Tod
Kamikaze 4/97
Es ist so weit
Ich bin zum Sterben bereit
Ich plante
Kamikaze
Mich gnadenlos, zielstrebig auf mein Ziel zu stürzen
Wenn es zerbricht- egal
Ich erreichte wenigstens mein Ziel
Kurz vor dem Start
Fragte ich mich
Weshalb nicht auf die sanfte Art?
Sollte sie nicht gelingen
Dann bleibt uns nichts erspart
Dann erfolgt Kamikaze
Habe ich nun alles ausgereizt?
Bin ich selber einfach zu gereizt?
Kann ich so das Einfache nicht mehr erkennen?
Ist Kamikaze die Antwort?
Sollte man sich dann nicht lieber eine Freundin anlachen?
Die Freundin
Hoffnung oder
Geduld oder
Zeit oder
Oder …???
(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 04 1997)
per arne - 28. Jan, 21:19
Gestorben 03/97
Jemand ist heute gestorben
Dabei wollte ich gerade seine Sachen erledigen
Ja
Gerade morgen
Ständig wollte er seine Sorgen
Bei mir loswerden
Ich meinte immer nur
Morgen
Ja morgen!
Jetzt ist er nicht mehr da
Nun gibt es kein Morgen mehr
Verunsichert nehme ich das wahr
Verdammte Vergänglichkeit
Du machst uns
Unsicher
Rasend
Blind
Unbedarft
Ruhelos
Ohne Dich ging es uns besser
Ich wollte Dir noch so viel sagen
Ich wollte Dir zuhören
Ich wollte Deine Sachen erledigen
Morgen
Doch was hilft Dir das jetzt?
Warum nun weinen?
So verliere ich doch nur Zeit & Anderes bleibt unerledigt
Anderes was morgen schon unerreichbar
Für immer!
Sein kann
Ach
Ich fühle mich, als ob ich gestorben wäre
Wann endlich sehe ich morgen als heute?
Wann beginne ich damit?
Wann ändere ich mich?
Wann lerne ich aus meinen Erfahrungen & Erkenntnissen?
Warum nur brauche ich die Endgültigkeit & die sprichwörtliche Dead-Line?
Wieso bin ich nachtragend?
Warum spreche ich nicht aus, mich & was mir missfällt?
Wann durchbreche ich das alte Ich?
Morgen ???! ! !
(eingegeben 28.01.07 - ausgedacht 03 1997)
per arne - 28. Jan, 18:51
Die Grabrede 01 97
Sie ist tot
Sie zeigte mir, was Leben heißt
Den Schwerpunkt auf den Einstieg legen, denn aller Anfang ist schwer
Durch sie wurde ich wieder lebend & lebendig
Leute kommen, wenn sie etwas brauchen
Leute gehen, wenn sie etwas geben müssen
Man braucht nicht einen starken Partner oder Konto
Man braucht keinen ständigen Ja- & Ich-Habe-Es-Ja-Gleich-Gesagt-Sager
Man benötigt nur ein sicheres, festes Ich
Nichts ist für die Ewigkeit
Deshalb sei der Augenblick festzuhalten
Im Film gibt es keine Tiefs- umso mehr im Leben
So sei der Film Entspannung & kein Vorbild für das Leben
Man hat sein Ziel zu erreichen
Wohl kann man Zwischenziele festlegen &
Diese nach & nach anzuvisieren & zu erfüllen
Jedoch hat man sich darüber bewusst zu sein
Dass zuviel von einer Sache für nichts & niemanden gut ist
Wohl hat ein Jeder seine 'Zuviel' selbst zu definieren
Sie zeigte mir, dass die Zeit wie Wasser ist
Überall will sie durchsickern
Je mehr Platz Du ihr gewährst
Desto mehr nimmt sie sich
Kleine
Du bist nicht tot
Wohl bist Du nicht sichtbar, aber nicht tot
Ich sorge dafür
Dass Du
Dein Denken &
Schreiben unsterblich bleiben
Machtest Du dies auch für mich?
(eingegeben 27.01.07 - ausgedacht 01 1997)
per arne - 27. Jan, 14:20
Morgen
Eben erfuhr ich es
Morgen zu dieser Stunde
Werde ich nicht mehr unter uns verweilen
Ich werde weitereilen &
Das Geheimnis des Ewgen Schlafes erfahren haben
Plötzlich klappt, was vorher kaum vorstellbar
Plötzlich löst sich alles
Knoten, die ich vorher einzeln aufbröseln wollte, werden durchgeschlagen
Ich nehme keine Rücksicht mehr
Plötzlich denke ich für & an mich
Ich fühle mich leichter
Plötzlich sehe ich das Morgen
Plötzlich ist mir gestern & heute wieder wichtig
Ihr
Die übermorgen auch noch hier sein müsst
Beendet diese Schwarzseherei
Die Konzerte des Trübsals
Das Meckern
Das Viel-Lärm-um-Nichts-Spiel
Genießt ausschließlich die Tätigkeit heute
Führt aus, was ihr ausführen könnt
Schon bald gibt es auch für Euch nur noch ein weiteres Morgen
Wo werde ich morgen sein?
(eingegeben 20.01.07- ausgedacht 12 1996)
per arne - 20. Jan, 19:29
Der Friedhof 07 96
Auf dem Friedhof befinde ich mich
Hier sammele ich mich
Die Todesstille beruhigt mich
Doch was ist das?
Ein Kind spaziert hier umher
Mein Gott: mein Kind
Was machst Du hier?
Du bist doch noch ein Kind
Dann sei es doch
Bitteschön
Sei gelassen
Sei glückselig
Sei naiv
Sei unbeeinflusst
Sei natürlich
Sei ruhig
Sei bedächtig
Sei voller Vertrauen
Sei vorsichtig
Sei überlegt
Sei unerwünscht
Sei nervig
Sei froh dass jemand im Hintergrund
Im Verborgenen
Und von der Ferne Dich bemuttert
Nimm Dir bloß nicht zu viel vor
Sonst wirst Du nur hippelig
Erkenne dass alles ein geschlossener Kreis ist
Sei zufrieden, dass Du einen runden Kopf hast
Er erlaubt Dir Dich zu drehen & zu wenden
Wie es gerade erforderlich ist
Gebraucht wird
Nützlich ist
Du brauchst als gar nicht Deinen eingeschlagenen falschen Weg zu beenden
Siehe bald ein, dass weniger mehr ist
Frage Dich ruhig wer Du bist
Und was Du willst
Genieße die freundliche Harmonie
Lasse Deine Fantasie verkommen
Nie
Sei nicht wie ein Magen
Gestern war ich voll gestopft
Heute will ich das Gleiche & Mehr haben
Behalte ruhig die Brille der Liebe
Der Naivität
Der Einfachheit auf
Gehe
Auf Reisen
In die Ferne
Aber versuche auch zu ermitteln Deinen eigenen Kern
Streiche die Vokabel ‚zu spät’
Gänzlich aus Deinem Hirn
Gewöhne Dich zunächst an Situationen
Und urteile sie nicht vorschnell ab
Werde Dir bewusst wie wichtig Training ist
Wichtiger ist nur noch die Form zu halten
Und durchzuhalten
Suche nicht nach einem Vorwand etwas nicht zu tun
Tue lieber das, was Dich belastet auf der Stelle
Verwende gelassen Werkzeuge & Fremdes
Siehe
Wenn Du die Möglichkeit hast einen Computer zu nutzen
Warum schreibst Du dann alles mühselig auf dickes Papier?
Rechnest im Kopfe?
Behalte Dein Interesse
Frage Dich: ‚Was habe ich geschafft?’
Beschäftige Dich gelegentlich einfach nur mit Dir
Höre nicht auf Deine Ziele zu verfolgen
Werde nicht unruhig wenn es regnet
Der Regen hat eine reinigende Wirkung
Die Luft ist anschließend sauerstoffhaltiger
Benutze ruhig einen Regenmantel um nicht nass werden zu müssen-
Wird nicht gleich wieder die Sonne scheinen?
Gucke Dir nicht nur einen Teil
Das was Du gerade jetzt sehen willst, an-
Betrachte das Ganze
Breche nicht in argem Selbstmitleid aus
Betrachte das Kranke
Will es nicht nur eins?
Gesund werden!?
Verzage nicht
Du hast die Kraft
Heute sollst Du gar nicht alles schaffen
Warum sonst hat man 365 Tage pro Jahr zur Verfügung?
Heute packst Du alles was Du erledigen möchtest
Warum nicht auch an den anderen folgenden Tagen?
Nun spreche ich Dich an:
‚Hey- kleiner Mann-
Was ist los? Was machst Du hier?’
‚Mein Kater liegt doch hier…’
(eingegeben 07.04.06- ausgedacht 07 1996)
Sterben 07 96
Der Eine muss es
Der Andere will es
Der Nächste darf nicht
Man muss es
Aber warum sollte man sich deswegen verrückt machen?
Wieso nicht heute leben als ob morgen alles vorbei ist?
Ja bewusst und zufrieden den Augenblick genießen
Besteht das Leben nicht nur aus Augenblicken?
Sollte man einen angenehmen nicht in sich aufsaugen und einen weniger tollen akzeptieren um dennoch den Moment intensiv zu spüren?
Man will es
Aber weshalb willst Du keinen neuen Sonnenaufgang erleben?
Man kann sich doch ein Beispiel am Goldgräber nehmen
Siehe er steht da nun schon lange
Wo er einst seinen Spaten hinschleuderte
Er wirkt müde, abgeschlafft, gereizt und siegessicher
Jeder weitere Stich sitzt
Er lässt sich von nichts abbringen
Auch nicht vom Bagger neben an
Der schnell voran kommt & etliche Bodenschätze zu Tage fördert
Nein unser Goldgräber weiß, dass feine, kleine, unscheinbare & einzigartige Winzigkeiten
Behutsam, Stück für Stück, Stich für Stich, nur zu Tage befördert werden können
Sein Glaube versetzt Berge
In der nächsten Schicht…
Man darf nicht
Aber wieso nicht?
Weil man noch gebraucht wird
Etliche Ereignisse wollen noch geschehen
Eine Menge von neuen Leuten wollen kennen gelernt werden
Die Zeit zu gehen ist noch nicht so zeitig gekommen
Sterben denke erst wieder daran wenn es Deine nächste Aktion sein soll
Danke.
(eingegeben 24.03.06- ausgedacht 07 1996)
per arne - 24. Mär, 16:36
Tod 10 94
Die Erde
Ist der Ausbeutung durch den Menschen ausgeliefert
Der Mensch
Ist dem Tod ausgeliefert
Ja- ist dem denn nicht so?
Der größte Feind der Menschen ist & bleibt der Tod &
Seine Schwester, die Vergänglichkeit
Dies Geschwisterpaar stellt ein jede Aktivität
Jedes Streben nach
Gütern
Erkenntnissen
Gesetzen
Weltbeherrschung
Außerdem beendet es
Jedes Gedenken
Die Erinnerung
Den Wiederaufbau im Innern
Die Angst vor dem Tod
Mit diesem Wissen im Hinterkopf
Verstehe ich nicht die unbegründete Reue & Not
Man darf doch einfach nicht den Tod
Sowie getane Schritte
Bereuen
Man kann davon lernen
Mitunter hat man sogar sein Lehrgeld zu zahlen
Wachsam hat man zu bleiben
Der Tod kündigt sich sogar immer rechtzeitig an
Durch seine große Verwand- & Bekanntschaft
Vetter Schmerz
Tante Klage
Oma Not
Enkelin Trauer
Nicht zu vergessen seine eigenen kleinen Kinder wie
Der Tod der Knochen
Der Tod jedes Muskels
Der Tod der Zähne …
(eingegeben 11.03.06- ausgedacht 10 1994)
per arne - 11. Mär, 23:38
Tod 07 93
Gevatter Tod
Du möchtest mich nun mit Dir nehmen?
Warum denn?
So gerne möchte ich ein wenig weiterleben
Soll ich tatsächlich gehen?
Tut das Not?
Du
Willst Du mir mein Leben verderben?
Schaue mich doch an
Wo sind sie
Meine Erben?
Was soll ich überhaupt vererben?
Nein Tod
Laß’ mich hier noch ein wenig verweilen
Weshalb alles übereilen?
Du hast mein Wort
Wenn du mich haben willst- dann nimm mich!
Unter Umständen begehe ich für Dich sogar Selbstmord
Nur eins, das bitte ich Dich:
Lasse mich erst werden ein großer Mann!
Lasse mich leben & gedeihen!
Jawohl- das kannst Du Dir verzeihen!
Lasse mich werden Vater
Schau
Das ist doch auch besser für Dich
Lasse mich nur kräftig vermehren
Dann erhältst Du mehr, die gegen Dich sich wehren
Aber kann man das?
Kann man sich Dir verweigern?
Nein
Väterchen Tod
Du bist unser aller Ende
Ja
So viele hast Du- so viele Geschenke!
Also, lieber Tod, sei nun bitte nicht verwundert
Du musst ein wenig noch auf mich warten
Doch was ist schon für Dich ein Jahrhundert?
Ist sie da, die rechte Zeit
Dann bin ich bereit
Dann rekrutiere mich zu Deiner Einheit
Aber nun
Nun lasse mich bitte viel tun
Vielen Dank für Deine Einsicht
Ist das nicht ein tödliches Gedicht?
(eingegeben 16.12.05- ausgedacht 07 1993)
per arne - 16. Dez, 21:44