Der Zoo
Der Zoo 9 03
Äußerst hervorragend geht es mir nicht momentan.
Daher suche ich Orte auf, an denen ich mich ein wenig besinnen kann: Bahnhöfe, Kirchen, Krankenhäuser, Friedhöfe, Flughäfen, Fußgängerzonen …
Heute lautet mein Ziel: der Zoo. Gewiss- es könnte sein, dass er für die Tiere als Gefängnis gilt. Aber sie sind versorgt. Können alt werden. Erhalten Essen und medizinische Unterstützung. Was kann man mehr verlangen?
Als erstes entdecke ich die Pfauen: sie sind nett, imposant anzusehen. Es wird mir aber mit der Zeit langweilig: sie versuchen etwas zu repräsentieren, was sie gar nicht sind. Sie verärgern dadurch die übrigen Insassen & Besucher. So schwanke ich weiter.
Angekommen bei den Rehen. Ui, sind sie wieder scheu. Man muss denen gut zu sprechen. Sie haben Glück schon länger im Zoo zu hausen, dabei zu sein. So kennen sie alle Insassen, können sich verdrücken, wenn nötig & wissen immer, wo es das saftigste Grün zu holen gibt.
Da gehe ich lieber zu den Seeottern: sie quieken genüsslich vor sich hin. Das machten sie seit Generationen so. Keiner nimmt so richtig Notiz von denen. Aber von wem wird das schon getan?
Es ist ihre Daseinsberechtigung. So quieken sie weiter & ich gehe weiter.
Erst bei den Affen halte ich an. Die sollen ja uns Menschen so gleich sein. Ich sehe immer nur Tierisches: schreien, wenn etwas nicht gefällt; denken man sei das Größte der Welt, obwohl man so lächerlich ist; vorteilhaft ist alleine, dass man schon seit paar Tagen im Zoo vor sich hin vegetiert.
Ähnliches gibt es bei den Schlangen: jene zischen den ganzen Tag vor sich hin. Immer wieder andere Laute. Wen kümmert schon das Geschwätz von gestern? Wieso sollte es mit denen der anderen Tiere übereinstimmen?
Wie kann man so vermeiden, konfus zu werden? Wenn die Basis schon nicht stimmt? Wenn Kleinigkeiten nicht vorhanden sind?
Zum Glück gibt es immer noch die Giraffen: sie stehen über allen. Sind adrett anzusehen. Wandern manchmal von einem Zoo zum anderen Zoo.
Solch ein Zoobesuch tut gut. Er macht mir klar: es gibt für mich noch andere Stationen. Ich nutze ihn, mich aufzutanken. Ich zeige ihm nicht, dass er nicht zu meinem Favoritenkreis gehört.
Ich überlege mir: leben & leben lassen. Bei der ersten Möglichkeit bin ich weg. Mir geht es nun besser. Ich besinne mich. Ich verdeutliche mir meine Träume & lebe diese.
(Eingegeben 24.02.07 - Ausgedacht 9/03)
Äußerst hervorragend geht es mir nicht momentan.
Daher suche ich Orte auf, an denen ich mich ein wenig besinnen kann: Bahnhöfe, Kirchen, Krankenhäuser, Friedhöfe, Flughäfen, Fußgängerzonen …
Heute lautet mein Ziel: der Zoo. Gewiss- es könnte sein, dass er für die Tiere als Gefängnis gilt. Aber sie sind versorgt. Können alt werden. Erhalten Essen und medizinische Unterstützung. Was kann man mehr verlangen?
Als erstes entdecke ich die Pfauen: sie sind nett, imposant anzusehen. Es wird mir aber mit der Zeit langweilig: sie versuchen etwas zu repräsentieren, was sie gar nicht sind. Sie verärgern dadurch die übrigen Insassen & Besucher. So schwanke ich weiter.
Angekommen bei den Rehen. Ui, sind sie wieder scheu. Man muss denen gut zu sprechen. Sie haben Glück schon länger im Zoo zu hausen, dabei zu sein. So kennen sie alle Insassen, können sich verdrücken, wenn nötig & wissen immer, wo es das saftigste Grün zu holen gibt.
Da gehe ich lieber zu den Seeottern: sie quieken genüsslich vor sich hin. Das machten sie seit Generationen so. Keiner nimmt so richtig Notiz von denen. Aber von wem wird das schon getan?
Es ist ihre Daseinsberechtigung. So quieken sie weiter & ich gehe weiter.
Erst bei den Affen halte ich an. Die sollen ja uns Menschen so gleich sein. Ich sehe immer nur Tierisches: schreien, wenn etwas nicht gefällt; denken man sei das Größte der Welt, obwohl man so lächerlich ist; vorteilhaft ist alleine, dass man schon seit paar Tagen im Zoo vor sich hin vegetiert.
Ähnliches gibt es bei den Schlangen: jene zischen den ganzen Tag vor sich hin. Immer wieder andere Laute. Wen kümmert schon das Geschwätz von gestern? Wieso sollte es mit denen der anderen Tiere übereinstimmen?
Wie kann man so vermeiden, konfus zu werden? Wenn die Basis schon nicht stimmt? Wenn Kleinigkeiten nicht vorhanden sind?
Zum Glück gibt es immer noch die Giraffen: sie stehen über allen. Sind adrett anzusehen. Wandern manchmal von einem Zoo zum anderen Zoo.
Solch ein Zoobesuch tut gut. Er macht mir klar: es gibt für mich noch andere Stationen. Ich nutze ihn, mich aufzutanken. Ich zeige ihm nicht, dass er nicht zu meinem Favoritenkreis gehört.
Ich überlege mir: leben & leben lassen. Bei der ersten Möglichkeit bin ich weg. Mir geht es nun besser. Ich besinne mich. Ich verdeutliche mir meine Träume & lebe diese.
(Eingegeben 24.02.07 - Ausgedacht 9/03)
per arne - 24. Feb, 19:31
