Die Grabrede 01 97
Sie ist tot
Sie zeigte mir, was Leben heißt
Den Schwerpunkt auf den Einstieg legen, denn aller Anfang ist schwer
Durch sie wurde ich wieder lebend & lebendig
Leute kommen, wenn sie etwas brauchen
Leute gehen, wenn sie etwas geben müssen
Man braucht nicht einen starken Partner oder Konto
Man braucht keinen ständigen Ja- & Ich-Habe-Es-Ja-Gleich-Gesagt-Sager
Man benötigt nur ein sicheres, festes Ich
Nichts ist für die Ewigkeit
Deshalb sei der Augenblick festzuhalten
Im Film gibt es keine Tiefs- umso mehr im Leben
So sei der Film Entspannung & kein Vorbild für das Leben
Man hat sein Ziel zu erreichen
Wohl kann man Zwischenziele festlegen &
Diese nach & nach anzuvisieren & zu erfüllen
Jedoch hat man sich darüber bewusst zu sein
Dass zuviel von einer Sache für nichts & niemanden gut ist
Wohl hat ein Jeder seine 'Zuviel' selbst zu definieren
Sie zeigte mir, dass die Zeit wie Wasser ist
Überall will sie durchsickern
Je mehr Platz Du ihr gewährst
Desto mehr nimmt sie sich
Kleine
Du bist nicht tot
Wohl bist Du nicht sichtbar, aber nicht tot
Ich sorge dafür
Dass Du
Dein Denken &
Schreiben unsterblich bleiben
Machtest Du dies auch für mich?
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 14:20
Mit Dir An Meiner Seite 01/97
Mit Dir an meiner Seite
Schieben wir jedes Problemchen zur Seite
Beweisen wir, dass es nicht ausschließlich Zweckgemeinschaften gibt
Erhalten wir Auftrieb
Stellen wir uns nicht mehr in Frage
Passen wir auf uns auf
Werden wir wieder ganz wir
Aber wir werden uns auch Sachen vorwerfen
Sätze wie
Nur mit Dir an meiner Seite bin ich stark
Nur mit Dir packe ich das Vorgenommene
Nur mit Dir macht mir mein Schaffen nicht mehr so zu schaffen
Nur mit Dir- Du, die gleich meine
Partnerin
Freundin
Geliebte
Schwester
Kind & Mutter in einer Person ist
Ja
Du bist das alles & noch mehr
Liebe ich Dich deshalb so sehr?
Wann erhalte ich endlich, das Gefühl der Befreiung, wenn ich Dir verfalle?
Wann gesellst Du Dich dorthin?
Dort
An meine Seite?
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 14:15
Das Ventil 01 97
Wo bleibt mein Ventil?
Ich benötige es doch
Ich muss doch irgendwo
Meinen Kopf reinigen
Meine Gedanken sortieren
Laut denken
Mich ausschreien & -speien
Mich ausweinen &
Mir Sorgen machen
Schwarzsehen &
Eine rosarote Zukunft in Aussicht gestellt bekommen
Scheiße bauen &
Gewisse Angelegenheiten nachgehen & bereinigen
Mich hören &
Reaktionen auf meine Person erkennen
Ins Gleichgewicht kommen &
Schwankungen analysieren
Mich freuen & ärgern
Gefühle zu lassen &
Die Maske & Vorurteile
Abbauen
Ich sein dürfen-
Trotz -oder wegen?
Dieser
undurchschaubaren
Zeit
Perspektiven finden &
Auf Illusionen bauen
Wo bleibt es nur
Mein Ventil???
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 14:11
Wollen Wir ...? 01/97
Mein Schatz
Wollen wir
Die Ausnahme bilden?
Beweisen, dass es noch Aufrichtigkeit & Ewigkeit gibt?
Unsere Erfahrungen ignorieren?
Einander öffnen & alles zulassen & überstehen?
Gemeinsam?
Uns vertrauen, wie uns selbst?
Diesen Augenblick genießen & uns nicht durch
Kummer & Sorgen von übermorgen zerstören lassen?
Einander
Freund
Geschwister
Eltern
Vertrauter
Geliebter
Kind &
Partner in einer Person sein?
Trampolin, Fallschirm & Matratze zugleich sein?
Zusammen träumen, uns aufregen, lachen, traurig sein, weinen, aufstehen & jubeln? Gemeinsam unsere Träume erfüllen & ausleben?
Einander die Masken zerstören & die Mauem ein- & herunterreißen?
Einfach nur glücklich & zufrieden miteinander leben?
Ja
Mein Schatz
Ja!!!
Ich will ...
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 13:55
Der Viel-Fraß 01 97
Meist fraß ich viel
In mich hinein
Den Lebertran Anderer
Jetzt
Möchte ich, dass jemand mir hilft
Beim Suppe-Auslöffeln
Keine Chance
Ich brockte dies mir selber ein
Keine Zeit
Ich würde ja gerne, aber …
Nein
Ich sollte nicht unwirsch sein
Durch das viele Fressen
Stellte sich mein Magen auf Lebertran ein
Ist mein Mund das viele Arbeiten gewöhnt
Bin ich voll & wohl ernährt
Ich beiße mich hier durch
Verlange von niemanden mehr Hilfe
Weiß aber nicht, was ich angebe
Wenn ich um dieselbe gebeten werde
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 13:44
Nicht Abgesandte Briefe 01 97
Ein Bekannter von mir verstarb
Niemand realisierte dies
Erst sein verwester, tödlicher Duft machte auf ihn aufmerksam
So gelangen wir in seine Stube
Nur hier war er König
Er setzte Depeschen auf, die nicht zum Absenden gedacht waren
Da er einst
Eine abschickte, die keiner verstand
Und so lachte jeder darüber
Dies Schreiben war aber er
Sein Denken
Seine Gefühle
Seine Ideen
Seine Befürchtungen
Seine Seele ...
So schloss er die vor uns ab
Und dachte an uns in Briefen
Du Idiot
Warum sagtest Du nicht nur die Hälfte von dem, was Du schriebst?
Es ist doch goethlich
Wieso verbirgst Du Dein Denken?
Dich?
Kannst Du nicht zu Dir stehen?
Wie viele nicht abgesandte Briefe wird man dann bei Dir finden???
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 13:40
Die Schlacht 01/97
Morgen ist die Schlacht
Ich freue mich darauf
Ich bin wieder stark
Ich habe das Gefühl, Bäume ausreißen zu können
Gebt mir den Amazonas
Ich hinterlasse Euch die nächste Gobi
Oder reiße ich nur Bonsai-Bäume heraus?
Sollte ich traurig sein
Dass ich
So in der Vergangenheit nicht wahr?
Nur schlief?
Meine Gesellschaft war?
Mich abstrampelte?
Mich den Berg hinauf schleppte & kämpfte
Obwohl ich gar gemütlich den
Weiten, ausgetretenen Weg hätte benutzen können?
Das Gefühl hatte
'1 Schritt nach vorne & 20 zurück',
'2 auf einmal vor & 100 zurück'?
Schwitzen musste?
Das Wesentliche nicht auf Anhieb erkannte?
Auf dem Boden mitunter kroch, anstatt aufrecht zu gehen?
Nein
Verdammt
Noch mal
Nein!!!
Dies alles brachte mir doch meine heutige Stärke
Das Wissen, wie es ist, zu kämpfen & sich weit unten zu befinden
Das Gefühl, nicht mehr 'Nicht-Glücklich', sondern nur noch 'Un-Glücklich' zu sein
Die Tatsache
Einiges erlebt zu haben, um zumindest zu erkennen
Wie schön auch die reine Langeweile & die stille Ruhe sein kann
Das Ausruhen, um das Vergangene zu verarbeiten & das Kommende zu planen
Das Zurückziehen, um bald wieder aus sich zu kehren
Das mühsame Treten
Zunächst trittst Du Milch, bis sie nachgibt & alles nur noch Käse ist
Der schwierige Aufstieg, um zu wissen, dass der Weg das Ziel ist
Das notwendige Erkennen, dass man nur abstrahieren von etwas kann
Jedoch bei 0 bleibt auch nichts übrig
Nun freue ich mich auf Morgen
Morgen
Ist
Die Schlacht
Eine Schlacht wie gestern- wie heute- wie nächstes Jahrtausend
Ganz alltäglich & dennoch ist man am
Morgen immer wieder wie vor einem Wunder stehend & am
Abend vergaß man das eigentliche Problem
Bis zum nächsten
Morgen ...
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 13:34
Fisch Sein 01 97
Schon immer wollte ich ein Großer sein Nein
Es reichte nicht ein Großer zu sein
Ich wollte immer gleich der Größte sein Warum?
Wenn ich ein Fischlein bin
Möchte ich gleich ein Riesenwal sein
Wäre ich dann der
Zöge ich es vor ein Kleiner zu sein
Der Kleinste der Kleinen
Und Du?
Du schaust mir aus der Ferne zu
Bist Du ein Fischlein?
Sei es
Sei stolz darauf
Nutz das Kleinsein
Früh genug wirst Du noch aus der Krabbelstube vertrieben
Dann werde nicht ein Einzelgänger
Sie werden zuerst geschnappt
Sie sind diejenigen, die bei jeder Möglichkeit nach einem Wurm schnappen Nur, der Wurm hängt an einem Haken
Jede Sache hat diesen
Werde lieber einer von vielen
In der Gruppe kannst Du
Untertauchen
Dich erholen
Dich entwickeln
Gelegentlich Deinen Weg versuchen
Um anschließend wieder fröhlich johlend
In der Gruppe aufgenommen zu werden
Sei bloß nicht so töricht auffallen zu wollen
Du lockst nur Feinde auf Dich
Das ist etwas, was Andere machen sollten
Und schaue
Es findet sich immer jemand, der es Dir gerne abnimmt
Lasse ihn nur
Er will kämpfen gegen die Schnur
Hat er Erfolg
Gratuliere ihm- teil ihm mit, dass Du das schon immer wusstest
Wenn nicht...
Ist er es auch nicht wert, sich um ihn Gedanken zu machen-
Nicht mehr...
Jeder braucht ihn
Seinen
Eigenen
Dummen
Besonders
Auffallen wollenden Fisch
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 12:25
Reinheit 01 97
Ich will frei & rein sein
Rein!
Fort Du
Vergangenheit
Zweifel
Dreck
Angst- aber bitte nicht gänzlich!
Selbstmitleid
Blinder Hass
Wankelmut
Problem
Vorsichtiger, kriechender Ratgeber
Naives Hirngespinst
Ehrliches & nettes Leben
Her mit Dir - Du
Selbstrespekt
Selbstachtung
Über-Leichen-Gehen
Selbstmotivation
Realität
Wütender Mut
Schweinehundüberwindung
Jetzt-Erst-Recht-Denken
Bis-Zum-Bitteren-Ende-Philosophie
Riskantes Ausprobieren
Grenze-Überschreiten-&-lOMinuten-mehr
Aufbauender Regen
Dir, Du vollkommene Reinheit
Die einer kalten, reinigenden, aufbauender Dusche gleicht
Bis ... ?
Bis ich in das nächste Fettnäpfchen oder die nächste, dreckige Pfütze platsche
Aber wen kümmert es nun?
Nun ist doch mein Weg &
Ich frei &
Rein ...
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 01:26
Der Rechte Weg 01/97
Stop
Warum
Fragst Du, ob Du Dich auf dem rechten Weg befindest?
Warum
Orientierst Du Dich immer neu bei der nächsten Ecke?
Warum
Drehst Du Dich um 180 Grad bei einer plötzlich entstehenden Wand?
Warum
Sehnst Du den Augenblick herbei
Da Du Dich noch auf dem rechten Weg befandest?
Wieso
Versuchst Du nicht erstmal anzukommen & versuchst dabei jedes Hindernis-
Was den Zieleinlauf interessanter & imposanter gestaltet-
Zu überstehen & zu bewältigen?
Wieso
Freust Du Dich nicht einfach, dass Du auf dem Wege bist &
Lässt nicht einfach das Schicksal den weiteren Weg bestimmen?
Siehst Du denn nicht die Wegkreuzungen?
Nimmst Du nicht die Möglichkeiten wahr
Von der Erfahrung zu leben & zu lernen & neue Wege zu begehen?
Geh weiter
Übersieh dabei aber nicht den
Linken Weg ...
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 01:20
Die Oase 01 97
Ich verlange nicht mehr die einzig wahre Liebe
Ich verlange nicht mehr das vollkommene Glück
Ich verlange nicht mehr die komplette Selbstverwirklichung
Ich verlange nicht mehr das Wahrwerden sämtlicher Träume
Ich verlange das Auffinden meiner Oase
Ein Ort
An dem
Sicherheit
Harmonie
Beständigkeit
Ehrlichkeit
Offenheit
Vertrauen
Willenskraft
Geborgenheit
Liebe &
Naivität
Groß geschrieben wird
Mittlerweile ist mir egal, dass viele Menschen sich auch & noch in einer weiten Wüste befinden
Sie scheinen damit zufrieden zu sein
Sie kennen nichts Anderes als die Wüste
Durch diese wurden sie blind & können nichts mehr sehen
So wünschen sie gar nichts mehr zu erlangen & zu verstehen
Sie kommen gerade von einer Oase
Die Wüste macht denen nichts- mehr?- aus
Aber ich verlange meine Oase
Und werde erst aufhören zu suchen & zu rennen
Wenn ich sie betrat
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 01:15