Freitag, 7. April 2006

Sie 07 96

Sie 07 96

Sie ist in meinem Kopf
Ich verrate sie nicht

Ich weiß nicht
Ob ich sie mag
Ob ich nur gerne die Zeit mit ihr verbringen mag
Ob es mir nach ihr dürstet

Wohl weiß ich
Dass ich nicht um sie kämpfe
Wir sollen uns auf halber Strecke treffen

Dass ich ihr nachrenne…
Wieso?
Wollen wir uns bald wieder trennen?

Dass ich ihr ‚Nein’ akzeptiere
Dass ich sie provoziere
Dass ich sie warten lasse
Sie kann sich doch auch melden

Wenn sie sie ist
Spielt sie das Spiel mit

Tut sie es nicht
Dann ist sie sie nicht

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Der Präsentierteller

Der Präsentierteller 07 96

Ich fühle mich wie auf einen Präsentierteller

Herr Ober
Geht’s nicht schneller?

Ich soll den Leuten immer geben
Wehe mir ich will mir etwas nehmen

Gut
Ich lerne Leute zu bedienen
Tue ich nicht dadurch sie bald besiegen?

Sie wollen von mir Ideen
Ohne mich täten sie im Regen stehen
Im Regen
Der immer gleich auf einmal in Massen prasselt
Nein- es gibt keinen Regen mit nur einem Tropfen

Ich kann aus dem Vollen schöpfen
Sie werden voll durch Alkohol in ihren Köpfen

Gerne befinde ich mich auf dem Präsentierteller
Ich stehe im Rampenlicht
Um mich ist’s heller

Man guckt mich groß an
Das ist schön

Nur möchte ich auch die Möglichkeit haben zu entfliehen
So
Dann & wann…

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Lebensdarstellung

Lebensdarstellung 07 96

Wie stellt man Leben dar?
Was stellt es dar?

Es gleicht einem Haus
Wenn Du nicht aufpasst ist es nur irgendetwas

Wenn Du vorsichtig nist
Nach Deinen Plänen es Dir aufbaust
Dann genießt Du es
Dann gelingt es Dir
Dann passt Du auf
Dann baust Du auf

Kammer nach Kammer
Du stattest es herrlich aus
Gelegentlich sind es zu viele kleine Räume
Dann zeige keine Reue
Reiße ruhig die Mauern ein
Passe auf
Einige Räume haben eine hohe Schwelle
Entsprechend hoch sei auch Dein eigener Wille

Gefällt Dir das Erdgeschoß dann schieße weiter empor
Fehlt Dir dort Farbe dann bemale die Wände
Sei nicht am Ende wenn das Haus perfekt ist
Schaue was fehlt & was Du sonst vermisst

Wann brichst Du endlich auf?
Wann baust Du Dir Dein eigenes Haus auf?

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

Der Friedhof

Der Friedhof 07 96

Auf dem Friedhof befinde ich mich
Hier sammele ich mich
Die Todesstille beruhigt mich
Doch was ist das?

Ein Kind spaziert hier umher
Mein Gott: mein Kind
Was machst Du hier?
Du bist doch noch ein Kind
Dann sei es doch
Bitteschön

Sei gelassen
Sei glückselig
Sei naiv
Sei unbeeinflusst
Sei natürlich
Sei ruhig
Sei bedächtig
Sei voller Vertrauen
Sei vorsichtig
Sei überlegt
Sei unerwünscht
Sei nervig

Sei froh dass jemand im Hintergrund
Im Verborgenen
Und von der Ferne Dich bemuttert

Nimm Dir bloß nicht zu viel vor
Sonst wirst Du nur hippelig
Erkenne dass alles ein geschlossener Kreis ist
Sei zufrieden, dass Du einen runden Kopf hast
Er erlaubt Dir Dich zu drehen & zu wenden
Wie es gerade erforderlich ist
Gebraucht wird
Nützlich ist

Du brauchst als gar nicht Deinen eingeschlagenen falschen Weg zu beenden
Siehe bald ein, dass weniger mehr ist
Frage Dich ruhig wer Du bist
Und was Du willst

Genieße die freundliche Harmonie
Lasse Deine Fantasie verkommen
Nie

Sei nicht wie ein Magen
Gestern war ich voll gestopft
Heute will ich das Gleiche & Mehr haben

Behalte ruhig die Brille der Liebe
Der Naivität
Der Einfachheit auf

Gehe
Auf Reisen
In die Ferne
Aber versuche auch zu ermitteln Deinen eigenen Kern

Streiche die Vokabel ‚zu spät’
Gänzlich aus Deinem Hirn
Gewöhne Dich zunächst an Situationen
Und urteile sie nicht vorschnell ab

Werde Dir bewusst wie wichtig Training ist
Wichtiger ist nur noch die Form zu halten
Und durchzuhalten

Suche nicht nach einem Vorwand etwas nicht zu tun
Tue lieber das, was Dich belastet auf der Stelle
Verwende gelassen Werkzeuge & Fremdes

Siehe
Wenn Du die Möglichkeit hast einen Computer zu nutzen
Warum schreibst Du dann alles mühselig auf dickes Papier?
Rechnest im Kopfe?

Behalte Dein Interesse
Frage Dich: ‚Was habe ich geschafft?’
Beschäftige Dich gelegentlich einfach nur mit Dir

Höre nicht auf Deine Ziele zu verfolgen
Werde nicht unruhig wenn es regnet
Der Regen hat eine reinigende Wirkung
Die Luft ist anschließend sauerstoffhaltiger
Benutze ruhig einen Regenmantel um nicht nass werden zu müssen-
Wird nicht gleich wieder die Sonne scheinen?

Gucke Dir nicht nur einen Teil
Das was Du gerade jetzt sehen willst, an-
Betrachte das Ganze
Breche nicht in argem Selbstmitleid aus
Betrachte das Kranke
Will es nicht nur eins?
Gesund werden!?

Verzage nicht
Du hast die Kraft
Heute sollst Du gar nicht alles schaffen
Warum sonst hat man 365 Tage pro Jahr zur Verfügung?

Heute packst Du alles was Du erledigen möchtest
Warum nicht auch an den anderen folgenden Tagen?

Nun spreche ich Dich an:
‚Hey- kleiner Mann-
Was ist los? Was machst Du hier?’

‚Mein Kater liegt doch hier…’

(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)

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