Sonntag, 16. April 2006

Biene

Biene 10 96

Eine Biene verirrte sich in meiner Kammer
Oh- siehe
Was für ein Jammer

Sie stößt ständig gegen die Wand an
Spürt sie es denn nicht?

Das erlösende Fenster ist doch weit offen
Die Tür auch
Viele Öffnungen des Hauses bieten sich ihr an
Die Freiheit ist erreichbar
Doch sie?

Was heißt sie?
Wann werde ich wieder Biene spielen?

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Relationen

Relationen 10 96

Ich bin unglücklich
Da die Sonne nicht scheint

Er ist unglücklich
Da Wurst anstatt Käse auf seinem Doppeldecker-Brot ist

Sie ist unglücklich
Da sie 1 Gramm zunahm

Sie sind unglücklich
Da sie ihre Wohnung verloren haben

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Vietnam

Vietnam 10 96

Da
Etwas Neues von den
Anti-Kriegs-/ Vietnam-Filmen
Ja
Wieso denn nur?

Ich möchte das dort Erlebte verdrängen
Gewisse Leute können sich nicht daran satt sehen

Zuerst war selber ich begeistert
Ich kleiner, unbedeutender Mensch durfte ‚Lieber Gott’ spielen
Richten über Tod & Leben
Durfte am großen Spektakel teilnehmen

Viele meiner Bekannten waren vor mir auf diese
Abenteuer- & Expeditionsreise geschickt
Diese Glücklichen
Durften vor mir etwas für unser Land
Sogar für die Allgemeinheit
Vollbringen

In Vietnam
Trauer
Angst
Ablehnung
Sabotage
Missgunst
Ungewissheit
Qual
Pein
Tod …
Nein- ich möchte bloß noch das Erlebte verdrängen

Wieder daheim
Wurde ich zum Ausgestoßenen
War nicht mehr in der Lage zu kommunizieren & zu gehen
Wo ist nun meine Heimat?
Wo bleibt der Dank?
Die versprochene Ehrung?
Wiedergutmachung?

An wen kann ich mich wenden?
Wer wird das alles je verstehen?

Ich möchte bloß noch das Erlebte verdrängen …

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

More Sweat In Peace, Less Blood In War

More Sweat In Peace, Less Blood In War 10 96

Yes- we’ve war time
Once I even longed for it
But now I don’t know why

We had been told to have the honour of helping our country
We had been blinded by several nice pictures & speeches
We were thrown into it without realizing it
We told ourselves how proud we really were

No- we were not forced
We all wanted it &
Didn’t have to …

Yes- it was our own mission
Our decision
Our challenge

Firstly I was lucky to be here
I was full of plans
Hope
Ideas
When came the moment when I began to hate it?

As realizing having a responsibility?
As noticing having changed fun into real life?
As loosing my religion?
As loosing my euphority?
As remembering having sweat so much in peace & as longing for less blood in war?
As realizing having no chance to change anything at all?
As realizing being a marionette
A fucking little number?
One of a million?
Is it all in vain?

No- you still do blood
But after having get used to it in peace
You don’t feel too much pain anymore

Yes- it has became normal for us
Everything
Somehow …

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Gesagtes

Gesagtes 10 96

Des Öfteren frage ich mich
Was ich denn nun schon wieder von mir ließ
Ob ich denn nicht wisse
Dass Gesagtes haften bleibt
Es kann durchaus zwischen einem stecken bleiben

Durch mein Sagen wurde mein Gehirn entladen
Hinterher fühle ich mich frei
Und besitze dann endlich wieder den Hang Neues aufzunehmen

Mitunter entpuppt sich das Gesagte als Bumerang
Entsprechend vorsichtig gehe lieber mit diesem Spielzeug um
Es haute schon gar zu viele um
Die nicht wussten, dass Gesagtes wohl durchdacht sein sollte
Denn Du schickst es alleine auf die Reise
Du kannst es nie mehr ändern oder richtig stellen
Es gilt & steht für sich alleine
Du kannst dementieren, argumentieren-
Jedoch warum darüber diskutieren?

Du bist der alleinige Absender
Ein jeder der Empfänger

Gelegentlich kommt es auch schon mal vor
Dass er es nicht erhält oder
Alleine liest oder
Für sich behält
Er
Der wahre, eigentliche Empfänger

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Geburt & Tod

Geburt & Tod 10 96

Bei meinem linken Nachbarn wird morgen jemand geboren
Bei meinem rechten Nachbarn ist gestern einer verstorben

So eng liegt alles manchmal bei einander
Und doch so unterschiedlich
Unnütz den Grund zu erfragen
Man kann ihn nicht einmal erraten
Man sollte sich bewusst sein: es gibt Geburt & Tod
Beides lernt man mit der Zeit entsprechend zu schätzen

Wenn jemand geboren wird, so freue Dich mit ihm
Wenn jemand sterben darf, so freue Dich mit ihm

Schön ist es gewiss für andere zu empfinden
Jedoch könnte so
Dein eigenes Leben
Deine Gefühle
Dein Auf & Ab des Lebens
Deine Freude
Entschwinden …

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Perfektion

Perfektion 10 96

Sollte man nach Perfektion streben?

Immer präziser?
Immer genauer?
Immer gelangweilter?
Immer korrekter?
Immer routinierter?
Immer abgeklärter?
Immer souveräner?
Immer abgebrühter?
Immer unmenschlicher?
Immer demotivierter?
Immer unglücklicher?
Immer maschinenähnlicher?
Immer allgemeiner?

Du wähnst Dich als perfekt?

Gut
Dann warte ein kleines Weilchen
Demnächst
Gar zu bald
Wird auch Dir schon wieder etwas Unperfektes über den Weg schleichen

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Berges-Innere

Berges-Innere 10 96

Im Innern eines Berges befinde ich mich
Die Meisten schauen ihn sich nur von außen an
Nicht ich
Ich gehe dem Ganzen auf den Kern

Immer tiefer & tiefer
Meine Augen müssen sich an das Finstere gewöhnen
Sollen sie nur
Sie wollen mit mir reden
Sie fangen an zu träumen
Nein- ich bleibe stur

Meine Ohren machen auf sich aufmerksam
Sie verstopfen
Ich kann kaum noch was hören
Na und?
Was gibt es hier schon zu hören?

Meine Hände wollen endlich was spüren
Sie wollen fühlen
Nein- das dürfen sie nicht
Der Herr bin ich

Meine Haare verkleben
Sie hängen mir im Gesicht
Nein- ich pflege sie nicht
Für wen?

Meine Nase ist verstopft
Ich kann kaum noch atmen
Weshalb konnte sie mich nicht vorher warnen?

Ich muss hier raus & weg
Zu lange sah ich nur eine Sache
Ich vertiefte mich zu sehr in ihr
Ich kann nur noch das Berges-Innere sehen

Nein- ich will alles & anderes sehen
Täler, Wiesen, Meere, Leute, Tiere-
Ab wann ist man zu tief im Berges-Innere?

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Mein Abend

Mein Abend 10 96

Heute Abend wird mein Abend sein
Ich beschloss dies gerade

Ich möchte mich einfach nur entspannen
Nichts in Frage stellen
Nichts verlangen

Zurücklehnen
Genießen &
Fröhlich sein
Nicht großartig vorausplanen

So könnte ja eigentlich auch mein gesamtes Leben sein …

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Vase

Vase 10 96

Zerbrochen habe ich sie
Ich weiß selber gar nicht mehr wie

Es zählen doch nur die Resultate
Tatsache ist: sie ist zerbrochen
Ich will nicht mehr

So langsam wird mir überhaupt erst bewusst
Was ich habe verbrochen
Ich zerstörte das beste Stück

Wer sonst?
Es ist doch sonst niemand mehr hier
Deshalb breche ich nun auf
Ja- ich will bloß noch raus, raus, raus …

Aus meinem sicheren Versteck
Verfolge ich die Suche nach mir
Wie gut: sie werden mich bestimmt nie finden hier

Nun sind Tage vergangen
Ich sehe meine Geschwister schwarz behangen
Ich höre sie reden-

Unser Vater war von Anfang an dagegen
Nur er erkannte die zerbrochenen Scherben
Nur er wusste unsere Mutter wird den Schmerz nicht überleben
Wir sollten alle bloß getestet werden

Die Scherben sind aus Plastik gewesen
Sind nur eine Attrappe
Warum ist er so geschwind geflohen?
Weshalb zog er nicht vor das Übliche lügen?

Auf der Suche
Stolperte sie über eine Wurzel der Buche
Sie kullerte gar lieblich den Berg hinunter
Als wir unten endlich auch ankamen sprach sie gar munter:

Wie gut, dass ich sterbe. Wie könnte ich leben ohne mein bestes Stück?
Ich bin mir völlig sicher, dass er wiederkehrte, wenn er noch lebte.
Ach nee- mein bestes Stück ist & bleibt tot.

Weshalb sollte ich nun noch leben?
Weshalb erkennen wir erst zu spät was wirklich zählt?
Wie der Engländer zu sagen pflegt:
Why do we learn to love only if it’s ending?

Warum werden wir immer wieder tagtäglich erneut auf die Probe gestellt?
Wann erkennen wir endlich die Attrappen des Lebens?
Wieso lassen wir uns nicht Zeit & Geduld?
Weshalb durchschauen wir nicht unsere Mitmenschen?
Erkennen deren Gedanken?

Ist der Mensch nicht immer bereit
Zum Reden?
Vergessen?
Verzeihen?

Er mag bloß nicht unter Zeitdruck sein
Er mag es
Wenn wir alles geben
Ihn frühzeitig warnen
Auf Missstände aufmerksam machen
Wieso nur machen wir uns ständig so verrückt?

Aus welchem Grunde hören wir nicht auf unsere englischen Nachbarn:
Why do we think of problems we may never have?

Never mind

Ich werde mich wohl doch auf den Todes-Sprung begeben…

Bye-bye!

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Geduld

Geduld 10 96

So schnell verliere ich sie
Ich weiß nie
Wann der rechte Zeitpunkt da ist

Wohl weiß ich
Wann er da gewesen ist
Und dass man ihn hätte genießen müssen
Dass Ungeduld schon manchen falschen Schritt hervorbrachte

Ich befürchte durch Geduld
Zu träge
Zu lahm
Zu uneigennützig
Zu einfach ausnutz- & berechen-bar zu werden

Vielleicht fehlt mir die Geduld
Lange auf das ersehnte Glück zu warten
Ich will es sofort & gleich

Wie & wo lernt man die wahre Geduld?
Bin ich geduldig genug dies herauszufinden?

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 10 1996)

Sicherlich

Sicherlich 08 96

Sicherlich
Man fühlt sich leer
Wenn alte Bekannte einen meiden
Wenn sie Gerüchte über einen verteilen
Wenn Geheimes allgemein & bekannt wird
Wenn der gute, alte Freund auf das herumreitet was einem am meisten am Herzen liegt

Gerade hat man’s doch noch gesagt
Und so was?
Warum?
Warum die Hetzkampagne?
Wann hat man ihn verärgert?
Wieso machte er mich nicht früher darauf aufmerksam?
Weshalb musste ich immer so offen & laut denken?
Habe ich ihn verletzt?
Habe ich ihn verkannt?
Je gekannt?
Ihn- den guten, alten Freund?

Nein, nein, nein-
Was war sei Dir einerlei
Nimm Dich doch selber nicht so wichtig
Du verbrachtest doch eine schöne angenehme Zeit
Bereue nichts
Hinterfrage nichts
Lasse Vergangenes vergangen sein
Sprich mit ihm darüber- aber nicht mir Dritten

Sicherlich
Du wirst Hintergründe erkennen
Wirst Du Dich auch ändern?

Man sieht so manches als schwachen Trost
Jedoch lasse wenigstens den zu
Dann ist der Anfang gemacht
Du stellst fest
Jawohl- es hat wieder mal etwas geklappt
Das ist Dein Verdienst

Betrachte nun alles wieder nicht zu mies
Bedenke
Du wirst neue Leute finden
Alte verlieren
Neue Alte treffen

Sicherlich …

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 08 1996)

Ruhe

Ruhe 07 96
(Dank an den unbekannten Verfasser- fügte eigene Gedanken hinzu)

Während die Erde sich rasend schnell um die Sonne dreht
Die Planeten kreisen
Die Stürme über die Meere peitschen
Der Wind den Regen über die Länder treibt
Die Wüsten in Bewegung sind
Die Menschen von einem Ort zum anderen hetzen
Höher
Weiter
Schneller

Gibst Du mir was ich brauche
Auch wenn Du selber nicht immer darüber verfügst
Diesen einen Moment
Ruhe

Hab Dank!

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 07 1996)

Verliebt 07 96

Verliebt 07 96

Du möchtest verliebt sein
Du hältst es nicht mehr aus
Dieses leidige allein sein

Du meinst wenn Du ihn gefunden hast
Bringt das Leben wieder Spaß
Mit dem Freund wird alles wieder herrlicher
Du kannst lachen
Diskutieren
Dich erleben
Zu hören
Traurig sein
Still sein
Einfach nur vorhanden & Du sein
Du kannst Dich zurücklehnen
Dich verwöhnen lassen
Neue Ideen erhalten
Alte verstärken

Ja- das ist wohl recht
Du scheinst mal verliebt gewesen zu sein- in echt!
Aber warum kannst Du nur leben mit ihm?
Wieso kann nur er das Wunder vollbringen?
Warum kannst Du Dich nicht selber bezwingen?

Du seiest Dein bester Freund
Du weißt was ich will
Auch Du kannst Dich verwöhnen
Dir Mut zu sprechen

Du brauchst lediglich aufzubrechen
Sehen wollen
Dann wirst Du auch wieder herumtollen
Du wirst feststellen, dass Du einiges kannst
Und verstehen, dass Freund haben nur eine Ausrede
Eine Flucht war

Bekämpfe was Dich am meisten bedrückt zuerst

Schön ist es zu lieben
Schöner ist es geliebt zu werden
Am schönsten ist zu leben

Vergieß das nie
Genieße das allein
Sein
Das hat auch seine Vorteile

Welche?
Du weißt es nicht?
Dann sei von jetzt an erpicht es herauszufinden- bitte
Sei
Doch so lieb!

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 07 1996)

Orientierung

Orientierung 07 96

Wohin?
Was tun?

5 Meter
Von mir ist der Vulkan
Siehe wie er brodelt & eifrig spuckt
Gelegentlich kommt sogar etwas Magma hervor

4 Meter
Von mir ist der Sumpf
Er ist unbarmherzig & siehe wie er eifrig schluckt
Jeden der sich ihm nähert

3 Meter
Von mir ist die Schlucht
An ihrem Ende lauert tosend das todbringende Wasser

2 Meter
Von mir ist er
Der eifrige Massenmörder

Mein Schatten ist 1 Meter von mir entfernt
Auch er hatte einst den Eifer kennen gelernt

Wovor hast Du Angst?
Warum verlierst Du nach & nach die Orientierung?
Und Deine Fassung?
Den Rahmen?

Ist Dir denn nicht bekannt?
Ein Lava-Ausbruch kündigt sich rechtzeitig früh an
Nutze die Zeit & sei für den großen Augenblick bereit

Den Sumpf umgehst Du am besten weiträumig
Oder marschiere durch den Morast mit einem erfahrenen Führer
Oder Du trocknest nach & nach dieses unwegsame Gebiet aus

Die Schlucht braucht Dich nicht anzuziehen
Es gibt immer irgendwo eine Spalte die Du mit Leichtigkeit überspringen kannst
Oder Du baust eine Brücke darüber
Oder Du schleppst einen Fall-Schirm mit Dir umher für den Not-Fall

Der Massenmörder kann nicht ständig seiner Arbeit nachgehen
Selber er muss sich mal erholen
Ziehe Dir eine kugelsichere Weste an
Lerne Dich zu verteidigen
Angriff ist die beste Verteidigung
Meide sein Revier

Du bist verantwortlich für Deinen Schatten
Lebst Du auf geschieht dasselbe automatisch mit ihm
Deshalb erkenne was Dich aufleben lässt wie Sauerstoff & frische Luft

Begebe Dich an & in die Luft
Vor allem, wenn Du Dich als Sisyphus wähnst
Wenn Du Dich tagtäglich quälst
Immer dasselbe
Immer am nächsten Morgen
Aufstehen mit denselben Sorgen
Arbeiten am gleichen Berg
Schubsen & schieben dieselbe ruhige Kugel

Warum stört Dich das?
Verleiht Dir es keinen Spaß?
Du weißt schon genau was herauskommt
Was Dich am nächsten Tag erwartet
Du weißt auch noch morgen beschäftigt zu sein-
Wann machst Du das was Dir gefällt?

Siehst Du das nicht ein?
Dann lasse doch Dich Dein privater Ikarus sein
Flattere ein wenig in die Höhe
Ja- zuerst musst Du rudern, um nach oben zu gelangen
Dafür darfst Du später Dich gleiten lassen
Musst dann nur noch gelegentlich die Flügel bewegen um etwas abzuheben

Hebe jedoch nicht zu hoch ab
Du brauchst die Sonne nicht zu erreichen
Da löst sich höchstens das Wachs auf

Vernachlässige nicht Dein Flügelschlagen
Du stürzt sonst zu geschwind ab
Wähne Dich im Fesselballon
Deine Fesseln kannst Du selber ständig lösen
Wirf manchmal Ballast ab
Verfolge Dein Ziel am Horizont

Auch wenn der Anker sich verhängt
Das Wetter sich zu zieht
Andere Dich überholen
Beende dennoch Dein Schmollen
Es gibt verschiedenste Phasen & Ebenen

Deine Jetzige sei das
Flattern
An Höhe gewinnen
Emporsteigen

Hoch mit Dir
Die Orientierung ist in Dir
Orientiere Dich an ihr
Überhöre sie nicht

(eingegeben 16.04.06- ausgedacht 07 1996)

Samstag, 15. April 2006

Der Nachtspaziergang

Der Nachtspaziergang 07 96

Es wurde nun doch dunkle Nacht. Das ich vorher nicht daran dachte- ich sah nur den Moment. Ich schaute nicht an das ferne Firmament. Ich war froh an diesem Ort.
Doch brach ich auf: ich wollte fort. Fort von meinen Problemen, meinen Gedanken- fort von meiner Hoffnung?

Mich verließ die Kraft. Die Kraft der Liebe, der Güte, des Glaubens, der Zuversicht, des Eifers, der Herausforderung, des Willens, des Lebens…
Früh wollte ich nur noch im Bett sein- zurückblickend auf meinen Tag, mein frohes Tun, das Abarbeiten irgendwas Stumpf- & Unsinnigen, meine erledigten Angelegenheiten.

Doch nun wandele ich umher. Um mich knackt es- ein paar Dutzend Augen starren & warten. Warten still. Unerkannt. Lautlos. Warten auf den Augenblick. Den Augenblick meiner Angst. Auch ich könnte im Gebüsch verborgen & geborgen sein. Wartend. Auf den Fall eines anderen. Auf mein Erscheinen. Auf meine Stunde. Mein Glück. Passiv.
Aber nein- ich wählte die freie, schutzlose Bahn. Der direkte Weg ist nicht der Schnellste, aber zumindest sehe ich mein Ziel. Ich hechte von Etappe zu Etappe, von Milestone zu Milestone. Warte dabei auf den Augenblick. Den Augenblick meiner Renaissance. Die Geburt meiner selbst, meines eigentlichen Ich’s, meiner Hoffnung, meines ereignisreichen, monotonen, geplanten, standardisierten, glückseligen & abwechslungsreichen Lebens, meines strahlenden Lichts…

Der Tod mag doch erscheinen- der Tod des Unglücks, der Unvorhersehbarkeit, der ungünstigen Umstände, des Zweifelns, des Infragestellens…

… und es ward Licht…

(eingegeben 15.04.06- ausgedacht 07 1996)

Schönreden

Schönreden 07 96

Du bist der Beste
Heute ist Dein Tag
Jetzt erst Recht
Keep on running
Du schaffst es…

Warum redet der Mensch alles schön
Je mieser es ihm geht
Umso freudiger werden seine Sprüche

Weshalb auch nicht?
Was gibt es schon zu verlieren?
Wer weiß schon was richtig ist?
Wie lange er leben wird?

Ist das nicht das Schöne am Leben?
Bald ist man nur noch gewesen?!

Immer hoffen
Was man träumen kann kann man erleben
Leben

Nicht jemanden mit Tatsachen konfrontieren
Wenn er schon genau weiß, was er will

Du hast Recht
Du bist der Beste
Du schaffst alles
Alle

Mache nur so weiter
Überprüfe Deine Lebensleiter
Sei heiter
Sogar wenn die Feuerwehr bereit ist
Das Tuch bereit zu halten

Auch Du wirst mal fallen
Zum großen Sprung bereit sein
Niemand kann Dich davon abhalten

Abgesehen von Dir?

(eingegeben 15.04.06- ausgedacht 07 1996)

Er

Er 07 96

Warum schenkt er mir kein Vertrauen?
Warum darf ich nur zuschauen?
Zuschauen
Wie andere lachen
Wie er gönnt anderen schöne Sachen?

Sieht er denn nicht
Wie ich mich bemühe?
Was ich alles tue?
Wie ich kämpfe in einer Tour?
Warum glaubt er dies sei normal?
Merkt er nicht meine Qual?

Soll ich übertreiben?
Soll ich ihm keinen Spaß mehr bereiten?
Soll ich ihn herausfordern?
Fordert er mich heraus?

Nein
Er sah ein
Dass ich alles selber erledige für mein Glück
Dass ich ihn nicht brauche
Dass er mich fordert
Wenn ich nicht mal kriege ein klitzekleines Stück von ihm
Neulich sprach ich ihn deswegen an

Was bist Du für ein kleiner Mann
Wenn Du brauchst andere um Deinen Wert zu erkennen

Du wirktest
So selbstsicher
So überlegen
Wer wagt es dann noch Dir ins Zeug zu reden?

Ich schätze Dich sehr
Ich achte Dich noch mehr
Deshalb vertraue ich Dir
Deshalb gab ich Dir keinen Rat von mir
Das brauchst Du nicht

Ich muss nur schauen in Dein Gesicht
Dann finde ich heraus
Willen
Intelligenz
Eifer
Entschlossenheit
Stärke &
Überlegenheit

Brauchst Du nun wirklich noch Bestätigung?
Bist Du nicht die Bestätigung in Natur?

(eingegeben 15.04.06- ausgedacht 07 1996)

Freitag, 7. April 2006

Sie 07 96

Sie 07 96

Sie ist in meinem Kopf
Ich verrate sie nicht

Ich weiß nicht
Ob ich sie mag
Ob ich nur gerne die Zeit mit ihr verbringen mag
Ob es mir nach ihr dürstet

Wohl weiß ich
Dass ich nicht um sie kämpfe
Wir sollen uns auf halber Strecke treffen

Dass ich ihr nachrenne…
Wieso?
Wollen wir uns bald wieder trennen?

Dass ich ihr ‚Nein’ akzeptiere
Dass ich sie provoziere
Dass ich sie warten lasse
Sie kann sich doch auch melden

Wenn sie sie ist
Spielt sie das Spiel mit

Tut sie es nicht
Dann ist sie sie nicht

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Der Präsentierteller

Der Präsentierteller 07 96

Ich fühle mich wie auf einen Präsentierteller

Herr Ober
Geht’s nicht schneller?

Ich soll den Leuten immer geben
Wehe mir ich will mir etwas nehmen

Gut
Ich lerne Leute zu bedienen
Tue ich nicht dadurch sie bald besiegen?

Sie wollen von mir Ideen
Ohne mich täten sie im Regen stehen
Im Regen
Der immer gleich auf einmal in Massen prasselt
Nein- es gibt keinen Regen mit nur einem Tropfen

Ich kann aus dem Vollen schöpfen
Sie werden voll durch Alkohol in ihren Köpfen

Gerne befinde ich mich auf dem Präsentierteller
Ich stehe im Rampenlicht
Um mich ist’s heller

Man guckt mich groß an
Das ist schön

Nur möchte ich auch die Möglichkeit haben zu entfliehen
So
Dann & wann…

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Lebensdarstellung

Lebensdarstellung 07 96

Wie stellt man Leben dar?
Was stellt es dar?

Es gleicht einem Haus
Wenn Du nicht aufpasst ist es nur irgendetwas

Wenn Du vorsichtig nist
Nach Deinen Plänen es Dir aufbaust
Dann genießt Du es
Dann gelingt es Dir
Dann passt Du auf
Dann baust Du auf

Kammer nach Kammer
Du stattest es herrlich aus
Gelegentlich sind es zu viele kleine Räume
Dann zeige keine Reue
Reiße ruhig die Mauern ein
Passe auf
Einige Räume haben eine hohe Schwelle
Entsprechend hoch sei auch Dein eigener Wille

Gefällt Dir das Erdgeschoß dann schieße weiter empor
Fehlt Dir dort Farbe dann bemale die Wände
Sei nicht am Ende wenn das Haus perfekt ist
Schaue was fehlt & was Du sonst vermisst

Wann brichst Du endlich auf?
Wann baust Du Dir Dein eigenes Haus auf?

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Der Friedhof

Der Friedhof 07 96

Auf dem Friedhof befinde ich mich
Hier sammele ich mich
Die Todesstille beruhigt mich
Doch was ist das?

Ein Kind spaziert hier umher
Mein Gott: mein Kind
Was machst Du hier?
Du bist doch noch ein Kind
Dann sei es doch
Bitteschön

Sei gelassen
Sei glückselig
Sei naiv
Sei unbeeinflusst
Sei natürlich
Sei ruhig
Sei bedächtig
Sei voller Vertrauen
Sei vorsichtig
Sei überlegt
Sei unerwünscht
Sei nervig

Sei froh dass jemand im Hintergrund
Im Verborgenen
Und von der Ferne Dich bemuttert

Nimm Dir bloß nicht zu viel vor
Sonst wirst Du nur hippelig
Erkenne dass alles ein geschlossener Kreis ist
Sei zufrieden, dass Du einen runden Kopf hast
Er erlaubt Dir Dich zu drehen & zu wenden
Wie es gerade erforderlich ist
Gebraucht wird
Nützlich ist

Du brauchst als gar nicht Deinen eingeschlagenen falschen Weg zu beenden
Siehe bald ein, dass weniger mehr ist
Frage Dich ruhig wer Du bist
Und was Du willst

Genieße die freundliche Harmonie
Lasse Deine Fantasie verkommen
Nie

Sei nicht wie ein Magen
Gestern war ich voll gestopft
Heute will ich das Gleiche & Mehr haben

Behalte ruhig die Brille der Liebe
Der Naivität
Der Einfachheit auf

Gehe
Auf Reisen
In die Ferne
Aber versuche auch zu ermitteln Deinen eigenen Kern

Streiche die Vokabel ‚zu spät’
Gänzlich aus Deinem Hirn
Gewöhne Dich zunächst an Situationen
Und urteile sie nicht vorschnell ab

Werde Dir bewusst wie wichtig Training ist
Wichtiger ist nur noch die Form zu halten
Und durchzuhalten

Suche nicht nach einem Vorwand etwas nicht zu tun
Tue lieber das, was Dich belastet auf der Stelle
Verwende gelassen Werkzeuge & Fremdes

Siehe
Wenn Du die Möglichkeit hast einen Computer zu nutzen
Warum schreibst Du dann alles mühselig auf dickes Papier?
Rechnest im Kopfe?

Behalte Dein Interesse
Frage Dich: ‚Was habe ich geschafft?’
Beschäftige Dich gelegentlich einfach nur mit Dir

Höre nicht auf Deine Ziele zu verfolgen
Werde nicht unruhig wenn es regnet
Der Regen hat eine reinigende Wirkung
Die Luft ist anschließend sauerstoffhaltiger
Benutze ruhig einen Regenmantel um nicht nass werden zu müssen-
Wird nicht gleich wieder die Sonne scheinen?

Gucke Dir nicht nur einen Teil
Das was Du gerade jetzt sehen willst, an-
Betrachte das Ganze
Breche nicht in argem Selbstmitleid aus
Betrachte das Kranke
Will es nicht nur eins?
Gesund werden!?

Verzage nicht
Du hast die Kraft
Heute sollst Du gar nicht alles schaffen
Warum sonst hat man 365 Tage pro Jahr zur Verfügung?

Heute packst Du alles was Du erledigen möchtest
Warum nicht auch an den anderen folgenden Tagen?

Nun spreche ich Dich an:
‚Hey- kleiner Mann-
Was ist los? Was machst Du hier?’

‚Mein Kater liegt doch hier…’

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Freitag, 24. März 2006

Soll-Ist-Vergleich

Soll-Ist-Vergleich 07 96

Der Soll-Ist-Vergleich
Den sollte man durchführen
Von Zeit zu Zeit

Ist das so?
Soll man das?

Ja
Durch den Vergleich
Lässt man das eigentliche Hauptziel
Nicht aus den Augen

Gerade dies tut man gar so gerne & leicht
Man erkennt Abweichungen, Gründe & Tendenzen
Außerdem lässt sich eine geringere, früh erkannte Abweichung
Einfacher lenken
Als eine Karre
Die unachtsam im dicksten Dickicht zum Stoppen kam

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Studieren

Studieren 07 96

Warum studieren?
Um hinterher das große Geld zu verdienen?

Schon
Aber was tun bis zum Hinterher?

Auf jeden Fall nicht aufregen
Wenn die Ergebnisse ergeben keinen Segen

Das tut sich nicht lohnen
Die wahren Größen hapern mit sich
Eigentlich auch nur die
Denn sie haben die rechte Zeit nie
Sie sind mit so Vielem beschäftigt

Sie müssen dennoch aufpassen
Dass das Nicht-Bestehen sie nicht übermächtigt
Sie sollten erkennen, dass sie andere Dinge erfahren durften
Und kommt es nicht darauf an?

Sollte das Studium nicht den Horizont erweitern?
Nicht einschränken
Das kann klappen, wenn man kontinuierlich
Mit Freude, Lust & Laune studiert

Erkenne doch frühzeitig wie wichtig das Wissen wie’s funktioniert, ist
Dann stellst Du auch bald heraus wie vieles aufeinander aufbaut

Lies Dir geschwind & fröhlich die Aufzeichnungen durch
Erstelle die Gleichen während der Vorlesung &
Mache Dir Unbekanntes vertraut &
Lasse Dir Zeit

Mehr Worte gibt es nicht zu verlieren
Über das herrliche Studieren

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Das Sprungbrett

Das Sprungbrett 07 96

An meinem Schwimmbad im Garten befindet sich ein Sprungbrett

Früher wippte ich gerne & gedankenlos darauf herum
So erlangte ich gewisse Höhen

Eines Tages wollte ich darauf verzichten
Ich bestand darauf meine eigene Grube hervor- & herauszuheben
Ich übersah allerdings die Kuhle die mir zugedacht war

Heute will ich sie zurück
Sie wurde verschüttet
Das gute alte Brett ist weg

Nun muss ich schippen
Dabei brauche ich doch meine Höhenluft

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Der Kuchen

Der Kuchen 07 96

Appetit habe ich
Appetit auf einen Kuchen
Na klar- ich werde einen Bäckermeister aufsuchen

Nun habe ich ihn
Wie verspeise ich ihn?
Alles auf einmal?
Stück für Stück?
Schicht um Schicht?

Kann ich ein bisschen für bessere Zeiten einfrieren?
Sollte ich lieber mit meinen Leuten telefonieren?
Sie zu mir einladen???

Nun
Da ich ihn habe
Bin ich ja auch in der Lage
Ihn zu teilen

Schließlich sollte man etwas erst dann teilen, wenn man es hat
Die Prüfung bestanden
Den Führerschein
Den Abschluss in der Tasche
Den Vertrag
Den fröhlichen Partner
Den Kuchen …

Jetzt peile ich die Lage
Und weiß, was ich will
Ich will sein!

Kuchensatt

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Stete Unruhe

Stete Unruhe 07 96

Stets bin ich die Unruhe in Person

Was wird sich lohnen?
Was darf ich annehmen?
Was verwenden?

Froh bin ich bei Neuem
Unruhig werde ich bei Altem
Dabei ist doch das Alte die Grundlage für Neues

Das Alte möchte vertieft werden
Dabei ist darauf zu achten, dass das Alte nicht neu wird
Das man also selber das Alte
Die Routine
Verliert
Beim Alten sollte man auch dabei bleiben

Hast Du die Zuversicht drin zu bleiben?
Dann lehne Dich zurück
Nicht zu früh!
Und vertiefe das Alte

Unruhig werde ich, wenn ich mich nicht durchsetzen kann
Warum gehe ich’s nicht langsam an?
Warum überlege ich, was geschieht, wenn ich mich durchgesetzt habe?
Warum überlege ich nicht wie das Durchsetzen geschieht?
Weshalb nutze ich meinen Vorteil nicht aus?

Ein jeder geht eh’ davon aus, dass ich ihm nutze
Wieso genehmige ich mir nicht den angebotenen Schutz?
Weshalb bin ich nicht konsequent, wenn ich mich weigere den Schutzzoll zu zahlen?
Warum gucke ich weg, wenn ich doch zugucken & helfen möchte?
Wieso gestatte ich mir nicht das Schwanken?
Es könnte mich doch unter Umständen wachrütteln

Weshalb liebe ich die Ausrede?
Warum vertraue ich mir nicht selber?
Wieso verberge ich mein wahres Ich?
Weshalb halte ich mich nicht an:
Ein gesunder Geist befindet sich in einem gesunden Körper…?

Es lebe die beständige Unbeständigkeit …!

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Eigenartige Eigenschaften

Eigenartige Eigenschaften 07 96

Der eine hält „Think Big“ als die ultimative Lebenseinstellung
Für den 5. heißt sie „Alles als Mäusehäppchen servieren“

Jemand meint er müsse ständig der Beste sein
Wieder ein Anderer schwört auf das olympische Motto

Ständig was neues erleben steht altbewährtes verstehen & vertiefen gegenüber
Genau wie eigenes denken dem schon erdachten gegenüber steht

Jene sagen:
Es gibt nichts Gutes außer man tut es

Diese behaupten:
Es gibt nur Schlechtes außer man lässt es

Die einen kochen Kartoffeln in ihrem Wasser
Die anderen exotisches fremdes Gemüse
Einige nehmen eine arme Zukunft für eine reiche Vergangenheit in Kauf…

Der hier geht hin
Er schaut lieber weg
So sind sie alle

Und Du mittendrin zwischen zwei Stühlen
Das könnte auch anders sein
Du solltest in Dich gehen um deinen Kern zu verstehen

Das was jener sagt gilt:
Meistens ist es gerade die goldene Mitte

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Weitere Bekanntschaft

Weitere Bekanntschaft 07 96

Schon wieder lernte ich jemanden kennen
Wir lachten
Unterhielten uns &
Verabredeten uns wieder

Und wofür das alles?

Um von sich abgelenkt zu werden?
Um sich als Mensch gebärden zu können?
Um eine Ausrede zu haben etwas anderes nicht machen zu können?
Um etwas zu erreichen was man alleine nicht könnte?
Um festzustellen, dass man interessanter als andere ist?

Nein
Ich vermute
Weil man einfach von Natur aus neugierig ist…

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Falsch

Falsch 07 96

An einer Kreuzung befinde ich mich
Unbekannt ist mir wohin ich will

Vom Norden
Komme ich

Im Westen
War ich schon

Im Süden
Habe ich alte Bekannte

Ich gehe
In den Osten

Da tun sich mir neue Horizonte auf
Dort könnte ich meine Erfahrungen anbringen
Aber ich frage mich:
Ist diese Entscheidung falsch?
Gibt es falsch?

Nein, ich vermute nicht
Anders oder verschieden gibt es sehr wohl
Aber falsch nicht

Wenn man offen bleibt &
Nicht blindlings angebotene Möglichkeiten abschlägt

Falsch
Ist es sicherlich
Der Situation entsprechend nicht zu handeln

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Sterben

Sterben 07 96

Der Eine muss es
Der Andere will es
Der Nächste darf nicht

Man muss es
Aber warum sollte man sich deswegen verrückt machen?
Wieso nicht heute leben als ob morgen alles vorbei ist?
Ja bewusst und zufrieden den Augenblick genießen
Besteht das Leben nicht nur aus Augenblicken?
Sollte man einen angenehmen nicht in sich aufsaugen und einen weniger tollen akzeptieren um dennoch den Moment intensiv zu spüren?

Man will es
Aber weshalb willst Du keinen neuen Sonnenaufgang erleben?
Man kann sich doch ein Beispiel am Goldgräber nehmen
Siehe er steht da nun schon lange
Wo er einst seinen Spaten hinschleuderte
Er wirkt müde, abgeschlafft, gereizt und siegessicher
Jeder weitere Stich sitzt
Er lässt sich von nichts abbringen
Auch nicht vom Bagger neben an
Der schnell voran kommt & etliche Bodenschätze zu Tage fördert
Nein unser Goldgräber weiß, dass feine, kleine, unscheinbare & einzigartige Winzigkeiten
Behutsam, Stück für Stück, Stich für Stich, nur zu Tage befördert werden können
Sein Glaube versetzt Berge
In der nächsten Schicht…

Man darf nicht
Aber wieso nicht?
Weil man noch gebraucht wird
Etliche Ereignisse wollen noch geschehen
Eine Menge von neuen Leuten wollen kennen gelernt werden
Die Zeit zu gehen ist noch nicht so zeitig gekommen

Sterben denke erst wieder daran wenn es Deine nächste Aktion sein soll
Danke.

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Andere

Andere 07 96

Andere bestimmen mein Leben
Ich übe andere Wünsche aus
Ich bin eine Marionette
Ich kenne nicht mehr meine Wünsche
Ich weiß nichts über mich
Ich möchte in mich gehen
Mich endlich wieder selber sehen

Aber was halten die Anderen davon?

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Müdigkeit

Müdigkeit 07 96

Was ist das?

Ist es die Lust nach Schlaf?
Ist es das Ausruhen der Sinne?
Ist es der Lohn der Arbeit?

Weshalb machen mich andere müde?
Anderes aber wieder quietschfidel?
Darf man müde werden?

Ist sie nur eine Einbildung?
Ist sie beeinflussbar?
Ist sie ein Ausdruck der Langeweile?
Ist sie wegzuzaubern?

Weiß nicht – bin zu müde…

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Liebe Daniela

Liebe Daniela 07 96

Ein neues graues Lebensjahr
Und ein weiteres fröhliches Haar
Warum nicht umgekehrt?
Was wäre dann so verkehrt?
Es ist zu & so schwierig
Weshalb?
Wieso kannst Du’s nicht ändern?

Sage mir bitte den Grund
Es ist doch ganz einfach
Stecke Dein Ziel ab
Anschließend den Weg dorthin
Nun marschiere frohen Mutes diese Bahn

Du bist zu unerfahren?
Quatsch
Sicherlich, Abweichungen musst Du Dir gestatten
Die musst Du schon tolerieren
Jedoch überschreite nicht die Toleranzgrenze
Ist das eingetreten
Dann lohnt es sich immer noch dieses verdammte Leben
Ergründe die Überschreitung
Schwierig ist das
Du bist Dein Eigenmaß

Plötzlich befindest Du Dich im akzeptablen Rahmen
Lasse das Abstecken und die Kontrolle nur nicht erlahmen

Beginne sofort damit
Du bist auf jeden Fall lebensfit
Dann kann ich Dir auch wünschen
Ein weiteres fröhliches Lebensjahr

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Der Hürdenläufer

Der Hürdenläufer 07 96

Ich bin ein Hürdenläufer
110 Meter
Der Startschuss fällt

Gedanken an das letzte Treffen treten plötzlich auf
Was habe ich mich damals am Vorabend gequält

Ich ging Zentimeter für Zentimeter durch
Ich stemmte an die 100 Kilo
Ich schluckte Vitamine, Mineralien, Aufputschmittel
Ich rannte an die 20 Kilometer

Auch damals fiel der Startschuss
Die erste Hürde wackelte
Die zweite schaukelte schon ziemlich stark
Die dritte blieb gerade noch stehen
Die vierte dann endlich fiel…

Zu sehr bedrückte mich die erste Hürde
Dabei überquerte ich sie
Ich wollte sie aber überfliegen
Ich wusste nicht, dass das wie unwichtig ist
Wichtig ist das ob
Der ganze Lauf war von der ersten Hürde an gelaufen

Dieses Mal freue ich mich überhaupt dabei zu sein
Dieses Mal legte ich konsequent Ruhepausen ein
Dieses Mal hätte auch das letzte Mal sein können…

Der Startschuss fällt

(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)

Montag, 20. März 2006

Der Brummi

Der Brummi 07 96

Ich bin LKW-Fahrer von Beruf
Täglich fahre ich von A nach B
Die Ware Z darf ich unter die Leute bringen
Irgendwann sagte ich Stopp

Es war mir zu wenig
Ich wollte & brauchte mehr
Wird es mir gelingen?

Die Waren A-Y waren bald in meinem Liebling verstaut
Aber ich war nicht ausgelastet
Freie Kapazitäten gab’s

So belieferte ich auch C-Z
Alles lief perfekt & wie geschmiert
Doch dann…

Eines Tages kam 1 Milligramm Salz etwas verspätet an
Ich war außer mir
Stornierte sämtliche Aufträge
Sprang von meinen Kunden zurück
Wie hat mich 1 Milligramm Salz bedrückt

Innerlich lief immer wieder die Salz-Szene ab
Nichts brachte mich mehr auf Trab
Ich sah mich nur als der ABZ-Fahrer

Heute frage ich mich warum

Warum entdeckte ich den Salz-Fall nicht als Kleinigkeit?
Warum werfe ich ihn mir vor bei jeder Gelegenheit?
Warum wollte ich sofort alles & gleich?
Warum brumme ich nun ständig vor mich hin?

Warum geht Dir Dein Salz-Fall nicht aus dem Sinn?

Aufi geht’s!
Du bekommst vieles-
Nicht alles?-
Bald-
Warum nicht gleich?-
Wieder hin …

(eingegeben 20.03.06- ausgedacht 07 1996)

Tandem

Tandem 03 96

Wir sind alles Fahrräder
Ja
Einige mit Motor
Andere bedürfen noch/ schon Stützräder

Aber dennoch sind & bleiben wir auf uns gestellt
Wir erfahren unsere Umgebung schnell
Wir sehen allerlei Kuriositäten
Entdecken außerdem die erblüffensten & erstaunlichsten Spezialitäten

Unter anderem das Tandem
Es sind 2 Räder in einem
Aber keins ähnelt dem anderem
Bei dem einen ist Vorderrad dominierend
Während es das Hinterrad ist bei dem anderen

Hilfe
Wie verfolgen die sich
Einer jagt eine Andere, die wieder einen jagt
Hilfe
Sind die alle in Fahrt

Sie glauben sie hetzen einander bis einer nicht mehr kann
Dann ist die große Chance da
Dann darf man heran
Der Andere kann sich ja glücklicherweise nicht mehr wehren
Nee- dabei kann man nur sein Gesicht verzerren

Es muss doch sein wie da drüben
Stück für Stück nähert man seinem Glück & Goldstück
Beide kommen aufeinander zu &
Erkennen bald im Nu
Er/ sie kann sein mein Gegenstück

Hat man dies erkannt
Dann passiert gleich allerhand
Man testet wo man besser passt
Und hat man sich dann angepasst
Dann rollt man fröhlich ab & auf

Keiner wagt zu stoppen diesen rasanten & anmutigen Lauf
Denn ein jeder erkennt
Die passen zusammen
Jedoch dauert es bis ein stabiles Tandem ist entstanden

Meist zieht’s einer der Beiden vor sich alleine auf Tour zu begeben
Dabei hätte er doch so rein gar nichts dagegen auch ein Tandem zu sein

Ja- er sehnt es sogar herbei
Doch ging so manches vorheriges Tandem gar zu bald entzwei

Es bleibt zu hoffen
Dass der Eine ist kein Thor
Dass er hört auf sein Herz & der Andere sich an dasselbe packt

Und beide ausrufen
Das Fahrradsein habe ich satt …

(eingegeben 20.03.06- ausgedacht 03 1996)

Dienstag, 14. März 2006

Träumerei

Träumerei 03 96

Ich traf ein Mädchen

Wie bitte?
Ich soll sie vergleichen?

Warte doch bitte ein Weilchen
Ich möchte nichts überstürzen

Ich weiß nur
Dass sie es war
Die mich stimmte so mild

Bestehst Du weiterhin auf Deinen Vergleich?

Dann soll er kommen
Ja- jetzt gleich

Ich möchte sie vergleichen mit einem Bild
Wie Du sie betrachtest
Ändern sich ihre Konturen
Du entdeckst in ihr die verschiedensten Figuren

Bist Du ihr nah
Bist Du ihr fern
Du siehst sie all zu gerne
Noch lieber möchtest Du sie berühren

Sie
Die sich so erhaben befindet dort
Jedoch darfst Du dies nicht
Es ist unangebracht
Sie ist unnahbar
Weil es nicht der Norm entspricht

Mache dies mit den anderen Bildern
Aber nicht mit diesem Gemälde

Ja
Genau: die Frau
Der Frauen
Mein Mädel?

Sie hat ihren Platz hier
Warum sollte sie fort?
Kannst Du ihr anbieten den g’rechten Platz & Ort?

Bei Dir erhält sie gewiss nicht den wahren Platz
Dein Raum ist zu klein

Sie wird nie Dein sein
Sie mag das Betrachtet-werden
Sie liebt es begehrt zu werden
Sie braucht es, verehrt zu werden

Lasse ab von dieser Träumerei
Oder kannst Du dem Gemälde den erforderlichen Rahmen bieten???

(eingegeben 14.03.06- ausgedacht 03 1996)

Gleichgewicht

Gleichgewicht 03 96

Trachten wir nicht alle nach
Unserem inneren Gleichgewicht?
Kommt uns dann nicht die
Farbe zurück ins Gesicht?

Müde- Schlaf
Arm- reich
Krank- gesund
Trauer- Freude
Enttäuschung- Bestätigung
Hass- Liebe…

Ich weiß nicht
Was es noch mehr bedarf

Haben wir unsere Balance erreicht
Fühlen wir uns total gesund

Schwer ist es gewiss das Erreichte
Zu behalten

Aber haben wir dadurch nicht
Eine super Lebensaufgabe erhalten?

(eingegeben 14.03.06- ausgedacht 03 1996)

Anonym

Anonym 02 96

Du?
Was machst Du?
Mit mir?

Will ich Wein
Bestehst Du auf Bier

Sage ich ‚Ich will!’
Sagst Du ‚Laß’s sein!’

Warum soll ich Dir noch was zeigen?
Du zeigst mir doch nichts von Dir

Es ist möglich
Dass ich nicht viel begreife

Jedoch weiß ich
Dass man braucht eine gewisse Reife

Dass heute nur gilt
Dass alle Menschen menschlich bleiben

Ergo
Sind auch
Wir zwei
Leute
Die nicht aufhetzen sollten
Die Meute

Sondern
Die die Messer wetzen
Beim gemütlichen
Kerzen-Schein-Essen

Unsere Welt ist anonym
Warum auch wir?

(eingegeben 14.03.06- ausgedacht 02 1996)

Montag, 13. März 2006

W’s

W’s 02 96

Warum?
Wieso?
Weshalb?

Man wird alt
Von Stund zu Stund
Fügt sich ein
Der nächste Erlebenspunkt

Einige wünscht man zu löschen
Manchmal wünscht man sich, man hätte doch diesen Menschen niemals getroffen
Andere wünscht man erneut zu erleben
Paar bekommt man gar nicht mit
Die Meisten vermisst & erkennt man zu spät

Wieso?
Weshalb?
Warum?

Bin ich tatsächlich so dumm?
Bekomme ich nichts mit?
Bekomme ich nichts hin?
Bleibt alles ohne Sinn?

Warum?
Weshalb?
Wieso?

Ist alles so?
Was hindert uns Menschen von & an uns?

Die Anderen können doch nicht das Maß aller Dinge sein
Wir dürfen bloß nicht denken gar zu klein
Wir wissen keine Antwort?!

Was wird warten wenn wir weggehen?
Wenn wir bleiben?
Was bleibt?

Wird’s wahrscheinlich wenige wundern?
Werden wir wirklich wahrheitsgetreu was widergeben?
Wer weiß was?
Woher?
Wann?
Was?
Wo?

Welchen Weg?
Wahre Wahrheit?
Wunderbare Wunder?

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Flucht

Flucht 02 96

Flucht von allem
Vor allem
Da nichts ist in Sicht

Was man hat mühsam aufgebaut
Ist bestimmt geschwind aufgetaut

Dann bewegt man sich wie ein Dieb
Und erhält von jedem seinen Hieb

Man guckt flüchtig in die Runde
Man kennt sich nur flüchtig
Man wähnt sich als Überflieger
Die Zeit vergeht wie im Flug
Man gönnt sich jeden Überschall-Flug
Und übersieht frohe Kunde
Und all die, die bereit wären zum Freundschafts-Bunde

Dann
Endlich
Hält man inne
Und merkt, dass man doch spinne

Man ist zu weit gegangen
Man hat sich isoliert
Man hat sich offenbart
Nichts bleibt einem mehr erspart
Man hat sich verfangen

Man bleibt so erstmal stehen
Und kann von Stund an nichts mehr verstehen
Man wird nicht mehr verstanden
Nie mehr

Nun beginnt er erst richtig
Der Fluch …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Ganz Unten

Ganz Unten 02 96

Ganz Unten
Fühlt man sich mit dem Boden verbunden

Man möchte gar nicht hoch
Man fällt eh wieder- doch!

Man kann sich hervorragend verstecken
Man vermeidet das Anecken
Man ist unscheinbar
Außerdem ist man
Endlich
Seinem Grab so nah

Was bedeutet ‚Ganz Unten’?

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Gedanken

Gedanken 02 96

In mir schwirren mindestens
An die 1.000.000 Gedanken
Unmögliche
Fremde
Vergessene
Betrübliche
Nicht zu vergessen: die Alten

Aber keinen einzigen kann man fassen
Mir tut einfach gar nichts passen

Ich wollte so viel
Bis ich einmal fiel

Ich krieche umher
Alles fällt mir nun ewig schwer

Ich kann nicht mehr
Verlorene Zeit macht sich bemerkbar

Das ist wohl wahr
Wann ist dieser Alp beendet?
Habe ich langsam nicht genug gepfändet?

Wer erfasst meine Gedanken?
Wer gibt mir die Chance aufzutanken?

Auftanken ohne Bestellung
Ohne Bemerkung?

Ja- wer gibt mir so viel Achtung?

SIND SIE FREI???

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Spinnen

Spinnen 02 96

Meinst Du nicht auch?
Man ist umgeben von unzähligen Spinnen

Einst dachtest Du nichts Böses
Dann erkennst Du
Du wirst gebraucht
Gebraucht um ein Netz zu bauen
Ein gar so Schönes

Zuerst erkennt man das feine, durchsichtige Netz gar nicht
Aber wehe, wehe Du beginnst einmal im Netz zu hängen
Dann wirst Du es nur zu gut erkennen

Nun gibt es kein Entrinnen mehr
Du bist das Opfer & man mag Dich sehr
Man hat Dich gar zum Fressen gern

Meinst Du’s nun auch?
Überall wimmeln die Spinnen
Es gibt tatsächlich kein Entrinnen

Wehe Du hinderst die Spinnen
Beim Ausbauen
Beim Ausbauen ihrer Netze
Dann wirst Du Deinen Augen nicht mehr trauen

Es scheint als Bauen sie um die Wette
Wehe Du traust Dich zu treten in ihrem Wege

Sie saugen Dich auf
Und lassen erst von Dir ab
Wenn man Dich ganz ausgez/sogen hat

Deshalb:
Auch wenn es ist nicht nach Deinem Sinne
Du musst einfach auch sein eine Spinne

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Ein Baum

Ein Baum 02 96

Schau
Ein stolzer Baum

Scheint zu sein ein herrlicher & belebender Traum
Was für starke Äste
Bald sind wir wieder gerne seine Gäste
Wie werden wir uns an seinen Früchten laben
Wie in den vorherigen Jahren

Schon angenehm solch ein Bäumchen

Im Frühling ist er schön anzusehen
Im Sommer wird er kühlen Schatten uns geben
Im Herbst dürfen wir von seinen Früchten essen
Im Winter dürfen wir ihn getrost vergessen
Oder doch verfeuern?

Die ganze Zeit
Hält er brav & anständig Sauerstoff für uns bereit
Und verlangt nur giftiges Kohlendioxid

Doch- schau jetzt nur!
Ist das nicht der Horror pur?

Er glaubte es sei sein Frühling
Jedoch der Winter kehrte zurück
Er ist hin
Er verlor sämtliche Äste

Grässlich

Man entdeckt nur noch seinen nackten & ehrlichen Stamm
Wer kann sich jetzt noch ergötzen daran?

Schau
Seine jungen & zarten Blüten
Wie sie verblühen
Erfrieren tun die auch
Na und?
Ist das nicht ein bekannter Brauch?

Es muss halt her
Ein Anderer
Ein Neuer
Es sind ja noch zum Glück viele da …

Tschau …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Ich Bin Ein Mensch

Ich Bin Ein Mensch 02 96

Lieber Gott

So viel möchte man Dir sagen
So viel will man von Dir verlangen
So oft wird man Dich vergessen
So häufig missachtet man Dich

Immer erinnert man Dich

Wenn man nichts hat
Zu essen
Zu freuen
Zu sprechen
Zu hoffen

Wenn man nur noch bangen kann
Wenn alles stößt auf im Magen
Wenn man sieht seinen Schafott

Wie hältst Du das alles aus?
Dieses Chaos?

Ich selber bin auch nicht besser
Ich kann mir Dich nicht mal vorstellen
Ich verlange nur Deine Hilfe
Wem helfe ich?

Ich schmiss alles & alle über Bord
Jetzt bin ich der Einzige vor Ort

Ich verlange alles
Gebe jedoch nichts
Viel sehe ich als normal
Unwichtiges ist meine höchste Sorge & Qual

Oh Gott
Das ist weiß Gott nicht banal
Zeige Dich doch mal
Ich empfinde alles als ziemlich fatal

Ich habe eine gute Entschuldigung
Ich bin ein Mensch …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Nachrennen

Nachrennen 02 96

Du gibst ordentlich Gas
Warum das?

Du möchtest jemanden-
Oder lieber etwas?-
Erreichen

Weshalb kannst Du ihn Dir nicht aus dem Kopf streichen?
Euer Weg hat sich getrennt
Ja genau
Du hast den Anschluss verpennt

Es ist aus
Vorbei
Die Gründe seien Dir einerlei
Aus welchem Grund das Nachrennen?

Sieh doch da drüben das Feuer gar lustig brennen
Es ist beschäftigt mit dem großen Fraß
Verschlingt momentan alles, was zu nahe kommt

Lasse die hohen Flammen anklingen
Und schau:
Schon bald wird Dir gelingen das Feuer zu bezwingen

Oder beachte die Gezeiten
Die wechseln sich ab & ergänzen sich

Und Eure Wege?
Er beeilt sich doch
Fort von Dir

Käme er Dir
Entgegen
Erhieltest Du meinen Segen
So aber möchte ich Dir aufzwängen
Beende
Doch bitte dieses dämliche Nachrennen!

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Großes Ereignis

Großes Ereignis 02 96

In 2 Stunden ist es so weit
Es steht schon alles bereit
Die Kerzen
Das Trinken
Der Musikempfänger

Alles an seinem Platz in meinem Zimmer
1 Karte erhielt ich nicht
‚Ausverkauft!’

Doch was war das für ein Geräusch?
Jemand an meiner Tür

Mein armes Ohr
Von wem wirst Du nun wieder abgekaut?
Die Frau Vermieterin

Oh Gott
Meine gute Laune ist hin
Sie kann nur dummes Zeug babbeln
Glücklicherweise habe ich ihr nur wenig zu berappen

Aber nun stört sie ungemein
Wie kann man nur stören?
Man muss doch sehen was der Andere denkt
Nein- ich will ihr nicht zuhören
Sie darf nicht in meinen Raum
Doch was passiert?

Ich berührte sie kaum
Und doch liegt sie nun unlebendig auf den Boden
Während sie fiel
Flog etwas unerkannt aus ihrer Hand
In einem hohen Bogen

Es ist bloß Papier
Ein Briefkuvert
Aber was ist das?

‚Für meinen lieben Untermieter-
Viel Spaß!’

Karten für das ausverkaufte Ereignis …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Sonntag, 12. März 2006

Das Pferd

Das Pferd 03 95

Sehr wahrscheinlich bist Du mein Pferd

Ja- nur ich bin es wert
Dich in meinen Stall zu führen
Nur durch mich wird man Dich zum 1. Platz küren

Wann siehst Du das ein?
Wie kannst Du nur das Eigentum eines Anderen sein?

Ich werde Dich nicht an eine Leine spannen
Bei mir wirst Du nicht denken Du seiest gefangen

Das wünschst Du ja auch
Du verstehst nur nicht
Warum ich missachte den üblichen Brauch?

Verstehst Du nicht?
Ich bin tatsächlich ich

Ich möchte Dich nicht mit meinem Lasso einfangen
Du sollst aus eigenen, freien Stücken in meinen Stall gelangen

Wann wirst Du in meinem Stall wiehern?

Ich befürchte
Bevor wir uns ganz finden
Werden wir uns eher verlieren

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 03 1995)

Der Liebe Partner

Der Liebe Partner 03 95

Dir fehlt gerade jetzt etwas
Erst mal überlegen was
Ruhe bewahren
Tief durchatmen &
In sich versinken

Lässt sich das Vermisste bereits finden?
Ist es gar zu weit versteckt?

Einfach locker bleiben
Werde jetzt nur nicht jeck!
Bitte bemühe Dich
Einfach ist’s gewiss nicht für Dich

Puh
Du willst Dir lieber etwas Zeit & Pause gönnen?

Aber
Aber?
Es wird sich lohnen

Richte nicht Dein Blick auf Träume
Träume sind zum Träumen da, nicht zum Leben

Nein- denke nicht vor, auch nicht zurück

Einfach genießen das heutige & unmittelbare Glück

Richtig!
Ihr habt Euch
Was wollt Ihr mehr?


(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 03 1995)

Einige Kurze Rhetorische Fragen

Einige Kurze Rhetorische Fragen 03 95

Du fandest Deinen wahren lieben Partner
Willst Du wirklich noch mehr?
Warum?

Ist er nicht die Antwort auf alles?
Ist er nicht Schutz & des Bösen Abwehr?
Hältst Du das alles nur für eine illusionäre Mär?

Befrage doch darüber Deinen Partner!!!

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 03 1995)

Der Genuss Des Vortragens

Der Genuss Des Vortragens 03 95
(für Stephan)

Du kannst es absolut nicht abhaben?
Dieses wunderbare, herrliche & schöne Vortragen?
Aus welchem Grund?

Die Anderen könnten Dich auslachen?
Na und?!

Den Anderen könnte Dein Thema nichts ausmachen?
Und das stört Dich?

Du könntest versagen?
Moment- Stopp!

Nun weiß selber ich nichts mehr zu sagen
Warum trägst Du denn vor?
Was stellst Du Dir darunter vor?

Ich meine das Vortragen
Muss einem nicht Schlagen auf den Magen

Nein
Ganz im Gegenteil:
Dadurch bist Du nicht mehr nur ein Teil
Du bist das Ganze

Du
Erzählst Deinen Mithörern etwas
Und erfährst dabei der Macht Spaß

Ja- genau
Genieße Deine eigene Schau

Bedenke jedoch
Viel Zeit hast Du dafür nicht
Deshalb sei ziemlich wild auf Deinen Vortrag erpicht

Und erkenne seine Macht
So wie Du bist
Gehen die Zuhörer mit

Sie
Die da sind
Wegen Dir

Nun auf
Spiele mit ihr
Und beobachte sie
Die wissenshungrige Masse
Dann sagst auch Du
Vortragen? Finde ich klasse …

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 03 1995)

Überlegungen

Überlegungen 12 94

Wieso mache ich mich so verrückt?
Was hat mich nun eigentlich bedrückt?
War ich blind?
Bin ich jetzt sehend?
Erwacht?

Habe ich genug nachgedacht?
Weshalb wollte ich alles haben gar so geschwind?
Aus welchem Grund denkt man nicht
Der Lage entsprechend?

Das heißt
Stück für Stück?
Tag für Tag?
Woche für Woche?

Erkenne Dein derzeitiges Glück
Versuche nicht es zu halten
Dann wird es Dir entschlüpfen

Versuche nur fröhlich herumzuhüpfen
Heute
Jetzt
Mit
Verstand
Kraft
Mut
Alles andere tut uns Menschen nicht gut

Beherzige das doch bitte endlich
Sonst wirst Du Dich langweilen & ärgern unendlich …

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 12 1994)

Lachen

Lachen 12 94

Hauptsache lachen
Worüber?

Tut das was ausmachen?
Zeige Dein Lächeln

Ist es falsch?
Wen kümmert es?
Den Menschen etwa hier auf der Erde?
Wie schön das wäre

Der Mensch hier
Verfällt nur einer Lachgier

Es ja auch alles so lustig
Lustig
Lustig
Lustig
Ha
Ha
Ha
Ist das nicht alles wunderbar?

Dem Menschen gefällt es
Ein Wahres ist es?
Nee- na und?!
Wer will wirklich je erfahren den wahren Grund?

Lache einfach mit
Egal worum es geht
Freude oder Missgeschick

Zeige der Mit-Welt:
Ich bin tatsächlich lebens-fit!

Ha, ha, ha …

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 12 1994)

Pfützen

Pfützen 12 94

Siehst Du diese dreckigen Lachen?
Entdeckst Du die unzähligen Tropfenmassen?

Ja- die meine ich
Die, die Wege unbegehbar machen
Die, die Schuh’ & Strümpf’ schmutzig, nass & dreckig machen
Die, die Dich veranlassen
Auf deinen Weg aufzupassen

Aber wird Dir dadurch nicht bewusst?
In denen kannst Du sehen Dich
Du erkennst den Vorteil von pfützfreien Wegen

Kinder können ihre Mützen
Versenken in diese wunderhübschen Pfützen
Sie können schreiend hereinplatschen

Nun was spricht dagegen?

Warum sind nur Kinder erfreut
Über etwas Anderes, Außerordentliches, Fremdes & Neues?

Weshalb wünschen wir Erwachsenen & Alten
Nur Routine, Angelerntes, Nur-Nichts-Eigenes & keine eigene Gedanken?

Ja- diese Frage stelle ich mir heut’

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 12 1994)

Beruf

Beruf 11 94

Jeder braucht einen Beruf

Braucht jeder einen Beruf?
Wieso?
Einfach so?
Geht es nur um den guten Ruf?
Ist’s wegen der Allgemeinheit?
Wegen ihr ist man ja zu jeder Dummheit bereit?!

Wie schaut er aus
Der perfekte Arbeitsplatz?
Weshalb geht man davon aus, dass es ihn überhaupt gibt?

Man möchte Geld verdienen
Und neue Mitmenschen kennen lernen
Vielleicht will man diese später sogar nie verlieren

Karriere
Bestätigung
Auslandsbesuch
Ist das alles der Sinn des Arbeitsplatzgesuchs?

Kann man den wahren & richtigen je für einen selber finden?

Nee
Sehr wahrscheinlich wird man sich mit jenem binden
Den man zuerst bekommt
Egal
Ob man selber dabei verkommt

Das muss aber nicht sein
Beruf kann auch Berufung sein
Bist Du berufen?

Jeder braucht einen Beruf …

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 11 1994)

Später

Später 11 94

Alles machen wir später
Nur dann vollzieht das keiner mehr
Niemand weiß es dann mehr
Wer erinnert sich schon gerne?

Trotzdem benutzt jeder
Das Zauberwort ‚Später’

Was wird damit bezweckt?

Ein
Aufschieben
Verzögern
Verdrängen
Des heutigen Drecks?

So muss’s wohl sein
Man schiebt
Sachen
Probleme
Entscheidungen
Vor sich her
Vielleicht löst es sich ja tatsächlich später alles von allein

Warum es heute beenden?
Wer will schon Verantwortung übernehmen?
So viel bedenken?

Nee, ja-
Ich nicht

Ich weise alles von mir
Auf später …

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 11 1994)

Was Ist Los?

Was Ist Los? 11 94

Was ist bloß mit mir los?
Ist es eine kurzweilige Erscheinung bloß?
Fehlt mir irgendwas?

Letzten Endes bloß der Lebensspaß?
Wo bleibt mein Selbstrespekt?
Weshalb fühle ich mich überall angeeckt?

Warum ist mein liebster Aufenthaltsort ‚versteckt’?
Macht mich noch das Leben ganz geck?
Lasse ich mir zuviel einreden?

Was kann ich unternehmen dagegen?
Soll ich es überhaupt ändern?
Darf ich getrost hoffen?
Weshalb macht mich alles so betroffen?

Ich muss doch nur auf ‚ich’ hören
Ja- was ich will das gefällt mir
Also- ich bin ich & das bleibt so
So bin ich sicherlich bald wieder froh

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 11 1994)

Religion

Religion 11 94

Sie gilt als der Schlüssel zum Herzen der Welt
Ist sie auch die Weisheit aller Völker?
Ist die Reine nur für Hochstehende?
Zeigt sie Ehrfurcht & Hingabe an Gott an?
Hilft sie in den Lebens- & Existenzfragen?
Erkennt man so das höchste & sinnvollste Streben?

Das heißt sich verwirklichen mit den eigenen natürlichen Gaben?
Sich sehnen nach der Vervollkommnung einer selbst?
Soll man erkennen, dass die Gottheit in einem selber steckt & nicht in Begriffen & Büchern?

STOP

Du erfährst gerade, dass Glaube & Zweifel zusammengehören?
Du hast Recht!
Es stimmt auch
Wer nie zweifelte, glaubte nie

Welchen Glauben braucht man?
Der ist egal
Hauptsache wir Menschen glauben an irgendwas
Verliere deshalb nie den Glauben
Unabhängig an was …

Den Glauben an einen Lebenssinn
Für mich heißt er
Es gibt soviel Sinn, wie wir dem Leben Sinn geben

Glauben an Gott?
Er
Unsere Gnade?
Unser Licht?
Unser Schöpfer, Lenker & Richter?
Einziger Geist über alle Bilder & Vielheiten?

Glauben an die Menschheit?
Sind diese Mythen für die jeweilige Zeit zu deuten?

Glauben an das eigene Gewissen?
Ich meine Gewissen
Sogar Lebenstrieb?!

Du hast keins?
Bemerkst Du nichts Lebendiges, Gesundes & Beunruhigendes in Dir?

Na bitte
Das alles zeigt doch die Existenz eines Gewissens an

Letzten Endes sei Dir darüber bewusst
Es gibt so viele Religionen, Magier & Mythologien
Wie es Völker gibt

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 11 1994)

Dadurch

Dadurch 11 94

Kleine, selbstlose Hingabe, Teilnahme & Liebe zu den Anderen

Dadurch
Wird man reicher
Bemühung um Besitz & Macht

Dadurch
Wird man ärmer
Aufglühen am kleinsten
Das Größte ein wenig lieben

Dadurch
Wird man glücklich
Soll man Menschen glücklicher & heiterer machen?

Dadurch
Werde ich nachdenklich
Lieben

Dadurch
Kann man sich finden
Soll man aber lieben, um sich zu verlieren?
Selbsthass & greller Egoismus

Dadurch
Isoliert man sich und / oder verzweifelt
Geliebt zu werden

Dadurch
Wird man nicht glücklich
Denn jeder Mensch liebt sich selber
Lieben

Dadurch
Wird man wirklich glücklich
In Frieden miteinander leben

Dadurch
Schafft man etwas Schwieriges & Seltenes

(eingegeben 12.03.06- ausgedacht 11 1994)

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