Mittwoch, 26. Dezember 2007

Requiem 07 01

Requiem 07 01

Mein Freund es ist so weit- entschieden ist wohl wer von uns Beiden zuerst weiß, wie es im weiteren Leben zu sich geht. Du bist zu begraben. Ich kann mir nicht vorstellen warum.

Schon immer stellten wir fest, dass das Leben nicht lebenswert ist, aber: Stimmt dies? Was erfuhren wir schon? Was wissen wir überhaupt?

Mein Freund, so viel möchte ich ungeschehen machen, verstehen, sagen, unternehmen, zurücknehmen- kann ich es jemals tun? Kleinigkeiten halten uns doch von dem wahrhaft Großem ab. Immer werden andere bevorzugt, bevorteilt. Nie tritt tatsächlich das Erhoffte ein. Nichts wissen wir. Ist der Erfolg die Spiegelung des Zweifels? Sind wir glücklich, wenn wir uns wirklich glücklich fühlen könnten oder bleiben wir ständig trotzdem unglücklich? Verpennen wir letzten Endes bloß unser Leben? Verpassen wir immer die besten Möglichkeiten? Als das Falsche im rechten Augenblick? Immer das Richtige im falschen Moment?

Ich weiß nicht- ich weiß nichts- glücklich sind doch die geistig Armen? Bin ich glücklich? Was bin ich? Elementares wird herausgenommen. Nichts stimmt, nichts klappt. Alles soll gemacht werden, niemand macht es in Realität. Mein Freund: Ich vermisse Dich; ich verlor Dich; ich verlor einen Freund. Meinen besten Freund. Meinen einzigen Freund. Ohne Dich gibt es keinen. An allen & allem habe ich etwas auszusetzen. Ich bin wieder der Einzelkämpfer- nie war ich einsamer als jetzt. Was machen wir nun? Wie mir die Welt zuwider ist. Wo bist Du?

Schon jetzt vermisse ich Dich tatsächlich- teilte ich dies Dir jemals mit? Was soll ich machen? Was taten wir nicht alles zusammen? Doch- nun ist es für alle Zeit vorbei. Wirklich?

Nun weiß ich, was ich Dir sagen könnte. Du begleitest mich ständig. Warst Du meine bessere Hälfte? Immer fühlten wir uns als Paar, zumindest im Geiste. Gemeinsam lasen wir u.a. die Bibel. Hilft sie mir nun auch weiter?

- Jesaja 43.1 ‚… fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst, ich habe Deinen Namen gerufen…’. Beruhigend, doch stillt es die Furcht? Treibt es nicht mehr die Frage an, hätte das Rufen nicht doch noch etwas Zeit gehabt? Wir hören doch alle so gut…

- Johannes 8.36 ‚… so Euch nun der Sohn frei macht, so seid Ihr recht frei!...’. Gut zu wissen, dass ich frei bin. Aber wieso soll ich dabei dann einsam sein?

- 11.25 ‚… ich bin die Auferstehung & das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt!...’ Das glaube ich, mein Freund.

- 14.27 ‚… den Frieden lasse ich Euch, meinen Frieden gebe ich Euch. Nicht gebe ich Euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht & fürchte sich nicht…’. Gut- gerne lasse ich mich überraschen.

- 16.22 ‚… und Ihr habt nun auch Traurigkeit, aber ich will Euch wieder sehen, und Euer Herz soll sich freuen, und Eure Freude soll niemand von Euch nehmen…’. Schön, wenn das stimmt.

- 1. Kor. 13.13 ‚… mein aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen…’. So soll es wohl sein.

- Matthäus 5.4 ‚… selig sind die, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden…’. Das ist hervorragend- fühlt man sich also so als selig Gesprochener?

- 1. Mose 8.22 ‚… Gott spricht: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat & Ernte, Frost & Hitze, Sommer & Winter, Tag & Nacht…’.
- 26.4 ‚… Fürchte Dich nicht, ich bin mit Dir & will Dich segnen…’.
Beides will ich gerne beherzigen.

Meine große Hoffnung & Philosophie stellt die Offenbarung 2.10 dar: ‚Sei getreu bis in den Tod, so will ich Dir die Krone des Lebens geben.’ Wichtig ist zu realisieren, was die Prediger erkannten: ‚Der Mensch hat keine Macht, den Wind aufzuhalten, und keine Macht über den Tag des Todes’.

Sehr viel Trost & Zuversicht fanden wir gemeinsam in den Psalmen wie z.B.
- 23.4: ‚Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir, Dein Stecken & Stab trösten mich!
- 23.6: ‚Und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar’
- 31.16: ‚Meine Zeit steht in Deinen Händen
- 84: ‚Wie liebenswert ist Deine Wohnung, o Herr der Heerscharen! Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach dem Tempel des Herrn
- 118.5: ‚In der Bedrängnis rief ich zum Herrn: Und der Herr hat mich frei gemacht!’
- 123.1 & 2: ‚Ich erhebe meine Augen zu Dir, der Du hoch im Himmel thronst. Wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Herrin, so schauen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, bis er uns gnädig ist’.

Mein Freund, gewiss- dies alles sind gar schöne Worte, wunderbare Gedanken. Doch: Werden sie Dich ersetzen? Wieso drehte ich mich immer um mich oder bestenfalls im Kreis? Weshalb stellte ich Dir nicht die wichtigen Fragen & stellte mich dafür lieber in Frage? Warum beeindruck(t?)en mich Banalitäten?

Ich blättere weiter in der Bibel. Ich entdecke Jesus Sirach. 51.35: ‚Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit Mühe gehabt & habe großen Trost gefunden.’

Ach, mein lieber, alter Freund. Erinnerst Du Dich? Nicht nur die Bibel interessierte uns, sondern jede Art von Schrift & Gedanken zogen wir in uns auf. Erinnerst Du Dich auch? Was wir nicht alles lasen…

Dietrich Bonhoeffer:
- ‚Nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott’.
- ‚Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag- Gott ist mit uns am Abend & am Morgen ganz gewiss auch an jedem neuen Tag’.
- ‚Im Leben wird es einem gar nicht bewusst, dass der Mensch unendlich mehr empfängt, als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht.’
-‚Je schöner & voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein wunderbares, kostbares Geschenk, Schatz? in sich’.

Oder auch Rabindranath Tagore.
- ‚Glückliche Tage- nicht weinen, dass sie vorüber; lächeln, dass sie gewesen’
- ‚Ich schlief & träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte & sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte & siehe, die Arbeit & das Leben waren Freude.’
- ‚Ich kam an Deine Küste als Fremdling, ich wohnte in Deinem Haus als Gast, ich verlasse Deine Schwelle als ein Freund, meine Erde.’
- ‚Wenn ich am Ende meines Tages, vor Dir stehe, wirst Du meine Narben sehen & wissen, dass ich Wunden empfing & Heilung fand.’

Oder auch Goethe.
- ‚Wie es auch sei, das Leben, es ist gut’.
- Lynkens im Faust II: ‚Es sei, wie es wolle, es war doch so schön.’
- ‚Noch ist es Tag, da rühre sich der Mann- die Nacht tritt ein wo niemand wirken kann.’

Oder auch Augustinus.
- ‚Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe.’
- ‚Du aber bist das letzte Genügen & unvergängliche Erquickung, unerschöpflicher Überfluß.’
- ‚Ihr, die mich liebt, seht nicht auf das Leben, das ich beendete, sondern auf das, welches ich jetzt beginne.’

Oder auch Hermann Hesse.
- ‚Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden… Wohlan denn, Herz, nimm Abschied & gesunde’
- ‚Wie jede Blüte welkt & jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch & jede Tugend zu ihrer Zeit & darf nicht ewig dauern’.
- ‚O zitternd gespannter Bogen, wenn der Sehnsucht rasende Faust beide Pole des Lebens zueinander zu biegen verlangt! Oft noch & oftmals wieder wirst Du mich jagen von Tod zu Geburt der Gestaltungen schmerzvolle Bahn, der Gestaltungen herrliche Bahn.’

Oder auch Antoine de Saint-Exupery.
- ‚Das Eigentliche ist unsichtbar…
- ‚Es wird aussehen, als wäre ich tot, aber es wir nicht wahr sein…’
- ‚Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst Du froh sein, mich überhaupt gekannt zu haben.

Natürlich auch die Zeilen von Saint-Exupery, die die Vorherigen komplettieren. Wir betitelten die doch erst letzten Monat mit ‚Mich kennen, mich lieben?’. ‚Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich nun auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du alleine wirst Sterne haben, die lachen können…’

Oder auch Rainer Maria Rilke.
- ‚Die Blätter fallen, fallen wie von weit. Wir alle fallen… Und doch gibt es Einen, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält’.
- ‚Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen lachenden Mund’s. Und wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns.’

Oder auch Albert Schweitzer.
- ‚Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen & Abschied nehmen müssen’. Doch weshalb vergessen wir das immer?
- Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen seiner Mitmenschen.’

Oder auch Joseph von Eichendorff.
- ‚Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie hinaus- hinweg von dieser Erde, heraus aus dieser Zeit, zu diesem ‚Stirb & Werde’ hinauf zur Ewigkeit, wo in der Schöpfung Hände die Sehnsucht wird gestillt, dass Anfang sich & Ende am Lebensziel erfüllt.’

Oder auch Bertolt Brecht.
- ‚ Die Schwachen kämpfen nicht, die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde. Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre. Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich.’

Oder auch Fjodor Dostojewski.
- ‚Wie tief ein Mensch leidet, kann der Andere nie erfahren

Oder auch Albert Einstein.
- ‚Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Rede geformt, sondern durch Arbeit & eigene Leistung.’

Oder auch Theodor Fontane.
- ‚An einem Sommermorgen, da nimm den Wanderstab, es fallen Deine Sorgen wie Nebel von Dir ab.’

Oder auch Romano Guardini.
- ‚Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes geheimnisvollen Ganzen, dessen andere Seite die Auferstehung ist.’

Oder auch Dag Hammarskjöld.
- ‚Schau nicht zurück & träume nicht von der Zukunft. Beides wird Dir die Vergangenheit nicht zurückgeben, noch Deine anderen Tagträume erfüllen. Dein Plicht, Dein Lohn, Dein Los sind hier & jetzt’.

Meine liebe Freundin- ist Dir dieses Requiem recht? Das hoffe ich sehr. Wann erfahre ich Deine Gedanken hierüber?

(eingegeben 26.12.07, ausgedacht Juli 01)

Freitag, 14. Dezember 2007

Mein Geheimnis

Mein Geheimnis 12 07

Durcheinander bin ich mal wieder. Was geschah mit mir in der Vergangenheit? Warum wechselt sich meine Laune, mein Wohlbefinden ebenso ab wie meine Gesellschaft, meine Glücks- bzw. Hiobsmomente? So erhole ich mich, meine Seele, meine Gedanken, meinen Geist, meinen Körper. Nun blättere ich in der Bibel.

Bin angekommen bei Matthäus 21.22 ‚… Und alles, was Ihr bittet im Gebet, wenn Ihr glaubt, so werdet Ihr’s empfangen…’.

Warum schlage ich ausgerechnet diese Passage auf? Was soll sie mir sagen? Gilt sie mir überhaupt? Darf ich eine Deutung wagen? Bedeutet es alles, was wir uns vorstellen, denken, geht in Erfüllung? Sind wir unseres Glückes Schmied? Hören die Boten unsere Wünsche? Sollte ich ab sofort besser auf meine Gedanken aufpassen? Nur noch fröhliche, bejahende Gedanken haben? Ich halte inne- muss mir meiner selbst mal wieder bewusst werden.

Weiter geht es. Jetzt lese ich die Parallel-Stelle von Markus:
11.24 ‚… Darum sage ich Euch: Alles, was Ihr bittet in Eurem Gebet, glaubt nur, dass Ihr’s empfangt, so wird’s Euch zuteil werden…’.

Heißa, schon wieder wird unser Denken, Glauben dermaßen gepriesen! Ist da was dran? Will die Welt, das Universum unser Leben, unser eigener Planet, unser All werden? Worauf warte ich dann noch? Kann ich nun nicht die kommenden, zukünftigen Ereignisse erfüllen, erdenken, erfühlen?
So will ich tätig sein, bleiben & werden. Mit dem heutigen Tage gibt es für mich kein (Ver-) Zweifeln, keine Verzögerung mehr!

Mir gefällt die Vorstellung, dass ich zukünftige Geschehnisse anziehen kann. Dadurch, dass ich ein Magnet sein kann, werden meine Gedanken wirklich wahr; ich empfange, worauf ich mich konzentriere; was ich wirklich will. Daher will ich es laut ausrufen oder niederschreiben. Ist es möglich, dass zu leben dermaßen einfach ist? Alles Gute wird zu mir kommen?

Alles erscheint im rechten Augenblick & selber ich sage das Richtige, wenn es erforderlich ist. Kann ich mich vollkommen auf meinen unsichtbaren Geist & Helfer verlassen? Kann er alles tatsächlich umsetzen, was ich denke? Brauche ich das alles gar nicht zu verstehen?

Leite ich doch einfach das weniger Tolle um & weg aus meinem Leben. Schade ich mir dann letzten Endes nur selber, wenn ich hasserfüllt über Andere nachsinne? Sollte ich loslassen? Nur noch aus Liebe bestehen? Wäre mein Untergang, das Falsche zu sagen, zu denken womöglich noch am falschen Ort zur falschen Zeit? Schädige ich dadurch vor allem mich?

Ich scheine also mein Glück heranziehen zu können, wenn ich dies alles glaube. Kann ich um alles einfach so bitten? Nimmt dann die Umwelt & mein Umfeld alles auf sowie meine Art zu denken, mein Innerstes, meine Gedanken, meine Gefühle? Kann ich tatsächlich meine ganz persönliche Welt kreiren trotz des Chaos, Nihilismus & langweiliges Leben, was mich ebenso gelegentlich berührt?

Heißt dies, ich sollte komplett nur noch aus Liebe bestehen? Werden ich & meine Gedanken dadurch lebendig in optimaler Art & Weise? Wird so mein Verlangen zu leben perfektioniert? Heißt es, alles ist erreichbar & realisierbar, wenn ich durch & durch mit Liebe bin? Bin ich & mein Denken, meine Empfindungen, meine Gefühle- alles!?- unbesiegbar, wenn es nur in Liebe gebadet wurde & aus lauter Liebe trieft, da alles mit Liebe durchdrungen wurde? Was kann ein einziger Moment, ein einziges Wort & ein einziger Satz nicht alles verändern?

Offenbarung 7.15 ‚… und […] wird über Ihnen wohnen…’.
Offenbarung 11.15 ‚… und […] wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit…’. Johannes 4.19 ‚… lasst uns lieben…’.

(eingegeben 14.12.07, ausgedacht Dezember 07)

Montag, 10. Dezember 2007

Loslassen

Loslassen 12 07
(Für Desi)

Deprimiert bist Du
Weil Du nicht arbeiten kannst
Weil Du enttäuscht wurdest
Weil Du nicht abnimmst

Dann ändere es
Ändere Dich

Lasse los
Den heutigen Tag
Die Eindrücke
Die Erfahrungen
Die Erwartungen

Was zurückkommen soll wird zurückkommen
Manchmal tritt etwas zurück nur um Anlauf zu nehmen

Unternehme was Dir ratsam scheint
Berücksichtige das Gestern
Lebe heute & missachte dabei nicht das Morgen

Wann lässt Du endlich los?

(eingegeben 10.12.07, ausgedacht Dezember 07)

Samstag, 17. November 2007

Sympathie 11 07

Sympathie 11 07

Wird die Sympathie weniger nur
Weil man nicht einer Meinung ist?
Weil man sich nicht ständig sieht?
Weil man sich zerstritten hat?

Überall nur Hürden
Überall nur verschüttete Träume
Überall nur neue Blätter
Wendungen ohne Ende
Neue Stolper-Fallen

Wo ich bin soll Leben sein
Wo ich hingehe will ich bleiben
Es gibt nur
Ganz oder gar nicht

Mag nicht meine Zeit verschwenden
Will weiterhin in den Spiegel schauen können
Wer das akzeptiert wird mich sympathisch finden

Daher denke ich mir so
Ich mag dort sein, wo ich ich sein kann
Wo man mich mag
Wo mir Sympathien entgegen kommen

Ich möchte mit den Menschen zusammen sein
Die mich sympathisch finden
So wie ich bin

(eingegeben am 17.11.07 – ausgedacht 11/07)

Samstag, 10. November 2007

Dein Leben 11 07

Dein Leben 11 07

Mein Freund, was regst Du Dich mal wieder auf?
Sind Dir immer noch nicht Deine Mitmenschen bekannt?

Gerade dann, wenn Du einen Partner am meisten brauchst, enttäuscht er Dich, mal wieder. Ein Gespräch bleibt unmöglich?! Dennoch suche die Aussprache; teile klar & deutlich mit, was Du forderst, was Dir wider Deinem Strich geht.

Und doch- sie treten immer wieder auf: sie, die Parasiten.
Sie braucht kein Mensch & dennoch werden sie mehr oder weniger geduldet & befinden sich in unserer Welt. Sie merken gar nicht, wie unmöglich sie sind; das keiner sie versteht; jeder wünscht, sie verschwinden doch endlich wieder.
Registriere sie, aber verschwende nicht mit denen Deine kostbare Zeit- man weiß nicht, was mit denen zu besprechen ist; lasse sie sich lächerlich machen & freue Dich auf den Tag des Ungeziefer-Jägers.

Und doch- sie treten immer wieder auf: sie, die Schlangen.
Sie zischen & züngeln vor sich hin. Reden jedem nach dem Sinn, stiften Verwirrung, haben kein Rückgrat, nicht mal Beine.
Bleibe ruhig- schon in der Bibel steht, dass eines Tages der Kopf der Schlange eingetreten wird- was ängstigst Du Dich noch?

Und doch- sie treten immer wieder auf: sie, die Bären.
Sie brüllen kräftigst vor sich hin, markieren ihr Revier, keiner stellt sich denen in den Weg, keiner mag sich gegen sie erwehren.
Erkenne sie- realisiere: Am besten fängt man einen Bären mit Honig. Worauf wartest Du noch? Was für einen Honig hast Du für Deinen Bären parat?

Und doch- sie treten immer wieder auf: sie, die Fische.
Sie tümmeln sich im Wasser, arten gelegentlich zum gefährlichen Hai oder gefräßigem Piranha aus & dennoch bleiben sie wie ihr Sternzeichen: Zerstreut, in sich gespalten: Der eine will nach rechts, der Andere nach links. Und ständig schnappen sie nach dem erstbesten Köder.
Verlasse Dich nicht auf sie: Außerhalb ihres Elements, dem Wasser, schnappen sie schon wieder sehr schnell nach Luft & verenden recht bald, kommen sie nicht schleunigst in ihr begrenztes Territorium zurück.

Und doch- sie treten immer wieder auf: sie, die Hyänen.
Von niemanden gewollt, von keinem bestellt, keiner rief sie, sind sie doch plötzlich überall anzutreffen. Schreien still herum, ärgern sich, dass sie immer wieder aufräumen müssen, am längsten ihr Futter zu suchen haben- aber: Wollen sie es überhaupt anders haben? Stellten sie nicht fest, wie glücklich sie sind mit & in ihrer Rolle?

Mache Dich nicht verrückt, wie immer.
Du erkennst & kennst doch Deine Welt & Dein Leben. Erfährst, dass Du vor nichts Angst haben musst; dass Du auf alles & jeden eingehen kannst. Wie sehr Du, wenn Du magst, über allem & allen stehst, welche Rolle Dir gefällt. So optimiere sie: Lebe Deinen Traum & existiere. Wenn nicht heute, wann dann?

(eingegeben am 10.11.07 – ausgedacht 11/07)

Im Letzten Moment Von Der Klinge 11 07

Im Letzten Moment Von Der Klinge 11 07

Das Gefühl

Alles zu sagen was einen bewegt
Alles gedacht & gesagt zu haben

Sich auf dem rechten Weg zu befinden &
Dort auch zu bleiben
Da zu sein, wo man genau sein möchte

Sich mit den Leuten zu treffen, die man sympathisch findet
Über die man sich nicht aufregen muss
Den Kordschen Knoten aufgelöst zu haben & immer wieder lösen zu können

Taub & stumm sein im rechten Augenblick
Ebenso wie zuhören & plaudern können zu meiner Zeit
Im letzten Augenblick von der Klinge gesprungen zu sein

Was wird morgen folgen?
Wofür ist das Heute gut?
Was habe ich nun vom Gestern?

Kann man nicht nur einfach vorhanden sein?
Auf Gräbern tatsächlich tanzen?
Schweigend glücklich sein?
Existieren nur des Existierens willen?
Herumalbern & kindlich + kindisch sein, da die Gegenwart gar zu hart war?

Ich bleibe
In meinem Leben
Der Gradmesser

Wem es zu viel wird
Kann mich gerne im Stich lassen
Wem es zu wenig ist
Kann sich gerne der Mittelmäßigkeit anpassen

Ich will
Das Gefühl
Von der Klinge mich entfernt zu haben
Und sonst gar nichts

(eingegeben am 10.11.07 – ausgedacht 11/07)

Was Geschah 11 07

Was Geschah 11 07

Na klar

Nun weiß ich was ich hätte sagen sollen
Wie ich mich hätte verhalten müssen

Unterstreichen wie wichtig mir es ist
Hervorheben dass ich darauf brenne
Dass ich nie etwas anderes machen möchte & wollte
Dass ich hier alt werden will

Aber ich stellte mich doch gar nicht in Frage
Ich dachte zu wissen woran ich sei
Ich war fröhlich

Es bleibt weiterhin wichtig sich in den Gegenüber hinein zu denken
Dem Affen Zucker zu geben
Mich anzupassen

Den Herrn als die wahre Nummer 1 zu preisen
Kann man sich in seinem Leben jemals sicher sein?

Und doch bleibt es dabei
Ich bin ich
Mit all meinen Stärken
Und
Meinen Schwächen

Ich mag mich
Gar nicht
Verbiegen

Warum das?
Was immer geschieht
Eines Tages erfahre ich auch den Grund hierfür

(eingegeben am 10.11.07 – ausgedacht 11/07)

Dienstag, 23. Oktober 2007

MYZ 10 07

MYZ 10 07

Warum machen wir es uns tatsächlich so kompliziert?
Wünschen wir nicht dasselbe?
Erhoffen wir nicht das Gleiche?

Selbstverständlich man hat
Seine Erfahrung- kann sie nicht helfen?
Seine Erwartung- kann sie nicht hoch genug sein?
Seine Geduld- warum? Kann sie nicht bloß den Moment stören?
Seine Gefühle- sie sind ständig am Herumspringen

Man ist menschlich
Möchte man doch die tödlichen Fragen
Zulassen

Zeit lassen?
Langsam sich entwickeln lassen?
Sich dem Gefühl hingeben?
Der Zuneigung? Der Liebe?
Nur nicht überrumpeln?

Gerade glich sie noch einer stolzen
Generalin
Nun einer verbitterten
Ritterin
Jetzt einer geilen
Magd

Klar sie ist etwas Besonderes
Schön wäre es ihr näher zu kommen- nur wann?
Was empfindet sie?
Blockiert sie immer noch die Vergangenheit?
Hemmt sie wirklich das Zurückliegende?
Wann steht sie zu sich?
Zu mir?
Zu uns?

Etwas ist ihr zugestoßen
Was habe ich damit zu tun?
Was spricht nun wirklich gegen die gegenwärtige Zärtlichkeit?
Sie hat ja meine volle Aufmerksamkeit
Ich habe ebenso Verständnis für sie- zu viel?

Wird es ein Wiedersehen geben?
Wann starten wir uns alles einfach zu machen?
Geht ab sofort wieder jeder seiner Wege?
Bleiben wir weiterhin alleine?

Was ist mir wichtig?
Die wahre Liebe?
Mein Leben?
Schreiben?
Laufen?
Arbeiten?

Wann sieht sie es ein?
Nicht überall muss ein Haken sein?!

(eingegeben am 23.10.07 – ausgedacht 10/07)

Samstag, 13. Oktober 2007

Über Was Aufregen 10 07

Über Was Aufregen 10 07

Momentan wusele ich mich so durch mein Leben
Eher schlecht als recht
Weiß nicht was ich zuerst erledigen soll

Versuche mein Leben zu ordnen
Prioritäten zu setzen
Manchmal bleibt alles anscheinend unausgeglichen

Trotzdem probiere ich das Jetzt, Hier & Heute zu genießen
Mag die Zukunft noch so chaotisch sein
Es bleibt mein Leben

Plötzlich meldet sich ein Freund
Auch ihm geht es gar nicht gut
Er hat Krebs

Schnell fällt mir ein Vergleich ein
Probleme & Krankheiten sind wie Eiswürfel
Es liegt an uns das Eis zu brechen

In mehrere Stückchen zu zerschlagen
Nicht alles komplett heute erledigen wollen
Nicht alles auf einmal

Die Hilfe könnte auch schon bald erscheinen
Wie die Sonne
Sie saugt dann das Eis auf

Kannst Du Deine eigene Sonne sein?

Vertraue doch den Möglichkeiten
Wie Arztbesuch, Medikamente, Chemotherapie, sich besinnen
Die Probleme zu erkennen & zu visualisieren

Du merkst bereits wie Dein Aufregungspotential kleiner wird?
Prima
Dann lebe auf & genieße sogar Dein Wuseln
Alles ist heilbar

Alles ist machbar
So finde Deinen Lebenswillen & lebe Deine Träume
Und tanze selber auf Gräbern

(eingegeben am 13.10.07 – ausgedacht 10/07)

Samstag, 22. September 2007

Alles Begriffen 07 07

Alles Begriffen 07 07

Gerade noch dieselben Ziele verfolgt
Nun eine Fehlprognose
Das Gefühl als Akzeptanz?
Verrat?
Warnung?
Schön reden?

Ein Wort zu viel?
Des Kämpfens müde?
Wer verfolgt was?
Welche Schritte kommen dann?

Alles außer Kontrolle?
Was wird gewünscht?
Individuelle Ziele?

Die Allgemeinheit verraten?
Dienen?
Oder die Wahrheit mitteilen?

Selbstverrat?
Ignoranz der Vernunft?
Gerechtigkeit?
Was macht den Menschen aus?

Bestätigung?
Einfluss ausüben?
Immer der Erwartung entsprechen?

Enttäuschung durch Erfahrung ausgleichen?
Macht gewinnen?
Immer kämpfen & siegen?

Den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen blicken & treten?
Regeln achten?
Wortwahl bedenken & interpretieren?

Sich nicht täuschen lassen?
Verraten werden?
Einer Intrige zuvorkommen?

(eingegeben am 22.09.07 – ausgedacht 07/07)

Geschwätz 06 07

Geschwätz 06 07

Jeder redet gerne & viel
Wenn es interessant ist
Wenn man die Zeit dazu hat
Die Muse

Aber muss es solch ein dummes Geschwätz sein?
So nichts sagend?

Weißt Du genau was der Eine bezweckt?
Was der Andere bereits erfahren hat?
Wer was weitererzählt?

Auf wen man sich verlassen kann?
Wer etwas verschweigt?
Hast Du das Gespür für den Anderen?

Noch gestern führtest Du die doch die Reden, die Du so liebst
Konntest ohne Ende plaudern
Hattest die gewünschten Gespräche

Heute sind wieder die langweiligen Menschen da
Die sind festgefahren
In jeder Hinsicht
Sie meinen eine Gemeinschaft zu sein

Du hast ebenso auch Deine Gemeinschaft

Es gibt eben die Zeit
Zu reden
Zu lieben
Zu schweigen
Zu besinnen

Mal musst Du das Erhoffte sagen
Mal sagen was Du Dir erhoffst

Letzten Endes bleibt alles nur das Geschwätz um Banalitäten
So mache bei diesem Spiel mit
Sei kein Spielverderber

Versuche kein Schwarzer Peter zu sein
Und diesen zu erhalten

Genieße es zu plaudern
Eines Tages kommt alles ans Licht
Verlasse Dich darauf
Vertraue hierauf

(eingegeben am 22.09.07 – ausgedacht 06/07)

In Mir 06 07

In Mir 06 07

Wo bleibt die längst ersehnte Bestätigung?
Gilt nun endlich tatsächlich das Wort?
Wer kenn eigentlich noch zwischen den Zeilen lesen?
Wieso darf mancher alles?
Warum Einige nichts?

In mir brodelt es
Wenig wurde erledigt
Ein paar kehren mir doch tatsächlich den Rücken
Und doch profitieren sie alle von mir
Meinen Gedanken
Meinen Einsatz
Meinem Aussprechen meiner Gedanken

Das menschliche Leben & Miteinander gleicht immer mehr einer Farce
Nur nicht auffallen
Nur nicht wachrütteln
Lieber das Leben verpennen

Ein jeder bestimmt die Regeln
Seine eigenen Regeln
Kein Miteinander
Kein Absprechen möglich

So auch ich?
Ich harre aus
Ich weiß
Eines Tages wird auch in mir wieder sein
Die Lebensfreude & Lust

Alles bleibt & ist temporär
Eine Zweckgemeinschaft

Dies ist & bleibt aber mein Leben
So lasst es mich erleben
Ihr könnt mich nicht in Frage stellen

(eingegeben am 22.09.07 – ausgedacht 06/07)

Mensch 05 07

Mensch 05 07

Ach Menschlein-
Was bist Du wieder mal so unausgeglichen?
Wehmütig?
Verstimmt?

Nur weil Jemand anders Deinen Platz kurzfristig einnahm?
Den Ruhm erhält der Dir eigentlich sicher zusteht?
Da einer alle anderen momentan blenden kann?

Eines Tages kommt doch wirklich alles ans Licht
Wird erkannt was Du meintest
Ankreidest

Bleibe Du
Ehre den Gegenüber
Schütze die Anderen
Applaus & Missgunst wirst Du weiterhin unaufgefordert erhalten

Wer Dich ignorieren will wird es weiterhin tun
Entweder weil Du in seinem Bild passt oder nicht
Weil Du etwas sagtest oder nichts sagtest
Wenn der Hopfen verloren ist dann siehe es ein

Eines Tages wirst auch Du gerichtet
Ebenso Dein Nächster

Warum bereits jetzt alles hängen lassen?
Drum gebe wenigstens Du Applaus wo Du es anwenden kannst
Warum?
Nur so

(eingegeben am 22.09.07 – ausgedacht 05/07)

Was Wäre Wenn 09 07

Was Wäre Wenn 09 07

Wäre ich dann fröhlicher?
Mein Leben glücklicher?

Was wäre wenn ich damals etwas Anderes gesagt hätte?
Wären wir heute noch ein Paar? Das Paar?
Hätte ich den Vertrag erhalten?
Wäre mein Royal Flush länger unentdeckt geblieben?

Was wäre wenn sie sich anders verhalten hätte?
Wäre sie noch heute in unserer treuen Mitte?
Wäre unsere Gemeinschaft weiterhin eine & keine bloße Zweckgemeinschaft?
Hätten wir sie lieber als heute?
Würden wie sie noch mehr respektieren & tolerieren?

Was wäre wenn Ihr gekommen wärt?
Wäre unsere Feier anders verlaufen?
Hätte sie ein komplett neues Leben erhalten?
Wäre eher nicht vorzeitig gegangen?
Wärt Ihr geblieben?

Man kann schreiben was man will
Der Mensch bleibt unergründlich
Ewigst vielfältig
Nie zu verstehen

Gestern noch freundlich heute wird man gemieden
Manchmal nur wegen eines dummen Zufalls
Falscher Interpretation
Ein Wort zu viel manchmal auch zu wenig

Egal was passiert
Führe das Leben was Du willst
Denke was für Dich richtig ist
Handle so wie es Dir genehm ist

Bleibe dabei aber dankbar
Versuche den Gegenüber zu verstehen
Nichts ist selbstverständlich

Unterstützung und Verständnis kannst Du nicht von allen erhalten
Manchmal muss es so kommen wie es kam
Steht nicht wirklich hinter allem, alles & jeden ein Sinn?

Menschen möchten was Anderes erleben
Dann wieder dasselbe
Wir regen uns über Kleinigkeiten auf
Übersehen dabei allerdings das wirkliche Glück

Darum genieße wenigstens Du den Augenblick
Wer weiß schon was morgen folgt?

Heute findet doch Dein Leben statt
So sei Dein gesamtes Leben heute
Unabhängig was sonst wäre

(eingegeben am 22.09.07 – ausgedacht 09/07)

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