Samstag, 11. Februar 2006

Onschold

Onschold 09 94
(Louis Welden Hawkins- 1895, 1849 – 1910)

Ihr beiden Unschuldigen
Erstarrt Ihr den Menschen, den Ihr Beide so sehr huldigt?

Seht Ihr in die Ferne?
Seid Ihr einfach nur froh?
Mögt Ihr Beide Euch gerne?
Schaut Ihr einfach nur so?

Du- Du trägst 2 Pflanzen
Und ein Kreuz bekränzt Deinen Hals
Du- Du bist hinter der Vorderen versteckt
Warum hältst Du einen Apfel?
Hast Du den Finger gen Himmel gestreckt?
Bist Du die Königin der Unschuld?

Sprichst Du vom Himmel wo etwas Böses treibt sein Unwesen?
Es sitzt nicht auf einem galant weißen Schimmel
Sondern auf einen Drachen

Es wartet auf die Spesen
Kommt es dazu nicht
Schmeißt es selber Wein in den trockenen Rachen

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

St. Genovera Als Kind In Gebed

St. Genovera Als Kind In Gebed 09 94
(Pierre Puris De Chavannes- 1875/76, 1824 – 1898)

Eben noch befandest Du Dich alleine im Wald
Dann kam auch eine Schafsherde bald
Schließlich ein sich liebendes Ehepaar
Nun auch ein Engel- gar …

Dieser wirft sich nieder vor einem hölzernen Kreuz
War es eigentlich schon vorher da?

Auch das Paar erkennt dieses Vorgehen am Kreuz
Sie stehen auf

Und ich wache auf …

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

De Lezer

De Lezer 09 94
(Pierre Puris De Chavannes- 1886 - 1895, 1824 – 1898)

Da sitzt er nun & liest
Weiß er denn gar nicht, dass es in Strömen gießt?

Wahrscheinlich nicht
Denn man erkennt nur spärlich, dass er überhaupt etwas liest
Man könnte eher meinen, dass erleuchtende Gedanken in ihm gedeihen
Denn so nachdenklich & besessen
Liest & liegt er da

Hat er die übrige Welt vergessen?
Soll der Betrachter auch in jener Welt träumen?
Deuten das an die spärlichen Bäume?

Gewiss?!

Seine eigene Welt immer begrenzter & spärlicher als die Wahre ist
Sie ist ja nur ein Stück der Vollkommenheit

Bist Du für diese Ansicht bereits bereit???

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

Potret Van Arthur Fontaine En Zijn Dochter

Potret Van Arthur Fontaine En Zijn Dochter 09 94
(Eugene Carriere- 1903, 1849 – 1906)

Na Ihr Beiden
Stellt Ihr dar das Leiden?

Drückt Ihr aus Düsternis & Melancholie?
Heißen so Eure Gefühle?
Stimmt’s?
Heißen so sie???

Oder repräsentiert Ihr nur die menschliche Kälte & Härte?
Das Abweichen auf unbestimmte & mickrige Werte?

Den menschlichen Verfall?
Den
Unbesiegbaren
Gigantischen
Kommenden
Unabweichlichen
Sorge-, Kummer- & Untergangswall???

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

Potret Van Maria Louisa Birnie

Potret Van Maria Louisa Birnie 09 94
(Hendrik Johannes Haverman- 1893, 1857 – 1928)

Was schaust Du mich so an?
Bin ich ein sehenswerter Mann?

Du wirkst so geborgen
Ja- so ganz ohne Sorgen

Da stehst Du
Und Deine Hände fallen dem Boden zu

Hinter Dir der schutzbietende Wald
Kennst Du wirklich nur
Geborgenheit, Schutz geben & keine Gewalt?

Oder lachst Du heimlich unheimlich über mich?

Ich- der hier steht &
Aus den Fingern saugt irgendein belangloses Gedicht

Ich- der meint, er werde von Dir begutachtet
Und gar nicht merkt wie Du da an der Wand so vor Dich hin schmachtest

Das alles ist nur ausgedacht & gemalt
Du & Dein Wald

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

Papavers

Papavers 09 94
(Flores Verster- 1888, 1861 – 1927)

Welke Blumen erkennt man
Stimmt- genau: und dann?

Was wird wenn man hat ausgeblüht?
Wird man dann tatsächlich für alles gerügt?
Ist dann einfach nichts?
Ist man ein nichts?

Wie schön
Dass man darauf nicht gewiss antworten kann
So kann man sich nur seinen Teil denken

Heute blühen & sich etwas nehmen von der angebotenen Hand
Möglichkeit
Morgen …

Warum diese Sorgen?

Blühe heute
Auf das sich so mancher über Dich sich freue

Morgen bist Du dann zwar nichts
Aber eventuell in noch irgendeinem Gedächtnis …

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

Dansende Vrouwen

Dansende Vrouwen 09 94
(Jan Sluijter- 1906, 1881 – 1957)

Frauen in tanzender Bewegung
Hat das einen bestimmten Grund?

Eine in schwarz
Die Andere weiß
Verbirgt dies einen Hinweis?

Sie tanzen so gar nicht behaglich
Sie umfassen sich sogar nicht
Sie geben sich bloß einen Kuss

Den Judaskuss?

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

Atelier Van Een Beeldhouer

Atelier Van Een Beeldhouer 09 94
(Jan Sluijter- 1909, 1881 – 1957)

Rot, grün, blau
Was für eine Schau

Man erkennt eine Frau
Sie wartet …

Auf Zuversicht?
Auf Hoffnung?
Das weiß ich nicht

Vielleicht ist das in Ordnung

Ist es ein Bild
Das uns stimmen soll mild?

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 09 1994)

Späte Erkenntnisse

Späte Erkenntnisse 08 94

Oh- Du mein liebes Kind
Ich weiß- es ging zu geschwind
Doch was hätte ich machen sollen?

Du weißt doch
Was mit uns Menschen passiert
Wenn wir nicht das sagen dürfen
Was wir wollen

Und nun?
Gut- ich kann ein wenig besser ruhen
Aber sonst?

Ich warte auf Antwort
Ist meine Antwort sonnenklar?
Selbstmord?

Du warst doch sie
Nun weiß ich
Wir kommen zusammen nie

Ok- gemeinsam einsam
Ziehst Du das mir vor?

Bitte
Bleibe doch bei Deinem verrückten Thor

Jedoch
Bist Du glücklich, zufrieden, froh …???

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 08 1994)

Abschied

Abschied 08 94

Mal wieder steht der Abschied vor der Tür
Bin ich tatsächlich schon so lange hier?

Gestern kam ich doch erst an
Mit so vielen Ideen & Gedanken die man machen kann
Ich blicke zurück

Und stelle fest, dass ich ein wenig bin bedrückt
Denn ziemlich gut gefiel es mir
Selbstverständlich bliebe ich noch gerne hier
Nur darf ich das nicht

Sagt man nicht jede Trennung & jeder Abschied sei ein kleiner Tod?

Da muss ich zugeben
Dass es meinen Umständen &
Meiner Lage entspricht

Jedoch darf man hieraus machen keine Not
Denn ein jeder Abschied besitzt ein
Wieder sehen

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 08 1994)

Die Jugend

Die Jugend 07 94

Ist sie einseitig, altklug, revolutionär, fanatisch & puritanisch?
Befindet sie sich ständig auf der Suche nach Neuem?
Gilt die Wahrheit als das jugendliche Ideal?

Lautet Jugendbedürfnis nicht
Selber ernst genommen werden & alles ernst nehmen?

Das möchte ich alles nicht beantworten

Ich will nur darauf hinweisen
Dass die Jugend viel zu beantworten hat
Vor allem sollte sie beachten

Der Körper ist reifer als
Das Bewusstsein & Lebensgefühl

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 07 1994)

Alter

Alter 07 94

Gibt das Alter nicht so Einiges her?

Ja- widerspreche wenn das nicht so ist
Aber ich behaupte
Das Sich-Selber-Opfern &
Das Sich-Weg-Geben
Sei ein ausgesprochenes Altersbedürfnis

Gräme Dich nicht alt zu werden
Es weiß geschickt Vorzüge zu verbergen
Bist Du alt
Erkennst Du bald die Seltenheit des Schönen

So siehst Du die Blumen als Wunder an
Alles reißt Dich geradezu in einem Bann
Dann erwartet Dich eine wahre Glückseligkeit
Jedoch: warte lieber auf diese Zeit

Sie tritt ein wenn Du bist dafür auserkoren & bereit
Das heißt Dein Körper, Denken & Deine Seele
Sehne diese Zeit nicht herbei
Denn noch bist Du nicht dabei

Noch gehörst Du nicht zu den Älteren
Die spielender, erfahrener & gütiger mit eigener Liebesfähigkeit sind & als freier gelten
Es sind aber nicht unbedingt 2 verschiedene Welten

Das Alter ahnt Jugend nach
Fanatisch, ungerecht, allein selig machend & leicht beleidigt
Jedoch denkt das Alter dann nicht nach
Es wird nämlich geringer, wenn es Jugend spielen will

Es verkennt seine es beschreibende Adjektive
Und derer gibt es ja bekanntlich viel
Nichtjugend
Weise, gütig, allverstehend …

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 07 1994)

Jugend & Alter

Jugend & Alter 07 94

Egoismus macht die Jugend aus
Das Leben für Andere das Alter

Gefühle kennen Jugend & Alter

Jedoch kennen Beide Einiges mehr
Das Alter die Gedanken
Die Jugend die vielen, neuen, abwechslungsreichen Erlebnisse

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 07 1994)

Schwer & Leicht

Schwer & Leicht 07 94

Sicherlich
Schwer & leicht liegen ziemlich nahe beisammen
Wer erkennt schon die Grenzen?
Du?

Nun gut
Wie ist dann zu erklären bei der Geburt
Der größte Schmerz & Freude-ähnlichen Ausdruck?

Was ist schwer? Was leicht?

Schwer ist unsere Tugenden zu überschätzen
Leicht ist den Anderen zu unterschätzen
Eine leichte Steigerung ist schwer möglich?

Dennoch versuche ich sie zu benennen
Schwerer ist’s gewünschte Tugenden nicht zu überschätzen
Und leichter ist’s das Glück des Anderen zu überschätzen

Das macht Dich ganz unruhig?
Sei zufrieden

Unruhe entsteht nur wenn Hoffnung am Horizont zu erblicken ist

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 07 1994)

Fragen

Fragen 07 94

Gibt es ein vorbestimmtes Schicksal?
Heißt Leben Spiel, Schmerzen & Gelächter?
Was bin ich?
Eine klar umrissene Erscheinung?
Ist diese Antwort die Lebensforderung?
Weshalb nur stellen wir so viele Fragen?

Die schlagen uns doch nur unnötig & hart auf den Magen
Wann erkennen wir endlich, dass es 1 Wahrheit
Aber über Millionen Gesichter der Wahrheit gibt?

Du glaubst, dass das nicht stimmt?!
Tut mir leid- so ist es aber
1 Million Gesichter der Wahrheit gibt es- oder gar mehr

Denn
Wie man die Welt anschaut, so ist sie dann auch
So stelle nie Utopien in Frage
Du bist doch zu allem in der Lage

Schwieriges wird gelöst
Ersehntes diskutiert
Glaube gestärkt
Bestärkt

Lasse die Gefühle & Phantasien nicht übersteigen
Lieber wechseln oder ändern bei Zeiten

Lebe Deinen Traum
Denn man träumt was einen nicht angeht kaum
Das sei Dein Ziel

Ebenso wie die Außenwelt zu verzaubern ohne verrückt zu werden
Einfach ist’s gewiss nicht aber dennoch lösbar
Weil alles eintrifft, was man sich wirklich wünscht …

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 07 1994)

Verhalten

Verhalten 07 94

Wahr ist, was man glaubt
Du befürchtest, dass dieser Ausspruch Dir noch Deinen letzten Verstand raubt?
Nee- wieso?

Ist Dir nicht bekannt, was Du machen musst, um los zu werden den Verdruss?
Und um froh zu sein?

Einfach nichts wollen
Gedankenlos durch die Gegend herumtollen
Missachte dabei aber bitte nicht das Wahre & die Schönheit
Dann bist Du auch geschwind für die Aussage bereit
‚Langeweile- Erfindung der Städter’

Die wissen einfach nicht wie zu leben netter
Sie sind nicht bereit zum Genießen
Also zum ruhigen Anschauen & gelten lassen

Diese wissen auch gar nicht das Glück & die Schönheit zu fassen
Ihre Sinne sind versmogt & vernebelt
So erfahren sie gar nicht, dass das Glück & die Schönheit nur für den da ist
Der es schätzt, erkennt, liebt & anbetet

Ihr Handeln richtet sich immer aus auf Moneten
Das ist aber absolut falsch

Korrekt
Lautet es
Alles Handeln wegen Temperament, Antrieben & Wesen

Aus diesem Grunde werden ihre Erwartungen selten erfüllt
Dabei ist’s doch so einfach, dass einem wird der Kopf gekühlt

Man braucht nur Trost & Persönlichkeitsbestätigung
Man braucht nur zu wissen
Freude erscheint nur für eine kurze Zeit
Und
Alles ist vergänglich- ohne Dauer & Eigenwert!

(eingegeben 11.02.06- ausgedacht 07 1994)

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