Das Märchen Vom Weinenden & Lachenden Augen
Das Märchen Vom Weinenden & Lachenden Augen 9 00
Es war einmal in einem fernen Land.
In diesem Land war alles möglich.
So konnte es sogar mitunter vorkommen, dass man Augen antraf. Das lachende Auge, ein Kraken-Auge, das Holz-Auge, das übergehende Auge, das Pfauen-Auge, das L-Auge, das zugedrückte Auge, das Dorn-Auge, das trockene Auge, das Glas-Auge, das-aus-dem-Sinn-aus-den-Augen-Auge, das weinende Auge, ein Menschen-Auge. Alle Augen eben.
Unbeschreiblich schön war dann dieser Augen-Blick.
So machte man die Augen auf & erkannte sie überall. Besonders possierlich ward die Anwesenheit in einem Raum vom weinenden & lachenden Auge. Doch dazu später mehr. Erst werden die Augen vorgestellt- vor allem deren Geschichte ist interessant & erzählenswert.
Das weinende Auge, das zunächst untrennlich vom lachenden gewesen ist, wollte sich plötzlich eines Tages alleine durch sein Leben schlagen. Dazu wollte es das Rad neu erfinden. Niemand durfte helfen. Es wusste ja, dass es für sich die Allwissenheit pachtete. Der Rest, der erbärmliche, wusste von nichts.
Doch- das weinende Auge war der Besserwisser par excellence.
So war ihm bekannt, dass man von ihm das Weinen allgemein erwartete. Daher änderte es sich nicht, auch wenn es dies hätte tun können & wollen.
Manchmal gar nahm es groteske Züge an: war es in Australien, wollte es doch lieber in Europa sein. Fühlte es sich endlich wie ein Europäer, so wünschte es in Lima aufzuwachen. Dies setzte sich so immer weiter fort.
Da dies nicht sein Wohlbefinden unbedingt förderte, wähnte es Alternativen zu suchen. Doch plötzlich waren diese augenscheinlich nicht mehr möglich. Es war & blieb das weinende Auge. Da diese Tatsache unumstößlich war, rollten viele echte, heiße Tränen.
Hingegen beim lachenden Auge nur Sonnenschein war. Denn, es ist all zu menschlich, sich dem zu widmen, der sich auf der Sonnenseite des Lebens befindet. Dem das Glück lacht. Der zufrieden mit sich & seiner kleinen Welt scheint.
Dem lachendem Auge schmerzte der Abschied vom Weinenden & das Schicksal von demselben. Allerdings versuchte das lachende Auge, das Optimale in dieser Situation zu sehen & jenes herauszukitzeln.
Machte das weinende Auge nicht ständig auf Schwierigkeiten & Alternativen aufmerksam?
Wollte es nicht sogar auf Gräbern tanzen? Zauberte es nicht aus jeder noch so kritischen Situation ein fröhliches Ende & Lösung hervor?
Es gab Momente, da das Lachen hätte verstummen mögen- doch wozu? Sollte das Eine nicht eintreten, damit das Andere entstand? Traten einst nicht noch chaotischere Situationen auf? Haben die Einem etwas an haben können???
Eines gefiel dem lachenden Auge nicht: es wollte unglücklich & traurig sein.
Tränen zeigen können, doch es konnte nur lachen.
Gott, der ja überall seine Augen hat, realisierte, dass es am besten sei, wenn alles zwei Seiten, Gegenpunkte habe. So bekamen die Rosen, die wunderhübschen, Dornen. Wir Menschen erhielten weinende & lachende Augen. Diese sollen sich einander die Waage halten.
Einerseits ist zu erkennen, dass alles aufeinander aufbaut & folglich das gesamte Leben ein Mosaik darstellt.
Andererseits ist der Mensch sich darüber im klaren zu werden, dass er seine Möglichkeiten erkennt & nutzt. Auch kann dies bei der Liebe angewandt werden. Die vergebenen Chancen sind passe. Das heute & hier ist wichtig. Auch wenn manchmal ein weinendes Auge das Ergebnis ist. Doch auch ein lachendes Auge kann das Fazit der Liebe sein.
So wurden die lachenden & weinenden Augen wieder vereint & jedes Erschaffene erhielt von nun zwei Seiten. Und da sie nicht gestorben sind, hat selber heute jeder zu erkennen, dass die weinenden & lachenden Augen weiterhin existieren.
Dieses Märchen geht zu Ende- was beginnt?
(Eingegeben 18.02.07 - Ausgedacht 9/00)
Es war einmal in einem fernen Land.
In diesem Land war alles möglich.
So konnte es sogar mitunter vorkommen, dass man Augen antraf. Das lachende Auge, ein Kraken-Auge, das Holz-Auge, das übergehende Auge, das Pfauen-Auge, das L-Auge, das zugedrückte Auge, das Dorn-Auge, das trockene Auge, das Glas-Auge, das-aus-dem-Sinn-aus-den-Augen-Auge, das weinende Auge, ein Menschen-Auge. Alle Augen eben.
Unbeschreiblich schön war dann dieser Augen-Blick.
So machte man die Augen auf & erkannte sie überall. Besonders possierlich ward die Anwesenheit in einem Raum vom weinenden & lachenden Auge. Doch dazu später mehr. Erst werden die Augen vorgestellt- vor allem deren Geschichte ist interessant & erzählenswert.
Das weinende Auge, das zunächst untrennlich vom lachenden gewesen ist, wollte sich plötzlich eines Tages alleine durch sein Leben schlagen. Dazu wollte es das Rad neu erfinden. Niemand durfte helfen. Es wusste ja, dass es für sich die Allwissenheit pachtete. Der Rest, der erbärmliche, wusste von nichts.
Doch- das weinende Auge war der Besserwisser par excellence.
So war ihm bekannt, dass man von ihm das Weinen allgemein erwartete. Daher änderte es sich nicht, auch wenn es dies hätte tun können & wollen.
Manchmal gar nahm es groteske Züge an: war es in Australien, wollte es doch lieber in Europa sein. Fühlte es sich endlich wie ein Europäer, so wünschte es in Lima aufzuwachen. Dies setzte sich so immer weiter fort.
Da dies nicht sein Wohlbefinden unbedingt förderte, wähnte es Alternativen zu suchen. Doch plötzlich waren diese augenscheinlich nicht mehr möglich. Es war & blieb das weinende Auge. Da diese Tatsache unumstößlich war, rollten viele echte, heiße Tränen.
Hingegen beim lachenden Auge nur Sonnenschein war. Denn, es ist all zu menschlich, sich dem zu widmen, der sich auf der Sonnenseite des Lebens befindet. Dem das Glück lacht. Der zufrieden mit sich & seiner kleinen Welt scheint.
Dem lachendem Auge schmerzte der Abschied vom Weinenden & das Schicksal von demselben. Allerdings versuchte das lachende Auge, das Optimale in dieser Situation zu sehen & jenes herauszukitzeln.
Machte das weinende Auge nicht ständig auf Schwierigkeiten & Alternativen aufmerksam?
Wollte es nicht sogar auf Gräbern tanzen? Zauberte es nicht aus jeder noch so kritischen Situation ein fröhliches Ende & Lösung hervor?
Es gab Momente, da das Lachen hätte verstummen mögen- doch wozu? Sollte das Eine nicht eintreten, damit das Andere entstand? Traten einst nicht noch chaotischere Situationen auf? Haben die Einem etwas an haben können???
Eines gefiel dem lachenden Auge nicht: es wollte unglücklich & traurig sein.
Tränen zeigen können, doch es konnte nur lachen.
Gott, der ja überall seine Augen hat, realisierte, dass es am besten sei, wenn alles zwei Seiten, Gegenpunkte habe. So bekamen die Rosen, die wunderhübschen, Dornen. Wir Menschen erhielten weinende & lachende Augen. Diese sollen sich einander die Waage halten.
Einerseits ist zu erkennen, dass alles aufeinander aufbaut & folglich das gesamte Leben ein Mosaik darstellt.
Andererseits ist der Mensch sich darüber im klaren zu werden, dass er seine Möglichkeiten erkennt & nutzt. Auch kann dies bei der Liebe angewandt werden. Die vergebenen Chancen sind passe. Das heute & hier ist wichtig. Auch wenn manchmal ein weinendes Auge das Ergebnis ist. Doch auch ein lachendes Auge kann das Fazit der Liebe sein.
So wurden die lachenden & weinenden Augen wieder vereint & jedes Erschaffene erhielt von nun zwei Seiten. Und da sie nicht gestorben sind, hat selber heute jeder zu erkennen, dass die weinenden & lachenden Augen weiterhin existieren.
Dieses Märchen geht zu Ende- was beginnt?
(Eingegeben 18.02.07 - Ausgedacht 9/00)
per arne - 18. Feb, 15:26
