Menschliches

Sonntag, 28. Januar 2007

Unvorbereitet

Unvorbereitet 03/97

Stopp- das ist unfair
Das war nicht geplant
Ich bin & war nicht darauf vorbereitet

Stopp- kann man & sollte man sich ständig auf alles & jeden vorbereiten?
Ist es manchmal nicht besser gewisse Dinge einfach zunächst zu erleiden &
Anschließend seine Eindrücke davon abzuleiten?

Bist Du vorbereitet auf die Frage
Ist das das Geheimnis?
Sich ständig vorzubereiten?
Auf das Unvorbereitete?
Unvorbereitbare?

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Ausgezogen

Ausgezogen 03/97

Ich habe mich ausgezogen
Ich hatte das Bedürnis
Den Wunsch
Das Verlangen
Mich zu entblößen

Es machte mir nichts aus
Ganz im Gegenteil

Irgendwie war ich wie berauscht
Doch, was wäre geschehen?
Wenn man meine Nacktheit nicht hätte gerne gesehen?
Wenn sie nicht gefiele?
Wenn ich verliere?

Den Überblick &
Das Bewusstsein für dieses
Spiel & Spielerei?

Tatsächlich, das hätte vorkommen können
Doch wieso ungelegte Eier ausbrüten?
Mir gefiel es doch ...

Ich bin ausgezogen
Nach nirgendwo ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Hühott

Hühott 3 97

Herr Hü meint
Dass schaffst Du nie
Ihm selber zittern immer mehr die Knie

Er will gar nichts mehr
Nicht mehr auffallen
Nicht mehr träumen
Nichts mehr vorstellen

Ständig verborgen sein
Immer kriechen & gehorchen
Sich anpassen
Immer weniger tun

Dafür mehr schlafen & meckern
Immer mehr sich zurückziehen
So erhört man keine Gegenwehr &
Ist im Kreis von einem Gleichgesinnten

Immer weniger fordern
Man ist ja so zufrieden
Man kullert kugelrund durch die Gegend
Eckt nirgends mehr an

Ständig in der vorgeschriebenen, gleichen Bahn
Man hat seine Vorstellung
Zunächst war sie hoch & unerreichbar
Nun stutzte man sie zurecht &

Kann sie bequem & ohne viel Mühe ständig erreichen
Der Leiter grinst einen ständig wohlwollend, weise an
hinterlistig.
Was will man mehr?

Herr Hott weiß:
Alles ist möglich,
Nichts ist mit 7 Siegeln behaftet
Alles gibt nach

Wenn man beharrlich bleibt & probiert
Er will heute alles & gleich
Mehr noch als gestern

Gestern war es zu leicht
Heute bitte eine Nuance komplizierter
Sekündlich auf der Suche
Immer was Anderes
Immer mehr

Allwissend & -gegenwärtig
Ständig das Bewusstsein
Das war erst der Anfang

Jetzt weiß ich, wie es geht
Nun will ich experimentieren
Unendlich auf Kontra
Revolte aus

Immer das Gedachte frei heraus
Kein Berg ist zu hoch
Kein Tal zu tief
Keine Linie zu schief
Keine Idee zu abstrakt

Nie müde
Täglich aktiv
Keine Pause
Das Leben ist zu kurz
Meckern & Unmut
Luxus

Ja- das sind sie
Unsere beiden, einzigen Herren
Welchen möchtest Du eher entbehren?

Den Vorsichtigen?
Den Radikalen?
Weshalb quälen?
Wieso nicht Hühott?

Erkenne
Gelegentlich
Erblickst Du Hü
Dann wieder Hott

Sie haben beide Recht
Jeder auf seiner Art
Jeder hat & braucht seine Welt

Sie brauchen einander
Sie sind die Pole
Aber Dir wird klar

Beide sind sie ständig da
Fragst Du den einen, geht es Dir gut & bist hocherfreut

Wenn Du mit dem Anderen sprichst
Schreist Du gleich aus
Nein, das will ich nicht!
Weshalb die Extreme?

Hühott funktioniert auch
Verlasse Dich nicht auf der anderen Stimme

Du fragst, bist Du das erhörst, was ist so gar nach Deinem Sinne
Warum hören wollen?
Wieso nicht ausführen & unternehmen wollen?

Hühott, hühott, hühott ...

(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)

Samstag, 27. Januar 2007

Fisch Sein

Fisch Sein 01 97

Schon immer wollte ich ein Großer sein Nein
Es reichte nicht ein Großer zu sein

Ich wollte immer gleich der Größte sein Warum?

Wenn ich ein Fischlein bin
Möchte ich gleich ein Riesenwal sein
Wäre ich dann der
Zöge ich es vor ein Kleiner zu sein
Der Kleinste der Kleinen
Und Du?

Du schaust mir aus der Ferne zu
Bist Du ein Fischlein?

Sei es
Sei stolz darauf
Nutz das Kleinsein

Früh genug wirst Du noch aus der Krabbelstube vertrieben
Dann werde nicht ein Einzelgänger

Sie werden zuerst geschnappt
Sie sind diejenigen, die bei jeder Möglichkeit nach einem Wurm schnappen Nur, der Wurm hängt an einem Haken
Jede Sache hat diesen

Werde lieber einer von vielen
In der Gruppe kannst Du
Untertauchen
Dich erholen
Dich entwickeln

Gelegentlich Deinen Weg versuchen
Um anschließend wieder fröhlich johlend
In der Gruppe aufgenommen zu werden

Sei bloß nicht so töricht auffallen zu wollen
Du lockst nur Feinde auf Dich
Das ist etwas, was Andere machen sollten

Und schaue
Es findet sich immer jemand, der es Dir gerne abnimmt
Lasse ihn nur
Er will kämpfen gegen die Schnur

Hat er Erfolg
Gratuliere ihm- teil ihm mit, dass Du das schon immer wusstest
Wenn nicht...

Ist er es auch nicht wert, sich um ihn Gedanken zu machen-
Nicht mehr...

Jeder braucht ihn
Seinen
Eigenen
Dummen
Besonders
Auffallen wollenden Fisch

(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Freitag, 26. Januar 2007

Am Apfelbaum

Am Apfelbaum 01 97

Vor einem Apfelbaum stehe ich
Die Äpfel hängen förmlich in meinem Schlund
Soll ich zu beißen?

Ich sehe wie
Andere nach oben hüpfen
Sie erreichen sie nicht
Doch sie berühren sie und sie haben etwas zu tun

Sollte ich sie nach oben heben?
Nein
Dann sind sie abhängig von mir
Ich muss denen wieder herunter helfen
Fallen sie, bin ich daran schuld

Sie brechen sich alles
Das Genick
Die Knochen
Die Karriere ...

Soll ich die Vögel da ganz oben vertreiben?
Nein

Sie picken nur dämlich vor sich herum
Bald schon werden sie Kirschen essen und im Überfluss Wasser trinken
Das schlägt dann auf den Magen und sie können es nicht mehr ertragen

Harre nur aus und ignoriere ihr jämmerliches Gepiepse
Auch das verstummt mal & bald
Missachte die Hüpfer- bald schon erlahmen sie

Sie sollten warten bis die Äpfel reif sind und zu Boden fallen
Sie brauchen gar nicht zu hüpfen
Warum immer hoch hinaus wollen?

Ich will endlich zubeißen
Endlich erreichen, was so scheinbar nahe ist...

Doch nun
Habe ich plötzlich
Appetit auf Erd-Äpfel ...

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Kalte Welt

Kalte Welt

Es ist eine kalte Welt
Mir ist kalt
Niemand da zum Wärmen

Keiner erscheint
Wenn ich ihn brauche
Wenn ich nichts zu geben habe

Jeder denkt nur an sich & seine Interessen
Jeder rückt seine Probleme in den Vorder- & Mittelpunkt
Jeder nimmt gerne & gibt höchstens den Rest

Jeder weint sich bei Dir aus, aber lacht mit denen
Über die er soeben noch bei Dir weinte
Jeder versteht das, was er verstehen will & nicht mehr

Jeder erinnert sich erst dann wieder an Dich, wenn alle anderen nicht können
Wollen oder des Ausgenützt-werdens überdrüssig geworden sind

Jeder lässt sein Müll bei Dir & kümmert sich dann ein
Dreck darum, wie Du den wieder loswirst

Warum machst Du es nicht endlich genau so?

Treu dem Motto:
'Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht'

Suche Dein Feuer!
Denn siehe: Das Feuer wurde schon gegen die Kälte erfunden!

Suche es endlich!
Falls es Dich tröstet & erwärmt:
Gewisse Eskimos lieben & benötigen Kälte!

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 01 1997)

Der Zug

Der Zug
Ich verpasste den Zug

Dabei baute ich darauf meine Route auf
Nun werde ich nie mein Ziel erreichen
Nicht wie geplant

Während ich hier am Bahnhof entlang schlendere
Stelle ich fest, es gibt noch andere Möglichkeiten

Andere Möglichkeiten zu reisen
Andere Möglichkeiten an mein Ziel zu gelangen
Andere Möglichkeiten mich auf meine Reise vorzubereiten

Während ich so wandele
Frage ich mich
Warum mein größtes Ziel, nicht das Erreichen des Zuges war?
Warum tat ich nicht alles, um ihn zu erreichen?
Was hinderte mich daran?
Was war da?

Ich hätte doch während der Fahrt schlafen können
Ich wusste doch, was von dem Erreichen abhing

Alles soll jedoch seine Bestimmung & Sinn haben
Ich verpasste den Zug

Den Zug
Der später
Entgleiste ...

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Der Alleswisser

Der Alleswisser

Schau
Da ist er
Der Alleswisser

Ständig ist er auf der Suche
Nirgends ist er daheim
Nie verweilt er irgendwo

Einst verlernte er das
Einfache
Genießen
Kindliche
Freuen
Offene Gespräch

Er lernte
Die Sinnlosigkeit des Lebens
Die Naturwissenschaft
Die Wirtschaft
Die Politik

Den Sport
Die Kunst
Die Juristerei
Das Handwerk
Er weiß nun alles

Dennoch kann er
Niemandem anbieten
Sein geniales Wissen

Niemand will etwas von ihm wissen
Wenn man ihn hört
Fühlt man sich
So klein
So unnütz
So dumm

Oh nein
Seht es ein!

Ihr seid voneinander abhängig:

Klein & groß
Schlau & dumm
Reden & hören
Lernen & lehren

Verfallt nur nicht in die Extreme
Erkennt, was Sartre schon von sich gab:

'Wenn der Mensch verstanden hat
Das es sinnlos ist
Alles verstehen zu wollen,
Hat er alles verstanden
Was zu verstehen sich lohnt …’

Wann siehst Du es ein?

Mein Freund
AIleswisser

Schaue Dir die Tanne an
Möchtest Du die auf einmal in Deinem kleinen Ofen verfeuern?
Willst Du verbrannt werden?
Ausgebrannt?

Warum machst Du das dann mit Deinem Leben?
Wann beginnst Du damit???

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Der Richter

Der Richter

Ich bin Richter
Das ist sehr ermüdend
Ich verstehe, was gesagt werden sollte & wollte

Darf aber nur richten über die
Dinge, die tatsächlich gesagt wurden

Gelegentlich will ich Brücken bauen
Auf die Sprünge helfen

Doch
Der Angeklagte hört meine Worte gar nicht
Er hat nur seinen Fall im Kopf & seine Version

So
Bleibt mir nur das mitleid- & gnadenlose Richten
Wahrscheinlich soll ich mich auch nur darauf beschränken

Beschränke Du Dich aber nicht nur auf Dich
Lasse Leute zu Ende sprechen
Hinterfrage, was sie sagten
Gib stückchenweise Deine Meinung preis

Ach
Entschuldige!

Ich habe gar nicht über Dich zu richten

(eingegeben 26.01.07 - ausgedacht 12 1996)

Dienstag, 23. Januar 2007

Verhalten 12/96

Verhalten

Ständig läufst Du von Pontius zu Pilatius
Um dann festzustellen, dass es Dir bei Pontius besser gefiel Warum nur?

Willst Du es nicht einschränken?
Willst Du Dich nicht nur auf Dich beschränken?
Willst Du Dir ständig an derselben Herdplatte Deine Finger verbrennen?
Willst Du Dich ständig so verhalten, wie es normal ist?

Willst Du immer Deine innere Stimme übertönen?
Willst Du endlich einsehen, dass nie der Verursacher
Wohl aber der Verkünder der Hiobsbotschaft verurteilt wird?
Willst Du verstehen, dass sämtliche Menschen ihre Meinungen wechseln?
Wen interessiert schon das Geschwätz von gestern?
Willst Du begreifen, dass sie zu Dir kommen,
Wenn Du problemlos & freudvoll bist?

Wann
Verdammt noch mal!
Hörst Du auf, die alte Vase zu kitten?
Wann denn nun gehst Du über zur neuen, einfachen Vase?
Wann endlich hörst Du auf Dein Verhalten anzupassen?
Wann verhältst Du Dich so, wie Du empfindest?
Wann passt Du auf wie wer reagiert?

Wie lange brauchst Du noch, um festzustellen, dass alles dauert?
Wie lange gönnst Du noch den Mitmenschen die notwendige &
Deine wertvolle Zeit?
Wie lange benötigst Du, um festzustellen, dass Du,
Je mehr Du Dich anpassen willst, immer weiter aneckst?

Erkennst Du, dass nur diejenigen auf ihr Fehlverhalten
Aufmerksam gemacht werden, auf die man noch große Stücke hält?

Verhältst Du Dich so, dass Du vor Dir selbst bestehst?
Dann verhalte Dich so...

(eingegeben 23.01.07 - ausgedacht 12 1996)

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