Der Nachtspaziergang
Der Nachtspaziergang 07 96
Es wurde nun doch dunkle Nacht. Das ich vorher nicht daran dachte- ich sah nur den Moment. Ich schaute nicht an das ferne Firmament. Ich war froh an diesem Ort.
Doch brach ich auf: ich wollte fort. Fort von meinen Problemen, meinen Gedanken- fort von meiner Hoffnung?
Mich verließ die Kraft. Die Kraft der Liebe, der Güte, des Glaubens, der Zuversicht, des Eifers, der Herausforderung, des Willens, des Lebens…
Früh wollte ich nur noch im Bett sein- zurückblickend auf meinen Tag, mein frohes Tun, das Abarbeiten irgendwas Stumpf- & Unsinnigen, meine erledigten Angelegenheiten.
Doch nun wandele ich umher. Um mich knackt es- ein paar Dutzend Augen starren & warten. Warten still. Unerkannt. Lautlos. Warten auf den Augenblick. Den Augenblick meiner Angst. Auch ich könnte im Gebüsch verborgen & geborgen sein. Wartend. Auf den Fall eines anderen. Auf mein Erscheinen. Auf meine Stunde. Mein Glück. Passiv.
Aber nein- ich wählte die freie, schutzlose Bahn. Der direkte Weg ist nicht der Schnellste, aber zumindest sehe ich mein Ziel. Ich hechte von Etappe zu Etappe, von Milestone zu Milestone. Warte dabei auf den Augenblick. Den Augenblick meiner Renaissance. Die Geburt meiner selbst, meines eigentlichen Ich’s, meiner Hoffnung, meines ereignisreichen, monotonen, geplanten, standardisierten, glückseligen & abwechslungsreichen Lebens, meines strahlenden Lichts…
Der Tod mag doch erscheinen- der Tod des Unglücks, der Unvorhersehbarkeit, der ungünstigen Umstände, des Zweifelns, des Infragestellens…
… und es ward Licht…
(eingegeben 15.04.06- ausgedacht 07 1996)
Es wurde nun doch dunkle Nacht. Das ich vorher nicht daran dachte- ich sah nur den Moment. Ich schaute nicht an das ferne Firmament. Ich war froh an diesem Ort.
Doch brach ich auf: ich wollte fort. Fort von meinen Problemen, meinen Gedanken- fort von meiner Hoffnung?
Mich verließ die Kraft. Die Kraft der Liebe, der Güte, des Glaubens, der Zuversicht, des Eifers, der Herausforderung, des Willens, des Lebens…
Früh wollte ich nur noch im Bett sein- zurückblickend auf meinen Tag, mein frohes Tun, das Abarbeiten irgendwas Stumpf- & Unsinnigen, meine erledigten Angelegenheiten.
Doch nun wandele ich umher. Um mich knackt es- ein paar Dutzend Augen starren & warten. Warten still. Unerkannt. Lautlos. Warten auf den Augenblick. Den Augenblick meiner Angst. Auch ich könnte im Gebüsch verborgen & geborgen sein. Wartend. Auf den Fall eines anderen. Auf mein Erscheinen. Auf meine Stunde. Mein Glück. Passiv.
Aber nein- ich wählte die freie, schutzlose Bahn. Der direkte Weg ist nicht der Schnellste, aber zumindest sehe ich mein Ziel. Ich hechte von Etappe zu Etappe, von Milestone zu Milestone. Warte dabei auf den Augenblick. Den Augenblick meiner Renaissance. Die Geburt meiner selbst, meines eigentlichen Ich’s, meiner Hoffnung, meines ereignisreichen, monotonen, geplanten, standardisierten, glückseligen & abwechslungsreichen Lebens, meines strahlenden Lichts…
Der Tod mag doch erscheinen- der Tod des Unglücks, der Unvorhersehbarkeit, der ungünstigen Umstände, des Zweifelns, des Infragestellens…
… und es ward Licht…
(eingegeben 15.04.06- ausgedacht 07 1996)
per arne - 15. Apr, 23:22
