alte Vase zu kitten?
Wann denn nun gehst Du über zur neuen, einfachen Vase?
Wann endlich hörst Du auf Dein Verhalten anzupassen?
Wann verhältst Du Dich so, wie Du empfindest?
Wann passt Du auf wie wer reagiert?

Wie lange brauchst Du noch, um festzustellen, dass alles dauert?
Wie lange gönnst Du noch den Mitmenschen die notwendige &
Deine wertvolle Zeit?
Wie lange benötigst Du, um festzustellen, dass Du,
Je mehr Du Dich anpassen willst, immer weiter aneckst?

Erkennst Du, dass nur diejenigen auf ihr Fehlverhalten
Aufmerksam gemacht werden, auf die man noch große Stücke hält?

Verhältst Du Dich so, dass Du vor Dir selbst bestehst?
Dann verhalte Dich so...

(eingegeben 23.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Des Königs' Sohn

Des Königs' Sohn

Siehe da drüben
Des Königs' Sohn!

Er ist jung
Und scheint alt zu sein

Zumindest muss er sich wie ein Alter verhalten
Er darf nicht lachen
Er darf nicht weinen
Er darf nicht furzen

Er muss die gute Mine wahren
Er muss auf seine Untergebenen eingehen
Er muss vorgeben, auf alles eine Antwort zu wissen oder
Zumindest sich bemühen sämtliche Probleme auf einmal richtig zu lösen

Beneide ihn nicht
Insgeheim sieht er sich selber nur als der kleinste Wicht
Gefangen im Goldenen Käfig

Ohne Aufschrei

Ohne Resignation
Ohne Tränen
Ohne Zweifel

Ohne Motivation
Ohne Freunde
Ohne Selbstverwirklichung

Jubele ihm doch zu
Das entschädigt ihn für sein Entbehren & Entbehrungen

Ein Leben für das undankbare Volk
Anstatt eines für das eigene, dankbare
Ich

(eingegeben 23.01.07- ausgedacht 12 1996)

Montag, 22. Januar 2007

Träume nicht...

Träume nicht...

Träume nicht Dein Leben
Lebe Deinen Traum!

Jawohl
Das fordere von Dir
Das ist Dein Ziel
Dein Weg
Dein Lebensinhalt

So vermeide
Was Dich vom Träumen abhält
Was Dich ablenkt
Was Dich verwirrt

Du weißt doch, was Du willst
So lasse Taten den großen Gedanken & Worten folgen

Deshalb: lebe!

Uninteressant ist, was Du willst
Interessant ist ausschließlich, was Du machst
Wie Du mit Rückschlägen fertig wirst
Wie Du Deinen Traum verwirklichst

Viel Spaß
Lebend
Dein Traum zu erreichen

(eingegeben 22.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Höre auf!

Höre auf!

Höre auf zu glauben, jemand wird Dich gänzlich je verstehen
Versuche lieber Dich selber zu verstehen

Höre auf über die Kälte zu meckern
Sorge selber für Wärme
Auch wenn es nur ein kleines Lichtlein ist
Dabei finde heraus, dass die Kälte da ist, weil Dein Dach beschädigt ist
Repariere es zunächst & nehme keine neuen Aufträge entgegen
Bis es vollkommen repariert ist

Höre auf auf die Erlösung von irgendwo her zu hoffen
Erlöse Dich selber

Höre auf die Bestätigung des von Dir vollkommen
Durchdachten & -planten zu erlangen
Führe das Geplante durch &
Greife Dir mitunter selber an die Nase

Höre auf Dich zu bemitleiden
Du bremst Dich nur dadurch
Überlege lieber
Worüber Du Dich aufregst &
Wie Du es ändern & abstellen kannst

Höre auf eine Pause herbeizusehnen:
Das war bislang erst der Anfang
Die richtigen Probleme kommen erst
Die rechte Pause wird wohl auch noch kommen

Höre auf Dinge zu tun, die Dich langweilen
Mache sie Dir interessant oder suche interessante Dinge

Höre auf Dich mit anderen Leuten zu vergleichen
Jeder ist auf seine Weise einmalig
Gewiss ist es angenehm, sich an Anderen zu orientieren
Orientiere Dich jedoch nur & sehe die nicht als Vorbild
Denn dann kannst Du nur in deren Stapfen treten
Sie aber nicht gänzlich überholen oder die Spur wechseln

Höre auf Dich im Mittelpunkt der Welt zu sehen
Wohl seist Du der Mittelpunkt in Deinem Leben

Höre auf Deine Ziele zu verschütten-
Du brauchst doch eine Orientierung

Höre auf alles auf einmal machen zu wollen
Dies funktioniert 2 Tage
Willst Du denn nicht auch den 3. erleben?

Höre auf die klugen Wort & das schlechte Gewissen
Höre auf Dich als Meister zusehen
Wenn Du dies tust, hörst Du auf einer zu sein

Höre auf auf die Leute zu warten- gehe auf sie zu!

Höre auf ständig für alle da zu sein
So bist Du nie für Dich & besonders wichtige Mitmenschen da &
Du wirst als Abfalleimer missbraucht

Höre auf nur auf Geschriebenes Dich zu beziehen

Beziehe Dich &
Leben &
Freunde &
Ärger &
Abwechslung &
Enttäuschung &
Lachen &
Spiel &
Wut &
Besinnen &
Niederschläge &
&
&
In Deinem Leben ein

Deshalb höre ich jetzt auf...

(eingegeben 22.01.07- ausgedacht 12 1996)

Die Flamme

Die Flamme

Eben zündete ich mir eine Kerze an
Nun brennt sie fröhlich vor sich hin
Ich habe Licht
Gelegentlich geht mir dann dasselbe auf
Gelegentlich gehe ich dann ich mich & stoße auf Fragen

Heute frage ich mich, weshalb die Flamme einfach weiter brennt?
Warum hört sie nicht auf, wenn ich nicht da bin?
Weshalb verbrennt sie all das, was ich ihr gebe?

Papier
Mahnungen
Alte Kerzensreste

Hier Flamme

Weißt Du denn nicht?
Irgendwann gebe ich Dir denn Rest?
Dann verbrenne ich auch Dein Rest?
Weshalb startest Du nicht das Stoppen?

Warum bist Du weiterhin so pflichtbewusst?
Wieso erkennst Du nicht die Macht der Allgemeinheit?
Die Macht des Ganzen?
Die Macht der Gemeinschaft?

Nein
Du brennst weiterhin
Unermüdlich
Brav
Fröhlich
Einsam
Vor Dich hin...

(eingegeben 22.01.07- ausgedacht 12 1996)

Oh Hallo

Oh Hallo

Da haben sich aber Zwei getroffen
Sie grüßen sich

Er denkt:

Sollte ich sie fragen, was mich tatsächlich interessiert?
Wann bricht ihr Redeschwall auf?
Sollte ich mich bemühen, ihre Adresse zu erhalten?
Wann redet sie von dem, was sie wirklich bedrückt?

Sollte ich in ihr meinen Gegenpart getroffen haben?
Weshalb verstummte sie seit der Begrüßung?
Wo bleibt sie? Die Initialzündung?
Wieso offenbart sie mir nicht ihre Gefühle?

Wann stellt sie sich denn nun vor?
Wie gerne machte ich ihre Bekanntschaft!
Wann schaut sie mich endlich an?
Spielt sie mit mir?

Warum spricht sie nicht meine Träume aus?
Und wovon ihre Augen erzählen?
Aus welchem Grunde weiche ich ihrem Blick aus?

Warum?
Worauf warte ich denn noch?
Ist sie nicht emanzipiert?
Weshalb schaut sie nun so nachdenklich aus?

Wieso lerne ich keine neuen Menschen kennen?
Ich möchte nun sie ansprechen
Worauf wartet sie denn noch?
Sie schaut mich an

Ich gucke weg
Warum macht mir das Alleinbleiben nichts aus?
Warum erscheinen nicht meine Träume?
Er geht seines Weges

Er denkt

Wie schade!

Sie denkt:
Wo bleibt sie? Die Initialzündung?
Ist er nicht emanzipiert?
Worauf warte ich denn noch?
Weshalb verstummte er seit der Begrüßung?

Wann redet er von dem, was ihn wirklich bedrückt?
Weshalb schaut er nun so nachdenklich aus?
Sollte ich in ihm meinen Gegenpart getroffen haben?
Wie gerne machte ich seine Bekanntschaft!

Sollte ich ihn fragen, was mich tatsächlich interessiert?
Worauf wartet er denn noch?
Wann bricht sein Redeschwall auf?
Wann stellt er sich denn nun vor?

Sollte ich mich bemühen, seine Adresse zu erhalten?
Wann schaut er mich endlich an?
Wieso offenbart er mir nicht seine Gefühle?
Spielt er mit mir?

Ich möchte nun ihn ansprechen
Ich gucke weg
Er schaut mich an
Warum?

Wovon erzählen seine Augen?
Wieso lerne ich keine neuen Menschen kennen?
Warum spricht er nicht meine Träume aus?
Aus welchem Grunde weiche ich seinem Blick aus?

Warum macht mir das Alleinbleiben nichts aus?
Warum erscheinen nicht meine Träume?
Sie geht ihres Weges
Sie denkt

Wie schade!

(eingegeben 22.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Samstag, 20. Januar 2007

Morgen

Morgen

Eben erfuhr ich es

Morgen zu dieser Stunde
Werde ich nicht mehr unter uns verweilen
Ich werde weitereilen &
Das Geheimnis des Ewgen Schlafes erfahren haben

Plötzlich klappt, was vorher kaum vorstellbar
Plötzlich löst sich alles
Knoten, die ich vorher einzeln aufbröseln wollte, werden durchgeschlagen
Ich nehme keine Rücksicht mehr

Plötzlich denke ich für & an mich
Ich fühle mich leichter
Plötzlich sehe ich das Morgen
Plötzlich ist mir gestern & heute wieder wichtig

Ihr
Die übermorgen auch noch hier sein müsst
Beendet diese Schwarzseherei
Die Konzerte des Trübsals
Das Meckern
Das Viel-Lärm-um-Nichts-Spiel

Genießt ausschließlich die Tätigkeit heute
Führt aus, was ihr ausführen könnt
Schon bald gibt es auch für Euch nur noch ein weiteres Morgen

Wo werde ich morgen sein?

(eingegeben 20.01.07- ausgedacht 12 1996)

Warnung / Drohung

Warnung / Drohung

Du wolltest jemanden warnen
Er schnappt es als Drohung auf

Halt doch Dein dummes Maul
Gerade Du musst es wissen:
Manche Menschen hören nur das, was sie hören wollen
Sie picken sich aus Deinem Gesagten das heraus, was sie gerade verstehen

So lasse sie ins offene Messer wetzen
Sie müssen-
Wollen?-
Leiden

Du weißt von nichts
Du dachtest, es sei klar &
Bekannt &
Abzusehen &
Gewollt

Normale verstehen, was Du sagst
Sie sind dankbar für Deine Warnung
Sie verstehen Deine Entschuldigung nicht

Unnormale wollen nur an Deine Kehle
Oder Deine Kohle
Sie brauchen das Blut
Anderer
Sie wollen sie bluten sehen
Andere


Um selber zu leben
Müssen andere fertig machen
Da sie selber fertig sind

Da hilft selber eine noch so gute Warnung &
Erst recht eine Drohung nichts...

(eingegeben 20.01.07- ausgedacht 12 1996)

Vorgabe

Vorgabe

Du gibst vor
Es gehe Dir schlecht
So ein Quatsch!

Beende das doch
Irgendwann geht es Dir sonst so
Wie Du gerade Dein Leben beschreibst
Willst Du das?

Möchtest Du nicht lieber Deine Situation überdenken?
Willst Du nicht die Ärgernisse ändern?
Möchtest Du nicht Deine Zielvorgaben erreichen?

Das hier ist keine Vorgabe
Es handelt sich um eine Angabe
Eine Angabe meiner Gedanken

Wie lauten denn Deine?

(eingegeben 20.01.07- ausgedacht 12 1996)

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