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Montag, 13. März 2006

W’s

W’s 02 96

Warum?
Wieso?
Weshalb?

Man wird alt
Von Stund zu Stund
Fügt sich ein
Der nächste Erlebenspunkt

Einige wünscht man zu löschen
Manchmal wünscht man sich, man hätte doch diesen Menschen niemals getroffen
Andere wünscht man erneut zu erleben
Paar bekommt man gar nicht mit
Die Meisten vermisst & erkennt man zu spät

Wieso?
Weshalb?
Warum?

Bin ich tatsächlich so dumm?
Bekomme ich nichts mit?
Bekomme ich nichts hin?
Bleibt alles ohne Sinn?

Warum?
Weshalb?
Wieso?

Ist alles so?
Was hindert uns Menschen von & an uns?

Die Anderen können doch nicht das Maß aller Dinge sein
Wir dürfen bloß nicht denken gar zu klein
Wir wissen keine Antwort?!

Was wird warten wenn wir weggehen?
Wenn wir bleiben?
Was bleibt?

Wird’s wahrscheinlich wenige wundern?
Werden wir wirklich wahrheitsgetreu was widergeben?
Wer weiß was?
Woher?
Wann?
Was?
Wo?

Welchen Weg?
Wahre Wahrheit?
Wunderbare Wunder?

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Flucht

Flucht 02 96

Flucht von allem
Vor allem
Da nichts ist in Sicht

Was man hat mühsam aufgebaut
Ist bestimmt geschwind aufgetaut

Dann bewegt man sich wie ein Dieb
Und erhält von jedem seinen Hieb

Man guckt flüchtig in die Runde
Man kennt sich nur flüchtig
Man wähnt sich als Überflieger
Die Zeit vergeht wie im Flug
Man gönnt sich jeden Überschall-Flug
Und übersieht frohe Kunde
Und all die, die bereit wären zum Freundschafts-Bunde

Dann
Endlich
Hält man inne
Und merkt, dass man doch spinne

Man ist zu weit gegangen
Man hat sich isoliert
Man hat sich offenbart
Nichts bleibt einem mehr erspart
Man hat sich verfangen

Man bleibt so erstmal stehen
Und kann von Stund an nichts mehr verstehen
Man wird nicht mehr verstanden
Nie mehr

Nun beginnt er erst richtig
Der Fluch …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Ganz Unten

Ganz Unten 02 96

Ganz Unten
Fühlt man sich mit dem Boden verbunden

Man möchte gar nicht hoch
Man fällt eh wieder- doch!

Man kann sich hervorragend verstecken
Man vermeidet das Anecken
Man ist unscheinbar
Außerdem ist man
Endlich
Seinem Grab so nah

Was bedeutet ‚Ganz Unten’?

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Gedanken

Gedanken 02 96

In mir schwirren mindestens
An die 1.000.000 Gedanken
Unmögliche
Fremde
Vergessene
Betrübliche
Nicht zu vergessen: die Alten

Aber keinen einzigen kann man fassen
Mir tut einfach gar nichts passen

Ich wollte so viel
Bis ich einmal fiel

Ich krieche umher
Alles fällt mir nun ewig schwer

Ich kann nicht mehr
Verlorene Zeit macht sich bemerkbar

Das ist wohl wahr
Wann ist dieser Alp beendet?
Habe ich langsam nicht genug gepfändet?

Wer erfasst meine Gedanken?
Wer gibt mir die Chance aufzutanken?

Auftanken ohne Bestellung
Ohne Bemerkung?

Ja- wer gibt mir so viel Achtung?

SIND SIE FREI???

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Spinnen

Spinnen 02 96

Meinst Du nicht auch?
Man ist umgeben von unzähligen Spinnen

Einst dachtest Du nichts Böses
Dann erkennst Du
Du wirst gebraucht
Gebraucht um ein Netz zu bauen
Ein gar so Schönes

Zuerst erkennt man das feine, durchsichtige Netz gar nicht
Aber wehe, wehe Du beginnst einmal im Netz zu hängen
Dann wirst Du es nur zu gut erkennen

Nun gibt es kein Entrinnen mehr
Du bist das Opfer & man mag Dich sehr
Man hat Dich gar zum Fressen gern

Meinst Du’s nun auch?
Überall wimmeln die Spinnen
Es gibt tatsächlich kein Entrinnen

Wehe Du hinderst die Spinnen
Beim Ausbauen
Beim Ausbauen ihrer Netze
Dann wirst Du Deinen Augen nicht mehr trauen

Es scheint als Bauen sie um die Wette
Wehe Du traust Dich zu treten in ihrem Wege

Sie saugen Dich auf
Und lassen erst von Dir ab
Wenn man Dich ganz ausgez/sogen hat

Deshalb:
Auch wenn es ist nicht nach Deinem Sinne
Du musst einfach auch sein eine Spinne

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Ein Baum

Ein Baum 02 96

Schau
Ein stolzer Baum

Scheint zu sein ein herrlicher & belebender Traum
Was für starke Äste
Bald sind wir wieder gerne seine Gäste
Wie werden wir uns an seinen Früchten laben
Wie in den vorherigen Jahren

Schon angenehm solch ein Bäumchen

Im Frühling ist er schön anzusehen
Im Sommer wird er kühlen Schatten uns geben
Im Herbst dürfen wir von seinen Früchten essen
Im Winter dürfen wir ihn getrost vergessen
Oder doch verfeuern?

Die ganze Zeit
Hält er brav & anständig Sauerstoff für uns bereit
Und verlangt nur giftiges Kohlendioxid

Doch- schau jetzt nur!
Ist das nicht der Horror pur?

Er glaubte es sei sein Frühling
Jedoch der Winter kehrte zurück
Er ist hin
Er verlor sämtliche Äste

Grässlich

Man entdeckt nur noch seinen nackten & ehrlichen Stamm
Wer kann sich jetzt noch ergötzen daran?

Schau
Seine jungen & zarten Blüten
Wie sie verblühen
Erfrieren tun die auch
Na und?
Ist das nicht ein bekannter Brauch?

Es muss halt her
Ein Anderer
Ein Neuer
Es sind ja noch zum Glück viele da …

Tschau …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Ich Bin Ein Mensch

Ich Bin Ein Mensch 02 96

Lieber Gott

So viel möchte man Dir sagen
So viel will man von Dir verlangen
So oft wird man Dich vergessen
So häufig missachtet man Dich

Immer erinnert man Dich

Wenn man nichts hat
Zu essen
Zu freuen
Zu sprechen
Zu hoffen

Wenn man nur noch bangen kann
Wenn alles stößt auf im Magen
Wenn man sieht seinen Schafott

Wie hältst Du das alles aus?
Dieses Chaos?

Ich selber bin auch nicht besser
Ich kann mir Dich nicht mal vorstellen
Ich verlange nur Deine Hilfe
Wem helfe ich?

Ich schmiss alles & alle über Bord
Jetzt bin ich der Einzige vor Ort

Ich verlange alles
Gebe jedoch nichts
Viel sehe ich als normal
Unwichtiges ist meine höchste Sorge & Qual

Oh Gott
Das ist weiß Gott nicht banal
Zeige Dich doch mal
Ich empfinde alles als ziemlich fatal

Ich habe eine gute Entschuldigung
Ich bin ein Mensch …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Nachrennen

Nachrennen 02 96

Du gibst ordentlich Gas
Warum das?

Du möchtest jemanden-
Oder lieber etwas?-
Erreichen

Weshalb kannst Du ihn Dir nicht aus dem Kopf streichen?
Euer Weg hat sich getrennt
Ja genau
Du hast den Anschluss verpennt

Es ist aus
Vorbei
Die Gründe seien Dir einerlei
Aus welchem Grund das Nachrennen?

Sieh doch da drüben das Feuer gar lustig brennen
Es ist beschäftigt mit dem großen Fraß
Verschlingt momentan alles, was zu nahe kommt

Lasse die hohen Flammen anklingen
Und schau:
Schon bald wird Dir gelingen das Feuer zu bezwingen

Oder beachte die Gezeiten
Die wechseln sich ab & ergänzen sich

Und Eure Wege?
Er beeilt sich doch
Fort von Dir

Käme er Dir
Entgegen
Erhieltest Du meinen Segen
So aber möchte ich Dir aufzwängen
Beende
Doch bitte dieses dämliche Nachrennen!

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

Großes Ereignis

Großes Ereignis 02 96

In 2 Stunden ist es so weit
Es steht schon alles bereit
Die Kerzen
Das Trinken
Der Musikempfänger

Alles an seinem Platz in meinem Zimmer
1 Karte erhielt ich nicht
‚Ausverkauft!’

Doch was war das für ein Geräusch?
Jemand an meiner Tür

Mein armes Ohr
Von wem wirst Du nun wieder abgekaut?
Die Frau Vermieterin

Oh Gott
Meine gute Laune ist hin
Sie kann nur dummes Zeug babbeln
Glücklicherweise habe ich ihr nur wenig zu berappen

Aber nun stört sie ungemein
Wie kann man nur stören?
Man muss doch sehen was der Andere denkt
Nein- ich will ihr nicht zuhören
Sie darf nicht in meinen Raum
Doch was passiert?

Ich berührte sie kaum
Und doch liegt sie nun unlebendig auf den Boden
Während sie fiel
Flog etwas unerkannt aus ihrer Hand
In einem hohen Bogen

Es ist bloß Papier
Ein Briefkuvert
Aber was ist das?

‚Für meinen lieben Untermieter-
Viel Spaß!’

Karten für das ausverkaufte Ereignis …

(eingegeben 13.03.06- ausgedacht 02 1996)

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