Die Bremser 11/96
Du wirst gebremst
Von Mitmenschen
Grenzen
Regeln
Dir.. .
Du überlegst
Sollst Du leben?
Sollst Du Dich mit Deinen Leuten treffen?
Sollst Du nur auf Dich hören?
Sollst Du ständig nur Deine Ziele verfolgen?
Nie von Deinem Weg Dich ablenken lassen?
Warum hörst Du auf die Bremser?
Sie verstehen Dich nicht
Sie leben nur in ihrer Welt
Gelegentlich bist Du sogar auch in der
Warum willst Du in der total aufgehen?
Du hast doch Deine Welt
Nur Du weißt, was Du den lieben, langen Tag machst
Genieß den Ausflug in andere Welten
Das hilft
Von der Distanz Dich zu betrachten
Aber höre doch nicht immer auf die Bremser
Sie fanden ihre Welt
Du bist auf der Suche nach ihr und das ist auch in Ordnung
Denn wer auf der Suche ist
Vermisst etwas
Weiß, dass es noch mehr gibt- mehr geben muß?
Wenn Du schlafen willst- schlafe!
Wenn Du rausgehen willst- gehe raus!
Wenn Du unglücklich bist- werde glücklich!
Wenn Du Dich bremsen lassen willst, dann tue das & vergiß nicht:
Nur die, die nicht auf ihren wahren Weg mit ganzem Herzen sind
Lassen sich bremsen!
Deshalb
Wenn Du Dich für rechts entschieden hast
Dann überlege nicht, was passiert wäre,
Wärest Du links eingeschlagen
Du entschiedst Dich für rechts und
Das ist auch in Ordnung...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Nur Ein Paar Gedanken 11 /96
Nach einer gewissen Zeit kommt man darauf
Alle Gedanken, die man hat, soll man gar nicht preisgeben
Immer sind gewisse Regeln & Vorstellungen zu beachten:
Der Mensch will nichts Neues
Er braucht geradezu seine ständigen Wiederholungen
Dann ist er froh
Da kennt er sich aus
So frei können sie also gar nicht sein
Wundere Dich nicht, wenn Du denkst, das habe ich schon mal gedacht
Alles war schon mal da
Es kommt nur darauf an, dass Du jetzt dieser Denker bist
Dadurch
Dass alles ein Uhrwerk ist
Erscheint alles wieder
Freue Dich darüber
Nun kannst Du Dich anders- richtiger- entscheiden
Jetzt kannst Du Deine Fehler ausbügeln
Lasse nicht nur Deine gelten
Schreibe Deine auf
Erzähle sie Anderen
Nimm gar eillig
Andere auf
Stochere in Alten herum
Einige wirst Du vergessen
Andere halten Dich ab vom wichtigen, reichen, aufbauenden & notwendigen Essen
Andere locken ein vulgäres 'Fuck' aus Dir hervor
Andere bringen Dir Erkenntnis
Erkenntnis darüber, dass Alles seine Bestimmung, Absicht & Zweck hat &
Du gelegentlich Gedanken zu verheimlichen hast
Auch wenn Du dafür gelobt & getätschelt wirst
Sogar für Gedanken an die Untreue.
Auf paar Gedanken kämst Du nie
Kam Dir mal der Gedanke, nichts zu wollen?
Einfach ohne Anspruch sein
Einfach nur erfreut sein
Über die Gegenwart eines bestimmten Mitmenschen?
Wolltest Du in Gedanken andere & etwas ändern?
Warum?
Kamst Du denn nie auf den Gedanken, Gedanken einfach zu ignorieren?
Weißt Du denn nicht, wenn zwei das Gleiche denken
Dass sie nicht unbedingt dasselbe anschließend tun?
Stehe zu Deinen Gedanken
Sie sind wie Du:
Einmalig!
Aber sei Dir darüber bewusst
Es gibt Menschen, die zu sehr von den Eigenen eingenommen werden
Als dass sie sich noch um Andere kümmern könnten
Dabei wäre das nicht unbedingt das Verkehrteste
Vielleicht denken zwei Menschen über dasselbe nach
Nur Werden sie nie davon erfahren:
Denn Gedanken kann man nicht Sehen. ..
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Schach 11/96
Spielst Du Schach?
Warum überträgst Du es nicht auf Dein Leben?
Erst ganz spät die Dame ins Spiel bringen
Deine begrenzten, einzelnen Züge wohl überlegen
Immer darüber im Klaren sein
Wenn Du einen ausgeführt hast, wird es schwer ihn zurückzunehmen
Jeden Zug am besten absichern
Kein Risiko eingehen
Wenn Du etwas opfern musst
Dann das, was Dich am wenigsten stört
Du sollst einen Vorteil erhalten & daraus ziehen
Jeder will nur Deinen König
Ohne selber viel zu verlieren
Dabei verwendet man jede Möglichkeit & Art:
Auf Sizilianisch
Auf Spanisch
Auf Abwehrhaltung
Auf Angriffhaltung...
Stelle Dich darauf entsprechend ein
Spätestens dann
Wenn Du hörst einen Dich
Fröhlich & frohlockend Anschreien:
Schach!
Dies sei Dein Warnruf
Anders ist es mit dem Ausrufen von
Schachmatt …
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Meine Welt 11/96
Einst sah ich meine Welt als die Ganze an
Ich wurde eines Besseren belehrt dann
Nun erstreckt sich meine Welt auf einen ganz kleinen Ausschnitt
Ich darf nur noch Herr-Gott spielen bei einem Bruchteil
Mein Teil ist nur
Mein Zimmer
Mein Auto & meine Arbeitsstelle
Alles Andere kann ich nicht beeinflussen
Selber diese kleine Welt ist nicht mal mir & wird mir zuviel
Muss ich einen noch kleineren Ausschnitt mir kreiren?
Beginnt das Ende, wenn man sich beschränkt?
Sollte man die Grenzen erweitern?
Wird man nur künstlich eingegrenzt?
Sollte man von ein Wenig alles wissen oder von Allem ein wenig?
Wer kann das alles beantworten?
Wie baut man seine eigene Welt Auf & Aus???
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Wir Sind Anders 11/96
Wir Raver sind anders
Wir Läufer sind anders
Wir Kerle sind anders
Wir Fans sind anders
Wir Deutschen sind anders
Wir Arbeitenden sind anders
Wir Jungen sind anders
Weshalb freuen wir uns dann gleich?
Wieso zittern wir gleich vor einem Unglück?
Warum lachen wir gleich?
Aus welchem Grund benötigen wir das Gleiche?
Fürchten wir nicht alle das Gleiche?
Schauen wir nicht gleich aus bei einem gewissen Anblick?
Schlafen wir nicht gleich?
Nehmen wir nicht das Gleiche zu uns?
Da wird mir doch ganz anders
Gleich ...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Das Unwetter 11/96
Es stürmt & schüttet in einer Tour
Du fragst nur:
Warum nur?
Ja
Weißt Du es denn nicht?
Das Wetter & alles Andere werden
Wie Du es Dir ausdenkst
Alles
Was Du wünschst, hoffst, glaubst & denkst
Wird wahr, über kurz oder lang
Sehntest Du nicht herbei eine Änderung?
Ein Donnerwetter?
Jetzt ist es da!!!
Warum nur willst Du, dass alles Dir entgegen kommt?
Warum gehst Du nicht auf alles zu?
Ist es nicht herrlich nach Hause zu gelangen & alles ist in himmlischer Ruhe?
Wenn Du Sturm, Regen oder Sonnenschirm willst
Verlasse einfach Deine Bude
Einfacher ist es auf etwas zu verzichten, wenn Du es hast
Als etwas erhalten zu wollen, was Du nicht erreichen kannst
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Der Schuss 11/96
Ich bin Polizist
Gerade bin ich auf einer Verbrecherjagd
Wie immer
Befinde ich mich in der ersten Reihe
Gelegentlich überlege ich mir wohl, was geschähe
Wenn ein Schuss nach hinten losgeht
Wenn ich getroffen werde
Wenn ich jemanden treffe...
Gilt es dann immer noch als Notwehr oder notwendig?
Oder werde ich selber dann als Mörder beurteilt?
Genügend Beispiele gibt es...
Es war nicht zu beweisen, dass man provoziert wurde-
Worte lassen sich nicht vor Gericht zeigen
Es war nicht zu beweisen, dass man bedroht wurde
Entfernte Waffen lassen sich nicht vor Gericht zeigen
Es war nicht zu beweisen, dass man im Recht war
Gewisse Leute & Aussagen lassen sich nicht vor Gericht zeigen
Deshalb achte darauf, alles schwarz auf weiß zu sammeln
Dich selber zu sammeln
Um Deinen Vorgesetzten verstehen zu geben, was Dich bedrückt & betrügt
Ein unbedachter, dummer Schuss
Darf nicht einst sein Dein Verdruss
Versuche daher nicht zu verdrängen & zu vergessen
Jeder Schuss kann nur aus einem Schießeisen stammen
Jeder Schuss bedarf vorher einer Aus-Lösung
Deshalb bedenke was & wen Du triffst mit
Deinem nächsten Schuss ...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Zu Jung 11/96
Er ist zu jung, um den Film sehen zu dürfen
Sie ist zu jung ein Kleinkind zu erhalten
Du bist zu jung Auto zu fahren
Wir sind zu jung zu sterben
Sie sind zu jung etwas zu verstehen
Ihr seid zu jung etwas zu tun
Ich bin zu jung um von der Vergangenheit zu sprechen
Warum wollen wir die Zeit als Limit anerkennen?
Weshalb alles auf einmal durchhetzen?
Wieso nicht erstmal eine Grundlage schaffen?
Auf sie kann man dann später fröhlich aufbauen
Es gibt genügend Filme
Es gibt verschiedenste Hobbies
Es gibt mehrere Arten der Fortbewegung
Es gibt Millionen von Dingen zu erledigen
Es gibt unendlich viele Themen
Verberge Dich bitte weiterhin nicht
Verhindere ungeschickte Aussagen
Mache das, was Du kannst &
Was Dein Herz verlangt
Sollte es nicht Deinem Alter entsprechen: wen kümmert es?
Feile daran
Es wird wieder aktuell für Dich werden
Wenn es soweit ist
Dann...
Irgendwann ...
Nun bleibe weiter im Herzen jung
Und vergesse nicht:
Wir sind erst dann nicht mehr jung
Wenn wir wissen
Was uns nach dem Leben
Erwartet
Anspringt
Auf uns lauert ... ?
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Am Ziel 11/96
Eben bin ich angekommen
Ich vermute
Ich habe es noch gar nicht richtig vernommen
Vorbei
Ist der lange, mühselige Weg
Vorbei
Sind die kleinen & großen Sorgen & Probleme- welche hatte ich denn?
Vorbei
Ist das ständige neue Anrennen- schade eigentlich!
Jetzt Beginnt wieder das Neu-Orientieren
Das Stecken & Erkennen weiterer Ziele
Das ewge Vorbereiten
Das notwendige Planen
Das verlockende & aufbauende Träumen
Wird man jemals tatsächlich ankommen?
Ist man nicht ständig unterwegs?
Sind Ziele letzten Endes nicht unbegrenzt?
Ich möchte
Dass ab sofort mein einzig-gültiges
Ständiges Ziel lautet:
Unbeschwert aufzuwachen
Um wieder das Vorgenommene &
Mehr zu machen ...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Alles Gelingt 11/96
Schaue bloß nicht nach links
Da wird einer auf Händen getragen
Er war schon begabt als kleinstes Kind
Bald konnte er sprechen, essen & dann auch laufen
Bei seiner Kindergartenwahl erhielt er den 1. Platz
Ebenso wie bei seiner Schulwahl
Oder bei der Bundeswehr
Oder beim Beruf später
Auch durfte er nicht ein Bierchen an der Bar Trinken, als Damenwahl bei der Tanzschule war
Ihm gelingt einfach alles
Ob er sich nun anstrengt oder alles schleifen lässt
Das Glück verfolgt ihn & bleibt ihm hold, wie einst die Pest
Wo er teilnahm, landete er letzten Endes auf dem Treppchen
Er musste immer alles geben
Er konnte einfach nicht entspannen
Sich zurücklehnen
Genießen & gar nichts tun
Für ihn hieß es nie: unter ferner liefen
Ständig war er im Blickpunkt & hatte irgendwas darzustellen
Bestimmt verstellte das auch ihn
Er durfte nie kämpfen
Sich durchbeißen
Es klappte doch alles beim ersten Mal
Ständig wurde er unsicherer & fragte sich:
Ist das noch normal?
Er durfte nie sich in Frage stellen
Seinen Weg neu überdenken
Vom Regen überrascht werden &
Dadurch eine kalte, weckende Dusche erhalten
Er kannte keine Enttäuschung &
Wusste so eine schöne Zeitperiode nicht zu schätzen
Er durfte sich nie aufregen
Er durfte nie träumen
All seine Träume wurden wahr
Er kannte nicht das Gefühl der Gewissheit
Dass alles einen Zweck, eine Absicht hat
Er weiß nicht, wie man hasst
Er weiß nur, was es bedeutet, begehrt zu werden, zu siegen
Er besorgte sich ein Strick
Es klappte beim 1. Mal
Wie immer
Nun kann auch er entspannen
Nun wird er auf Händen getragen
Um ihn ist
Wie immer
Sein Sarg ...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Der Held 11/96
Siehe
Da steht er
Der Held
Wie wird er zur Show ge- & bestellt!
Dabei weiß ich gar nicht, ob es ihm gefällt
Es wird gemunkelt, dass er zusammenfällt
Wenn das Licht verschwindet & das Publikum den Heimweg wählt
Nein
Ich akzeptiere ihn nicht
Diesen auserwählten, künstlichen, königlichen Helden
Mein wahrer Held ist mein Nachbar
Er übt richtige Heldentaten aus
Sie sind im Verborgenen & plötzlich da
Er macht keinen darauf aufmerksam
Er spricht nicht von denen
Wenn sie in der Vorbereitung sind
Sondern nur, wenn er sie ausführte &
Wir ihn x-Mal darum baten
Er missachtet das Wort 'Kleinigkeit'
Für ihn ist alles, was er gerade jetzt ausführt & erledigt eine 'Heiligkeit'
Er weiß von der Schwierigkeit
Drei glückliche Tage hintereinander schadlos zu überstehen
Für ihn ist passend der Spruch:
'Wer einen Orden braucht, verdient ihn nicht.
Wer ihn verdient, braucht ihn nicht. '
Des Öfteren öffnete er gewissen Leuten die Augen, auch mir
Mit seinen passenden, einfachen Sätzen wie:
'Mache es doch!'
'Probiere es aus!'
'Weiter geht's!'
'Scheißegal & gerade noch einmal!'
'Warte nicht auf das nächste Unglück,
Sondern analysiere Dein letztes Arbeitsstück &
Rede herbei das scheue & rare Glück'
Gelegentlich ist er auch ein König.
Ihm macht es nichts aus
Wenn er 'nur' der König als Einäugiger unter Blinden ist
Auch das soll man erstmal werden.
Ich versuche
Ab sofort mein eigener
Held
König
Zu werden...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Der Schrauber 11/96
Ich bin der Schrauber
Ja
Tagtäglich helfe ich hier
Wenn jemand glaubt bei ihm sei eine Schraube locker
Meist sind es eher nur unauffällige Arbeiten
Sie gehen schnell & locker von der Hand
Weil ich mich bemühe
Weil ich vorausplane & -denke
Weil ich mich konzentriere
Weil ich nur meine Arbeit bei der Arbeit sehe
Ich komme von Abteilung zu Abteilung
Ich erhalte einen gewissen Überblick
Dennoch kann ich Distanz wahren
Nun will man mich entlassen.
Das soll man nur
Ich bin flexibel & motiviert genug etwas Neues zu finden.
Nur
Was die Leute hier ohne einen Schrauber machen, weiß ich nicht
Sicherlich - es ist vernünftig zu rationalisieren
Aber in welchem Maße?
Dafür braucht man kein Seher zu sein
Die Arbeit funktioniert leider/zum Glück nicht von allein
Selber ich
Nur der Schrauber
Bin wichtig
Wann wird das erkannt???
Nein
Meine Mutter heißt nicht Kassandra
Sondern Orakeline
Geboren In der Nähe von Delphi ...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Qual 11/96
Was ist Qual?
Qual ist nicht
Wenn Du geschlagen wirst
Du kannst den Schläger zurückschlagen oder den Schlägen ausweichen
Qual ist nicht
Wenn Du verlierst
Du wirst auch demnächst wieder siegen
Qual ist
Was Du nicht sehen kannst
Qual ist
Wenn Dir etwas zugesprochen wird wofür Du nicht verantwortlich bist
Qual ist
Wenn nicht auf Deine Person eingegangen wird
Wenn also Deine Taten missverstanden oder gar nicht realisiert werden
Wenn Du Dich nicht rechtfertigen kannst
Wenn Du die Wahrheit nicht zeigen kannst
Wenn das Einfache der Gerechtigkeit vorgezogen wird
Versuche daher andere nicht unnötig zu quälen
Selbstverständlich quäle Dich selber auch nicht unnötig
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Es Gibt Leute 11/96
Es gibt Leute
Die nur auf Andere schauen
Sie kontrollieren alles & jeden
Sei froh
Dass es solche gibt
Sie geben Wamschüsse ab &
Du erhältst nur einen Schrecken &
Kein gänzlich kaputtes Leben
Es gibt Leute die regen sich sofort auf
Bleibe überlegen & ruhig
Vergesse es & zeige die Wahrheit auf
Ebenso wie ein Wort der Entschuldigung
Es gibt Leute
Die behaupten Logik sei
Wenn man wisse, dass auf dem Alexanderplatz
Sich bald Koreaner tummeln werden
Denn Ost-West gleiche Nord-Süd ...
Die übersehen, dass sie es erkannten, weil sie sich damit beschäftigten
Rege Dich nicht auf wenn sie Dich beschimpfen
Sie sind zu engstirnig
Freue Dich
Königlich
Wenn Du erkennst was die von sich stammeln & geben
Es gibt Leute
Die während ihrer Arbeitszeit spielen, schwätzen & telefonieren
Die sich dann beim Chefcben über zu viel Arbeit beschweren & dann auch noch Recht erhalten
Auch wenn Du es nicht einsehen willst
Halte trotz allem an Deinen Zielen & Idealen fest
Mache Dich dabei aber nicht auf Kosten Anderer fertig
Halte nur durch
Irgendwann erhältst auch Du einen wahren Chef
Der endlich Dich ganz erkennen kann
Es gibt noch so verdammt viele unterschiedliche Leute
Schaue sie Dir alle gelassen an
Versuche dies & jenes
Und vergesse nie:
Es gibt nur etwas Wichtiges:
Dein reiches & Dich befriedigendes Heute...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Der Schauspieler 11/96
Da ist er
Der Schauspieler
Er kann nur noch in seiner Rolle leben & sprechen
Einst wollte er in die ferne, weite, große Welt aufbrechen
Jetzt erhielt er Erfolg vor Ort
Dafür zahlte er einen hohen Preis:
Er verlor sich
Er ist nun ein Abziehbild der Gesellschaft
Er tut alles so, dass sie auch ja lacht
Er versteht sich nicht mehr als Charakter
Sondern als Marionette
Er verlor die Zuversicht & Geduld
Er wechselte nicht den Regisseur
Das Stück
Die Bühne...
Weshalb ging er so auf?
Warum hielt er nicht an seinen Idealen fest?
Wieso erkannte er nicht, dass sämtliche Leute Schauspieler sind?
Sie kennen nur das notwendige Vortäuschen &
Sagen Ausreden
Die für die Frager darstellen einen rechten Segen
Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen
Sie werden nicht angegriffen
Sie fühlen sich bestätigt
Zu gern lassen sie sich Salz in die Augen streuen
Denn sie sind zu müde zum Aufbäumen
Sie verloren zu viele Ideale
Sie fordern eine einfache Welt:
Es soll alles funktionieren in der auch so Realen
Sie wollen gar nichts Neues
Die alte Schau darf immer wieder gezeigt werden
Da kennen sie sich aus
Sie können den Text mitsprechen.
Habe darum kein Mitleid mit dem Schauspieler
Vielleicht
Ist das wirklich
Seine Rolle...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)
Die Schlange 11/96
Ich brauche
Abwechslung
Tapetenwechsel
Neue Sichtweise
Etwas Abstand &
Besinnen
Nun bin ich in Afrika
Umgeben von Deutschen
Alles scheint wie in Deutschland zu sein
Hurra
Jetzt fahren wir mit einem Jeep
In mir keimt das Leben auf
Ich frohlocke
Ich will nicht mehr, dass ich stocke
Immer weiter rollen
Kein Moos ansetzen
Was ist da los?
Wir halten an
Meine Mitfahrer stoppen & unterbrechen abrupt die Gespräche
Warum?
In unserem Wagen trollt sich gar fröhlich eine Schlange umher
Leute, was ist los?
Es ist nur eine Netzpython
0oo wie ich die Schlangen liebe und bemitleide
Sie kriechen ewig am Boden
Ihre Füßchen sind gänzlich verschwunden
Sie werden verehrt & gehasst
Sie haben besondere Kräfte
Sie
Die Seelentiere
Orakeltiere
Hüterin von Tempel, Unterwelt & Schutzgeister
Unreine & Klugheit &
Die, die das Symbol der Ärzte darstellen
Was habt Ihr?
Ich kann mich nicht satt sehen an ihr
Ihr wollt aber nichts mit ihr zu tun haben
Ihr macht das, was ihr könnt
Weggucken & Hoffen, dass Ihr nicht den Kelch
Meist von Euch selber vergiftet,
Austrinken müsst
Ihr habt Angst & wollt Euch nicht bewegen
Darüber wundere ich mich
Warum berührt sie mich nicht?
Weshalb bin ich in der Lage klar & ruhig & souverän zu denken?
Die Anderen wollen nicht die Aufmerksamkeit auf sich lenken
Nein
Sie sind die Hasen:
Immer gejagt
Immer alles gefallen lassen
Sie sind gelähmt & starr vor Angst.
So werde ich sie anpacken
Ich gab ihr, ihre Freiheit zurück
Mir schien, als wäre sie ganz entzückt
'Danke, dass Du mir die Grenzen aufzeigst
Ich fühle mich von Jedem & Allem gereizt
Ihre Furcht nährt mein Selbstvertrauen & Mut
Doch auch ich benötige eine Pause. Danke.’
Sagte sie das zu mir?
Ich wundere mich
Bitte entferne auch Du Deine Schlangen
Du erlöst damit alle...
(eingegeben 01.05.06- ausgedacht 11 1996)