Samstag, 13. Januar 2007

Ein Winken

Ein Winken

Siehe
Da drüben
Eine flüchtige Person
Kennst Du sie nur auf der Flucht?

Sie ist eine Bekannte für mich
Sollte ich ihr zuwinken?
Beim letzten Mal wurde es missdeutet

Auf der anderen Seite gehen alte Bekannte von mir
Sie winken mir zu
Wie nett!
Das freut mich!!!
Sie freuen sich auch jemand Bekannten sehen zu dürfen
So lernt man Leute kennen-
Alte & Neue!
So verliert man die Einsamkeit
So macht man auf sich aufmerksam

Winke Du eifrig weiter

Wird es übersehen
Hast Du nichts verloren & kannst froh sein
Dich nicht mit dieser oberflächlichen &
In Prinzipien verlorene Person abgeben zu müssen

Wird es honoriert & reflektiert
Kannst Du froh sein
Du trafst eine Person, die Dir gleicht- mit so einer lasse Dich gerne ein
Die Anderen können Dir gestohlen sein

Dennoch vernachlässige sie trotzdem nicht
Mit denen zu sprechen, gibt Dir immer wieder Licht:
Du wirst erkennen, wer Du selber bist & wer Dir gefällt & wer nicht

Wichtig ist also, dass Du gewisse Winke nicht übersiehst
Erst recht nicht die von sympathischen Leuten & mit Zaunpfählen

Vergesse nicht:
Es gibt gar viele Winke wie
Den Wink des Lebens oder
Den Wink eines Unbekannten, der Dir dadurch bekannt wird

Übersieh sie nicht &
Sei froh,
Dass Du sie sehen kannst

(eingegeben 13.01.07- ausgedacht 12 1996)

Die Wüste

Die Wüste

Gerade noch befand ich mich im Wasser
Sonnend & faul

Nun sog die Sonne gar fleißig mein Wasser auf &
Ich sehe nur noch Land in Sicht
Ich benötige aber Wasser in der Wüste
Immer diese Extremen

Glücklicherweise schüttete ich Wasser in meinen Vorratsbeutel
Damit werde ich meine Lippen benetzen
Mitmenschen rennen, blieben zurück, saufen alles in großer Hast & stehlen

Ich
Passe nur noch auf mein kleines kostbares Nass
Was gerade noch in Hülle & Fülle vorhanden war!
Auf- & passe auf, dass ich nichts vergeude

Ich
Weiß eines Tages erscheint wieder der große Regen
Dann habe ich wieder aufzupassen & zu merken
Ich darf durch mein 'Ins-Schwimmen-geraten' nicht untergehen

Kompliziert ist es, auf die Mitstreiter nicht eingehen zu dürfen
Sie geben Durst vor, dabei wollen sie nur mein Bestes
Warum sehen sie sich nicht vor?
Sollte man nur Andere mit sich schleppen oder
Sollte man nur sich in das große Ziel schleppen?

Ich weiß es auch nicht

Ich weiß nur:
In der Wüste ist es höllisch heiß &
Sie lebt...

(eingegeben 13.01.07- ausgedacht 12 1996)

Die Krone

Die Krone


Ich vermute, mein Herz an Kronen verloren zu haben

Sei es die Krone eines Königs
Oder
Eine andere Krone
Wie die eines stolzen Baumes
Irgendwie hat sie eine magische Kraft auf mich

Die fabelhaften Menschen unter ihr
Ihr sattes, einladendes, farbfrohes, erfolgreiches Grün
Alles gefällt mir gar zu sehr

Ich will auch eine haben
Ungeachtet der Verantwortung, notwendigen Würde & besonderen Ehre
Gönnte ich sie mir von meiner Gnade Eine

Nun befindet sich eine auf meinem bürgerlichen Kopf
In meinem bürgerlichen Mund sowieso
Eine Andere in meinem, kleinen, begrenzten Garten

Mittlerweile schmerzt mich meine Krone
Wurde sie letzten Endes gar aus Dornen hergestellt?
Ich will sie abnehmen

Nein, doch lieber aufbehalten
Sollte ich einen Zacken aus meiner Krone brechen
Um mein Reich sanieren zu können?

In meinen Garten verschwand nun doch der Zauber der Baumkrone
Sie verlor täglich ihre Blätter
Bis sie ausschaut, wie sie derzeit ausschaut:
Arg herunter gekommen, dürr, braun & wahrlich unangenehm zu betrachten

Braucht jede noch so prächtige & dominante Krone
Ihren braven, soliden Stamm
Der sie trägt & auf den sie sich setzen kann?
Ihre tiefen, ständig arbeitenden & starken Wurzeln, die wissen
Wo Wasser zu holen ist
Selbst in der Wüste!- &
Die loyal zur Krone stehen?
Selbst wenn diese immer schwerer & schwerer &
Größer & größer wird???

(eingegeben 13.01.07- ausgedacht 12 1996)

Zärtlichkeit

Zärtlichkeit

Welche Wohltat
Jemanden zu spüren
Jemanden zu berühren
Jemanden sich mitzuteilen
Mit jemanden sich seine Gedanken zu teilen.

Schaue die Welt Dir an
Will sie nicht hart, cool & unnahbar sein?

Nein
In Wirklichkeit will sie es nicht
Sie stellte nur fest, wenn sie etwas wirklich will
Muss sie das Gegenteil von dem unternehmen, was sie verlangt

Spürst Du nun den Schrei nach Zärtlichkeit?

Sprich den Nächsten an & warte wie lange es dauert
Bis er gesteht abhängig & süchtig von & nach Zärtlichkeit zu sein

Genieß es Zärtlichkeiten auszutauschen

Tue es jeden Tag:
Gedanklich
Verbal
Körperlich & wirklich

Sei nur nicht so naiv, denken zu wollen
Zu verstehen!

Genieß es
Von nun an bis zur Ewigkeit

(eingegeben 13.01.07- ausgedacht 12 1996)

Montag, 13. November 2006

Einsamkeit 12 96

Einsamkeit

Du behauptest, Du seiest einsam
Nein
Nicht alleine
Nur einsam

Mensch
Weißt Du denn nicht?
Einsamkeit ist wie das Alter
Wenn Du es sein willst, bist Du es
Wenn nicht, dann nicht...

Deshalb überlege
Bist Du einsam?
Willst Du einsam sein?
Oder ist es nicht nur einfach an der Zeit, die Zeit mit Dir zu verbringen?

Endlich auf Dich zu hören?
Endlich erledigen, was Dich betrifft & bedrückt?
Ist das nicht der Augenblick, auf den Du so lange wartetest?
Endlich besinnen?
Endlich aufräumen?

Meintest Du nicht beim letzten Mal, dass die Einsamkeit jäh unterbrochen wird? Notiertest Du Dir nicht, was Du in diesem Fall unternehmen wolltest?
Siehst Du denn nicht ein, dass das fürsorgende Schicksal Dir eine Pause erlaubt?
Dass Du nun Deine Kleinigkeiten beheben darfst?
Dass Du Dein Leben führen darfst?
Nach Deinen Vorstellungen?

Kein Mensch ist wahrlich einsam
Er hat immer noch

Sich

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Auf Einem Langen Weg

Auf Einem Langen Weg

Täglich stehst Du aufs Neue auf
Munter erkundest Du den Morgen
Zufrieden scheinst Du am Mittag
Nachdenklich & fordernd wirst Du am Nachmittag
Unglücklich & verletzt am Abend
In der Nacht schöpfst Du neue Ideen, Hoffnung & Zuversicht

Diesen langen Weg willst Du weiter täglich durchschreiten?

Wann willst Du ankommen?
Wann stoppst Du das Infrage-Stellen?
Wann anerkennst Du, dass ein neuer Weg Dich weg vom Alten bringt?
Wann hörst Du auf krampfhaft nach Bestätigung & Abkürzung zu suchen?

Alle folgen nur ihren Weg
Schaffe Deine persönlichen Hindernisse weg

Du brauchst nicht zu zweifeln mit den Verzweifelten
Er braucht die rechte Richtung
Du musst ihn weisen, indem Du beweist, dass Du den rechten Weg weißt & weist

Er braucht keinen Nachahmer
Er benötigt einen Vorturner

Keiner weiß, was der rechte Weg ist
Nur Du
Für Dich

Der lange Weg wird länger
Wenn Du Dich zurückfallen lässt
Wenn Du den Trott folgst
Wenn Du blind & taub wirst

Nutze Deine Augen
Nutze Deine Ohren
Nutze Deine Stimme
Nutze Deinen Verstand
Nutze die Erkenntnis, dass Du derjenige sein musst
Der sich auf
Deinen langen Weg macht

Auf, auf
Dein Weg wartet auf Dich
Wie lange noch?

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Können

Können

Ständig frage ich
Kann ich...?
Kann das geschehen?
Kann ich nicht...?

Unbekannt ist mir die Motivation
Ich will nicht mehr können
Ich will ausführen
Ich nehme nicht mehr Rücksicht auf Ältere & Andere

Mir ist es egal, was mit denen geschieht
Ich schränke mich selber nicht mehr künstlich ein

Wer mit mir Schritt hält, mag mich begleiten
Wer zurückbleibt, gehört zum alten Eisen
Wer mich überholt, gilt als Wegbereiter

Nur noch an denen werde ich mich orientieren
Ich kann noch nicht so alt sein zum Resignieren & Vegetieren

Kann ich das???

(eingegeben 03.05.06- ausgedacht 12 1996)

Eine Abrechnung

Eine Abrechnung

OK
Ich sehe es ein

Ich muss abrechnen
Abrechnen
Mit Euch
Mit denen &
Mit mir

Ich muss erkennen
Dass nur das Ergebnis stimmen muss
Dass alles Übrige zu vernachlässigen ist

Sollte ich erkennen
Dass ich zu schnell
Etwas erreichte, freue ich mich

Die Zahlen stimmen
Worauf kommt es sonst noch an?

Die Zahlen lügen nie
So werden sie meine Wegweiser & ich mein Mittelpunkt

Sehe ich jemanden bluten
So trete ich zu
Es wird günstiger für mich.

Nein
Ich lasse ihn nicht auf mich stützen
Dies verschlechterte doch meine Statistik & Zahlen!

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Die Blutende Hand

Die Blutende Hand

Meine Hand blutet
Ich vermute, niemand bemerkt es
Auch wie keiner den Vorfall selber realisierte

Nicht einer sagt einen Ton
Einen Ton der Aufmunterung
Einen Ton des Bedauerns
Einen Ton der Aufmerksamkeit
Einen Ton aus Mitleid
Einen Ton aus Höflichkeit...

Nun ja
Darum muss man sich wohl gewöhnen
Es gilt wohl als normal
Es tut aber weh

Nun ja, Egal

Manchmal
Manchmal braucht man Schmerzen
Manchmal benötigt man frisches Blut
Manchmal

Manchmal findet man erst dann heraus
Wo etwas fehlt und daß es fehlt
Wenn es fehlt
Nicht mehr vorhanden ist
Nicht mehr da ist
Fort ist

Nun ja
Egal
Da muss ich wohl durch

Es wird letzten Endes nur eine Narbe hinterbleiben

Wird sie mich erinnern &
Gelegentlich mich aufmerksam
Auf das notwendige Sich-Besinnen machen?

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Die Ampel

Die Ampel

Was geht es nur langsam voran!

Selbstverständlich
Die Ampel funktioniert ja auch gar nicht

Sie ist ausgeschaltet
Nun haben wir nichts zum An- & Hochgucken

Nichts zum Orientieren
Gerade dieses brauchen wir aber
Die ordnende Hand
Die vorgeschriebenen, veralteten & festgefahrenen Regeln

Ist das so?
Weshalb richtete man damals 3 Lichter ein?
Warum nicht 2?
Warum nicht 1?

Wir wollen doch so wenig wie möglich selber entscheiden
Also her mit 1 Licht

Ist es an- fahr!
Wenn nicht, dann nicht

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Kleine

Kleine

Wenn man Dich sieht
Vergisst man worüber man sich eben noch aufregte
Man ist einfach entzückt
Endlich sieht man wieder einen Menschen
Wenn Du einen dann auch noch so anguckst...
Was gibt es Traumhafteres?

Bei Dir kann man alles ablegen
Sorgen,
Mantel,
Die Unterhose &
Sogar
Die eiserne Maske

Wenn Du einen anrufst
Vermerkt man sich sofort diesen Tag im Kalender
Er wird der Tag der Tage

Wenn man Dich hört, weiß man plötzlich wieder, dass man ein Herz hat
Wenn Du einen etwas erzählst, wünscht man sich, dass Du nie aufhörst

Erlaubst Du mir dann auch noch
Dich treffen zu dürfen
Ist es das gleiche Gefühl
Als ob
Irgend eine
Andere Frau mir das Ja-Wort gäbe
Oder mitteilte
Dass ich Vater wäre

Kleine
Du bist zauberhaft

Ich hoffe nur
Dich verliert nie die Kraft

Die Kraft Du zu sein

Bitte
Bitte bleibe
Du...

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Der Amokläufer

Der Amokläufer

Selbst der Kleinkram geht schief
Alles scheint mies

Ich verweile schon zu lange hier
Nichts passiert hier
Keine Abwechslung
Kein Ereignis
Kein Geschehen

Nur sich vermehrende & größer werdende Probleme
Nur Disharmonie
Nur Eifersucht & Neid
Nur Mehr-Verlangen-Wollen & Undankbarkeit
Ich halte es nicht mehr aus

Jetzt möchte ich erfahren, was uns nach dem Leben erwartet
Vorher nehme ich noch paar Leute mit
Ich will dort nicht alleine sein
Außerdem sehen die ja jetzt schon wie wandelnde Leichen aus

Mit dem Gewehr im Rucksack
Begebe ich mich auf die Pirsch
Wollte ich das nicht schon immer?

Wollte ich nicht groß aufbrechen, um dann wieder nach Hause zu kehren?
Um dort dann zu entdecken, wie schön das Alt-Bewährte & -Bekannte ist?
Um die Sehnsucht neu zu entfachen?

Wollte ich nicht Einiges erledigen?
Wollte ich nicht nur mir-gefällig leben?

Egal

Nun kaufte ich das Gewehr
Jetzt muss ich es auch gebrauchen

Man kann ja nicht zugeben, dass man einem Irrtum unterlag
Man darf ja nicht äußern, dass ein Anderer Recht hatte
Man muss den Weg zu Ende gehen

Wir sind alle doch in Wahrheit nicht Menschen
Sondern Lemminge

Genug gefackelt:
Ich rechne ab!!!

Her
Mit dem Gewehr!

Jetzt
Kann es losgehen

Einen Moment noch
Wo sind die Patronen?

Die Verkäuferin hat sie
Mir sehr wohl berechnet
Aber nicht gegeben

Was soll's?

Das wird sich schon lohnen
Ich stellte ja soeben fest
Dass ich noch Einiges aufzuholen
Habe...

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Der Apfel

Der Apfel

Hallo
Du Apfel
Dich
Fand ich während meiner Wanderung

Damals standest Du noch in voller Blüte
Ich sah Dich zwar unvollendet & doch wußte ich:
Du gehörst zu mir

Ich wollte Dich noch wachsen lassen
Du

Wie unsere Liebe

Solltest an Reife gewinnen
Ich wollte nicht Dir die Freiheit nehmen
Ich entdeckte Deinen Stamm &
Deinen Durst &
Gab Dir zu trinken
Wir kamen uns näher

Ich schlich durch das Geäst, um Dich im Schlafe nicht zu stören
Dabei riß ich das Dich störende Unkraut heraus

Ich war immer für Dich da

Gestern
Dann- endlich!

Beendete die Natur ihr Meisterwerk
Auf unseren Planeten gab es einen, nächsten ausgewachsenen Apfel
Gerade diesen Augenblick verpasste ich

Jetzt kehre ich zu Dir zurück
Mein Herz möchte bersten vor lauter Glück

Doch
Oh weh!

Was ich da sehe, geht mir Nah
Du bist nicht mehr da!
Weshalb?

Freutest Du Dich nicht auf diesen Augenblick?
Wo bist Du nun?

Dein Platz ist leer

Am Boden fand ich Dich
Ein Wurm befand sich in Dir
Dieser wurde gefressen vom Vogel, der Dich außerdem bepickte
Dieser wurde gefressen von der Katze, die von einem Wilderer gejagt wurde
Der, mit Hilfe meines Apfels, die Katze tödlich traf...

Ich gebe auf
Auf ein Stück zu warten

Ich nehme
Was sich mir nähert sofort

Vorbei
Die Rücksichtsnahme
Das Für-Andere-Denken

Nur noch
Ich Zähle
Denn

Wenn jeder an sich denkt
Ist an alle gedacht...?

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Glückseligkeit

Glückseligkeit

Meine Arme schmerzen
Mein Kopf bedarf einer Stütze
Mein Körper eine Massage & ich brauche die Glückseligkeit

Etwas Geborgenheit
Etwas Zärtlichkeit
Etwas Handfestes
Etwas zum Anlehnen
Etwas zum Aufstehen
Etwas zum Anschweigen
Etwas zum Aufwachen
Etwas zum Ansprechen
Etwas zum Aufmuntern
Bin ich der Einzige?

Wer sonst verlangt Glückseligkeit?
Weshalb wird das Kleine nicht geschätzt?
Wieso nur erkenne ich Leute, die ständig hetzen?
Warum steht keiner zu seinen Gefühlen?

Gibt es einen Grund
Der einleuchtend & verständlich ist
Warum Gefühle
Übertüncht
Überspielt
Ignoriert &
Ertränkt werden?

Die paar Wenige, die zu sich stehen
Werden mich verstehen

Macht weiter
Bitte!

Demnächst befinde ich mich wieder in
Eure Güldnen Mitte...

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Nihilismus

Nihilismus

Nichts ist alles
Alles ist nichts

Wieder einmal kommt man sich vor, wie der kleinste, unwichtigste Wicht
Was gestern galt
Ist heute veraltet

Was gestern verpönnt war
Ist heute anerkannt

Wie ich gestern dachte
Weiß ich heute nicht mehr

Schwer fallt es, sich auf etwas zu konzentrieren
Was prinzipiell nichts ist

Nicht leicht ist es, zu relativieren
Was prinzipiell alles ist.

Weil prinzipiell alles relativ ist?

Ich weiß es nicht
Alles ist nichts...

(eingegeben 13.11.06 - ausgedacht 12 1996)

Samstag, 10. Juni 2006

Weil

Weil 6 06
(für Anne)

Weil wir uns kennen lernten, geht es mir gut
Weil ich Dich liebe, höre ich auf Dich
Weil Du mir wichtig bist, halte ich zu Dir

Weil wir uns trafen, ist mir alles andere unwichtig geworden
Weil ich ständig an Dich denke, schreibe ich meine Gedanken an Dich auf
Weil ich Dich an meiner Seite weiß, lebe ich meine Träume
Führe sehr gerne mit Dir unsere Nische- vielen Dank hierfür

Weil ich Dich sehr mag, gefällt mir mein Leben ungemein
Weil wir uns nahe sind, mag ich mit keinem anderen Menschen mehr aufwachen
Weil ich Dich kenne, fällt mir alles leicht

Weil Du meine Partnerin bist, fühle ich mich nicht mehr einsam
Weil es Dich gibt, weiß ich wohin ich gehöre
Weil ich Dich liebe, möchte ich mit Dir alt werden

Komme was kommen wolle
Ich halte zu Dir
Ich weiß, was Du kannst
Was Du nicht kannst
Gerade deshalb liebe ich Dich
Anne

Bitte schwimme nicht davon
Egal was Dir widerfährt
Oder uns
Oder mir

(ausgedacht & eingegeben 06. 2006)

Samstag, 6. Mai 2006

Derzeitige Partnerin

Derzeitige Partnerin 05/06
(für Anne)

Es wurde geschrieben ‚Derzeitige Partnerin’
Ist mir die Ewigkeit mit Dir nicht im Sinn?

Doch, doch- sehr gerne werde ich mit Dir alt
Jajajjjajajaja!

Schrieb ich ‚Meine Partnerin’
Stimmt es nicht: Du bist nicht mein Besitz

Derzeitige Partnerin heißt für mich
Du bist der Mensch mit dem ich leben will
Es gibt keinen anderen
Es wird keinen anderen geben

Ich möchte mit Dir leben
Mit Dir aufwachen- ständig
Mit Dir unsere Ewigkeit verbringen
Mit Dir alt werden

Was wird passieren?
Wird es bleiben wie es derzeit ist?

(eingegeben 06.05.06- ausgedacht 05 2006)

Du

Du 05/06
(für Anne)

Du tratst in mein Leben- wie schön
Jetzt bist Du da- wie angenehm
Ich möchte Dich nicht verlieren
Nie mehr ohne Dich leben

Was hast Du alles mit mir geschafft

Wie kannst Du mich verstehen
Blindlings
Ohne viele Worte

Wie kannst Du mich verstehen
So nebenbei

Wie kannst Du mich lesen
Wie ein offenes Buch

Ich bin mit Dir für alles bereit
Auch wenn das Eine oder Andere hat noch etwas Zeit

Wie gerne mag ich mit Dir träumen
Wie liebe ich es mit Dir zu erwachen
Wie liebe ich Dich

Was bedeute ich Dir?

(eingegeben 06.05.06- ausgedacht 05 2006)

In Liebe

In Liebe 05/06
(für Anne)

In Liebe denke ich an Dich
In Liebe träume ich von Dir
In Liebe schreibe ich Dir
In Liebe mag ich Dich wieder sehen

Was wird sich alles bei uns ereignen?
Werden wir uns jemals ein Bein stellen?
Hoffentlich nicht

Ich habe so viele Träume
So viele Wünsche
Werden die alle erfüllt?

Wie gut- alles liegt in unserer Hand
Wie gut- wir durften uns kennen lernen
Wie gut- alles liegt vor uns
Wie gut- alles liegt an uns

Ich danke Dir sehr
In Liebe
Denke ich an Dich …

(eingegeben 06.05.06- ausgedacht 05 2006)

Dienstag, 2. Mai 2006

Einen Moment

Einen Moment 12/96

Gib mir bitte einen Moment

Den Moment
Meines Lebens
Des Nachsinnens
Des Überlegens
Des Seins
Des Schlafens
Des Vergegenwärtigens
Des Zurückziehens
Des Besinnens
Des Ausruhens
Des Abschaltens
Des Alleine-Seins
Des Verzeihens
Des Verstehens ...

Momentan
Weißt Du nicht
Worauf ich hinaus will

Doch eines Tages wirst Du es verstehen
Dann einsehen
Dass weniger mehr ist ...

(eingegeben 02.05.06- ausgedacht 12 1996)

Das Schiffsunglück

Das Schiffsunglück 12/96

Mein Boot geht unter

Als es begann zu brennen
Verabschiedeten sich die ersten Gäste
Die, die sonst am längsten blieben & als die ersten kamen
Jedoch den Aufenthaltsort meiner Putzwerkzeuge kennen sie nicht

Die Nächsten gingen als endlich der Mast umfiel
Abermals die Nächsten als der Vorrat aufgebraucht war

Jetzt blieben die, die ich am Schäbigsten behandelte
Weshalb nur, schreit man die an, die es am Besten mit einem meinen &
Rennt man denjenigen nach, die Einen bei der ersten Windböe verlassen?

Warum steckte ich alles in Status Symbole?
Weshalb besorgte ich nicht das, was ich am ehesten brauchte?
Aus welchem Grunde folgte ich gewissen Ratschlägen?

Wieso drücke ich mich nun vor den Konsequenzen?
Weshalb kümmere ich mich jetzt nicht um mein Boot?
Rette so rasch wie möglich was zu retten ist?

Siehe- es kommen doch noch andere Helfer!

Warum braucht man gelegentlich ein Schiffsunglück?

(eingegeben 02.05.06- ausgedacht 12 1996)

Der Kellner

Der Kellner 12/96

'N Abend
Kellner Ich grüße Dich!

Ist der ein Guter für Dich?
Weshalb verkriechst Du Dich dann?

Du stehst gelangweilt in der Ecke
Rennst wie der Teufel, wenn man Dich winkt
Nimmst die Bestellung gar freud- & lustlos auf
Ohne den Besteller anzugucken
Deine Gäste servierst Du
Ab wie ein Fließbandarbeiter
Weshalb?

Einst war das doch Dein Traum
Heute bekommst Du kaum den Mund auf
Ständig schaust Du auf die Uhr
Wann ist Schluss?
Ja
Wann beendest Du das?

Du möchtest so sein & Dich unterhalten
Wie die im Film
Dort ist aber alles konstruiert
Die Gespräche ewigst geprobt & einstudiert
Die Leute engagiert

Nein
Ein Film soll uns unterhalten nicht als Vorbild dienen

Versuche Du doch zu lächeln
Auch wenn Deine Kollegen Dich deshalb auslachen
Du führst Deine Arbeit aus
Und wenn es Dir noch Spaß macht
Dann sei zufrieden & verstelle Dich nicht

Nun versuche das Getränk ohne Verschütten
An Deine Kunden
Deinem Gast & Brötchen- & Geldgeber
Zu bringen

Wird Dir diese einzig wahre, nächste & recht große Anforderung gelingen?

(eingegeben 02.05.06- ausgedacht 12 1996)

Das Unsichtbare

Das Unsichtbare 12/96

Du beschäftigst Dich mit dem Unsichtbaren
Mit
Glück
Liebe
Freundschaft
Gedanken
Lebenssinn ...

Ich hoffe
Damit bist Du nicht auf der Flucht
Flucht von
Dir
Dem Greifbaren
Dem Naheliegenden
Dem Tun
Deinen Problemen

Du benötigst
Eine Fassade
Eine Mauer
Eine Ausrede
Ein Alibi

Brich die Mauer ein
Man soll Dich ruhig sehen
Ja
Auch mit Deinen Problemen & Leiden

Reiß die Fassade nieder
Sie wird sowieso beim 1. Windstoß umfallen

Baue ein wahres Fundament
Dein wahres Fundament

Suche keine Ausrede
Mache das, was Du kannst
Mehr wird von Dir nicht verlangt

Das Unsichtbare vernachlässige dennoch nicht
Zunächst sollte allerdings das Sichtbare ein gewisses Gewicht erhalten

Gibst Du Dir Mühe?
Mühe für Dein Leben?
Das Kostbare?
Einzigartige?
Unvergleichliche?

(eingegeben 02.05.06- ausgedacht 12 1996)

Montag, 1. Mai 2006

Die Bremser

Die Bremser 11/96

Du wirst gebremst
Von Mitmenschen
Grenzen
Regeln
Dir.. .

Du überlegst
Sollst Du leben?
Sollst Du Dich mit Deinen Leuten treffen?
Sollst Du nur auf Dich hören?
Sollst Du ständig nur Deine Ziele verfolgen?
Nie von Deinem Weg Dich ablenken lassen?

Warum hörst Du auf die Bremser?
Sie verstehen Dich nicht

Sie leben nur in ihrer Welt
Gelegentlich bist Du sogar auch in der
Warum willst Du in der total aufgehen?

Du hast doch Deine Welt
Nur Du weißt, was Du den lieben, langen Tag machst
Genieß den Ausflug in andere Welten
Das hilft
Von der Distanz Dich zu betrachten
Aber höre doch nicht immer auf die Bremser
Sie fanden ihre Welt
Du bist auf der Suche nach ihr und das ist auch in Ordnung

Denn wer auf der Suche ist
Vermisst etwas

Weiß, dass es noch mehr gibt- mehr geben muß?

Wenn Du schlafen willst- schlafe!
Wenn Du rausgehen willst- gehe raus!

Wenn Du unglücklich bist- werde glücklich!
Wenn Du Dich bremsen lassen willst, dann tue das & vergiß nicht:

Nur die, die nicht auf ihren wahren Weg mit ganzem Herzen sind
Lassen sich bremsen!

Deshalb
Wenn Du Dich für rechts entschieden hast
Dann überlege nicht, was passiert wäre,
Wärest Du links eingeschlagen

Du entschiedst Dich für rechts und
Das ist auch in Ordnung...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Nur Ein Paar Gedanken

Nur Ein Paar Gedanken 11 /96

Nach einer gewissen Zeit kommt man darauf
Alle Gedanken, die man hat, soll man gar nicht preisgeben
Immer sind gewisse Regeln & Vorstellungen zu beachten:
Der Mensch will nichts Neues
Er braucht geradezu seine ständigen Wiederholungen
Dann ist er froh
Da kennt er sich aus

So frei können sie also gar nicht sein
Wundere Dich nicht, wenn Du denkst, das habe ich schon mal gedacht
Alles war schon mal da
Es kommt nur darauf an, dass Du jetzt dieser Denker bist

Dadurch
Dass alles ein Uhrwerk ist
Erscheint alles wieder
Freue Dich darüber
Nun kannst Du Dich anders- richtiger- entscheiden

Jetzt kannst Du Deine Fehler ausbügeln
Lasse nicht nur Deine gelten
Schreibe Deine auf
Erzähle sie Anderen
Nimm gar eillig
Andere auf
Stochere in Alten herum

Einige wirst Du vergessen
Andere halten Dich ab vom wichtigen, reichen, aufbauenden & notwendigen Essen
Andere locken ein vulgäres 'Fuck' aus Dir hervor

Andere bringen Dir Erkenntnis
Erkenntnis darüber, dass Alles seine Bestimmung, Absicht & Zweck hat &
Du gelegentlich Gedanken zu verheimlichen hast
Auch wenn Du dafür gelobt & getätschelt wirst
Sogar für Gedanken an die Untreue.

Auf paar Gedanken kämst Du nie
Kam Dir mal der Gedanke, nichts zu wollen?
Einfach ohne Anspruch sein

Einfach nur erfreut sein
Über die Gegenwart eines bestimmten Mitmenschen?

Wolltest Du in Gedanken andere & etwas ändern?
Warum?
Kamst Du denn nie auf den Gedanken, Gedanken einfach zu ignorieren?

Weißt Du denn nicht, wenn zwei das Gleiche denken
Dass sie nicht unbedingt dasselbe anschließend tun?

Stehe zu Deinen Gedanken
Sie sind wie Du:
Einmalig!

Aber sei Dir darüber bewusst
Es gibt Menschen, die zu sehr von den Eigenen eingenommen werden
Als dass sie sich noch um Andere kümmern könnten
Dabei wäre das nicht unbedingt das Verkehrteste

Vielleicht denken zwei Menschen über dasselbe nach
Nur Werden sie nie davon erfahren:
Denn Gedanken kann man nicht Sehen. ..

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Schach

Schach 11/96

Spielst Du Schach?
Warum überträgst Du es nicht auf Dein Leben?
Erst ganz spät die Dame ins Spiel bringen

Deine begrenzten, einzelnen Züge wohl überlegen
Immer darüber im Klaren sein
Wenn Du einen ausgeführt hast, wird es schwer ihn zurückzunehmen
Jeden Zug am besten absichern
Kein Risiko eingehen
Wenn Du etwas opfern musst
Dann das, was Dich am wenigsten stört
Du sollst einen Vorteil erhalten & daraus ziehen

Jeder will nur Deinen König
Ohne selber viel zu verlieren

Dabei verwendet man jede Möglichkeit & Art:
Auf Sizilianisch
Auf Spanisch
Auf Abwehrhaltung
Auf Angriffhaltung...

Stelle Dich darauf entsprechend ein

Spätestens dann
Wenn Du hörst einen Dich
Fröhlich & frohlockend Anschreien:
Schach!
Dies sei Dein Warnruf

Anders ist es mit dem Ausrufen von
Schachmatt …

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Meine Welt 11/96

Meine Welt 11/96

Einst sah ich meine Welt als die Ganze an
Ich wurde eines Besseren belehrt dann

Nun erstreckt sich meine Welt auf einen ganz kleinen Ausschnitt
Ich darf nur noch Herr-Gott spielen bei einem Bruchteil

Mein Teil ist nur
Mein Zimmer
Mein Auto & meine Arbeitsstelle
Alles Andere kann ich nicht beeinflussen

Selber diese kleine Welt ist nicht mal mir & wird mir zuviel
Muss ich einen noch kleineren Ausschnitt mir kreiren?
Beginnt das Ende, wenn man sich beschränkt?
Sollte man die Grenzen erweitern?
Wird man nur künstlich eingegrenzt?
Sollte man von ein Wenig alles wissen oder von Allem ein wenig?

Wer kann das alles beantworten?

Wie baut man seine eigene Welt Auf & Aus???

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Wir Sind Anders

Wir Sind Anders 11/96

Wir Raver sind anders
Wir Läufer sind anders
Wir Kerle sind anders

Wir Fans sind anders
Wir Deutschen sind anders
Wir Arbeitenden sind anders
Wir Jungen sind anders

Weshalb freuen wir uns dann gleich?
Wieso zittern wir gleich vor einem Unglück?
Warum lachen wir gleich?
Aus welchem Grund benötigen wir das Gleiche?
Fürchten wir nicht alle das Gleiche?
Schauen wir nicht gleich aus bei einem gewissen Anblick?
Schlafen wir nicht gleich?
Nehmen wir nicht das Gleiche zu uns?

Da wird mir doch ganz anders
Gleich ...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Das Unwetter

Das Unwetter 11/96

Es stürmt & schüttet in einer Tour
Du fragst nur:
Warum nur?

Ja
Weißt Du es denn nicht?
Das Wetter & alles Andere werden
Wie Du es Dir ausdenkst

Alles
Was Du wünschst, hoffst, glaubst & denkst
Wird wahr, über kurz oder lang

Sehntest Du nicht herbei eine Änderung?
Ein Donnerwetter?
Jetzt ist es da!!!

Warum nur willst Du, dass alles Dir entgegen kommt?
Warum gehst Du nicht auf alles zu?
Ist es nicht herrlich nach Hause zu gelangen & alles ist in himmlischer Ruhe?

Wenn Du Sturm, Regen oder Sonnenschirm willst
Verlasse einfach Deine Bude

Einfacher ist es auf etwas zu verzichten, wenn Du es hast
Als etwas erhalten zu wollen, was Du nicht erreichen kannst

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Der Schuss

Der Schuss 11/96

Ich bin Polizist
Gerade bin ich auf einer Verbrecherjagd
Wie immer
Befinde ich mich in der ersten Reihe

Gelegentlich überlege ich mir wohl, was geschähe
Wenn ein Schuss nach hinten losgeht
Wenn ich getroffen werde
Wenn ich jemanden treffe...

Gilt es dann immer noch als Notwehr oder notwendig?
Oder werde ich selber dann als Mörder beurteilt?
Genügend Beispiele gibt es...

Es war nicht zu beweisen, dass man provoziert wurde-
Worte lassen sich nicht vor Gericht zeigen

Es war nicht zu beweisen, dass man bedroht wurde
Entfernte Waffen lassen sich nicht vor Gericht zeigen

Es war nicht zu beweisen, dass man im Recht war
Gewisse Leute & Aussagen lassen sich nicht vor Gericht zeigen

Deshalb achte darauf, alles schwarz auf weiß zu sammeln
Dich selber zu sammeln
Um Deinen Vorgesetzten verstehen zu geben, was Dich bedrückt & betrügt

Ein unbedachter, dummer Schuss
Darf nicht einst sein Dein Verdruss

Versuche daher nicht zu verdrängen & zu vergessen
Jeder Schuss kann nur aus einem Schießeisen stammen
Jeder Schuss bedarf vorher einer Aus-Lösung

Deshalb bedenke was & wen Du triffst mit
Deinem nächsten Schuss ...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Zu Jung

Zu Jung 11/96

Er ist zu jung, um den Film sehen zu dürfen
Sie ist zu jung ein Kleinkind zu erhalten
Du bist zu jung Auto zu fahren

Wir sind zu jung zu sterben
Sie sind zu jung etwas zu verstehen
Ihr seid zu jung etwas zu tun
Ich bin zu jung um von der Vergangenheit zu sprechen

Warum wollen wir die Zeit als Limit anerkennen?
Weshalb alles auf einmal durchhetzen?
Wieso nicht erstmal eine Grundlage schaffen?
Auf sie kann man dann später fröhlich aufbauen

Es gibt genügend Filme
Es gibt verschiedenste Hobbies
Es gibt mehrere Arten der Fortbewegung
Es gibt Millionen von Dingen zu erledigen
Es gibt unendlich viele Themen

Verberge Dich bitte weiterhin nicht
Verhindere ungeschickte Aussagen
Mache das, was Du kannst &
Was Dein Herz verlangt

Sollte es nicht Deinem Alter entsprechen: wen kümmert es?
Feile daran
Es wird wieder aktuell für Dich werden

Wenn es soweit ist
Dann...
Irgendwann ...

Nun bleibe weiter im Herzen jung
Und vergesse nicht:

Wir sind erst dann nicht mehr jung
Wenn wir wissen
Was uns nach dem Leben
Erwartet
Anspringt
Auf uns lauert ... ?

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Am Ziel

Am Ziel 11/96

Eben bin ich angekommen

Ich vermute
Ich habe es noch gar nicht richtig vernommen

Vorbei
Ist der lange, mühselige Weg

Vorbei
Sind die kleinen & großen Sorgen & Probleme- welche hatte ich denn?

Vorbei
Ist das ständige neue Anrennen- schade eigentlich!

Jetzt Beginnt wieder das Neu-Orientieren
Das Stecken & Erkennen weiterer Ziele
Das ewge Vorbereiten
Das notwendige Planen
Das verlockende & aufbauende Träumen

Wird man jemals tatsächlich ankommen?
Ist man nicht ständig unterwegs?
Sind Ziele letzten Endes nicht unbegrenzt?

Ich möchte
Dass ab sofort mein einzig-gültiges
Ständiges Ziel lautet:

Unbeschwert aufzuwachen
Um wieder das Vorgenommene &
Mehr zu machen ...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Alles Gelingt

Alles Gelingt 11/96

Schaue bloß nicht nach links
Da wird einer auf Händen getragen

Er war schon begabt als kleinstes Kind
Bald konnte er sprechen, essen & dann auch laufen
Bei seiner Kindergartenwahl erhielt er den 1. Platz
Ebenso wie bei seiner Schulwahl
Oder bei der Bundeswehr
Oder beim Beruf später
Auch durfte er nicht ein Bierchen an der Bar Trinken, als Damenwahl bei der Tanzschule war

Ihm gelingt einfach alles
Ob er sich nun anstrengt oder alles schleifen lässt
Das Glück verfolgt ihn & bleibt ihm hold, wie einst die Pest
Wo er teilnahm, landete er letzten Endes auf dem Treppchen

Er musste immer alles geben
Er konnte einfach nicht entspannen
Sich zurücklehnen
Genießen & gar nichts tun

Für ihn hieß es nie: unter ferner liefen
Ständig war er im Blickpunkt & hatte irgendwas darzustellen
Bestimmt verstellte das auch ihn
Er durfte nie kämpfen
Sich durchbeißen

Es klappte doch alles beim ersten Mal
Ständig wurde er unsicherer & fragte sich:
Ist das noch normal?

Er durfte nie sich in Frage stellen
Seinen Weg neu überdenken
Vom Regen überrascht werden &
Dadurch eine kalte, weckende Dusche erhalten

Er kannte keine Enttäuschung &
Wusste so eine schöne Zeitperiode nicht zu schätzen
Er durfte sich nie aufregen
Er durfte nie träumen

All seine Träume wurden wahr
Er kannte nicht das Gefühl der Gewissheit
Dass alles einen Zweck, eine Absicht hat
Er weiß nicht, wie man hasst

Er weiß nur, was es bedeutet, begehrt zu werden, zu siegen
Er besorgte sich ein Strick

Es klappte beim 1. Mal
Wie immer

Nun kann auch er entspannen
Nun wird er auf Händen getragen

Um ihn ist
Wie immer
Sein Sarg ...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Der Held

Der Held 11/96

Siehe
Da steht er
Der Held

Wie wird er zur Show ge- & bestellt!
Dabei weiß ich gar nicht, ob es ihm gefällt
Es wird gemunkelt, dass er zusammenfällt
Wenn das Licht verschwindet & das Publikum den Heimweg wählt

Nein
Ich akzeptiere ihn nicht
Diesen auserwählten, künstlichen, königlichen Helden

Mein wahrer Held ist mein Nachbar
Er übt richtige Heldentaten aus
Sie sind im Verborgenen & plötzlich da
Er macht keinen darauf aufmerksam

Er spricht nicht von denen
Wenn sie in der Vorbereitung sind
Sondern nur, wenn er sie ausführte &
Wir ihn x-Mal darum baten

Er missachtet das Wort 'Kleinigkeit'
Für ihn ist alles, was er gerade jetzt ausführt & erledigt eine 'Heiligkeit'
Er weiß von der Schwierigkeit
Drei glückliche Tage hintereinander schadlos zu überstehen

Für ihn ist passend der Spruch:
'Wer einen Orden braucht, verdient ihn nicht.
Wer ihn verdient, braucht ihn nicht. '


Des Öfteren öffnete er gewissen Leuten die Augen, auch mir
Mit seinen passenden, einfachen Sätzen wie:
'Mache es doch!'
'Probiere es aus!'
'Weiter geht's!'
'Scheißegal & gerade noch einmal!'
'Warte nicht auf das nächste Unglück,
Sondern analysiere Dein letztes Arbeitsstück &
Rede herbei das scheue & rare Glück'


Gelegentlich ist er auch ein König.
Ihm macht es nichts aus
Wenn er 'nur' der König als Einäugiger unter Blinden ist
Auch das soll man erstmal werden.

Ich versuche
Ab sofort mein eigener
Held
König
Zu werden...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Der Schrauber

Der Schrauber 11/96

Ich bin der Schrauber

Ja
Tagtäglich helfe ich hier
Wenn jemand glaubt bei ihm sei eine Schraube locker

Meist sind es eher nur unauffällige Arbeiten
Sie gehen schnell & locker von der Hand

Weil ich mich bemühe
Weil ich vorausplane & -denke
Weil ich mich konzentriere
Weil ich nur meine Arbeit bei der Arbeit sehe

Ich komme von Abteilung zu Abteilung
Ich erhalte einen gewissen Überblick
Dennoch kann ich Distanz wahren

Nun will man mich entlassen.

Das soll man nur
Ich bin flexibel & motiviert genug etwas Neues zu finden.

Nur
Was die Leute hier ohne einen Schrauber machen, weiß ich nicht
Sicherlich - es ist vernünftig zu rationalisieren
Aber in welchem Maße?

Dafür braucht man kein Seher zu sein
Die Arbeit funktioniert leider/zum Glück nicht von allein
Selber ich
Nur der Schrauber
Bin wichtig
Wann wird das erkannt???

Nein
Meine Mutter heißt nicht Kassandra
Sondern Orakeline
Geboren In der Nähe von Delphi ...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Qual

Qual 11/96

Was ist Qual?

Qual ist nicht
Wenn Du geschlagen wirst
Du kannst den Schläger zurückschlagen oder den Schlägen ausweichen

Qual ist nicht
Wenn Du verlierst
Du wirst auch demnächst wieder siegen

Qual ist
Was Du nicht sehen kannst

Qual ist
Wenn Dir etwas zugesprochen wird wofür Du nicht verantwortlich bist

Qual ist
Wenn nicht auf Deine Person eingegangen wird
Wenn also Deine Taten missverstanden oder gar nicht realisiert werden

Wenn Du Dich nicht rechtfertigen kannst
Wenn Du die Wahrheit nicht zeigen kannst
Wenn das Einfache der Gerechtigkeit vorgezogen wird

Versuche daher andere nicht unnötig zu quälen
Selbstverständlich quäle Dich selber auch nicht unnötig

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Es Gibt Leute

Es Gibt Leute 11/96

Es gibt Leute
Die nur auf Andere schauen
Sie kontrollieren alles & jeden

Sei froh
Dass es solche gibt
Sie geben Wamschüsse ab &
Du erhältst nur einen Schrecken &
Kein gänzlich kaputtes Leben

Es gibt Leute die regen sich sofort auf
Bleibe überlegen & ruhig

Vergesse es & zeige die Wahrheit auf
Ebenso wie ein Wort der Entschuldigung

Es gibt Leute
Die behaupten Logik sei
Wenn man wisse, dass auf dem Alexanderplatz
Sich bald Koreaner tummeln werden
Denn Ost-West gleiche Nord-Süd ...

Die übersehen, dass sie es erkannten, weil sie sich damit beschäftigten
Rege Dich nicht auf wenn sie Dich beschimpfen

Sie sind zu engstirnig
Freue Dich
Königlich
Wenn Du erkennst was die von sich stammeln & geben

Es gibt Leute
Die während ihrer Arbeitszeit spielen, schwätzen & telefonieren
Die sich dann beim Chefcben über zu viel Arbeit beschweren & dann auch noch Recht erhalten

Auch wenn Du es nicht einsehen willst
Halte trotz allem an Deinen Zielen & Idealen fest
Mache Dich dabei aber nicht auf Kosten Anderer fertig
Halte nur durch
Irgendwann erhältst auch Du einen wahren Chef
Der endlich Dich ganz erkennen kann

Es gibt noch so verdammt viele unterschiedliche Leute
Schaue sie Dir alle gelassen an

Versuche dies & jenes
Und vergesse nie:
Es gibt nur etwas Wichtiges:
Dein reiches & Dich befriedigendes Heute...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Der Schauspieler

Der Schauspieler 11/96

Da ist er
Der Schauspieler
Er kann nur noch in seiner Rolle leben & sprechen

Einst wollte er in die ferne, weite, große Welt aufbrechen
Jetzt erhielt er Erfolg vor Ort
Dafür zahlte er einen hohen Preis:

Er verlor sich
Er ist nun ein Abziehbild der Gesellschaft
Er tut alles so, dass sie auch ja lacht
Er versteht sich nicht mehr als Charakter
Sondern als Marionette

Er verlor die Zuversicht & Geduld
Er wechselte nicht den Regisseur
Das Stück
Die Bühne...

Weshalb ging er so auf?
Warum hielt er nicht an seinen Idealen fest?
Wieso erkannte er nicht, dass sämtliche Leute Schauspieler sind?

Sie kennen nur das notwendige Vortäuschen &
Sagen Ausreden
Die für die Frager darstellen einen rechten Segen
Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen
Sie werden nicht angegriffen
Sie fühlen sich bestätigt

Zu gern lassen sie sich Salz in die Augen streuen
Denn sie sind zu müde zum Aufbäumen
Sie verloren zu viele Ideale

Sie fordern eine einfache Welt:
Es soll alles funktionieren in der auch so Realen
Sie wollen gar nichts Neues
Die alte Schau darf immer wieder gezeigt werden
Da kennen sie sich aus
Sie können den Text mitsprechen.

Habe darum kein Mitleid mit dem Schauspieler

Vielleicht
Ist das wirklich
Seine Rolle...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Die Schlange

Die Schlange 11/96

Ich brauche
Abwechslung
Tapetenwechsel
Neue Sichtweise
Etwas Abstand &
Besinnen

Nun bin ich in Afrika
Umgeben von Deutschen
Alles scheint wie in Deutschland zu sein
Hurra

Jetzt fahren wir mit einem Jeep
In mir keimt das Leben auf
Ich frohlocke
Ich will nicht mehr, dass ich stocke
Immer weiter rollen
Kein Moos ansetzen

Was ist da los?
Wir halten an
Meine Mitfahrer stoppen & unterbrechen abrupt die Gespräche
Warum?

In unserem Wagen trollt sich gar fröhlich eine Schlange umher
Leute, was ist los?
Es ist nur eine Netzpython
0oo wie ich die Schlangen liebe und bemitleide
Sie kriechen ewig am Boden
Ihre Füßchen sind gänzlich verschwunden
Sie werden verehrt & gehasst

Sie haben besondere Kräfte
Sie
Die Seelentiere
Orakeltiere
Hüterin von Tempel, Unterwelt & Schutzgeister
Unreine & Klugheit &
Die, die das Symbol der Ärzte darstellen
Was habt Ihr?

Ich kann mich nicht satt sehen an ihr
Ihr wollt aber nichts mit ihr zu tun haben
Ihr macht das, was ihr könnt
Weggucken & Hoffen, dass Ihr nicht den Kelch
Meist von Euch selber vergiftet,
Austrinken müsst
Ihr habt Angst & wollt Euch nicht bewegen

Darüber wundere ich mich

Warum berührt sie mich nicht?
Weshalb bin ich in der Lage klar & ruhig & souverän zu denken?

Die Anderen wollen nicht die Aufmerksamkeit auf sich lenken
Nein
Sie sind die Hasen:
Immer gejagt
Immer alles gefallen lassen
Sie sind gelähmt & starr vor Angst.

So werde ich sie anpacken
Ich gab ihr, ihre Freiheit zurück
Mir schien, als wäre sie ganz entzückt

'Danke, dass Du mir die Grenzen aufzeigst
Ich fühle mich von Jedem & Allem gereizt
Ihre Furcht nährt mein Selbstvertrauen & Mut
Doch auch ich benötige eine Pause. Danke.’


Sagte sie das zu mir?
Ich wundere mich

Bitte entferne auch Du Deine Schlangen
Du erlöst damit alle...

(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)

Sonntag, 23. April 2006

Corinna

Corinna 10/96
(zum 28.10.96)

Du Liebe
Du hast heute Geburtstag
Das ist wunderbar!
Und was erhältst Du?
Den von Dir gewünschten Schlüsselanhänger

Du meinst
Du brauchst nur Immaterielles in diesem Jahr
Na gut
So soll es dann auch sein

Zu gewissen Fragen hast Du Dir die Antworten zu geben

Sollten Unerwünschte auftreten
Dann hast Du noch 1 Jahr Zeit sie zu ändern

Fragen hingegen gewisse Leute Dich Unerwünschtes
Dann hast Du nicht zu antworten
Die Fragen haben Dir dann nichts auszumachen

Du brauchst Dich garantiert nicht in Frage zu stellen
Einige lieben es einfach
Zu quälen

Du
Du sei einfach nur
Du

Werden einige Aktionen von Dir missdeutet
So weiß ich nicht, was es für Dich bedeutet
Du brauchst doch nicht immer Stellung zu beziehen & Dich zu rechtfertigen.

Ja
Ich bitte Dich:
Quäle bitte Dich selber nicht!
Du machst Dich so nur verrückt & weißt hinterher
Gar nichts mehr. Du...

Wer bist Du?
Das fragst Du?
Du weißt es nicht?
Du bist doch die Schwarze 8
Ohne Dich funktioniert das Spiel
Und alles Andere
Rein gar nicht!
Nur mit Dir kann man an das Ziel gelangen

Du bist wen man zuletzt sehen möchte
Zu Dir möchte man nämlich sagen 'Gute Nacht'

Wenn man Dich zu früh einlocht
Hat man gleich verloren
Berührt man Dich frühzeitig
Ist gleich der Gegenspieler am Zug
Du bist das wichtigste Stück
Nur mit Dir erlebt man das wahre Glück

Werde Dir darüber bewusst &
Sei entsprechend Stolz

Vergesse das bitte nicht
Liebe Corinna
Immaterielles ist oft arg kompliziert & äußerst schwierig

Mache es Dir doch nicht unnötig schwer
Das Schwere kommt ungelegen & ungebeten &
Von ganz alleine

Das alles dachte sich aus &
Schrieb auf Per

*Alles Gute & Herzlichen Glückwunsch!!!*

(eingegeben 23.04.06- ausgedacht 10 1996)

Verständnis-Problem

Verständnis-Problem 10/96

Ich verstehe so Einiges
Nicht

Warum geht gerade bei demjenigen die Bombe hoch
Der sie als Einziger versuchte zu entschärfen?
Während all die Anderen ihre Bomben gar fröhlich ticken lassen?

Weshalb wird der Gelegenheitsdieb- sein 1. Diebstahl- erwischt?
Während der Berufskriminelle öffentlich, lächelnd
Seinen '1.000sten-Einbruch-ohne-entdeckt-zu werden' feiert?

Weshalb verlangt jeder Menschlichkeit
Wenn es aber einer ist, warum wird er dann gnadenlos ausgenutzt?
Wieso bedeutet für einige Leben 'Sehnsucht nach Maschine sein'?
Wenn das erreicht wurde 'Sehnsucht nach Mensch sein' usw.?

Aus welchem Grunde herrscht Ungerechtigkeit?
Warum denkt ein Jeder, gerade er sei am stärksten davon betroffen?
Weshalb hantieren Einige mit Furcht verbreiten, wenn sie auch Freude & Hoffnung versprühen könnten?
Wieso übersteigen manche Träume die Größe des Herzens?
Warum verzichtet mancher zu gerne auf das bevorstehende, reizende, tatsächliche Tun
Und zieht das ungewisse Später vor?
Warum türmen sich gar künstliche, imaginäre Berge in der Ebene auf?

Weshalb würdigt man nicht die Erfahrung Anderer?
Was hält einen davon ab, laut zu denken &
So mit einem Kollegen die optimale Lösung zu finden?
Wieso resigniert man, indem man behauptet,
Dass die Alternative nie zu finden sei, man versuche nur die Auswirkungen zu minimieren?

Gibt es einen Grund, warum man es nicht gutheißt, vorerst nur Copilot zu sein,
Anstatt von Anfang an ein ganzer Pilot?
Wieso versuchen Einige ständig 'Rollende Steine' zu sein?
Haben die sonst Angst, Moos anzusetzen?

Warum macht man immer das Richtige im falschen Augenblick &
Das Falsche im richtigen Moment?
Warum macht man Andere auf gewisse zukünftige Taten aufmerksam,
Anstatt sich zu gratulieren für bereits erfolgte, bestandene Prüfungen?

Weshalb verschleudert man große Worte,
Anstatt kleine Taten tatsächlich auszuführen?

Wieso legt man erst richtig los, wenn es vorbei scheint?

(eingegeben 23.04.06- ausgedacht 10 1996)

Gedichte

Gedichte 10/96

Gedichte sollen sich reimen
Sie haben kurz, präzise & knapp zu sein
Schreib bloß nie in Sätzen
Orientiere Dich an große, bekannte Künstler Deine eigenen Gedanken sind uninteressant
Passe sie an
Forme sie um...

Nein
Für mich sind Gedichte
Frei
Von
Irgend
Welchen
Vor
Schriften
Frei von Standarden

Gedichte sind meine Gedanken
Ich schrieb sie auf

Gar nicht
Unbedingt zum Gefallen

Sondern um meinen Kopf zu entleeren.

Ich schreibe also nicht um von Mehreren bestaunt zu werden
Ich schreibe für mich

Gedichte sind Gedanken
Diese sind frei

Wer Gedichte liest
Möchte neues Denken erfahren

Er will nicht dasselbe mit anderen Wörtern sich aneignen
Kannst Du das je begreifen?
Warum beginnst Du dann nicht mit dem gar herrlichen Schreiben???

(eingegeben 23.04.06- ausgedacht 10 1996)

Samstag, 22. April 2006

Weltreise

Weltreise 10/96

Ich besuchte nun sämtliche Kontinente
Und was habe ich davon am Ende?

Ich sah so einiges
Jedoch stellte ich es mir anders vor:
Ich wollte Leute treffen
Konnte aber nur mit demselben Schlag reden
Irgendwie war es ja doch ganz nett
Aber trotzdem fühle ich etwas was fehlt

Jetzt verbringe ich gerade
Meine Tage
In meinem Geburtsort
Hier verlange ich gar nichts:
Keine Leute
Keine interessanten Gespräche
Keine eigenartige & merkwürdige Kultur
Hier will ich leben & wohnen nur
Ruhig
Mit wenig Komfort

Ich sehe einen kleinen Jungen auf einmal
Er grinst nur
Ob ich ihn mal anrede?

Ja!
Auf der Stelle

'Du Junge weshalb bist Du so froh?'

'Was soll ich mehr verlangen...?'

'Du könntest Dir die Welt anschauen!'

'Auch hier ist die Welt
Meine Welt!'


'Du könntest feststellen, was Dir eher gefällt Island oder Südafrika!'

'Na und?
Da war schon mancher da
Er vermisste nur
Die gute, alte Heimat...'


'Aber Du musst doch aufbrechen, irgendwann!'

'Das wird man sehen- dann!
Jetzt gibt es hier viel zu entdecken!'


'Möchtest Du nicht Deinen Horizont erweitern?'

'Doch- schon gerne, zunächst muss aber eine Grundlage da sein.'

'Du, Junge-
Darf ich mich neben Dich für eine kurze Weile setzen?'

'Bitte, gerne, ich tue gerne mit Euch Viel-Gereisten schwätzen...'

'Erzähle mir bitte von Deiner Welt'

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Am Boden Liegend

Am Boden Liegend 10/96

Am
Boden
Befinde ich mich

Ich kann mich einfach nicht mehr aufraffen
Ich verkomme noch zum hilflosen & lächerlichen Affen
Nein!
Weshalb?

Weshalb machst Du keinen Halt?
Warum bleibst Du nicht für eine Weile liegen?
Nur ausstrecken, Gedanken fassen & sich selber finden?
Erkennen, dass es so eine neue Sichtweise gibt?
Es so auslegen, dass ein unerwarteter & -hoffter Fall irgendwie doch noch zum zeitversetztem Aufstieg wird?

Ja
Vergleiche Dich mit einem Fußballspieler

Ja-
Der da drüben- der Stürmer!

Er befindet sich übelst gefoult am Boden
Dennoch ist er durchaus bereit
Den Ball irgendwie über die Linie zu bugsieren

Tue Du das bitte auch
Du brauchst doch gar nicht immer aufrecht stehen
Um ein Tor zu erzielen...

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Tauschgeschäft

Tauschgeschäft 10/96

Ständig muss man tauschen
Ist nichts zum Tauschen da
Sind kaum noch Interessenten da

Gibt man einfach nur aus Fürsorge & Mitleid
Stehen sie vor der Tür
Bei der nächsten Gelegenheit.

Sperrt man sich sehr gegen das selige Geben & gibt man dann doch was
Sind sie sehr erfreut
'Er,
Ja er!
Hat mir was gegeben
Welch ein Segen!'


Spricht sich Dein vieles Tauschen herum
Verlierst Du die treuen Stammkunden

Du merkst:
Wie Du tauschst, das ist egal
Hauptsache man erkennt bald Dein persönliches Trübsal

Deshalb ertausche Dir das
Was Du wirklich gebrauchen kannst &
Was entsprechend einen hohen Wert für Dich hat

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Der Vortrag

Der Vortrag 10/96

Alle sind sie versammelt
Sie harren aus &
Wollen erfahren was ein Jeder von sich stammelt

Der Erste spricht nur liebliche Themen an
Der Nächste sagt nichts aus
Aber er kann reimen
Der Sechste schneidet sogar schon arg gefährliche Themen an...

Ich spreche von mir
Von meinen Gedanken
Von meinen Erfahrungen
Von meinen Enttäuschungen...
So kommt erstmals Bewegung in den Reihen:
'So eine Schweinerei- er trägt real vor!
Er macht uns nichts vor!'


Nur einer hört mir ganz gespannt & gar ehrlich zu
Du!
Was will ich mehr?

Muss man sich tatsächlich entscheiden:
Entweder ganz viele oder einer ganz???

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Nein

Nein 10/96

Nein, nein, nein
Ich bekomme es nicht über die Lippen
So sehe ich so Manches entschwinden

Viel habe ich zu bewältigen
Es wird nicht -nie?- weniger

Ich kann ja nicht 'Nein' sagen...

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Wahl

Wahl 10/96

Zur Wahl stehe ich bereit
Bitte wählt ja mich aus
Ich brauche die Auswahl
Jeder braucht die Bestätigung
Das Leben wird zur reinsten Qual

Mit der Wahl
Startet etwas Neues
Mein Tun & meine Person werden bestätigt.

Die Wahl fiel auf einen Anderen
Wieso nur?

Hätte ich mich einstellen auf des Wählers Stimmen sollen?
Hätte ich mich ausruhen sollen?
Sollte ich mich nur auf diesen Tag konzentrieren?

Ich weiß es nicht...
Was meinst Du?

Die nächste Wahl kommt bestimmt...

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Privat / Büro

Privat / Büro 10/96

Ich möchte es nicht trennen
Ich möchte mich gleich bewegen
Ob als Privatmann
Oder während meiner Arbeit

Meine Gedanken offenbaren will ich den Kollegen
Verstecken möchte ich mich nicht
Ich probiere es aus

Fehlgeschlagen
Ehrlich & naiv gab ich bekannt
Was mir aufschlug auf meinen Magen

Es wurde weitergetratscht
Wir sind im Krieg hieß es
Die Gegner warten nur auf ein Straucheln
Dann stoßen sie zu

Ich verstehe es nicht: wozu?
Weshalb können sie das Zeichen nicht verstehen?
Friedlich & zuvorkommend- menschlich!- miteinander umgehen
Ein wenig Aufmunterung tut uns doch allen gut

Mich verliert der Mut

Es gibt nur eine Einsicht:
Eine Trennung muss her
Eine Trennung Privat/Beruf

Diese Erkenntnis schmerzt mich sehr

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Puffer

Puffer 10/96

Ich brauche einen Puffer

Etwas was mir Sicherheit gibt
Etwas was Abweichungen relativiert.

Zufrieden ist man
Wenn man ihn nicht braucht.

Zufrieden ist man
Wenn man ihn gebrauchen kann.

Richte ihn Dir doch auch ein.
So könnte er auch Dir nützlich sein....

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

So Tun Als Ob

So Tun Als Ob 10/96

Heute beschloss ich immer
So tun, als ob ich zufrieden sei
Als ob alles klar läuft
Als ob ich alles verstehe...

Dadurch rede ich es mir selbst ein
Unerwartet klappt alles dann
Wie ich darauf kam?

Ich stellte fest
Dass zu spät gelegentlich wahre Maßnahmen gezogen werden
Dass im Nachhinein eine Sache als einfach erkannt wird
Wenn eine vermeintlich schwierigere Angelegenheit da ist
Dass man kann, wenn man muss

Probiere es doch einfach auch selber aus

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Das Duell

Das Duell 10/96

Ich lernte immer artig, fair & brav zu sein
Des Anderen Ehre & Würde zu achten
Nie hinterlistig sein
Nie nach mehr als nötig zu trachten
So will ich dann auch das bevorstehende Duell führen
Ich wurde herausgefordert.

Wir sitzen hoch zu Pferde
Unsere Lanzen treffen sich
Seine bricht ab
Er greift zum Kurzschwert
In altritterlicher, üblicher, fairer Manier wechsele auch ich die Waffe
Auch bei diesem Kampfe
Bleibe ich der Sieger

Nun schwingen wir den Morgenstern
Meine Kraft wirft ihn zur Erde
Die Menge johlt
Sie verlangt, dass mein Pferd ihn tot trampele
Das ist doch nicht fair!

Ich springe vom Pferd
Werfe sämtliche Waffen weg
Eile zu ihm
In der Hoffnung ihm helfen zu dürfen
Er rührt sich nicht
Atmet er überhaupt noch?
In mir rühren sich aber Schuldgefühle.

Ich wende mich ab

In mir bohrt sich
Ein kleiner Dolch von hinten ein
Einmal
Zweimal
Dreimal

Ich fühle mich schwerelos
Frage mich woher der Dolch
Kam
Und höre von weitem ihn verhöhnen
Meinen Namen und außerdem:

Du
Überprüfe Deinen letzten Stoß
Lasse Dich nicht täuschen
Überprüfe das Geschehene
Nutze gnadenlos Deine Möglichkeiten
Ich danke Dir
Und grüße die braven, ritterlichen, lieben Toten von mir
Von mir
Dem einzig wahren Überlebenskünstler...

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Lasse Sie

Lasse Sie 10 96

Sie meint sie wisse wie alles funktioniert
Sie redet in meine Vorstellungen, Träume & Gedankenpyramide
Sie zerstört meine Ansichten, meinen Glauben & meine Hoffnung
Sie will dass ich lebe & denke & fühle wie sie

Lasse Sie

Was sie sagt das nimm auf & verdaue
Stelle Dich unwissend & gebe an, dass Du Dein Verhalten bedauere
Dann wird sie sich öffnen & Dir mehr offenbaren
Vielleicht fand sie ihn sogar ja,
Ihn, den einzigen Weg, den einzig-wahren

Verbaue Dir doch nicht unnötig neue Impulse
Überdenke ihr Geschwätz
Vielleicht ist doch ein Funken Wahrheit darin enthalten
Dann sei froh Du kannst es immer noch & wieder ändern
Zerstört sie Dich
Dann baut sie etwas Neues auf

Lasse sie Dich formen
Formbar ist nur, was noch nicht fest ist & was sich formen lässt
Sei dankbar,
Dass es sie gibt
Sie zeigt Dir unbekannte Punkte & Welten.

Lasse Sie

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

Hetzjagd

Hetzjagd 10 96

Ich bin auf einer Hetzjagd
Gehetzt werden die Andersdenkenden
Und ich

Ich wusste
Es war nur eine Zeitfrage bis sie eröffnet wird
Entsprechend war ich vorbereitet

Nun sprinte ich vor
Viele können mir nicht folgen

Im undurchdringlichen & kühlen Wald verberge ich mich
Ich brauche eine Pause
Ging ich die Jagd zu schnell an?
Sollte ich meine Kräfte einteilen & kompensieren?
Na und- ich bin noch längst nicht dran

Na nu?
Sie holten meinen Kollegen ein
Immer wollte ich sein Beschützer sein
Nun bin in Sicherheit & er …?
Ich empfinde dies nicht als fair
Jedoch: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Dennoch gehe ich zurück
Will kämpfen

Nun befinde ich mich bei unserer Nachhut
Ich schleppte noch einige Freunde mit
Wir können sie stoppen
Einige von uns können entfliehen
Letzten Endes sind wir am Siegen

Jetzt schickte ich den Rest fort
Eiligst ließen sie mich zurück
Nun bin ich alleine
Warte auf die Verfolger

Na nu?
Ich höre Wortfetzen eines Skatspiels
‚… 18 … 20 … weg …’
Da will ich hin

Der Spielers’ Sachen liegen unerkenntlich im Dreck

‚Hallo Ihr Freunde- worauf wartet Ihr hier?
Wollt Ihr nicht weiter?
Euch in Sicherheit bringen?
In Sicherheit vor dem unbarmherzigen, verabscheuungswürdigen, verachteten Verfolgerpack?’

‚Nein- wir sind das Verfolgerpack
Wir wollten uns vom Wege ab begeben
Wir haben das Jagen satt
Doch Du sagtest zu viel
Du lässt uns leider keine Wahl…’

Oh- das war nicht gut
Denn daraufhin zogen sie ihre Uniformen an
Nun müssen sie ihrem Beruf & Ruf nachgehen & gerecht werden
Nun sind sie wieder alle gleich

Jetzt bin ich doch noch dran
… weg …

(eingegeben 22.04.06- ausgedacht 10 1996)

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